 |  | | Rückblick auf die Bauarbeiten zur Verbreiterung der alten Start- und Landebahn. In nervenaufreibender, stets staubender, Tag- und Nachtarbeit wurde rücksichtslos gegenüber der anliegenden Bevölkerung dieses Bauprojekt durchgezogen. Auf gute Nachbarschaft liebe Flughafengesellschaft. Deine Waggumer. (In der Mitte des Bildes sieht man eine Reihe von 23 Lastwagen) | |
5.9. 9:59 Heute ist der 242. Protesttag gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und die Bürgerinitiative Waggum trifft sich um 16:00 Uhr am Sportheim Waggum.
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 | Hier noch einmal ein Rückblick auf den 150. Waldspaziergang (leider hat der Film immer noch mit technischen Schwierigkeiten zu kämpfen, der Ton schleift hinterher. Ich werde es in Kürze noch einmal mit einer kürzeren Fassung versuchen.) < hier anklicken |  | Hier noch einmal ein Rückblick auf die Fällarbeiten im Januar. (Steht uns ja im Herbst wieder bevor.) Musik: nightbird
< hier anklicken |
 | Und hier zur Unterhaltung noch mal Musik von nightbird. (Die Aufnahmen wurden teil- weise am Bechtsbütteler Weg gemacht.)
< hier anklicken | | |
 | Samstag, den 4.9.
241. Waldspaziergang
18 Personen protestierten gegen den Flughafenausbau. | | |
 | Freitag, 3.9.
240. Waldspaziergang
22 Teilnehmer auf der großen Runde durch den Querumer Forst um das Baugelände herum. Hier gerade am östlichen Ende an der Baustelle des Regenwasserrückhaltebeckens. Die Baugrube ist bereits mit Regen- wasser vollgelaufen und man ver- sucht das Wasser seit Tagen abzupumpen.
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 |  | Donnerstag, den 3.9. 239. Waldspaziergang
15 Teilnehmer liefen vom Sportheim Waggum über die Grasseler Straße zum Waggumer Weghaus und zurück. Unterwegs zeigte uns Herr Böse, dass auf seinem Grundstück Vermessungsarbeiten stattgefunden haben, ohne ihn zu fragen. Handelt es sich hier um Vorbereitungsmaßnahmen für die legendäre Ostumfahrung?
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Die Wettervorhersage für die Region Sportheim Waggum:
Sa.4.9. So.5.9. Mo.6.9. Tiefste Temperatur 10°C 8°C 7°C
Höchste Temperatur 17°C 17°C 17°C
Vormittags etw. Sonne etw. Sonne meist sonnig
Nachmittags etw. Regen etw. Sonne meist sonnig
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Die Braunschweiger Zeitung versuchte am Donnerstag zum 2. Mal zu beschwichtigen:
"Mit VW-Ausstieg wird Förderung rechtswirksam"
Land sieht keine Probleme
Von Ralph-Herbert Meyer
Mit dem Ausstieg der Volkswagen AG aus der Flughafen GmbH ist die Förderung des Ausbaus des Forschungsflughafens in trockenen Tüchern.
Dieser Auffassung ist das Wirtschaftsministerium Niedersachsens. Es bestätigt damit auf Anfrage unserer Zeitung die Position der Stadt, dass die Finanzierung sicher sei. Mit dem Übergang der VW-Anteile an die Flughafen GmbH selbst wird heute während der Gesellschafterversammlung gerechnet.
Wörtlich erklärte ein Sprecher: "Ja, die Förderung ist gesichert. Es gibt keine Beziehung zwischen VW und der nationalen Förderung des Infrastrukturprojektes aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur."
Das Ministerium begründete noch einmal, warum der Flughafen-Ausbau mit Bundesmitteln in Höhe von rund 15 Millionen Euro gefördert wird. Es heißt: "Der Forschungsflughafen als Standortfaktor und seine Entwicklungspotenziale sind für Braunschweig und Niedersachsen von grundsätzlicher Bedeutung. Der Forschungsflughafen Braunschweig hat sich innerhalb der letzten 20 Jahre zu einem der innovativsten Wirtschafts- und Wissenschaftscluster in Europa entwickelt."
Ausbau der Landebahn sei von zentraler Bedeutung
Für die Sicherung des Forschungsbetriebes am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg sei der Ausbau der Start- und Landebahn von zentraler Bedeutung.
Förderrechtlich sieht das Land keine Probleme. Das Infrastrukturvorhaben der Stadt Braunschweig werde über die 100-prozentige Tochter der Stadt Braunschweig, der Struktur-Förderung Braunschweig GmbH, als kommunaler Projektträger aus der Gemeinschaftsaufgabe zur Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur nach dem mehrjährigen Koordinierungsrahmen (BT Drs. 16/13950, Teil II B Wirtschaftsnahe Infrastrukturmaßnahmen, Ziff. 3) gefördert.
Der Zuwendungsbescheid sei, so der Sprecher des Wirtschaftsministeriums, rechtswirksam. Wann die Fördersumme fließen wird, hänge davon ab, wann die Auflagen erfüllt werden.
Die wichtigste Weiche wird mit dem VW-Ausstieg gestellt. Die Stadt Braunschweig hat bisher 6,2 Millionen Euro für den Ausbau des Ausbaus des so genannten Avionik-Clusters gezahlt.
Der Beitrag war im Haushalt eingeplant und den Ratsgremien bekannt.
Braunschweiger Zeitung: 2. September 2010, Braunschweig Lokal, Seite 19© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Mein Kommentar:
Die Hütte brennt und immer wieder wird vom Rathaus und seinem Sprachrohr der Braunschweiger Zeitung beschwichtigt. Es fehlt Geld und es ist kaum zu glauben, dass die juristischen Trickser aus dem Rathaus nicht wussten, dass man bei Beteiligung einer privaten Firma (VW) keine öffentlichen Fördergelder beantragen kann. (Gespannt darf man auf die Reaktion der EU sein, denn sollten jemals Fördergelder fließen, müssten sie bei einer Höhe von 15 Millionen dort gemeldet werden.)
Auch wenn die Fördergelder zum 2. Mal beantragt werden (jetzt ohne VW), ist noch nichts in "trockenen Tüchern", erst wenn "die Auflagen erfüllt werden. Jedenfalls mussten mindestens 2 Anteilseigner der Flughafengesellschaft in Vorleistung treten: Wolfsburg mit 3,2 Millionen und Braunschweig mit 6,2 Millionen, damit die dringensten Rechnungen bezahlt werden konnten.
Und wie geht es weiter?
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 | | Mittwoch, den 1.9. 238. Waldspaziergang
13 Teilnehmer machen Autofahrer aufmerksam: Diese Landesstraße wird gesperrt - für immer - vielen Dank für ihre Unterstützung | |
 | Dienstag, den 31.8.
237. Waldspaziergang
11 Teilnehmer auf ihrem Weg | | |
Die Braunschweiger Zeitung berichtete am Dienstag:
Lehmann: Flughafen-Förderung steht rechtlich auf sicheren Füßen Nach Zusagen von Ministerpräsidenten und Landtag stand Zuschuss für die Verwaltung nie in Frage
Von Ralph-Herbert Meyer
Vorwürfe von Gegnern der Startbahnverlängerung am Forschungsflughafen, die Förderung mit Bundesmitteln könnte nicht rechtmäßig sein, weist die Stadt auf Anfrage unserer Zeitung zurück.
"Der Vorwurf ist abwegig, aber die Vorwerfenden sollten - wieder einmal - Anzeige bei der Staatsanwaltschaft erstatten. Dann erhalten sie eine offizielle Klärung", meint der Erste Stadtrat Carsten Lehmann sarkastisch. Lehmann ist Mitglied des Aufsichtsrates beim Bauherrn Flughafen GmbH und Aufsichtsratsvorsitzender bei der die Förderung beantragenden Strukturförderung GmbH.
Auf Nachfrage erklärt Lehmann, dass laut Bewilligungsbescheid der VW-Ausstieg eine Bedingung für die Förderung gewesen sei. Das Ausscheiden zur Gesellschafterversammlung am 2. September reiche, um die Förderung nicht zu gefährden. Weil das Unternehmen Volkswagen als Gesellschafter auch Nutzer der verlängerten Startbahn wäre, wurde die Förderung vom Bund als problematisch angesehen.
Bei Gesamtkosten von rund 33 Millionen Euro wird ein Zuschuss von rund 15 Millionen Euro erwartet. Bezuschusst wird nach Auskunft der Verwaltung der Avionik-Cluster. Der beinhaltet:
Verlängerung der Start-/Landebahn des Flughafens,
die geplante, aber in Frage stehende Ostumfahrung,
die Erschließung der Gewerbegebiete und
Erschließung der Hermann-Blenk-Straße.
Die Gesellschafter der Flughafengesellschaft hätten nie Zweifel an der Förderung des auch von der Landesregierung gewünschten Vorhabens gehabt, so Lehmann gestern in seiner schriftlichen Antwort.
Der Erste Stadtrat teilt mit: "Die rechtsverbindliche Lage im verwaltungsrechtlichen Sinne enthielt erst der Förderbescheid. Allerdings hat es schon vorweg mehrfach Zusagen früherer Ministerpräsidenten und Wirtschaftsminister gegeben. Gleichermaßen hat der Landtag mit großer Mehrheit zweimal positiv in Sachen Forschungsflughafen beschlossen. Politisch war die Förderung deshalb immer gesichert."
Der Baubeginn vor Erhalt der Bewilligung sei kein Wagnis und rechtmäßig gewesen. Die entsprechende Genehmigung habe seit Herbst vorgelegen. Lehmann wörtlich: "Insoweit konnte auch ohne den Fördermittelbescheid schon begonnen werden, ohne dass dies förderschädlich war. Ein solches Vorgehen ist in Fällen dringender und wichtiger Maßnahmen üblich, auch bei der Stadt schon mehrfach angewandt worden und deshalb völlig unbedenklich."
Die Zweifel an der Rechtmäßigkeit der Förderung waren bei den Gegnern aufgekommen, als VW am 12. August ankündigte, ihre Flughafenanteile zurückgeben zu wollen.
Die Verwaltung hatte die Vermutungen der Grünen-Ratsfraktion, der VW-Ausstieg könnte mit der Bezuschussung zusammenhängen, zunächst als fehlgehend bezeichnet.
Vor der Sitzung des Finanzausschusses in der vergangenen Woche verlas Lehmann als Erster Stadtrat jedoch eine Erklärung, in der doch Probleme bei der Förderung als Grund für den VW-Ausstieg offenbart wurden.
Braunschweiger Zeitung: 31. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | | Montag, den 30.8.
236. Waldspaziergang
Diesmal in Wolfsburg vor dem Phaeno, hier wollte sich VW in einem Vortrag und einer Ausstellung als oberster Umweltschützer aufspielen, nicht erwähnt wurdedie Waldzerstörung im Querumer Forst.
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Die Wolfsburger Nachrichten berichteten am Dienstag über unsere Aktion:
Aktivisten fordern sofortigen Baustopp
Flughafenausbau: Anwohner und Umweltschützer machen weiter Druck auf Volkswagen
Von Thomas Kruse
Volkswagen präsentiert seit gestern die Ausstellung "Ohne Vielfalt der Natur keine Vielfalt der Wirtschaft" im Phaeno. Das war zugleich aber auch der Anlass für eine Demonstration gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg.
Gut 20 Mitglieder der Bürgerinitiativen Waggum und Braunschweig sowie der Bürgerinitiative Baumschutz/Naturschutz klagten das Unternehmen vor dem Bahnhof auf Transparenten und per Lautsprecher an, für die Vernichtung von schützenswertem Wald zum Zwecke des Flughafenausbaus mitverantwortlich zu sein.
VW sei "ein Umweltzerstörer mit zwei Buchstaben", sagte Peter Rosenbaum, der Sprecher der Initiativen. Volkswagen ist zwar als Gesellschafter des Flughafens ausgestiegen, doch die Kritiker wollen die Autobauer nicht aus der moralischen und politischen Mitverantwortung entlassen. Deshalb zeigten die Aktivisten auch trotz strömenden Regens erneut in Wolfsburg Flagge.
Die Ausstellungseröffnung im Phaeno nutzten Rosenbaum und Co., um den Konzern in die Pflicht zu nehmen. "VW brüstet sich mit Natur- und Artenschutz auf Glanzpapier und mit einer teuren Veranstaltung. Was ist mit der Naturvernichtung für den umstrittenen Flughafen-Ausbau inmitten des Querumer Eremitenwaldes in Waggum?", fragten die Naturschützer. Der Eremit ist ein seltener Käfer, der unter Schutz steht.
Antworten gab es nicht, ein Volkswagen-Vertreter ließ sich - wie bei den vorherigen Demonstrationen - nicht sehen. Die Ausstellung im Phaeno ist noch bis zum 6. September zu sehen. Die Wanderausstellung wurde von der "Business and Biodiversity Initiative" initiiert, deren Gründungsmitglied Volkswagen ist. "Besucher erfahren auf 16 Stelen alles Wesentliche über die Folgen des Artensterbens für Mensch und Wirtschaft", heißt es in einer Mitteilung des Unternehmens. Die Schau tourt durch Japan und Deutschland, ehe sie im Oktober auf der 10. Naturschutzkonferenz der Vereinten Nationen im japanischen Nagoya zu sehen ist.
Die Volkswagen-Kritiker aus Braunschweig verlangen, dass der Konzern sich an seine Vorgaben hält. Die lauten: "Der Volkswagen-Konzern hat sich 2008 zum Schutz der biologischen Vielfalt verpflichtet. Das Unternehmen setzt sich an allen Standorten für die Sicherung der biologischen Vielfalt ein und hat den Artenschutz in das konzernweite Umweltmanagement integriert." Zudem betreibe man an den weltweiten Standorten vielfältige Naturschutz-Projekte. Rosenbaum und seine Mitstreiter verlangen nun, dass Volkswagen sich auch in Waggum daran hält, sich für einen sofortigen Baustopp einsetzt und "die eigene politische Haftung für die Schäden" anerkenne.
Außerdem verlangen die Anwohner und Naturschützer, dass der Konzern seine Nutzung des Flughafens darstellen und "in Zukunft mit der Bürgerschaft offen und ehrlich" abstimmen müsse.
Wolfsburger Nachrichten: 31. August 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
Der Lokalteil der Wolfsburger Nachrichten berichtete ebendfalls:
Volkswagen steigt aus, bleibt aber Zahlmeister
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg: Der Stadt entstehen "keine zusätzlichen Kosten"
Von Thomas Kruse
WOLFSBURG. Der Stadt Wolfsburg entstehen durch den überraschenden Rückzug von Volkswagen als Gesellschafter des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in Waggum "keine zusätzlichen Kosten" durch den laufenden Ausbau. Das teilte die Verwaltung gestern mit.
Kämmerer Thomas Muth präzisierte auf WN-Nachfrage, dass der Stadt "durch den Rückzug von Volkswagen auch keine höheren jährlichen Betriebskostenzuschüsse" entstehen würden. Doch wie kann das sein, wo doch die verbliebenen Gesellschafter die Volkswagen-Verpflichtungen eigentlich künftig mittragen müssten?
Ganz einfach: Nach Informationen unserer Zeitung steigt das Unternehmen zwar als Gesellschafter aus, zahlt aber auch künftig seinen Anteil an den Ausbau- und Betriebskosten. Entsprechende Vereinbarungen scheinen indes auf eher informellem Wege getroffen worden zu sein.
Politiker wie Ratsherr Axel Bosse von den Grünen beklagen schon seit geraumer Zeit, dass das Geschehen um die Flughafen-Gesellschaft und den Ausbau der Landebahn "an Intransparenz allenfalls noch durch die Vorgänge bei der Stadtwerke AG übertroffen" würden.
Auch Peter Rosenbaum, Sprecher der Braunschweiger Bürgerinitiativen gegen den Flughafenausbau, kritisierte die fehlende Information der Öffentlichkeit. "Es ist doch nicht einmal bekannt, wann Volkswagen aussteigt. Die Aufsichtsräte sind ganz offenbar überfordert, nicht willens oder nicht in der Lage, hier für Aufklärung zu sorgen", sagte Rosenbaum gestern am Rande einer Demonstration vor dem Bahnhof. Oberbürgermeister Rolf Schnellecke warf er vor, "bei VW auf dem Schoß zu sitzen".
Wolfsburger Nachrichten: 31. August 2010, Wolfsburg Lokales, Seite 09
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Sonntag, den 29.8.
235. Waldspaziergang
16 Teilnehmer protestierten gegen den Flughafen-ausbau. | | |
 | Samstag, den 28.8.
234. Waldspaziergang
21 Teilnehmer verbrachten mal ebend einen Waldspaziergang ohne nass zu werden. | | |
Die Braunschweiger Zeitung vom 28.8. berichtete:
Zusätzliches Fledermaus-Gutachten
Stadtverwaltung: Weitere Untersuchungen durch Experten auf dem geplanten Supermarkt-Gelände in Waggum
Von Jörn Stachura
WAGGUM. Die Stadt Braunschweig tritt Gerüchten entgegen, für den geplanten Supermarkt in Waggum werde seitens der Verwaltung wissentlich gegen den Rat von Gutachtern gehandelt.
Es geht um ein Gutachten zum Vorkommen von Fledermäusen an der Bienroder Straße. Anfang Juni hatten Experten der Stadtverwaltung geraten, mit Abriss-Arbeiten von Altgebäuden auf dem Supermarkt-Gelände bis Oktober zu warten. Es sei nicht auszuschließen, dass sich Fledermaus-Jungtiere in den Gebäuden befinden. Gleichwohl wurden die Gebäude abgerissen.
Seitens der Stadtverwaltung hieß es, man habe sich genau an die Empfehlungen des Gutachtens gehalten. Darum habe der Investor, wie auch von den Experten im Gutachten geraten, Ende Juni Fledermaus-Detektoren eingesetzt. Mit diesen Detektoren können nächtliche Flüge von Fledermäusen nachgewiesen und überprüft werden, ob Fledermäuse aktuell ihr Quartier auf dem Gelände haben.
Am 7. Juli, so die Stadtverwaltung auf Anfrage weiter, hätten die Experten in einem weiteren Gutachten festgehalten: "Im oben angegebenen Zeitraum konnten keine Aus- und Einflüge von Fledermäusen beobachtet werden." Des Eeiteren sei in den Morgenstunden keine Schwarmaktivität festgestellt worden. Das Gelände sei gelegentlich von verschiedenen Fledermausarten überflogen oder kurzzeitig als Jagdgebiet genutzt worden.
Die Gutachter seien zu dem Ergebnis gekommen: "Es ist davon auszugehen, dass die Gebäude momentan nicht als Sommerquartier und/oder Wochenstube genutzt werden." Da das Gelände von Fledermäusen als Jagdrevier genutzt werde, habe die Stadtverwaltung dem Investor empfohlen, Fledermauskästen zu installieren.
Braunschweiger Zeitung: 28. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 22© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Mein Kommentar:
Warum spricht Herr Stachura von "Gerüchten"? Das Gutachten der LaReg (Gebäudekontrolle auf Besatz mit Fledermäusen am 1.6.2010) liegt mir und inzwischen auch ihm vor. Es heißt dort eindeutig: "Auf dem Dachboden des Geräteschuppens wurde an zwei Stellen Fledermauskot gefunden. Das Dach des Gebäudes weist außerdem Einflugöffnungen für Fledermäuse auf."... ..."Ein Abriss der Gebäude kann daher in Anbetracht der Ergebnisse der Kontrolle während der Wochenstubenzeit der Fledermäuse (April bis September) nicht empfohlen werden." Natürlich gefällt dem Investor Staake dieses Gutachten nicht: Prompt wird das Gutachten der Experten angezweifelt und ganz schnell wird (eigentlich wie immer!) eine Ausnahme- genehmigung erteilt, denn weitere Untersuchungen hätten ... ... und schon setzt sich die Skandalreihe um dieses Bauprojekt fort.
Siehe auch weiter unten und unter Skandal.
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 | Freitag, den 27.8.
233. Waldspaziergang
Immer noch Dauerregen, aber jetzt 9 Aktive gegen den Flughafenausbau. | | |

| Die Messungen mit dem Transponder- empfänger sind wieder in Betrieb und die Ergebnisse der Messungen werden ab sofort hier und in der Statistik erscheinen.
Am Montag, den 30.8. waren von 31 Starts und Landungen 21 von oder für VW, das entspricht 68%
Am Freitag, den 27.8. waren von 30 Starts und Landungen 15 von oder für VW, das entspricht 50%
Am Donnerstag,den 26.8. waren von 19 Starts und Landungen 15 von oder für VW, das entspricht 79%
Am Mittwoch, den 25.8. waren von 22 Starts und Landungen 14 von oder für VW, das entspricht 64%.
Am Dienstag, den 24.8. waren von 30 Starts und Landungen 15 von oder für VW, das entspricht 50%.
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Landungen
Zeit Call-sign woher? VW? 7:26 PWF50 Ingolstadt für VW 7:52 CSA7320 Prag für VW 7:59 DEJTJ 8:13 PWF211 Ingolstadt für VW 8:16 N65MV 8:18 WGT74A VW 8:46 PWF60 Ingolstadt für VW 10:21 SGP212 10:53 WGT26A VW 11:14 DEHVS 12:35 DCAPB 13:11 FFD701 17:02 PWF213 Ingolstadt für VW 17:39 CSA7322 Prag für VW 18:40 WGT26A VW 18:48 DHIMU 20:33 WGT95A VW
| Starts
Zeit Call-sign wohin? VW?
6:17 WGT74A VW 7:23 WGT26A VW 7:26 PWF50 Ingolstadt für VW 8:04 WGT95A VW 8:35 CSA7321 Prag für VW 8:37 FCK311 8:45 PWF212 Ingolstadt für VW 10:27 DHIMU 12:54 WGT74A VW 17:22 DEJTJ 17:39 PWF214 Ingolstadt für VW 17:50 WGT26A VW 18:19 CSA7323 Prag für VW 19:28 WGT26A VW
| | CSA - Czech Airlines PWF - Private Wings WGT - (Worldgate) = VW |

Landungen
Zeit Call-sign woher? VW?
8:01 PWF211 Ingolstadt für VW 8:04 FFD521 9:06 PWF212 Ingolstadt für VW 11:18 DCLBA 13:37 N65MV 14:03 FFD801 14:11 FCK311 15:12 DICMS 15:18 WGT74E VW 16:52 PWF213 Ingolstadt für VW 17:03 WGT95E VW 17:10 DCAPB 17:36 DCAHH 17:51 PWF53 Ingolstadt für VW 18:52 WGT26E VW 19:07 CSA7322 Prag für VW | Start Zeit Call-sign wohin? VW?
7:20 WGT74E VW 7:25 PWF50 Ingolstadt für VW 7:46 WGT26E VW 8:17 FFD801 8:44 PWF212 Ingolstadt für VW 9:05 WGT32E VW 10:02 DASSAULT 10:43 CLB147 13:16 DCAHH 15:07 CLB147 15:29 FFD801 17:32 PWF214 Ingolstadt für VW 18:02 DCAPB 19:37 CSA7323 Prag für VW
| | |

Landungen:
Zeit Call-sign woher? VW?
7:35 CSA7320 Prag für VW 8:22 PWF60 Ingolstadt für VW 8:31 PWF211 Ingolstadt für VW 11:38 TWG188 15:00 DEHFV 15:03 WGT--- VW 15:58 WGT75D VW 16:58 WGT95D VW 17:11 PWF213 Ingolstadt für VW 17:23 CLB144 20:30 PWF100 Ingolstadt für VW
| Starts:
Zeit Call-sign wohin? VW?
5:48 WGT95D VW 7:37 WGT74D VW 7:40 WGT32D VW 8:44 CSA7321 Prag für VW 8:56 PWF212 Ingolstadt für VW 10:40 N65MV 16:59 PWF61 Ingolstadt für VW 17:41 PWF214 Ingolstadt für VW
| | |

Landungen:
Zeit Call-sign woher? VW?
7:41 CSA7320 Prag für VW 8:05 DEIZE 8:12 PWF211 Ingolstadt für VW 8:26 PWF60 Ingolstadt für VW 8:49 WGT32C VW 14:41 WGT32C VW 17:25 DEGQA
| Starts: Zeit Call-sign wohin? VW?
7:04 WGT32C VW 7:26 PWF50 Ingolstadt für VW 8:41 CSA7321 Prag für VW 8:50 PWF212 Ingolstadt für VW 10:01 FCK311 12:35 DEIZE 12:44 WGT32C VW 14:46 CLB144 14:59 DIATE 17:03 PWF61 Ingolstadt für VW 17:52 PWF214 Ingolstadt für VW 18:29 PWF102 Ingolstadt für VW 19:03 DMFBS 19:09 CSA7323 Prag für VW 19:35 DEVOL | | |
Die Wolfsburger Zeitung berichtete am 27.8.:
Umgang mit Eilentscheidung verärgert Grüne
Stadt informierte bislang nur per Ratspost über Vorauszahlung von 3,2 Millionen Euro für Flughafenausbau
Von Michael Kothe
WOLFSBURG. Dicke Luft gab es gestern Abend im Ausschuss für Finanzen und Controlling: Bislang lediglich per Ratspost erfuhren die Mitglieder von einer überplanmäßigen Ausgabe, die den laufenden Etat üppig belasten wird. Ein Jahr früher als geplant wird die Stadt 3,2 Millionen Euro zum Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg zahlen, um die Flughafengesellschaft nicht in Geldnöte zu bringen.
Bürgermeister Günter Lach unterzeichnete die Eilentscheidung bereits am 6. Juli. Doch die entsprechende Vorlage der Verwaltung fand sich erst Montag in der Ratspost. Mit Verweis auf einen Beschluss des Rates von 2005 und dringlichstem Handlungsbedarf war schon damals die ursprünglich erst für 2011 und 2012 vorgesehene Summe überwiesen worden.
Das Geld ist der Anteil der Stadt an einem Mammutbauprojekt der fünf Gesellschafter der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH. Es geht um die Kosten für die begonnene Verlängerung der Start- und Landebahn auf 2300 Meter. Gesellschafter sind neben Wolfsburg Braunschweig, die Kreise Gifhorn und Helmstedt sowie die Volkswagen AG, die ihre Anteile aber abgetreten hat (WN berichteten).
Grund für die Eilentscheidung war laut Vorlage der Verwaltung, dass zugesagte Fördermittel für das Projekt noch nicht ausgezahlt werden. Da die laufenden Arbeiten aber "in nächster Zeit bereits wesentliche Zahlungsverpflichtungen auslösen", mussten die Kommunen mit "sämtlichen Eigenmitteln" in die Bresche springen. Einziger Vorteil: 2011 haben sie nichts mehr zu zahlen.
Angesichts der üppigen Summe fühlten sich Grüne, Linke und auch Teile der SPD unfein übergangen. Eine Kenntnisgabe der Beamten gab es weder im Fraktionssprecherkreis am Montag noch gestern im Ausschuss. "Ich fühle mich verarscht", wetterte Elke Braun (Grüne).
Wolfsburger Nachrichten: 27. August 2010, Wolfsburg Lokales, Seite 12© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Donnerstag, 26.8.
232. Waldspaziergang
Trotz Dauerregens nahmen 7 Unentwegte an der Demonstration gegen den Flughafenausbau teil.
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In einem Artikel der Braunschweiger Zeitung vom 26.8. gleich 2 dicke Fehler (siehe Kommentar):
NP-Markt in Waggum wird schließen
Edeka auch Betreiber vom neuen Supermarkt am Bienroder Weg - Reibungsloser Übergang geplant
Von Jörn Stachura
Die Tage des NP-Marktes in Waggum sind gezählt. Wie ein Vertreter der Edeka-Tochter bestätigte, werde das Unternehmen den Markt schließen. Edeka wolle sich jedoch darum bemühen, für eine lückenlose Nahversorgung in Waggum zu sorgen.
Am Bienroder Weg haben bereits die Arbeiten für einen neuen Supermarkt begonnen. Allerdings erst Abrissarbeiten. Dazu sei eine Teilbaugenehmigung erteilt worden, die es dem Investor ermögliche, bereits die Anlagen auf dem Gelände abzureißen, so die Pressestelle der Stadt gestern auf Anfrage.
Der Verwaltungsausschuss des Rates habe zudem einen so genannten Durchführungsvertrag beschlossen. Damit, so die Verwaltung, sei das Bauvorhaben einen wesentliche Schritt auf dem Weg zur Umsetzung weiter. Derzeit gehe man im Rathaus davon aus, dass der Bebauungsplan für den neuen Supermarkt am 21.September vom Rat als Satzung beschlossen werden könne. Die Baugenehmigung würde dann zügig erteilt werden. Artenschutzrechtliche Bedenken bestünden nicht, da es laut Gutachter in den alten Gebäuden kein Fledermaus-Vorkommen gegeben habe.
Die Zeit scheint tatsächlich zu drängen, denn nach Informationen unserer Zeitung, Edeka wollte es nicht bestätigen, ist der Mietvertrag für den NP-Markt bereits gekündigt. Der Markt soll darum Ende Februar geschlossen werden.
Andreas Laubig, Sprecher Edeka in Minden, bestätigte freilich, dass das Unternehmen an der Bienroder Straße einen E-Neukauf-Markt eröffnen werde und kündigte an: "Wir möchten eine Lösung finden, die für eine lückenlose Nahversorgung in Waggum sorgt."
Das Angebot für die Waggumer solle sich auf jeden Fall verbessern. Im neuen Markt werde es Frische-Abteilungen geben. Es werde mehr Personal benötigt, und so würden zusätzliche Arbeitsplätze in Waggum entstehen.
Braunschweiger Zeitung: 26. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 21© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Mein Kommentar:
Gleich 2 Fehler in einem Artikel: 1. Der neue Markt wird nicht am Bienroder Weg, sondern an der Bienroder Str. errichtet und zwar unmittelbar angrenzend an Wohnbebauung. 2. "Auf dem Dachboden des Geräteschuppens wurde an zwei Stellen Fledermauskot gefunden. Das Dach des Gebäudes weist außerdem Einflugöffnungen für Fledermäuse auf." Zitat aus dem Gutachten der LaReg (Gebäudekontrolle auf Besatz mit Fledermäusen am 1.6.2010) In dem Gutachten wird weiterhin empfohlen das Gebäude nicht vor Ende September abzureißen, da das in die Wochenstubenzeit der Fledermäuse fallen würde. Die Fledermausbrut ist inzwischen vernichtet worden, da das Gebäude am 13.8. abgerissen wurde. (siehe auf dieser Seite weiter unten.)
In dem Artikel wird suggeriert, dass es sich bei diesem Vorhaben um einen Segen für die Bevölkerung handelt, das sehen die unmittelbaren Anwohner etwas anders. Denn es wurde nie auf die Bevölkerung Rücksicht genommen: - Das Wäldchen auf dem Gelände wurde nach dem 1. März gefällt, obwohl da schon das Ende der gestatteten Baumfällzeit überschritten war. (Es gab aber wieder einmal eine Ausnahme- genehmigung des Umweltamtes.) Das Holz wurde unmittelbar neben der Wohnbebauung mit ohrenbetäubenden Lärm geschreddert. - Auch der Bauschutt wurde auf dem Baugelände geschreddert, obwohl eine Bauschuttrecycling- anlage in einer Entfernung von 400m besteht. Erst nach einer Anzeige bei der Polizei und beim Umweltamt wurde der entstandene Staub mit Bewässerung gebunden. Erst nach einer weiteren Anzeige wurde die Schredderanlage so weit wie möglich von der Wohnbebauung entfernt aufgestellt.
Auf welch dubiose Art und Weise dieses Bauprojekt entstanden ist, liest man bei Skandal.
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 | Mittwoch, den 25.8.
231. Waldspaziergang
16 Aktive protestierten gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg.
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Die Braunschweiger Zeitung vom 25.8. berichtete:
Stadt: VW steigt wegen Förderproblemen aus
Neue Flughafen-Struktur von Ausschüssen beschlossen - Verwaltung musste Grünen Recht geben
Von Ralph-Herbert Meyer
Mit den Stimmen von CDU, SPD und FDP haben zunächst Finanz- und später auch Verwaltungsausschuss des Rates der Stadt der geplanten Gesellschafterveränderung in der Flughafen GmbH mit großer Mehrheit zugestimmt. Die Volkswagen AG hatte wie berichtet ihren Ausstieg angekündigt.
Die bisherigen VW-Anteile von 36Prozent soll die Gesellschaft künftig selbst halten. Anteilseigner bleiben Braunschweig (rund 43 Prozent), Wolfsburg (rund 18 Prozent) sowie die Landkreise Helmstedt und Gifhorn (je 2 Prozent). Die Veränderung wird auf der Gesellschafterversammlung am 2. September beschlossen.
Um die Gründe für den VW-Ausstieg war spekuliert worden. Die Grünen hatten einen Zusammenhang mit der Förderung vermutet. Oberbürgermeister Gert Hoffmann hatte daraufhin über seine Pressestelle verlauten lassen: "Sämtliche Feststellungen und Mutmaßungen der Grünen gehen fehl. Es bleibt bei der Erklärung des Oberbürgermeisters vom gestrigen Tage."
Zunächst hatte es als Begründung für den VW-Ausstieg geheißen, dass das Unternehmen sein Ziel bei der Förderung der wichtigen Infrastrukturmaßnahme erreicht habe und sich deswegen zurückziehe.
Gestern nun musste Erster Stadtrat Carsten Lehmann eine Erklärung verlesen, in der er genau die von den Grünen vermuteten Probleme bei der Förderung zugeben musste. Lehmann wörtlich: "Im Zuge der Erörterungen und Verhandlungen über die Ausgestaltung des Förderbescheides zur Förderung des Ausbaus des Forschungsflughafens hat das Bundeswirtschaftsministerium die für die Landesregierung und die Stadtverwaltung überraschende Rechtsauffassung vertreten, Volkswagen dürfe aus fördertechnischen Gründen zum Zeitpunkt der Förderung nicht weiter an der Gesellschaft beteiligt sein. Ein geförderter Betrieb - und sei es nur mittelbar als Gesellschafter eines Unternehmens - dürfe nicht zugleich einer der Nutzer der geförderten Infrastrukturinvestition sein."
Die Verwaltung habe vor der Sitzung nicht informiert, so Lehmann, da sie prinzipiell nicht über zwischenzeitlich auftauchende Probleme mit Förderbehörden informiere.
Nach Informationen unserer Zeitung war der Förderbescheid schon vor den Sommerferien eingegangen. Eine grundsätzliche Finanzierungszusage des Landes hatte es bereits lange zuvor gegeben. Die Fördermittel kommen aus dem nationalen Topf zu "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur". Die Einigung mit allen Beteiligten muss zwangsläufig davor gefallen sein. VW verkündete seinen geplanten Ausstieg am 12. August.
Braunschweiger Zeitung: 25. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
Und der Kommentar des Redakteurs
Peinliches Eingeständnis
Von Ralph-Herbert Meyer
Die Geheimniskrämerei um die Gründe für den VW-Ausstieg bei der Flughafengesellschaft ist unnötig und vor allem auch unverständlich gewesen. Denn es gibt kein schlüssiges Argument dafür, warum Stadt und Volkswagen nicht von Anfang an die Probleme durch die Konzernbeteiligung bei der Bezuschussung mit öffentlichen Geldern klar benannt haben.
Offenbar war die Situation mit VW an Bord der FlughafenGmbH falsch eingeschätzt worden. Schließlich hatte das Land seine letzten Anteile am Flughafen erst vor rund einem Jahr an VW abgegeben. Da waren die Förderanträge längst gestellt.
Aber es ist doch überhaupt kein Problem, einen Fehler, wer auch immer ihn zu verantworten hat, zu korrigieren.
Durch das anfängliche Vertuschen der wahren Begründung haben Stadt, VW und Flughafen GmbH den Ausbaugegnern in die Karten gespielt. Jetzt fragen sich mehr als nur die Aktivisten, ob da nicht schon öfter in der Informationspolitik Lücken waren.
Das vor dem Finanzausschuss öffentlich vorgetragene Eingeständnis, dass die Grünen doch Recht hatten mit ihren Vermutungen zu den Ursachen des VW-Ausstiegs, ist in erster Linie peinlich für den Oberbürgermeister und seine Verwaltung.
Sie sind ertappt worden wie ein paar böse Buben.
Braunschweiger Zeitung: 25. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
Mein Kommentar:
Eine erstaunliche Kehrtwede vom Chef der Lokalredaktion Ralph-Herbert Meyer, der bisher immer nur gegen die Flughafenausbaugegner polemisiert hat. Das dieses jetzt wesentlich erschwert wurde, fällt ihm sichtbar schwer, denn jetzt "...haben VW und Flughafen GmbH den Ausbaugegnern in die Karten gespielt." Dass niemand einen privaten Flughafen (von VW) fördern kann, ist den Verantwort- lichen reichlich spät aufgefallen und die Fördergelder sind noch mit Anteilsbeteiligung von VW gestellt worden, somit müsste der Ausstieg von VW "rückdatiert" werden auf einen Termin vor Antragsstellung. Nun ist man ja allerhand rechtliche Trickserei von den Juristen im Rathaus gewohnt, aber ob das möglich ist, fällt einem schwer zu glauben. Wie geht es nun weiter? Man rechnete mit 18,4 Millionen Fördergeldern. Wer soll die genehmigen, wenn auch der EU eine Unterstützung in dieser Höhe angezeigt werden müßte? Wie wollen die "bösen Buben" aus dieser Zwickmühle herauskommen? Nicht nur Ralph-Herbert Meyer wartet gespannt, auf das, was da auf uns zukommt.
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 | Dienstag, 25.8.
230. Waldspaziergang
14 Teilnehmer, hier beim Abschluß an der Grasseler Straße. | | |
2 Leserbriefe in der Braunschweiger Zeitung vom 24.8.:
Eiertanz um die Tatsachen
zu den Eremitenfunden
Zum Interview "Neue Eremitenfunde in der Stadt":
Christian Morgenstern lässt seinen Palmström resigniert feststellen: "Weil nicht sein kann, was nicht sein darf." Zu diesem Fazit kommt man auch bei der Berichterstattung und dem Eiertanz um die Tatsachen zu den Eremitenfunden.
In der Landesplanerischen Feststellung von 2004 zu der Verlängerung der Start- und Landebahn wird der Eremit als eine charakterisierende Art dieses Gebietes beschrieben. Was die Untere Naturschutzbehörde nun bewegt, diesen Fund als unvorhersehbares Ereignis einzustufen, bleibt wohl ihr Geheimnis.
So erstaunt es auch, wenn Herr Theunert in seinem Gutachten zu den Eremitenfunden im Mai 2010 mutmaßt, dass die Larven als Folge des Fällens in den Stubben geraten sein könnten. Also doch wohl der Schwerkraft folgend aus der Baumhöhle mit den darin gefundenen Eremitenkotpillen in den Stubben.
Wie kann man nun die Aussage von Herrn Theunert einordnen, wenn er in dem Interview zu den Eremitenfunden mit die Feststellung trifft, es sei definitiv auszuschließen, dass die Larven von oben stammen? Allein die große Menge an Kotpillen in der Stammhöhle reicht doch schon als Nachweis des Eremiten in diesem Gebiet aus.
Horst Gasse, per E-Mail
Was ich nicht weiß,
macht mich nicht heiß?
Der Gutachter bestätigt, dass er seinerzeit mit dem Vorkommen der geschützten Eremiten-Art im Waggumer Wald gerechnet hat. Er habe der Stadt ein "weiteres Erfassungsjahr" vorgeschlagen, um zu prüfen, ob diese seltene Art dort tatsächlich anzutreffen sei. Das habe die Stadt aber abgelehnt. Was zeigt deutlicher, dass die Stadt nur schnell sägen und roden lassen wollte, um Fakten zu schaffen. Artenschutz und Schutz seltener Lebensräume waren für Dr. Hoffmann wie für VW offenbar völlig unwichtig.
Ebenso unglaublich eine zweite Information des Diplombiologen: Sein Antrag, den Baumstumpf weitergehend untersuchen zu dürfen, in dem bereits zwei Eremitenlarven gefunden worden waren, ist (seit Mai!) bis heute nicht bewilligt worden. Das schöne, alte Sprichwort "Was ich nicht weiß, macht mich nicht heiß" trifft die zugrunde liegende Haltung der Verantwortlichen überzeugend.
Andreas Matthies, per E-Mail
Braunschweiger Zeitung: 24. August 2010, Braunschweig Leser, Seite 22© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
 | Montag, den 23.8.
229. Waldspaziergang
11 Teilnehmer waren dabei. | | |
 | Sonntag, den 22.8.
228. Waldspaziergang
13 Aktive protestierten gegen den Flughafenausbau. | | |
Samstag, den 21.8.
227. Waldspaziergang
17 Teilnehmer, hier am Startpunkt Sportheim Waggum, nahmen an unserer heutigen Demonstration teil. | | | |
Ein Interview mit dem Gutachter Theunert in der Braunschweiger Zeitung vom 21.8.:
Neue Eremiten-Funde in der Stadt
Gutachter Reiner Theunert nennt Vermutungen der Startbahngegner zu den Larven
am Flughafen "haltlos"
Die drei in einem Baumstumpf nahe dem erweiterten Flughafengebiet gefundenen Eremiten-Larven erhitzen die Gemüter. Manch Ausbaugegner fordert den sofortigen Stopp der Startbahnverlängerung. Manch Ausbaubefürworter zweifelt dagegen an, dass die Larven der geschützten Käferart auf natürlichem Weg in den Baumstumpf kamen. Gutachter und Diplom-Biologe Reiner Theunert sprach mit Redakteur Ralph-Herbert Meyer über die Funde, Vermutungen und Vorwürfe.
Die Gegner des Flughafenausbaus werfen der Flughafengesellschaft vor, vor den Fällarbeiten die Bäume nicht auf Eremiten-Vorkommen untersucht zu haben, obwohl bereits im Planfeststellungsverfahren auf mögliche Vorkommen hingewiesen worden sei. Was sagen Sie zu dem Vorwurf?
Die Planfeststellungsbehörde hat entschieden, und die Gerichte haben auch ihre Entscheidungen gefällt. Was beide Seiten für notwendig erachteten, lag ihren Entscheidungen zugrunde. Die Art nachzuweisen ist bei individuenarmen Vorkommen jedoch nicht einfach.
Der Eremit lebt verborgen in einer mulmgefüllten Baumhöhle. Selbst als Vollinsekt, also als Käfer, lassen sich die Tiere kaum mal am Höhlenausgang blicken, und die wenigsten verlassen ihren Brutbaum jemals. Deshalb wurde damals von mir auch ein weiteres Erfassungsjahr vorgeschlagen. Behördlicherseits wurde dafür aber offenbar keine Notwendigkeit gesehen. Und die Gerichte haben das wohl auch nicht beanstandet.
Auch nach dem Fund von zwei Larven, so geht die Kritik der Ausbaugegner weiter, sei nicht nach weiteren Eremiten-Larven gesucht worden. Entspricht das der Wahrheit?
Nein. In Abstimmung mit der Naturschutzbehörde der Stadt Braunschweig läuft seit Wochen ein weiteres Erfassungsprogramm in dem Bereich des Querumer Forstes.
In einem Interview mit einer in Berlin erscheinenden Tageszeitung erklärt der zu den Ausbaugegnern zu zählende Braunschweiger Privatdozent für Tierökologie, Wolfgang Büchs, den ungewöhnlichen Fundort der Larven mit dem harten Winter. Deswegen hätten sie sich aus der von ihnen bevorzugten Baumhöhe von acht bis zehn Metern in den Baumstumpf bewegt. Ist das denkbar?
Herrn Büchs ist noch nicht einmal bekannt, wie der Baum aussah, als er gefällt wurde. Es handelte sich um eine Altbuche ohne Spitzentrieb, gerade einmal vier bis fünf Meter hoch.
Da wir im Gegensatz zu Herrn Büchs wissen, wie der Baum in vier bis fünf Meter Höhe beschaffen war, können wir definitiv ausschließen, dass die Larven von oben stammen.
Haben Sie nach dem Fund der dritten Larve den Baumstumpf untersucht? Wenn ja, halten Sie es für möglich, dass Sie die dritte gefundene Larve übersehen haben könnten?
Nachdem die ersten beiden Larven dem Stumpf entnommen wurden, war bei der Planfeststellungsbehörde ein Antrag auf weitergehende Untersuchung dieses Baumstumpfes zu stellen.
So ist, so paradox es auch klingen mag, das artenschutzrechtliche Prozedere. Aber eine Genehmigung dafür liegt bis dato nicht vor.
Der Tierökologe Büchs stellt in dem bereits erwähnten Interview auch die These auf, dass ein Vogel die dritte Larve dorthin verbracht haben könnte. Wie bewerten Sie diese Aussage aus fachlicher Sicht?
Laut dem betreffenden Zeitungsartikel stellt Herr Büchs die Vermutung an, alle Larven, also nicht nur die dritte, könnten von Vögeln verschleppt worden sein. Diese Vermutung ist insgesamt haltlos. Es gibt zwar Vögel, die Eicheln als Wintervorrat deponieren.
Aber haben Sie schon einmal etwas von einem Vogel gehört, der eine leckere Larve, nein, jetzt sind es ja gar schon drei, in einem Baumstumpf lagert, ungeschützt vor möglicherweise eindringenden Spitzmäusen und anderen Räubern, die auch gern Eremitenlarven fressen?
Die Ausbaugegner weisen Spekulationen zurück, jemand aus ihrem Kreis hätte die Larven ausgesetzt, weil es so schwierig sei, welche zu bekommen. Gibt es in der Region größere Vorkommen, die leicht zu entdecken sind?
Ja. Wer die Lebensraumansprüche der Käferart kennt, der sollte dort auch fündig werden. Momentan läuft in einem dieser Gebiete auf Braunschweiger Stadtgebiet eine Erfassung, und da war man auch erfolgreich.
Hand aufs Herz: Haben Sie die Larven schlicht übersehen oder sind sie nachträglich an den Flughafen gebracht worden?
Anders herum gefragt: Wieso gingen nach dem Fällen des Baumes einige Monate bis zum vermeintlichen ersten Larvenfund ins Land? Und dies, obwohl immer wieder Auswärtige auf der Fläche waren, ohne jetzt im Detail zu wissen, was sie da gesucht haben.
Glauben Sie, dass der Fund von drei Eremiten-Larven den Ausbau behindern oder gar stoppen kann?
Das wird jetzt auf europäischer Ebene entschieden. Mehr kann man zum gegenwärtigen Stand wirklich nicht sagen.
Braunschweiger Zeitung: 21. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 19© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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Mein Kommentar:
Die Frage steht im Raum, wie kommt Ralph-Herbert Meyer zu seiner Überschrift? Dort steht "...Vermutungen der Startbahngegner zu den Larven am Flughafen sind haltlos." Im Interview sagt Herr Theunert aber lediglich: "...stellt Herr Büchs die Vermutung an, alle Larven, also nicht nur die dritte, könnten von Vögeln verschleppt worden sein. Diese Vermutung ist insgesamt haltlos." Herr Meyer vertraut hier wohl darauf, dass oberflächlich informierte Leser nur die Überschrift lesen und nicht bemerken, dass er hier den Begriff "haltlos" in einen völlig anderen Zusammenhang bringt. Dabei geht auch der eigentliche Skandal in diesem Artikel unter, der Gutachter Herr Theunert wird an seiner Arbeit gehindert: Er sagt: "Nachdem die ersten beiden Larven dem Stumpf entnommen wurden, war bei der Planfeststellungsbehörde ein Antrag auf weitergehende Untersuchung dieses Baumstumpfes zu stellen. So ist, so paradox es auch klingen mag, das artenschutzrechtliche Prozedere. Aber eine Genehmigung dafür liegt bis dato nicht vor." (und das seit Wochen!)
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Donnerstag, 19.8. 225. Waldspaziergang
9 Protestierer machten sich auf den Weg zum Waggumer Weghaus und zurück. Morgen sind wir wieder mehr. | | | |
Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung am 19.8.:
Es wurde nicht nach
Eremiten gesucht
Zu den Leserbriefen zu den Funden der Eremitenlarven:
Zur Information für beide Leserbriefschreiber sei gesagt, dass bereits 2004 in den Gutachten und danach in sämtlichen Planungsunterlagen für den Flughafenausbau dieses Gebiet als potenzielles Eremiten-Gebiet ausgewiesen wurde. Eine erforderliche Suche hat jedoch nicht stattgefunden. Sich jetzt über den "plötzlichen" Fund zu wundern oder ihn als fragwürdig hinzustellen, deutet nur auf eine unvollkommene Information hin.
Deshalb, unabhängig vom Naturschutz, sollten Artikel in der Zeitung stets kritisch gelesen und evtl. hinterfragt werden, denn wenn ein Teil der Wahrheit nicht erwähnt wird, erscheinen Fakten in einem total anderen Licht. Uta Ernst, Braunschweig
Braunschweiger Zeitung: 19. August 2010, Braunschweig Leser, Seite 26© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Mittwoch, 18.8.
224. Waldspaziergang
31 Demonstranten protestierten, diesmal mit Musik der Gruppe "Samba-attac" gegen den Flughafenausbau. | 
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| Dienstag, 17.8.
223. Waldspaziergang
11 Personen und ein Hund protestierten gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Heute sind wir hoffentlich wieder mehr. | | |
13.8.
Investor Staake lässt bewohntes Fledermausquartier niederreißen. Unglaublich, wie in Braunschweig mit der Natur umgegangen wird:
Investor Staake will auf Flughafen- gelände an der Bienroder Str., unmittelbar angrenzend an Wohnbebauung, einen Supermarkt errichten. In einem Umweltgutachten empfiehlt die Untere Naturschutzbehörde einen Abriß des vorhandenen Gebäudes erst nach dem September, da eine Fledermaus- kolonie in diesem Gebäude festgestellt wurde. Jetzt schuf Staake vollendete Tatsachen und vernichtete diese Kolonie, somit braucht er auch nicht mehr Rücksicht bei dem Bau des Supermarktes nehmen, denn die Untere Naturschutzbehörde empfahl Einschlupfmöglichkeiten, in dem Dach des zu errichtenden Gebäude,für Fleder- mäuse zu schaffen. mDas Das erübrigt sich jetzt.
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VW steigt beim Flughafen aus, denn der Umweltfrevel im Querumer Forst passt nicht zum mühsam aufgebauten grünen Image. Die Braunschweiger Zeitung vom 13.8. schrieb:
Volkswagen zu Flughafen-Ausstieg:
Ziel des Engagements ist erreicht
Spekulationen um Gründe - Keine Auswirkungen auf laufendes Geschäft und Ausbau erwartet
Von Ralph-Herbert Meyer
Die Flughafengesellschaft verliert ihren zweitgrößten Anteilseigner und springt selbst in die Bresche. Nach BZ-Informationen wird sich die Volkswagen AG von ihren 35,6 Prozent trennen.
Für vermutlich den symbolischen Kaufpreis von einem Euro wird die Flughafengesellschaft die Anteile übernehmen. Vollzogen werden soll der Wechsel in der Gesellschafterversammlung Anfang September.
VW hatte die Anteile 1997 und 2009 jeweils vom Land Niedersachsen übernommen. CDU und FDP hatten sich im Rahmen des Koalitionsvertrags darauf verständigt, sich von Beteiligungen des Landes an Unternehmen zu trennen.
Im März des vergangenen Jahres hatte der damalige Ministerpräsident Christian Wulff noch erklärt: "Ich freue mich darüber, dass VW nun auch den verbliebenen Anteil des Landes übernimmt, denn VW ist Hauptnutzer des Flughafens."
VW hatte ebenfalls den symbolischen Kaufpreis von einem Euro gezahlt. Der Nominalwert hatte nach unseren Informationen aus dem vergangenen Jahr knapp 110000 Euro betragen. Demnach hätte das jetzt doppelte so große Paket einen Wert von knapp 220000 Euro.
Die Freude des heutigen Bundespräsidenten Wulff währte nur kurz. Ein VW-Sprecher bestätigte gegenüber unserer Zeitung, dass der Konzern aus der Flughafengesellschaft aussteigen werde. Gründe nannte er nicht.
Denkbar ist allerdings, dass VW-intern die Frage gestellt wurde, ob ein Autokonzern überhaupt Anteilseigner an einem Flughafen sein sollte und die Antwort darauf nein hieß. Denkbar ist auch, dass die Kritik der Ausbaugegner Volkswagen gestört hat, weiterer möglicher Imageschaden im Zusammenhang mit der Startbahnverlängerung und damit verbundenen erforderlichen Eingriffen in die Natur verhindert werden soll.
Kostengründe spielen bei der Volkswagen-Entscheidung offenbar keine Rolle. Denn nach BZ-Informationen ist angestrebt, dass VW den Betriebskosten-Anteil weiterhin zahlt. Für das vergangene und das laufende Jahr kam noch das Land mit je 400000 Euro auf.
Wörtlich sagte der VW-Specher: "Volkswagen hat sich am Flughafen beteiligt, um zu helfen, dieser wichtigen Infrastruktureinrichtung eine gute und sichere Basis für die Zukunft zu geben. Das ist in den vergangenen Jahren gelungen. Nachdem der Ausbau erfolgreich gestartet ist, übernimmt die Flughafengesellschaft die 35,6 Prozent."
Über mögliche Konsequenzen des Ausstiegs wurde auch auf Nachfrage keinerlei Stellung bezogen. Seitens VW, der Stadt und der Volkswagen AG wurde unisono auf die Gesellschafterversammlung Anfang September verwiesen.
Oberbürgermeister Gert Hoffmann kommentierte: "Die Stadt Braunschweig dankt Volkswagen für die jahrelange Beteiligung und Unterstützung des wichtigen Projektes Ausbau des Forschungsflughafens Braunschweig-Wolfsburg. Mit dem erfolgreich begonnenen und fortgeschrittenen Ausbau des Flughafens wurde das Ziel des VW-Engagements mit der Gesellschaftsbeteiligung erreicht. Volkswagen wird ein wichtiger Nutzer des Flughafens bleiben und damit den Flughafen auch weiterhin unterstützen."
Die Übernahme der VW-Anteile wird für das laufende Geschäft am Flughafen und die Verlängerung der Start- und Landebahn keine gravierenden Veränderungen nach sich ziehen, meinen Experten.
Braunschweiger Zeitung: 13. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 13© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
Pressemitteilung der Grünen vom 13.08.2010
VW-Rückzug vom Flughafen:
GRÜNE fordern ehrliche Erklärung
Für unglaubwürdig und überhaupt nicht ausreichend hält die Ratsfraktion von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN die bisher abgegebenen Erklärungen zu dem angekündigten Ausstieg der Volkswagen AG aus der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH.
„Wenn VW wirklich mit der Übernahme der Landesanteile an der Flughafengesellschaft vor einem Jahr nur die Startbahnverlängerung forcieren wollte, würde das doch bestätigen, dass es dabei nicht um die Verbesserung der Situation für Forschungsflüge ging, sondern - wie von Anfang an von den Ausbaugegnern behauptet - um eine Verbesserung für die VW-Flüge“, schließt der Fraktionsvorsitzende Holger Herlitschke. Das wiederum wäre wohl kaum nach europäischem Recht zuschussfähig, weil dann ein privates Wirtschaftsunternehmen subventioniert würde, so Herlitschke weiter. Zudem wäre die im Planfeststellungsverfahren und auch beim Oberverwaltungsgericht vorgeschobene Ausbaubegründung in diesem Fall offensichtlich falsch und das Verfahren müsste neu aufgerollt werden.
Die GRÜNEN vermuten aktuell vor allem Probleme mit der Rechtmäßigkeit der öffentlichen Zuschüsse, die zu dem überstürzten Ausstieg von VW führen. Sehr verärgert fordern sie von der Verwaltung eine unverzügliche Klärung der in diesem Zusammenhang offenen Fragen:
· Warum hat VW diese Begründung für die damalige Übernahme der Landesanteile, die jetzt gegeben wird, nicht schon vor einem Jahr abgegeben?
· Auf welcher rechtlichen Basis soll VW sich an der Defizitabdeckung des Flughafens beteiligen, wenn die Firma nicht mehr Anteilseignerin ist und wie lange wären diese Zuschüsse gesichert?
· Bedeutet die Aktion, dass die bisher immer als gesichert dargestellten Zuschüsse für den Ausbau der Start- und Landebahn von Bund und Land vielleicht doch nicht kommen und wer soll diese Kosten dann übernehmen?
· Entfällt die Gültigkeit des Planfeststellungsbeschlusses, wenn jetzt deutlich wird, dass die Maßnahme doch nur für die Interessen von VW durchgeführt wird?
Angesichts dieser Unklarheiten fordern die GRÜNEN einen sofortigen Baustopp bis zu einer befriedigenden Beantwortung dieser Fragen.
Herlitschke: „Dieses Gewirr von Halbwahrheiten, das die Startbahnverlängerung von Anfang an begleitet und die ständige Nachbesserung der Begründungen und Erklärungen muss endlich aufhören. Wenn der Flughafen für VW ausgebaut werden soll, dann müssen die Befürworter das auch offen sagen und damit ehrlich umgehen. Alles andere wäre schlicht Betrug. Auf der Grundlage dieser völlig nichtssagenden aktuellen Begründung für den VW-Ausstieg werden wir die Übernahme der Anteile jedenfalls konsequent ablehnen.“
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 | 6.8.
3. Larve des Eremitenkäfers im Forst bei Waggum auf dem Flughafenerweiterungsgelände entdeckt | | |
 | In diesem Baumstumpf wurde die Larve gefunden. Schon vor einigen Wochen waren 2 Larven in dem gleichen Stumpf gefunden worden, da stand er noch an seinem ursprünglichen Standort auf dem Erweiterungsgelände des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Er wurde ausgegraben und an den Rand der Baustelle transportiert. Diesen Transport hat die Larve offensichtlich überlebt, denn die Baumstümpfe durften, nach einer Auflage der Unteren Naturschutz- Behörde, nur vorsichtig ausgegraben werden und nicht geschüttelt werden. | | | |
 | Herr Theunert, der für die Flughafengesellschaft ein Gutachten über die ersten beiden gefundenen Käferlarven erstellt hat, greift noch einmal tief in den Mulm des Baumstumpfes hinein. Tief im Mulm des Baumstumpfes lebte die Eremitenlarve
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 | Die von einem Mitglied der Bürgerinitiative Waggum gefundene Larve wurde Herrn Theunert übergeben. Zwei Mitarbeiter der Unteren Naturschutz-Behörde waren auch anwesend. | | |
Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung am 11.August:
Wo gibt es die Larven zu kaufen?
Zum Bericht "Dritte Eremiten-Larve im Querumer Wald" (10. August):
Weil ich mit einigen Freunden ein größeres, leider genehmigtes Bauprojekt in unserer Nachbarschaft unbedingt noch verhindern will, bitte ich die Bürgerinatiative der Flughafengegner mir freundlicherweise mitzuteilen, wo wir diese Larven erhalten beziehungsweise kaufen können.
Wir werden sie dann entsprechend plazieren und später finden.
Die "Hamstermasche" ist ja leider nicht mehr effektiv und wohl überholt.
Udo Bodewald, Braunschweig
Braunschweiger Zeitung: 11. August 2010, Braunschweig Leser, Seite 20© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
Mein Kommentar:
Für wie dumm hält dieser Leser die Gutachter, in deren Obhut die Käferlarven inzwischen sind. Wenn es sie irgendwo zu kaufen gäbe, wüßten sie es zuerst und würden alles unternehmen, um das nachzuweisen. Im ersten Gutachten wird zwar angemerkt, dass der Fundort ungewöhnlich ist, aber dass keine Manipulation des Fundortes nachgewiesen ist. Ungewöhnlich ist ja auch, wie hier mit einem Eremitenwald umgegangen wird, er wird wider jeden Rechts abgeholzt. Dass man die Eremitenlarven irgendwo kaufen kann, verstösst ja gegen jegliche Logik, dann müßte man diese prioritäre Art ja gar nicht streng schützen.
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Am 13. August ein Leserbrief als Antwort:
Es fehlt der Beweis
Zum Bericht "Dritte Eremiten-Larve im Querumer Wald" vom 10. August und zum folgenden Leserbrief "Wo gibt es die Larven zu kaufen?" vom 11. August:
Der Leserbrief unterstellt in fiktiv-ironischer Form der "Bürgerinitiative der Flughafengegner", vermutlich meint er die Bürgerinitiative Waggum gegen die Flughafenerweiterung, dass sie dem Artenschutz unterliegende Insektenlarven für ihre Interessenvertretung gekauft und in den gefährdeten Wald geschmuggelt habe. Ich finde es unerträglich, dass der Schreiber keinen Beweis liefert.
Frank Schneidert-Sickert, per Mail
Braunschweiger Zeitung: 13. August 2010, Braunschweig Leser, Seite 20© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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Die Braunschweiger Zeitung vom 10. August:
Dritte Larve eines
Eremiten-Käfers
imQuerumer Wald
Naturschutzbehörde: Fund stoppt Ausbau nicht
Von Ralph-Herbert Meyer
Eine weitere Eremitenlarve ist im Querumer Wald in der Nähe der für den Flughafen-Ausbau bereits gerodeten Fläche gefunden worden. Das bestätigte gestern die Stadtverwaltung auf Anfrage. Der Käfer zählt zu den streng geschützten Tierarten.
Mitglieder der Bürgerinitiative Waggum hatten der Unteren Naturschutzbehörde bereits am vergangenen Freitag die Eremitenlarve übergeben. Die Larve stamme, so die Stadt, laut Bürgerinitiative aus demselben Baumstumpf, in dem schon im Mai zwei Larven des Insekts gefunden worden waren.
Die Notwendigkeit, einen Baustopp beim Ausbau des Flughafens zu verhängen, sieht die Behörde nach Auskunft der Stadt nicht. Eine Bestätigung des Landes- Umweltministeriums liegt der Flughafen-Gesellschaft vor. "Auf dem Baufeld können keine schützenswerten Bestände mehr vorkommen", lautet der Standpunkt der Stadt.
Die Bürgerinitiative informierte nach eigenen Angaben auch die Umweltbehörde der Europäischen Kommission. Die Ausbaugegner fordern angesichts der Funde einen sofortigen Baustopp. Die Bäume des Waldstücks neben der verlängerten Landebahn müssen für die Hindernisfreiheit nach der Vegetationsphase noch eingekürzt werden.
Die Flughafengesellschaft und Gutachter wunderten sich bereits über die ersten Funde der Eremiten in dem Baumstumpf. In einer Expertise heißt es: "Dem Verfasser sind bisher keine Eremitenlarven in Bodennähe eines dichtwüchsigen Waldbestandes bekannt gewesen."
Braunschweiger Zeitung: 10. August 2010, Braunschweig Lokal, Seite 15© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
Die Braunschweiger Zeitung berichtete am 5.8. über Boris Gelferts (Flughafengesellschaft) Märchenstunde in Bechtsbüttel:
Hoffnung auf Entschleunigung
für Bechtsbütteler Ortsdurchfahrt
Flughafen-Ausbau birgt realistische Chancen für Verkehrsberuhigung
BECHTSBÜTTEL. Was viele als Fluch für Bechtsbüttel empfunden haben, erweist sich bei genauem Hinsehen als Segen. Weil der Verkehr im Umfeld der neuen Startbahn des Flughafens Waggum neu sortiert werden muss, sind für die belastete Ortsdurchfahrt plötzlich Regelungen möglich, die unter bisherigen Umständen unerreichbar schienen. Denn der Verkehr auf einer überregional bedeutsamen Straße muss rollen. Und auf der Kreisstraße 60 sind es täglich 6500Fahrzeuge Richtung Autobahn 391 und retour. Seit Jahren bemühen sich die Bechtsbütteler um Verkehrsberuhigung. Bislang vergeblich, was sich während einer Bürgerinformation Dienstagabend im Dorfgemeinschaftshaus in spürbarer Verbitterung, ja Verbiesterung entlud.
Gut gemeinte Vorschläge speziell der Kreis-Verkehrsamtschefin Marlene Dannheim-Mertens ernteten Unverständnis, skeptische, ja sarkastische Kommentare. Die Grundhaltung der Bechtsbütteler formulierte unter Beifall eine Bürgerin: "Wir können kein einziges weiteres Auto hier ertragen."
Ein Einwohner, der eben noch von seinen regelmäßigen Fahrten über angeblich bestens verkehrsberuhigte Straßen nach Uelzen berichtet hatte, plädierte für Fahrverbote. Den Hinweis der Verkehrsamtschefin, dass er dann auch nicht mehr mit seinem Auto fahren könne, erwiderte er: "Dann fahre ich eben Rad."
Abseits aller Befindlichkeiten gab es überwiegend gute Nachrichten für Bechtsbüttel.
Flughafen-Geschäftsführer Boris Gelfert sagte, nach seiner Einschätzung komme die gefürchtete Sperrung der Landesstraße293 nicht ohne vorher fertiggestellte Streckenalternative. Als seine Privatmeinung vertrat er, dass letztendlich die Ostumfahrung der neuen Startbahn als eine von drei zurzeit geprüften Varianten gebaut werde. Mit dieser Lösung könnten sich die Bechtsbütteler noch am ehesten anfreunden, begrenzt sie die Verkehrszunahme im Dorf doch rechnerisch auf 300 Fahrzeuge am Tag. Indes wies Gelfert darauf hin, dass selbst ohne Flughafen-Ausbau bis 2020 bis zu 8000 Fahrzeuge in der Ortsdurchfahrt erwartet werden.
Deswegen und weil sich die Bechtsbütteler seit Jahren von lauten Lastwagen auf der holprigen Fahrbahn, von ungewöhnlich vielen schnellen Fahrern und von rasenden Motorradfahrern tyrannisiert fühlen, war der Groll über gefühlte Untätigkeit des Kreises groß.
Doch jetzt tut sich was: Sobald die K60 zur Umleitung für die gekappte L 293 wird, soll Tempo 40angeordnet werden. Die Begründung ist der Schutz des angegriffenen Straßenkörpers. Die gewollte Wirkung der Schutz der Anrainer. Dazu soll es eine mobile Fußgänger-Bedarfsampel in Höhe der Bushaltestelle geben - zu bezahlen vom Verursacher der Umleitung, der Stadt Braunschweig. Verkehrsamtschefin Dannheim-Mertens sagte ferner zwei verdeckte Verkehrszählungen und Tempomessungen zu, einmal vor und einmal nach der Kappung.
Der Landkreis intensiviert nach Aussage von Bau-Fachbereichsleiter Alexander Wollny seine Verhandlungen mit dem Land, die K 60 zur Landesstraße aufzustufen. Der Zweck: Erst nach einer Einigung wird der Reparaturstau gelöst, weil dann Doppelarbeiten von Kreis und Land ausgeschlossen sind.
Mittelfristig soll es einen Kreisverkehr an der nördlichen Ortseinfahrt geben, kündigte Meines Bürgermeisterin Ines Kielhorn an. Der bremst den Verkehr ab, kostet aber viel. Deswegen soll er Teil der Erschließung eines neuen Baugebiets werden. Das verzögert sich wegen des Streits um einen Lärmschutzwall.
cf
Braunschweiger Zeitung, Gifhorn: 5. August 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
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Das gleiche Thema am 5.8. in der Allerzeitung :
Bechtsbüttel
Verkehr kann beruhigt werden
Mehr als 8000 Fahrzeuge werden nach dem Ausbau des Braunschweiger Flughafens täglich durch Bechtsbüttel fahren – zu viele meinen die Bewohner. Kreis-Verkehrsamtsleiterin Marlene Dannheim-Mertens stellte auf einer Einwohnerversammlung am Dienstag Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung in Aussicht. Zu viel Verkehr: Nach dem Flughafenausbau in Braunschweig werden noch mehr Autos durch Bechtsbüttel fahren.
„Wir brauchen Sofortmaßnahmen für unsere Ortsdurchfahrt“, sagte Gemeinderatsmitglied Werner Auerbach. „Die Grasseler Straße wird durchtrennt. Wir haben längere Wege nach Braunschweig und mehr Verkehr im Ort“, erläuterte er. Auf mögliche Umgehungsvarianten könne man nicht warten. Verkehrsamtsleiterin Marlene Dannheim-Mertens stellte Abhilfe in Aussicht: „Die Ortsdurchfahrt wird zur Umleitungsstrecke bis eine neue Strecke um den Flughafen herum gebaut ist“, erläuterte sie. Dadurch ergeben sich zwei Möglichkeiten zur Verkehrsberuhigung: Erstens kann die erlaubte Geschwindigkeit auf 40 Kilometer pro Stunde herunter gesetzt werden. Zweitens kann eine mobile Fußgängerampel aufgestellt werden. „Beides schützt die Anwohner“, so Dannheim-Mertens. Außerdem könne wieder ein Radfahrstreifen aufgemalt werden. Boris Gelfert von der Flughafengesellschaft stellte drei Umfahrungsvarianten vor. Günstigste Variante für Bechtsbüttel wäre die Ostumgehung: „Dann führen lediglich 300 Autos mehr als jetzt durch den Ort“, so Gelfert. Der Aufsichtsrat der Gesellschaft werde sich im September mit dem Thema befassen.
alb | | | |
 | Zum Abschluß der Bauarbeiten am Flughafen wird der Platz nach Kampfmitteln abgesucht. | | |
| | Am Sonntag protestierten 124 Personen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
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Die Braunschweiger Zeitung berichtet:
Staub störte
200. Treffen der Flughafengegner
Von Jörn Stachura
Der Widerstand der Gegner einer Verlängerung der Flughafen-Landebahn in Waggum lässt nicht nach. Sonntag fand ihr 200. Protest-Treffen nacheinander statt. Das geplante Jubiläumsfest wurde jedoch ein Opfer des Staubs vom Flughafen.
Normalerweise geht es zur Baustelle in den Wald, gestern jedoch über die Grasseler Straße zur rund 500Meter vom Sportheim Waggum entfernten Flughafenbaustelle. Die rund 80Gegner der Landebahnverlängerung sorgten mit ihrem Marsch und der fünfminütigen Kundgebung für einen Mini-Stau. Entnervte Autofahrer, die das Ende der kurzen Kundgebung nicht abwarten wollten, wendeten einfach.
Hoffen auf weitere Unterstützung im Herbst
Eine Kehrtwende verlangen die Gegner der Landebahnverlängerung auch weiterhin von der Politik und von Volkswagen. Sie machten in Ansprachen und auf Plakaten ganz deutlich, dass mit ihrem Protest auch in Zukunft zu rechnen sei und sie sich weitere Unterstützung erwarten, wenn im Herbst Grundstücke enteignet werden müssen und neue Eingriffe in den Wald am Flughafen erfolgen.
Dass keine rechte Jubiläumsstimmung aufkommen wollte, lag am heftigen Staub vom Flughafen. Das für das geplante Fest vorgesehene Feldstück im Süden der neuen Landebahn lag mitten in der Staubfahne der Baustelle, wo auch gestern eifrig an der Fertigstellung der neuen Landebahn gearbeitet wurde.
Wie es seitens einiger Anwohner hieß, sei mittlerweile nicht nur der Lärm von den Nachtarbeiten ein Problem in Waggum, sondern auch der Staub von der Baustelle. Der Flughafengesellschaft sei bereits angekündigt worden, dass man Reinigungskosten für Fenster und Fassaden geltend machen wolle.
Braunschweiger Zeitung: 26. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 16© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
Die Wolfsburger Allgemeine berichtet:
Waggum
Bürger kämpfen auch für Erhalt der Grasseler Straße Bürger der Braunschweiger Ortsteile und aus dem Gifhorner Südkreis kämpfen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Gestern fand die 200. Demonstration hintereinander statt. Ein Ziel auch: der Erhalt der Verbindung Grasseler Straße | |

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 | | Samstag, 24.7. 199. Waldspaziergang 19 Teilnehmer gingen vom Sportheim Waggum entlang der Grasseler Straße zum Waggumer Weghaus und zurück. Wieder sehr hinderlich waren die Staubwolken, die über die Grasseler Straße wehten.
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 |  | Protestaktion vor dem Haus von Professor Winterkorn in Groß Schwülper am Freitag 23.7. | Ein offener Brief an Herrn Winterkorn wird eingeworfen. |
 |  | | Leider gibt es keinen ordentlichen Briefkasten. | Nachdem geklingelt wurde, erschien ein Beauftragter von Herrn Winterkorn. Er erklärte, dass Herr Winterkorn nicht anwesend wäre und er den Brief nicht entgegennehmen werde. Inzwischen war Herr Gelfert von der Flughafenaufsichtsgesellschaft herbeigeeilt. Ihm wurde eine Kopie des Briefes übergeben. |
Die Allerzeitung berichtete am 24.7.:
Protest: Flughafen-Gegner vor Haus von Winterkorn Der Protest mehrerer Bürgerinitiativen erreichte gestern das Haus von VW-Chef Martin Winterkorn in Schwülper. 30 Gegner des Flughafen-Ausbaus versammelten sich, um einen offenen Brief zu übergeben.
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Die Braunschweiger Zeitung vom 22.7. schrieb:
Nachts ratterten die Presslufthämmer
Anwohner der Flughafen-Baustellen beklagen sich über Lärm - Betonierarbeiten nur noch tagsüber
Von Norbert Jonscher
WAGGUM. Mitten in der Nacht legen plötzlich die Presslufthämmer los. "Dann fangen sie auf einmal an, Betonplatten zu zerlegen", ärgert sich Bernd Gerlich, ein Anwohner der Flughafen-Baustelle. Die ganze Nacht gehe das dann so. "Man findet kaum noch Schlaf."
Auch andere Anwohner klagen über nächtliche Lärmbelästigungen. So Marianne Kruse, sie wohnt am Froebelweg. "Die nehmen überhaupt keine Rücksicht", findet die Rentnerin. Und Bernd Gerlich, der am Lehmkamp wohnt, legt nach: Regelmäßig werde er von dem Krach geweckt. Etwa durch die nervigen "Piep-Anlagen" der Lastwagen, die ausgelöst würden, wenn ein LKW rückwärts fährt, um andere zu warnen. "Man hört diesen Ton in ganz Waggum." Vergeblich habe er sich schon bei der Stadtverwaltung beschwert.
Und die stellte gestern auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung klar: Für Arbeiten auf Baustellen in der Nacht sei eine Genehmigung nicht erforderlich; es seien jedoch die Immissionsrichtwerte einzuhalten. Pressesprecher Rainer Keunecke: "Wir haben dazu intensive Vorgespräche mit dem Bauträger geführt, wie es bei solch großen Bauvorhaben üblich ist."
Bereits in diesen Gesprächen mit der Flughafengesellschaft seien zahlreiche Punkte zur Minimierung des Lärms vorgegeben worden: die Lärmminderung nach dem Stand der Technik, eine Bewertung der einzelnen Baumaßnahmen in einem Emissionsgutachten, die Ertüchtigung der Baustelle mit aktiven Schallschutzmaßnahmen sowie die Aufstellung von Baucontainern als Schallschutzwand.
Um die lärmintensiven Bautätigkeiten in den Nachtstunden auf ein Mindestmaß zu beschränken und die Geräuschentwicklung so gering wie möglich zu halten, habe die Immissionsschutzbehörde zudem zum Schutz der Anwohner mehrere Anordnungen vorgenommen - etwa die Einrichtung einer Schallmessstelle und die Information der am stärksten betroffenen Anwohner durch Wurfsendungen der Aushänge.
"Zudem wurden im Hinblick auf konkret bevorstehende Bautätigkeiten Auflagen gemacht." Ziel sei es, geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu treffen. Dazu zähle "die Reduzierung der Nächte mit geräuschintensiven Arbeitsschritten". Betonierarbeiten seien aufgrund von Überschreitungen der Immissionsrichtwerte ab sofort nur noch tagsüber zulässig.
Braunschweiger Zeitung: 22. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 21© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Mein Kommentar:
Liest man die Braunschweiger Zeitung, könnte man meinen die Stadt unternimmt alles, um seine Bürger vor dem Baulärm zu schützen. Frage ist nur, warum können die Waggumer trotzdem nicht schlafen? Hier werden wieder einmal die Interessen der Flughafengesellschaft durchgesetzt und die Interessen der Bürger vernachlässigt. Hätte man die Nachtarbeit nicht durchgesetzt, wäre der Flughafen eine Woche länger geschlossen worden. Das hätte den Ausfall von einer Woche Start- und Landegebühren bedeutet. Der Schlaf der Einwohner ist dagegen nichts wert?
Hier denkt man nicht an die Zukunft. Kann es sich die Flughafengesellschaft leisten, die Gräben zwischen den Anwohnern und dem Flughafen immer tiefer zu graben. -Flughafenausbau ohne Verkehrskonzept -Umleitungsverkehr durch die Ortschaften während der Bauarbeiten -Verschleierungstaktik über die wahren Gründe des Flughafenausbaus -Staub und Baulärm tag und nacht - ... - ...
Es brodelt,- der Topf könnte überkochen.
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Die Wolfsburger Nachrichten vom 22.7. berichteten:
Die Piste wächst - und die Wut der Anwohner auch
Die Planierungs- und Betonierungsarbeiten für die Verlängerung und Verbreiterung der Piste auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg in Waggum schreiten in rasantem Tempo voran. Das von Naturschützern und Anwohnern kritisierte Ausbauvorhaben ermöglicht es Volkswagen-Managern, künftig von Waggum aus nonstop nach China zu fliegen. Volkswagen ist zweitgrößter Anteilseigner der Flughafen- Betreibergesellschaft. Die Kritiker argwöhnen, dass rund um den Flughafen eine Logistik-Drehscheibe des Autobauers entstehen könnte. Morgen wollen Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen vor dem Privathaus von Konzernchef Martin Winterkorn in Groß-Schwülper demonstrieren und auf ihr Anliegen aufmerksam machen (wir berichteten).
Wolfsburger Nachrichten: 22. Juli 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Mittwoch, den 21.7.
196. Waldspaziergang
Es staubt weiterhin. Bereits im Planfeststellungs- beschluss wurde festgelegt, dass zur Staubbindung ausreichend gewässert werden muss. Wird ausreichend gewässert? | | |
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Dienstag, 20.7.
195. Waldspaziergang
19 Teilnehmer machten sich auf die Strecke. An dieser Stelle einmal einen Dank an die Polizei, die uns immer so nett begleitet. | | |
 | Montag, 19.7.
194. Waldspaziergang
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Sonntag, 18.7.
193. Waldspaziergang
27 Teilnehmer der Demonstration verlangen den Baustopp jetzt! | | |
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Samstag, 17.7.
192. Waldspaziergang
29 Teilnehmer. Hier auf der Tiefen Str. | | |
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Freitag, 16.7.
191. Waldspaziergang
21 Teilnehmer | | |
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Donnerstag, 15.7.
190. Waldspaziergang
18 Teilnehmer machten nach der Hitzewelle einen erfrischenden Wald- spaziergang im noch vorhandenen Restwald. | | |
 | Mittwoch, 14.7.
189. Waldspaziergang
Es staubt...
und staubt...
und staubt...
und...
... |  |  |
Die Braunschweiger Zeitung vom 14.7.:
Laster an Laster -
Auch die
Querumer leiden
Umleitungs- und Bauverkehr belastet den Stadtteil
Von Marc Rotermund
QUERUM. Nicht nur die Waggumer leiden unter dem starken Laster-Verkehr, den der Flughafenausbau mit sich bringt. Auch die Querumer sind betroffen und entsprechend sauer, zumal das Problem bei ihnen durch Umleitungsverkehr aus Bienrode noch verstärkt wird. Jutta Kröger hat ihre in Querum wohnende Mutter wie schon so oft besucht und klagt: "Was auf der Bevenroder Straße los ist, habe ich noch nicht erlebt. Der LKW-Verkehr ist extrem, dicht an dicht fahren die Laster die Straße entlang." Sie betont: "Man kommt kaum noch über die Straße, zum Beispiel, um am Gettelhagen zur Bushaltestelle zu gelangen."
Verschärft werde das Problem dadurch, dass die meisten Laster viel schneller als mit den erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs seien. Jutta Kröger fordert: "Die Polizei sollte hier unbedingt Geschwindigkeitskontrollen vornehmen."
Polizeisprecher Wolfgang Klages glaubt zwar nicht, dass die Laster zu schnell unterwegs sind, sieht das Problem aber ähnlich wie die BZ-Leserin. "In Querum kommen zurzeit zwei Verkehrsströme zusammen", erläutert er. Zum einen die Fahrzeuge, die aufgrund der Bauarbeiten in Bienrode auf der Altmarkstraße, der Forststraße und der Hermann-Blenk-Straße eine Umleitung nehmen müssten. Und zum anderen die Laster, die am Flughafenausbau beteiligt seien und Erde wegschafften. "Das ist nicht nur laut, das bringt auch eine Menge Dreck mit sich", weiß der Polizeisprecher auch aus eigenem Erleben und berichtet von zum Teil schwierigen Verkehrsverhältnissen besonders morgens und am späten Nachmittag.
Klages: "Manchmal gibt es Stau von der Autobahnabfahrt Flughafen bis zum Querumer Kreisel." Und damit durch Querum hindurch, mitten auf der Hauptstraße. Klages: "Das ist eine Belastung für die Anwohner und auch für alle, die auf die Umleitung angewiesen sind und nur ganz langsam vorankommen."
Das einzig Gute: Die Erdarbeiten für die Flughafenerweiterung sollen laut Plan am 25. Juli weitgehend abgeschlossen sein. Dann soll der Flughafen nach dreiwöchiger Schließung wiedereröffnen. Der Polizeisprecher vermutet, dass sich die Situation in Querum von diesem Tag an etwas entspannt, was auch Bezirksbürgermeister Jürgen Wendt (CDU) hofft: "Bei mir haben sich auch einige Bürger vom Ortsrand beschwert, aber glücklicherweise ist das Ende der Bauarbeiten absehbar."
Braunschweiger Zeitung: 14. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Dienstag, 13.7.
188. Waldspaziergang
19 Teilnehmer marschierten auf der Grasseler Straße bis zum Waggumer Weghaus und zurück zum Sportheim Waggum. | | |
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Montag 12.7.
187. Waldspaziergang
36°C aber gottseidank hatte ein Eisfahrer Erbarmen mit uns. | | |
Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung vom 12.7.:
Jedes Jahr 7 Millionen Kilometer Umweg
Zu "Lastwagen am Flughafen fahren doch Umwege" (8. Juli):
Da regen sich die Herren Geschäftsführer über einen Umweg von 3 km auf: Nicht zuträglich für die Umwelt und Mehrkosten "von etlichen 100 000". Die Flughafengesellschaft als Umwelt(be-)schützer!? Hier wird deutlich, wie diese Herren Einfluss nehmen, um nach Möglichkeit die eigenen Interessen zu wahren.
Einen mindestens 3 km langen Umweg haben wir Anwohner auch in Kauf zu nehmen, wenn die Grasseler Straße - wahrscheinlich ohne direkte Alternative - gesperrt wird.
Bei 6400 Fahrzeugen ergäben sich Umwege von 19 200 Kilometern pro Tag oder 7 Millionen Kilometern pro Jahr. Das kostet uns Bürger bei einem Kilometerkostensatz von 30 Cent mindestens 2,2 Millionen Euro. Jedes Jahr.
Mir geht es gar nicht darum, dass der Flughafen erweitert wird, sondern mich ärgert die Art und Weise des Umgangs mit den Anwohnern.
Jens Falke, Bevenrode
Braunschweiger Zeitung: 12. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 20
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| |  | Sonntag 11.7.
186. Waldspaziergang
Kurze Solidaritätskund- gebung vor dem Waggumer Weghaus, dessen Bewohner sind besonders vom Lärm, Staub und Dreck der Flughafenbaustelle betroffen. |
Die Braunschweiger Zeitung vom 10.7. berichtet:
Anwalt fordert Ausbaustopp
Wolfenbütteler Behörde prüft Widerspruch einer Würzburger Kanzlei
Von Jörg Fiene
Eine Würzburger Rechtsanwaltskanzlei hat im Auftrag eines Braunschweiger Grundstückseigentümers bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Stopp des Flughafenausbaus gefordert.
Vorschriften des europäischen Naturschutzrechtes seien verletzt worden, heißt es zur Begründung. Nach dem Fund zweier schützenswerter Eremitenlarven (wir berichteten) hätte die EU-Kommission eingeschaltet werden müssen. Die Planfeststellungsbehörde in Wolfenbüttel sei nun aufgefordert, "rechtmäßige Zustände herzustellen", so die Anwälte. Die Bürgerinitiative Waggum unterstützt das Verfahren finanziell.
Jens-Thilo Schulze, Sprecher der Landesbehörde, bestätigte den Eingang des Widerspruchs. Dieser werde gegenwärtig inhaltlich geprüft. Mit einer Antwort könne die Kanzlei in den nächsten Tagen rechnen. "Darüber hinaus sehen wir zurzeit keinen weiteren Handlungsbedarf", erklärte Schulze auf Nachfrage weiter.
Braunschweiger Zeitung: 10. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 18 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Donnerstag 8.7.
183. Waldspaziergang
Reger LKW-Verkehr an der Baustellenzufahrt zum Erweiterungs- gelände. |  | Mittwoch 7.7.
182. Waldspaziergang
Die Ausfahrt vom Flughafengelände auf die Grasseler Str. existiert schon. Eine Querung tagsüber wurde nicht genehmigt, nur nachts wird die Ampel- anlage eingeschaltet und die Bau- fahrzeuge überqueren die Straße. Somit rollen tagsüber die LKW weiterhin über Grasseler und Tiefe Straße. |
Dazu ein Bericht von Radio Okerwelle:
Würzburger Rechtsanwälte fordern Ausbaustopp für Flughafen Braunschweig Der anhaltende Streit um die Erweiterung des Flughafens Braunschweig – Wolfsburg beschäftigt jetzt auch Fachjuristen für Europarecht in Würzburg. Im Namen eines Braunschweiger Mandanten habe sein Büro bei der zuständigen Landesbehörde Antrag auf Widerruf der Ausbaugenehmigung gestellt, teilte ein Sprecher der Kanzlei mit. Grundlage des Antrags sei eine Verletzung des europäischen Naturschutzrechts, da durch die Arbeiten eine extrem seltene und streng geschützte Baumkäferart bedroht sei. Nachdem sich die anfängliche Annahme als falsch erwiesen habe, dass der so genannte Eremit in dem betreffenden Waldgebiet nicht vorkomme, hätten zwingend Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, so der Sprecher des Anwaltsbüros. Statt dessen habe die Stadt Braunschweig die Käfer rechtswidrig aus ihrem angestammten Lebensraum entfernt. | | | |
 | Dienstag 6.7.
181. Waldspaziergang
Die Querung der Grasseler Straße vom Flughafen- gelände zum Forst wird fertiggestellt. Staubfahnen über dem ehemaligen Querumer Forst und über der Grasseler Str.. |  |  |
 | Samstag 3.7.
178. Waldspaziergang
Zwischen den LKW-Schlangen, die den Schutt von der alten Start- und Landebahn in den Querumer Forst transportieren, bahnten sich 26 unerschrockene Flughafenausbaugegner ihren Weg. |
Die Bauarbeiten zur Erneuerung der alten Start- und Landebahn haben Freitag 2.7. nachts begonnen. | |
 |  | | Im Westen beginnt man mit dem Abriss der alten Start- und Landebahn | An der Grasseler Str. gibt es eine neue Ausfahrt zur Querung der Straße |
 |  | Das Rollfeld wird nach Osten erweitert.
| Den Schutt transportiert man über die Tiefe Str. zum Querumer Forst. |
 | Freitag 2.7.
177. Waldspaziergang
27 Teilnehmer protestieren gegen den Flughafenausbau und warten vergeblich auf den Baubeginn. |  |  |
 | Die Ampel ist da! |  | Donnerstag 1.7.
176. Waldspaziergang
19 Aktive machten sich auf die ganz kleine Runde immer am Zaun entlang, denn unser sonst üblicher Weg ist durch 2 Bauzäune versperrt. |
| | Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung von Freitag
Warum gibt es
kein Nachtflugverbot?
Zur Sperrung Grasseler Straße:
Die Stadt weiß von nichts. Verkehrsprobleme haben wir schon lange. Pro Tag 123 Flugzeuge - und wie viele davon für die Forschung? Wir werden belogen, immer wieder wird uns erklärt, wir brauchen die Landebahn für die Forschung. Warum dann kein Nachtflugverbot und warum hält man sich nicht an die Einflugschneise? Die Autos fahren doch auch nicht querfeldein, sondern auf der Straße.
Renate Krause, Braunschweig
Braunschweiger Zeitung: 2. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 24© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
| |  | An dieser Stelle wird die Baustraße die Grasseler Str. kreuzen und macht sie somit zum Nadelöhr. |
Wie hektisch und dilettantisch die Bauplanung am Flughafen funktioniert, wird immer wieder sichtbar: 1 Woche vor dem Ausbau der alten Start- und Landebahn fällt auf, dass man stündlich mit ca. 70 schweren Baumaschinen die Grasseler Str. queren muss. Verspätet beantragt man eine Verkehrsregelung mit Ampelschaltung und ein Tempolimit von 30 km/h. Da die Grasseler Str. ohnehin schon mit Umleitungsverkehr belastet ist, wird niemand im entstehenden Stau das Tempolimit erreichen.
Die Braunschweiger Zeitung vom 30.6. schrieb dazu in einem Kommentar:
Vertrauensbildung
geht anders
Von Jörg Fiene
Wie mag das ankommen bei den Menschen im Norden der Stadt? Die Hermann-Blenk-Straße wegen Bauarbeiten dicht, die Forststraße wegen Bauarbeiten dicht. Und nun - vermeintlich plötzlich - für vier Wochen auch noch eingeschränktes Durchkommen auf der Grasseler Straße. Und das auch noch wegen des verhassten Flughafenausbaus.
Die Pläne für die Verbreiterung der Landebahn im Sommer sind hinlänglich bekannt gewesen. Es dürfte leicht zu erahnen gewesen sein, dass dies auch auf die Grasseler Straße ausstrahlen würde. Dennoch haben Behörde und Betreibergesellschaft es nicht geschafft, den Straßenbau rund um den Flughafen so abzustimmen, dass die Anlieger möglichst wenig belastet werden. Im Gegenteil, nun wird eine Umleitungsstrecke selbst zum Teil einer Baustelle. Und das mitten in der sensiblen Debatte um die künftige Verkehrsführung in und um Waggum. Vertrauensbildung geht anders.
Braunschweiger Zeitung: 30. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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Die Gifhorner Rundschau schrieb am 23. Juni
Flop für die Großregion
Kritik an Braunschweigs Verkehrs-Informationen
MEINE/BECHTSBÜTTEL. Hat die Stadt Braunschweig ein Eigentor geschossen, als sie Meiner Vertreter zur Einwohnerversammlung über das neue Verkehrskonzept wegen der Flughafenerweiterung auslud?
Der Papenteicher Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel fürchtet das und stärkt der Meiner Bürgermeisterin Ines Kielhorn den Rücken, die das Vorgehen des Braunschweiger Oberbürgermeisters Gert Hoffmann gerügt hatte. Holzapfel sagte: "Mit diesem Beispiel hat Hoffmann dem von ihm propagierten Regionsgedanken einen sehr schlechten Dienst erwiesen, indem er die Braut, die er umwirbt, stiefmütterlich behandelt."
Holzapfel fürchtet, dass sich viele an den Braunschweiger Umgang mit der betroffenen Nachbarkommune erinnern, wenn es um konkrete Schritte zur Region geht: "Die werden sich fragen, ob das ernst gemeint ist mit gleichberechtigter Information und Mitwirkung."
Denn auch in Meine könnten Bürger und Rat sich nur eine Meinung bilden, wenn die Informationen flössen.
Derweil plant der stellvertretende Meiner Bürgermeister und Bechtsbütteler Ratsherr Werner Auerbach gegen Ende der Sommerferien eine neuerliche Bürgerversammlung in Bechtsbüttel. Anlass sind die jüngsten Informationen im Vorfeld der Sitzung des Braunschweiger Rats der Stadt, wonach die Ostumfahrung der verlängerten Landebahn keineswegs gesichert ist. Denkbar ist demnach aus Umweltgründen eine Westumfahrung über eine noch längere Umwegstrecke, gegebenenfalls mitten durch Waggum.
Die Meiner hatten wie viele Braunschweiger dagegen eine Unterführung der verlängerten Startbahn auf der Trasse der gekappten Grasseler Straße gefordert.
Auerbach will zu der Informationsveranstaltung die Braunschweiger Verkehrsexperten einladen. Denn schon bei einer Ostumgehung sind für Bechtsbüttel weitere 300Fahrzeuge pro Tag prognostiziert, bei einer Westumgehung aber 1000. "Wir haben aber schon 6000 Ortsdurchfahrten pro Tag, und das ist nicht hinzunehmen", klagt Auerbach. "Wir brauchen in Bechtsbüttel eine Verkehrberuhigung oder wenigstens Tempo 30." cf
Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 23. Juni 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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| Foto: Klaus Helmke | |
Die Wolfsburger Zeitung von Samstag, 26.Juni:
"VW wird keine Ruhe bekommen"
Umweltschützer und Bürgerinitiativen demonstrieren vor Tor Ost - Keine Reaktion von Rat und Unternehmen
Von Bettina Jaeschke
"VW lässt Wald, Tiere und Straßen für einen irrsinnigen Flughafenausbau vernichten", "VW raubt uns die Nachtruhe - 22 bis 6 Uhr: Stille Nacht" war auf den Plakaten zu lesen, mit denen Vertreter von Braunschweiger Bürgerinitiativen gestern mobil machten.
Auf einer Verkehrsinsel vor der Einfahrt zum Tor Ost von Volkswagen ging es etwa 20 Vertretern der Bürgerinitiativen um den Braunschweiger Flughafen. Die Aktivisten forderten VW auf, seine Absichtserklärungen zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten zu untermauern (wir berichteten). Vertreter von VW ließen sich während der Aktion nicht blicken.
Bereits zum vierten Mal demonstrierten die Braunschweiger vor den Toren von Volkswagen. Peter Rosenbaum, Ratsherr der Stadt Braunschweig und einer der Beteiligten, kündigte weitere Aktionen an: "VW wird keine Ruhe bekommen."
Da das Unternehmen nach der Stadt Braunschweig zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist, wollen es die Aktivisten nicht aus der Verantwortung entlassen. "Einen Anteil in Höhe von 17 Prozent hält auch die Stadt Wolfsburg", sagt Rosenbaum. Daher seien auch die Ratsfraktionen angemailt und auf die Aktion vor dem Tor Ost hingewiesen worden. Doch auch hier blieb der erhoffte Besuch aus.
In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Umweltverbände darauf hin, dass Naturschützer im Querumer Forst Larven des Eremiten, einer seltenen Käferart, gefunden hätten. Diese seien durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU besonders geschützt.
"Es ist frustrierend, dass bestehendes Umweltrecht nicht angewendet wird", findet Heiderose Wanzelius, Vorsitzende des Braunschweiger Forums. "Wir haben mehrfach an das Umweltamt geschrieben, dass das Planfeststellungsverfahren nicht eingehalten wurde. Aber immer wieder wurde uns Unverständnis entgegen gebracht", sagt sie. Boris Gelfert, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein Baustopp wegen des Eremitenfundes "keine Wirkung zeitigen würde, da auf der Fläche keinerlei Bäume mehr stehen, die dem Eremiten als Lebensraum dienen könnten".
Deutliche Worte auf den Plakaten der Demonstranten. Eine Reaktion blieb allerdings aus.
Wolfsburger Nachrichten: 26. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
 |  | | Bildquelle: Wolfsburger Nachrichten | Bildquelle: Wolfsburger Nachrichten |
Am 25.6. schrieben die Wolfsburger Nachrichten:
VW soll den Eremiten schützen
Von Thomas Kruse
Braunschweiger Bürgerinitiativen nehmen Volkswagen beim Wort. Das Unternehmen soll seine Absichtserklärungen zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten untermauern - und zwar vor der Haustür und zum Schutz des Querumer Waldes bei Braunschweig.
Die Erweiterung des Flughafengeländes ist trotz der heftigen Protestes von Anwohnern und Umweltschützern beschlossene Sache. Für die Verlängerung der Stadtbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in Waggum wurde bereits hektarweise Wald gerodet.
Da Volkswagen zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist und Manager von dort zu Dienstreisen abfliegen, wollen die Umwelt-Aktivisten den Konzern nicht aus der Verantwortung entlassen. Heute wollen sie am Tor Ost einen offenen Brief an einen Unternehmensvertreter übergeben. Die symbolische Übergabe von 12000 Unterschriften gegen die Rodung der Bäume hatte Volkswagen im vergangenen Jahr ignoriert. Argument: Das Unternehmen sei nicht für die Erweiterung verantwortlich und profitiere auch nicht davon. Die Umweltverbände Nabu und Bund sowie Braunschweiger Bürgerinitiativen sehen das anders und das Weltunternehmen aus Wolfsburg in der Pflicht.
Helfen soll dabei der kürzliche Fund einer Larve des seltenen Eremitenkäfers auf der Rodungsfläche des Querumer Forstes. Die "prioritäre Käferart" sei durch die Flora-Fauna-Habitat-Richlinie der EU besonders streng geschützt. In ganz Niedersachsen gebe es nur zwei prioritäre Arten, heißt es in einem offenen Brief der Umweltschützer: neben dem Eremiten noch eine Schmetterlingsart, die "Spanische Fahne".
Volkswagen solle jetzt helfen, diesen "wertvollen ökologischen Schatz" vor dem eigenen Werkstor zu schützen. Man beruft sich auf ein so genanntes "mission statement" der Volkswagen AG aus dem April 2008. Das Statement betreffe "Maßnahmen zum unmittelbaren Schutz bedrohter Arten" bis hin zur "Unterstützung von Forschungsvorhaben" in diesem Bereich, die sich der Konzern vor allem "im Umfeld seiner Standorte" zum Ziel gesetzt habe. Das Vorhaben sollte in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern und gegebenenfalls unter Einbeziehung umliegender Landkreise ausgeführt werden. Der programmatische Vorsatz sei vorbildlich, so die Umwelt-Aktivisten. Nun müsse Volkswagen allerdings auch vor Ort Taten folgen lassen.
Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnisse abgelegt und gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören.
Wolfsburger Nachrichten: 25. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
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Der Eremitenkäfer (Osmoderma Eremita)
Europaabgeordneter Albrecht: Flughafenausbau sofort stoppen!
Anlässlich der Fortsetzung des Ausbaus des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg trotz des Fundes von bedrohten Eremiten-Larven erklärt Jan Philipp Albrecht, Grüner Europaabgeordneter für die Region Braunschweig:
"Es ist vollkommen inakzeptabel, dass der Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und damit die Rodung des Querumer Forstes fortgesetzt wird, obwohl auf dem betroffenen Gelände Larven von Eremiten entdeckt wurden, die durch die EU als prioritäre Art eingestuft sind.
Ich fordere daher die Stadt Braunschweig, die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG als Gesellschafter des Flughafens auf, den Bauvorgang unverzüglich zu stoppen und den europäischen Schutzbestimmungen folge zu leisten. Die Flughafengesellschafter sind in der Verantwortung gemeinsam mit der EU-Kommission und der Bürgerinitiative einen Plan für das weitere Vorgehen zu erarbeiten ohne den Lebensraum der Eremiten zu gefährden."
Ein Kommentar der Braunschweiger Zeitung vom 22.6. : Die streng geschützten Eremiten aus dem Querumer Forst haben Karriere gemacht . Die Maden mit dem Markenzeichen querstehende Afterspalte haben es bis ins Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" geschafft. Ein steiler Weg vom Baumstumpf über die zu verlängernde Startbahn des Flughafens bis in den bundesdeutschen Blätterwald.
Der Autor besuchte Gutachter Reiner Theunert, recherchierte im Wald, in Braunschweig und schreibt: "Dabei war an dem Fund einiges merkwürdig. Warum wollte der ,Spaziergänger anonym bleiben? Und wie war der ominöse Spaziergänger vorgegangen - man musste genau wissen, wo man suchte, dann musste man verdammt tief, bis zur Schulter, mit dem Arm im verfaulten Inneren eines Wurzelstumpfs herumtasten - wer machte so was? Und warum gab es keine Kotspuren dort, wo die Larven gelebt hatten? Niemand sprach es offen aus, aber der Verdacht kursierte, die zwei Larven könnten, nun ja, hingelegt worden sein. Plötzlich war Theunert zu einer Art Öko-Detektiv geworden." Der Spiegel-Autor beschreibt das Dilemma, in dem sich Theunert befand. Der Experte konnte den Fall nicht einwandfrei lösen.
Mehr zum Thema gibt es im Internet. "Herzlich Willkommen bei feldhamsterverleih.de, Ihrem kompetenten Serviceanbieter in Sachen Blockade durch Naturschutz. Erfahren Sie mehr über unsere günstigen Angebote und wie diese Ihnen dabei helfen können, unerwünschte Bauprojekte zu blockieren ..."
Das Zitat ist natürlich nur Satire. Bis dahin ist aber alles das wirkliche Leben.
E-Mail: ralph-herbert.meyer@bzv.de
Braunschweiger Zeitung: 22. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 15© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Bildquelle: Wikipedia
| Mein Kommentar:
Wurden die Flughafenausbaugegner bisher "nur" kriminalisiert, werden sie jetzt von der BZ auch noch lächerlich gemacht. Ralph-Herbert Meyer versucht nach wie vor das Gerücht zu streuen, die Eremitenlarven wurden von Flug- hafengegnern dort hingebracht, und das obwohl der Gutachter keinerlei Manipulation des Fundortes feststellen konnte. |  |
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NDR 19.30 vom 21.6. über den Fund der Eremitenlarve
|  | < Emotion on the people von denNightbirds
< Vielen Dank, Suse. Selbst gedreht, selbst gesungen. Das passt alles unglaublich gut zusammen.
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Anzeige gegen Stadtbaurat Zwafelink wg. direkter Veranlassung und Erlaubnis rechtswidriger Eingriffe in einen Eremitenwald Sehr geehrte Damen und Herren
ein Kripo-Beamter informierte mich und andere Mitglieder der BI Waggum auf dem Waldspaziergang vom 14.6.2010, dass der geschützte Eremiten-Waldboden nunmehr vorsichtig abgetragen und an den Waldwegen gelagert werde und die Baumstümpfe in der Sperrzone im Ganzen entnommen und nicht gerüttelt werden dürften. Rodung im Sperrgebiet ist demnach nicht statthaft.
So geschah es denn auch bis gestern. Heute war dagegen innerhalb der nördlichen Sperrzone ein Bagger bei der direkten Rodung zu sehen, anstatt mit Baggerschaufel war dieser mit einer Rodungsforke dabei, die Baumstümpfe herauszuroden und die Erde herauszurütteln. Das ist ein Verstoß gegen die bisherigen Auflagen des Umgangs mit der Natur im Sperrgebiet und wird hiermit angezeigt.
Herr Stadtbaurat Zwafelink hat gestern in der Ratssitzung öffentlich erklärt, daß er die Erlaubnis zu dem - im übrigen nicht mit der EU-Kommission abgestimmten - Verfahren im Querumer Eremitenwald gegeben habe. Deshalb nun die aktuelle Strafanzeige gegen ihn.
Mit freundlichen Grüßen Peter Rosenbaum | | | |
 | Mittwoch 30.6.
175. Waldspaziergang
Zunächst konnten wir die abschließende Zerschredderung des Eremitenwaldes beobachten, dann ging es nicht weiter. Ein neuer Bauzaun ist errichtet worden und wir mussten an diesem Zaun entlang zur Grasseler Str. zurückkehren. Übrigens ein Bauschild, an dem man erkennen könnte, wer hier überhaupt baut, fehlt immer noch. Eine Anzeige wird folgen. |  |  |
 | Dienstag 29.6.
174. Waldspaziergang
Die Baustellenzufahrt vom Flughafen zur Bau- stelle reicht jetzt bis zur Grasseler Straße. In einer Stunde sollen hier 70 LKW die Straße queren. Eine Ampelan- lage ist bisher nicht beantragt. Dies zeigt wieder einmal wie dilettantisch die Bauplanung hier wieder durchgeführt wurde. Denn jeder fragt sich, wie kann das funktionieren, denn die Grasseler Straße ist ohnehin schon eine Umgehungsstraße und bis zum Limit mit Verkehr belastet. |  | |
 | Montag, 28.6.
173. Waldspaziergang
Die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Erneuerung der alten Start- und Landebahn laufen mit Hochdruck. |  |
Die neue Zufahrt vom Flughafen zur Baustelle. |
 Ostermontag mit Gritsanda | | | |
 | | 29.1. 15:30 Uhr der Harvester ist gestoppt
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 | <Videofilm von "Querdenker" 26.1.2010 |  |
< Film vom 15:00-Uhr-Treff am Sonntag 21.2.
< Musik: Edo Zanki Come on (Mit freundlicher Genehmigung von Edo Zanki) |
Quelle: Braunschweiger Zeitung | |
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