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Oberbürgermeister Hoffmann kam nach Waggum:


Die Bürgerinitiative Waggum traf sich an der Waggumer Apotheke, um gemeinsam zur

Veranstaltung zu gehen. Hier wurde schon deutlich, dass wir wieder einmal als Flughafen-

ausbaugegner  kriminalisiert werden sollten,  an jeder Ecke stand Polizei.

Aus allen Richtungen strömten Fußgänger und Radfahrer zur Schule, die Claudiusstr. war

für den Autoverkehr gesperrt.

Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurden die Türen gesperrt, denn alle 350 Plätze waren

besetzt. Der Oberbürgermeister kam durch einen Seiteneingang  und eröffnete  die

Versammlung und begann mit autoritärem Ton die Zuschauer zu reglementieren, würde

man sich nicht an seine Regeln halten, würde er die Veranstaltung verlassen.

Nun wurden die Gutachten über das zu erwartende Verkehrsaufkommen und die

zukünftige Lärm- und Emissionsbelastung vorgestellt, die bei der Schließung der

Grasseler Str. entstehen würden.

 3 Varianten wurden überprüft:

 

Variante I:  Westumfahrung über die Bienroder Spange (eine westliche Umfahrung, die in

                    Höhe des Lönsweges direkt zur Hermann-Blenk-Str. führt) mit Ortsdurchfahrt

                    Waggum.

                   Die billigste Lösung, die die Ortsdurchfahrt Waggum am stärken belasten

                   würde,  da sie den gesamten Verkehr der Grasseler Str. aufnehmen müsste.

                  In Bienrode würde der Bereich am Lönsweg so stark belastet, dass die Grenzwerte

                  für Lärm und Emission überschritten würden.

 

Variante II:  Westumfahrung mit südlicher Umgehung Waggum  und Bienroder Spange.

                   Eine teuerere Lösung, die den Ortskern von Waggum entlasten würde, da sie

                   südlich an Waggum über Flughafengelände entlang führt. Die Belastung für

                   den Lönsweg wäre aber gleich hoch.

 

Variante III: Die Ostumfahrung führt in einem östlichen Bogen um das Flughafengelände herum.

                  Die teuerste Lösung, die den Ortskern von Waggum nur wenig entlastet, da viele

                  Autofahrer den Umweg von 1,8 km scheuen würden und über die Bienroder

                  Spange in die Innenstadt fahren würden. Für den Bereich Lönsweg gäbe es ebenfalls

                  nur eine geringe Entlastung.

 
Hoffmann selbst erklärte am Schluss der Veranstaltung, dass er weiter am Beschluss der
Ratsmitglieder für die Ostumfahrung festhalte.
Der Rat kann aber nur eine Empfehlung geben, entscheiden tut das Straßenbauamt Wolfenbüttel. 

Götz-Rüdiger Kliesch in der April-Ausgabe des Waggum`r Echos:

Wir können stolz darauf sein, dass wir im wohl schönsten Stadtbezirk Braunschweigs leben, der noch
von Wald, Feld und Flur sowie der idyllischen Beberbachaue geprägt ist. 

Flugbewegungen auf dem Flughafen gemessen. Die Auswertung liegt

jetzt für die Zeit vom 1. - 23. März vor: Der Anteil von VW beträgt 57,1%  

Jedes Flugzeug, das innerhalb des kontrollierten Luftraums fliegt, muss einen Transponder mitführen, das ist ein Sender, der eine Kennung und eine genaue Ortsangabe aussendet. Wir haben in Waggum einen Transponderempfänger aufgestellt, womit man die Signale der Transponder auffangen kann. So haben wir über 4 Wochen alle Flugzeuge, die auf dem Flughafen gelandet oder gestartet sind, erfasst.

Herr Manlik (Vorsitzender der Flughafengesellschaft) behauptete der Anteil von VW läge bei 15-16%, ohne den Meßbereich genauer einzugrenzen.

Bei unserer Auswertung der Transponderdaten zählten wir nicht nur Starts und Landungen der VW-eigenen Maschinen, sondern auch die Flugzeuge die für den
VW-Konzern fliegen: Czech Airlines (Skoda), Private Wings (Audi), Stuttgarter Flugdienst (Porsche), BinAir (Seat), OLT Ostfriesischer Lufttransport
(für das VW-Werk Emden)
Dann ergibt sich ein Anteil für VW von 57,1% der Flugbewegungen.

Die genauen Ergebnisse findet man unter Statistik.

Die Auswertung der restlichen Märztage erfolgt demnächst. 


Wer sich ein eigenes Bild machen möchte über die Flugbewegungen, klickt diesen Link an:  http://www.DFLD.de/Mess.php?R=31


Weiterhin Rätseln über die Gründe der Verlängerung der Landebahn.Wäre Militärforschung eine heiße Spur?

Aus einem Gutachten des "Airport Research Center", Aachen, vom Januar 2005, geht hervor, dass die
Flughafenerweiterung "essentiell" für Forschungen des DLR am neuen Militärtransportflugzeug A 400 M ist.
Der Airbus 400 M ist ein geplantes Militärtransportflugzeug, welches ganze Hubschrauber und Panzer
transportieren kann und als Nachfolger für die Bundeswehr-Transall vorgesehen ist.

Das Flugzeug steckt zur Zeit noch in der Entwicklungsphase, weitere Entwicklungsforschung könnte
eventuell in Braunschweig stattfinden.

Diese mögliche Entwicklung passt gut zur Meldung, dass die Bundesrepublik Deutschland,
der drittgrößte Waffenhändler der Welt ist.



Birgitt Grande, Waggum, schreibt einen Leserbrief an die Braunschweiger Zeitung:

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich möchte ihre Berichterstattung über die vorbereitenden Baumaßnahmen, sprich Abholzung alter Baumbestände, für einen Edeka-Markt in Waggum loben.

Endlich einmal werden nicht ausschließlich die Meinungen der Vertreter der Stadt Braunschweig gerechtfertigt, sondern versucht, auch  die Interessen der Bürger einzubringen.

Der Kommentar trifft den Kern der Sache und outet die gängige Praxis, Entscheidungen offenbar nach Gutsherrenart zu treffen.

Wieder einmal wurde für wirtschaftliche Interessen ein jahrzentelang unberührtes Rückzugsgebiet für viele Tiere unnötig zerstört.

Mal abgesehen von den Anwohnern, die zukünftig statt ins Grüne auf die nackten Wände eines Supermarktes blicken dürfen und  zudem noch schutzloser dem Lärm des angrenzenden Verkehrsübungsplatzes ausgesetzt sind.

Zur besseren Beurteilung der Situation sollte man vielleicht zwei Aspekte wissen:

Das möglicherweise zukünftige Edeka-Gelände, das Herr Staake gekauft hat, gehörte dem Flughafen.

Somit hat dieser und als Anteilseigener die Stadt Braunschweig Einnahmen erzielt.

Da fällt die Genehmigung für den Bau am derzeitigem Standort im eigenen Interesse schon einmal leichter.

Nicht so leicht fiel eine Zustimmung für ein bereits im September 2008! eingereichtes ähnliches Projekt für ein Einkaufszentrums an der Grasseler Straße.

Investor und Grundsstücksbesitzer waren sich bereits einig: freies Feld, ohne einen Baum, bestens geeignet.

Allerdings lehnte die Stadt die Planung ohne nähere Begründung ab.

(Anmerkung: Die konkreten Pläne dafür liegen mir vor)  


Ich denke, dass die Errichtung eines Edeka-Marktes an der Bienroder Straße mit den Planungen des Flughafens einhergeht.

Das heißt: Die Sperrung der Grasseler Straße ist, ohne jegliche Alternative, schon länger vorgesehen gewesen.

Damit fährt der Verkehr und somit potentielle Kunden durch Waggum, womit der vorgesehene Standort begründet ist.


Sollte sich nunmehr der Bau des Marktes an der Bienroder Straße nicht verhindern lassen, möchte ich die Verantwortlichen der Stadt jezt schon darum bitten, finanzielle Mittel für geeignete Maßnahmen einzuplanen, die ein gefahrloses Überqueren der Hauptstraße ermöglichen.

Diese wird bekanntermaßen durch die Sperrung der Grasseler Straße demnächst noch erheblich stärker frequentiert werden, wobei die Orteinfahrtsituation zum Rasen einlädt.

Birgitt Grande

Bienroder Str. 22



Birgit Raake, Waggum, sorgt sich um die Fledermäuse auf dem zukünftigen Supermarktgelände an der Bienroder Str. und schreibt an die untere Naturschutzbehörde

Eilantrag!!

Sehr geehrte Damen und Herren,Auf dem oben beschriebenen Grundstück steht ein Transformatorenhäuschen.Nach Aussagen mehrerer Anwohner ist dieses Häuschen das Quartier eines großen Schwarmes Fledermäuse.Im Sommer fliegen die Tiere unter den Dachziegeln dieses Gebäudes ein und aus.Zur Zeit sind europäische Fledermäuse im Winterschlaf.

Alle Fledermäuse in Deutschland stehen auf der roten Liste und sind als besonders schützenswert eingestuft.Das Europäische Abkommen zum Schutz der Fledermäuse UNEP/EUROBATS- Abkommen ist seit 1991 in Kraft.Eine Störung der Winterruhe dieser empfindlichen Säugetiere würde sie aufschrecken und zu einem enormen Energieverlust führen.Bei diesen Temperaturen können die Tiere noch nicht einmal eine Schrecksekunde vertragen.Sie würden in den letzten Wochen ihrer Winterruhe verhungern!Die von ihnen erteilte Genehmigung für die Bebauung des oben genannten Grundstückes erfolgte aufgrund lückenhafterUnterlagen: Nach Aussagen der für die Untersuchung von Flora und Fauna zuständigen Mitarbeiterin der Ingenieursfirmakonnte die Dame das Transformatorenhäuschen gar nicht untersuchen, weil es abgeschlossen war!Belegt wird diese Tatsache durch Gespräche einer Anwohnerin mit der Mitarbeiterin. (Alle Beteiligten sind namentlich bekannt)
Ich möchte Sie bitten auch in Braunschweig und besonders in Waggum die internationalen und nationalen Abkommen zu achten!Ich möchte Sie bitten einen sofortigen Baustop für dieses Gelände zu verfügen!Der Baustop hat so lange zu erfolgen, bis die Fledermäuse erwacht sind und ihre ersten Jagden durchführen konnten.Danach ist zu prüfen, wohin die Tiere umgesiedelt werden können.Alle Anwohnerprotokolle liegen mir vor, auch die Gesetzestexte der Fledermausschutzabkommen.
Ich selber bin jahrelang aktiv im Fledermausschutz und als engagierte Tierärztin gern ihre Ansprechpartnerin. Bitte berücksichtigen Sie die emotionale Lage vieler Waggumer Anwohner, die durch die Problematiken rund um den Flughafenausbau extrem angespannt ist.Eine offensichtliche Vernichtung dieser liebenswerten Tiere würde hier "Öl aufs Feuer" gießen.
Mit fledermausfreundlichen Gruß
und der wiederholten Bitte SCHNELL zu agieren

Vet. med. Birgit Raake 


Olaf Giese, Waggum, am 20.3. in einem Leserbrief an die Braunschweiger Zeitung:


Ohne Informationen kein Rechtsfrieden

Zum Leser-Ombudsrat "Flughafenausbau" vom 15. März:

Den Worten des Ombudsrates Dr.  Heinrich Kintzi zum Flughafenausbau muss widersprochen werden. Keinesfalls ist es heute so, dass alles, was von der Obrigkeit entschieden wird, klag- und kritiklos hingenommen werden muss. Denn heute haben wir eine Demokratie und damals war in Rom eine Diktatur. Bei den kirchlichen Entscheidungsträgern war es nicht anders.

Auch die Bürger des Bezirks Bienrode-Waggum-Bevenrode wünschen sich, dass bald wieder Ruhe im Bezirk einkehrt. Bisher weiß die Bürgerschaft aber nur, dass sie eine verlängerte Startbahn mit mehr Fluglärm und Umweltverschmutzung bekommt. Wie und wann das mit der Ortsumfahrung geplant ist, ist offen. Jedenfalls gibt es bis heute noch kein Dokument mit Stempel und Unterschrift. Es herrscht Unsicherheit. Rechtsfrieden wird erst dann einkehren wenn die Bevölkerung das Gefühl hat, dass man sich intensiv kümmert und dass für eine offene Information gesorgt wird.

   Olaf Giese, Braunschweig
16.3.

Endlich wird der "Journalist" Ralph-Herbert Meyer (Lokalchef Braunschweiger Zeitung) gerügt:

Auf der Leserseite der BZ vom 15.3. wird unter der Überschrift "Gekaufte Anzeige oder Journalismus?"
von einer Sitzung des Ombudsrates berichtet. Es ging um den unsäglichen Artikel "Rede und Gegenrede zur Landebahn", der von der Flughafenseite abgeschrieben wurde. Unter anderen schreibt Ombudsrat Peter Lohse (Mitglied der Chefredaktion):

Die Autoren haben in bester Absicht versucht, eine lange, von allen Beteiligten mit großem Einsatz geführte Diskussion journalistisch zusammenzufassen.
Der Bericht ist sicher keine "gekaufte Anzeige", allerdings wurden seitens der Autoren Fehler gemacht, Leser
Waßmuß` Kritik ist berechtigt.

- Es ist ein journalistischer Grundsatz, in einem Streit beide Seiten zu hören und zu Wort kommen zu lassen.
  Wird zum Beispiel auf die Internetseite des Flughafens verwiesen, gebietet es die Fairness, auch die Internetseite
  der Flughafenausbau-Gegner zu nennen.
- Wenn einem Dritten gestattet wird, den Artikel aus der Zeitung zu verwenden, muss dieser verpflichtet werden,
   in einem Urhebervermerk die Herkunft des Artikels deutlich machen.
- Es fehlt der Name des Autors.     



Im Waggumer Echo (März-Ausgabe) schreibt Hans-Georg Reichelt:

Auch ich habe damals für die Untertunnelung gestimmt. Nur, dieser Tunnel wird über 400m lang sein
und die Ein- bzw. Ausfahrten aus statischen Gründen so gigantisch, dass dieses nicht in die Natur passt.

Dialog beim 15:00-Uhr-Treff am 4.2.:

Versammlungsleiter der Demonstration: "Wir versammeln uns jetzt auf der Straße" - Einsatzleiter
der Polizei: "Was meinen sie mit Straße?" Versammlungsleiter: "Na, dieses schwarze Asphaltband
hier vorn."

Im Beitrag von "extra 3" sagt Herr Manlik (Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafenggesellschaft)

Der Mittelspecht, der wird umgesiedelt, wenn er denn da noch rumfliegt ...

Bei der Bezirksratssitzung am 2.2. stellte ein Bürger die Frage:

Herr Kliesch,  ist ihnen eigentlich schon mal aufgefallen, dass sie 80 % der Fragen nicht beantworten können?

Bei der gleichen Bezirksratssitzung machte ein Bürger eine abschließende Bemerkung:

Wann sind eigentlich wieder Wahlen?


Gute Nachricht für Bienrode, schlechte für Waggum und Bevenrode…
Liebe Leser,
der 8.Januar 2010 hatte es wahrhaftig in sich:
Kaum war der erste Baum für die Startbahnerweiterung gefallen, stellte am gleichen Tag die Stadtentwässerung Braunschweig einen Antrag zum Bau eines Regenwasserrückhaltebeckens in Bienrode. Auf die Frage einer Bienroderin auf der Bezirksratssitzung am 02.02., was das denn bedeute, stellte der Bezirksrat sich dumm: „keine Ahnung, wir haken da mal nach“. Damals erschien die Frage den meisten Anwesenden wie eine Lappalie gegenüber den vielen Fragen zum Flughafenausbau, kaum jemand ahnte die wahre Brisanz in dieser Sache.
Jetzt kann ich Licht in die Angelegenheit bringen.
Bevor Sie weiter lesen, bitte ich Sie, sich entspannt hinzusetzen, beengende Kleidung zu öffnen und evtl. ein Glas Wasser bereit zu stellen, es wird aufregend. Unter dem unten angegebenen Link auf die Stadt Braunschweig findet sich das „Planungsverfahren Waggum Bienrode“. Unter „Ausführungsplanung“ findet man in der Anlage 2 eine sehr schöne Planungskarte des Gebietes, die man sich als pdf-Datei auch gut vergrößern kann. Man sieht da viel mehr, als nur ein Regenwasserrückhaltebecken, man sieht die sog. „Bienroder Spange“, die Straße, die als Westumgehung des Flughafens im Gespräch ist!!! Die BZ vom 23.02. hat im Artikel „Vermarktung neuer Gewerbegebiete am Forschungsflughafen beginnt“ dort ja überraschend zusätzlich zum Gewerbegebiet „Kralenriede-Ost“ auch ein Gewerbegebiet „Forschungsflughafen-West“ eingezeichnet, allerdings viel kleiner als wirklich geplant und ohne die Straße. Dieses Gewerbegebiet ist auf der Homepage der Stadt Braunschweig noch nicht zu sehen, aber aus der Planung des Rückhaltebeckens sieht man anhand der Eintragung „Bauland“ den wirklichen Umfang. Und man sieht eben auch die zur Erschließung des Gewerbegebietes notwendige „Bienroder Spange“, die in Höhe Sportplatz an der Waggumer Straße beginnt und gerade nach Süden auf die Hermann-Blenk-Str. führt.
Das Gewerbegebiet kommt also und damit auch die Bienroder Spange!
Das ist trotz Ratsbeschluss und persönlicher Erklärung von Herrn Kliesch dann wohl das endgültige Ende der Grasseler Str. und auch der Ostumfahrung. Bienrode wird vom Durchgangsverkehr dadurch erfreulicherweise entlastet (das erklärt auch das Schweigen der Bienroder Bürger zum Flughafen !!!), aber der Verkehr wird dann leider durch Waggum gehen und durch die Bechtsbütteler Str. in Bevenrode, deren Verlauf ja von einer Kreisstraße zur Landesstraße aufgewertet wird. Aus diesem Blickwinkel ist es auch gar nicht mehr so erstaunlich, wie glatt der Radweg von Bevenrode nach Bechtsbüttel trotz leerer Kassen genehmigt wurde. Um den Mehrverkehr aufnehmen zu können, mussten die Radfahrer natürlich von der Straße.
Der Bezirksrat hielt es nicht für nötig, die Bürger darüber zu informieren. Durch die Planung zum Rückhaltebecken kommt es nun doch heraus.

Heiner Waßmuß, Ortsheimatpfleger in Bevenrode

P.S. Der „tolle“ ganzseitige Bericht der BZ vom 25.02., der die Argumente der Ausbaukritiker so „eindrucksvoll“ niedermachte „um die Anlieger zu beruhigen“, wie es in der Einleitung stand, war gar kein Bericht der BZ, sondern eine Anzeige der Flughafengesellschaft!!!!! Die BZ hat nur leider das Wort „Anzeige“ darüber „vergessen“.Was für ein Journalismus!


So und hier der Link:
http://www.braunschweig.de/leben/umwelt_naturschutz/planungsverfahren/waggum_bienrode/pg_waggum_bienrode_start.html


Leserbrief in der  Braunschweiger Zeitung am Freitag:

Schlaflieder für Schildbürger ?

Zur Sperrung der Grasseler Straße:

Wie bereits seit Wochen aus der Presse zu entnehmen ist, wird der Flughafen Waggum erweitert. Um dieses Vorhaben verwirklichen zu können, wird im Sommer 2010 die Grasseler Strasse gesperrt, die Waggum und Bevenrode mit Querum und der Stadt verbindet.

Bis heute hat man sich für keine alternative Streckenführung entscheiden können. Bürger der betroffenen Ortschaften befürchten einen Ausbau der Waggumer Rabenrodestrasse. Die von den Anwohnern bevorzugte sogenannte Ostumfahrung wird damit unwahrscheinlicher.

Wie auch immer die Entscheidung einmal fallen sollte, bleibt die Frage, wie man ein Großprojekt so dilettantisch planen konnte. Der Bürger wird nur häppchenweise mit den bevorstehenden Plänen der Stadt gefüttert, Stichwort Supermarkt-Neubau in Waggum und Avionik-Cluster. Will man die mündigen Mitmenschen einlullen?

In welchem Staat leben wir eigentlich, wo den Menschen kein reiner Wein mehr eingeschenkt wird, sondern mit einer Verschleierungstaktik der Bürger auf Abstand gehalten wird?

Nebenbei fällt mir noch ein zu sagen, dass doch unser aller Rathaus verschönert werden sollte. Wie wäre es damit, die Fenster einfach zuzumauern. Ein paar Säcke, um das Licht hineinzutragen, werden sich für die Ratsherren sicher finden.   

   Martina Niewöhner, Braunschweig


Startbahnverlängerung für VW & Co.; Nerv getroffen? 

In der Auseinandersetzung über die wahren Gründe für die Startbahnverlängerung und damit über die wirklich Verantwortlichen für die im Querumer Forst derzeit vorgenommene einzigartige Umweltvernichtung konzentrieren sich die Scheinwerfer immer deutlicher auf  die als   ‚System VW’ bekannte enge Vernetzung von Politik und Wirtschaft. Dies lässt sich beispielhaft an 2 öffentlichen Beiträgen dieser Woche festmachen.

 

Am Montag, den 8.2.2010, brachte das NDR Fernsehen in der Reihe ‚Markt’ einen Beitrag über ‚Norddeutsche Regionalflughäfen – Steuergrab für Millionen’. Dort wurde zum Schluß Reinhard Manlik, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Fraktion im Rat und Aufsichtsratsvorsitzender der Flughafen-Gesellschaft gefragt: “Müssen die Bürger Niedersachsens 20 Millionen Euro locker machen, nur damit die VOLKSWAGEN Manager es bequemer haben?“ Entspannt lächelnd antwortet er: „VOLKSWAGEN zahlt ja auch nicht unerheblich viele Millionen an Gewerbesteuer an das Land, und insofern ist es, glaube ich, ein guter Ausgleich, wenn man auch sicherstellt, dass die Verkehrsverbindungen für einen solchen Konzern hier sicher gestellt werden.“

Abschließend wird in dem Beitrag festgestellt, dass, während die Städte Rostock und Lübeck  die Defizite der dortigen Flughäfen nicht mehr übernehmen können, in Braunschweig die Kommunen mehr als 20 Millionen Euro an öffentlichen Geldern in eine Startbahnverlängerung investieren.

(Aus unerklärlichen Gründen ist dieser Beitrag nicht in der NDR Mediathek nachzusehen!)

 

Schlussfolgerungen eines Zuschauers: die Stadt Braunschweig hat ja viel Geld. Dass es an dieser Stelle für VOLKSWAGEN ausgegeben wird, hat allerdings noch keiner so deutlich bestätigt. Leider hat man dem Gericht erfolgreich etwas  von ‚Notwendigkeit für die Forschung’ erzählt; für VOLKSWAGEN wäre die Startbahnverlängerung nämlich nicht genehmigungsfähig gewesen.

 

Am Dienstag, den 9.2.2010  brachte die BZ einen großen Artikel unter der Überschrift „Schnelleke empört über „wilde Spekulationen““. Daraufhin hat der Autor nachfolgenden Leserbrief mit der Überschrift Nerv getroffen? geschrieben, der bisher nicht veröffentlicht wurde:

Wer sich verteidigt, klagt sich selber an, ist ein womöglich passender Spruch zu der Empörung des Wolfsburger Obermeisters Schnelleke über die Spekulationen über ein Logistik-Zentrum seiner Firma am Flughafen. Die  absolute Ablehnung eines die Anwohner beruhigenden Nachtflugverbotes durch die Flughafengesellschaft muss doch einen Grund haben. Langstrecken-Logistiker beispielsweise  transportieren vorzugsweise nachts.

Da diese Nutzung nicht mit der gerichtlichen Genehmigung der Startbahnverlängerung ‚für Forschung und etwas Geschäftsverkehr’ vereinbar ist, könnte auch dies die heftigen Reaktionen erklären. Schnelleke ist übrigens als VW Logistiker weltweit und nicht nur in Kassel aktiv, wie der Artikel suggeriert.

Interessant zu wissen wäre auch, wie der Oberbürgermeister  Schnelleke seinen Wolfsburgern ihre Beteiligung am Flughafen und damit an dessen Ausbaukosten und jährlichen Betriebsverlusten erklärt?

Mancher gewählte Politiker kennt die Schwierigkeit, wirtschaftliche Interessen und Verpflichtungen gegenüber den Wählern in Einklang bringen. Die Überreaktion des Wolfsburger OB lässt auf einen Interessenkonflikt schließen.

 

Frank Gundel


 Liebe Leser,

vielleicht ist dem einen oder anderen wegen der Vielzahl von Einzelinformationen, kleinen und großen Skandalen und den vielen damit verbundenen Emotionen der Gesamtzusammenhang ein wenig aus dem Blickwinkel geraten. Ich möchte das deshalb aus meiner Sicht noch mal zusammenfassen, denn es bahnt sich hier möglicherweise ein ganz großer Skandal an:

--Ein Interessenkonsortium aus Stadt Braunschweig, Volkswagenwerk und Stadt Wolfsburg beantragt die Erweiterung des Flughafens in ein naturschutzrechtlich geschütztes Gebiet hinein.

--Die Stadt Braunschweig liefert 2006 die rechtlichen Vorraussetzungen dazu, indem sie das beeinträchtigte Gelände zum Landschaftsschutzgebiet erklärt (was sich für Arglose ja zunächst schön anhört), nur um die in diesem Status möglichen Eingriffschancen ausschöpfen zu können.

--Die Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz liefert den Großteil des auszumerzenden Waldes und erklärt sich bereit, die dazu notwendigen forstwirtschaftlichen Maßnahmen wie Fällung der Bäume und Vermarktung des Holzes zu übernehmen.

--Das DLR liefert mit seinem Airbus A 320-200 ATRA das für die Durchsetzung notwendige „öffentliche Interesse“ wegen der Forschungsrelevanz.

--Der Bezirksrat Bienrode- Waggum- Bevenrode liefert 2002 die „Zustimmung der betroffenen Bürger“, indem er mit dem Angebot eines 7 Mio. Euro  teueren Tunnels unter der Landebahn hindurch zur Zustimmung geködert wird. Der wird dann aber 2004  verworfen, weil der Kostenrahmen nun „plötzlich“ auf 15 Mio. Euro empor schnellt. Der Bezirksrat stimmt zwar jetzt dagegen, aber mit der neuen Mehrheit heute unter Bezirksbürgermeister Kliesch  zusammen mit Herrn Sehrt wird alles blockiert, was das Ausbauvorhaben irgendwie hinterfragen oder beeinträchtigen könnte.

--Die Planfeststellungsbehörde stellt 2007 im Planfeststellungsbeschluss in Abwägung zwischen naturschutzrechtlichen Belangen und öffentlichem Interesse am Ausbau die Rechtmäßigkeit des Ausbaus fest, verbindet zwar den Flughafenausbau „als zwangsweise Einheit untrennbar“ mit der Errichtung einer Ostumfahrung als Ersatz für die zu streichende Grasseler Str., liefert aber dafür im Gegensatz zur Begründung des Ausbauvorhabens nur schlampig und unvollständig Unterlagen ab.

--Das OVG Lüneburg trennt 2009 die „Straßenfrage“ deswegen kurzerhand aus der Planfeststellung ab, genehmigt den Flughafenausbau und untersagt die Ostumfahrung ohne zusätzliche Argumentationen oder Unterlagen der Planfeststellungsbehörde.
Diese tut jedoch bis heute nichts zur Stützung ihres diesbezüglichen Planungsvorhabens, lässt es offensichtlich also fallen. Auch die Presserklärung der Stadt Braunschweig dazu erscheint dabei als Augenauswischerei.


**Nun wird bekannt, dass die Forschungsmaschine ATRA dem DLR wegen der Verweigerung der entsprechenden Umrüstung wohl gar nicht hier in Braunschweig gemäß der Beantragung zur Verfügung stehen wird, die Hauptbegründung für die Planfeststellung und das Gerichtsurteil also entfallen ist oder –schlimmer noch- wissentlich in Falschaussage des DLR in Wahrheit  niemals vorlag.

**Weiterhin wird berichtet, dass die Schnellecke Group an der Errichtung eines Frachtzentrums am Flughafen seit längerer Zeit interessiert ist. Eine Zunahme des Flugverkehrs ist also zwar wohl nicht im Hinblick auf Touristikverkehr, aber durch Frachtverkehr sehr wahrscheinlich.

Wenn heute noch behauptet wird, der Flughafenausbau läge einerseits im öffentlichen Interesse - wo er doch offensichtlich eigentlich nur privatwirtschaftliche Interessenten bedienen wird-, andererseits sei er juristisch bis ganz nach oben abgesichert - wobei das wohl unter Vorspiegelung falscher Behauptungen erfolgte- und letztlich praktisch bereits vollzogen sei durch die bisherigen Baumfällungen, so kann man die kritische Öffentlichkeit nur weiter ermuntern:
„Bleibt dran! Macht weiter! Ermittelt, dokumentiert! Lasst Euch das nicht gefallen!“

Zusammenfassend muss man sagen, dass das Verfahren im Zusammenwirken eines unglaublichen Filzes von interessierten Politikern und Wirtschaftsführern unter Behauptung falscher Tatsachen durchgesetzt wurde und unter diesen Umständen von den bisherigen Gerichten gut geheißen wurde. Wie sollte das auch noch mit öffentlichen Fördergeldern unterstützt werden?

Die Namen sind:

Dr. Gert Hoffmann, Oberbürgermeister in Braunschweig, damit auch Anteilseigner an der Flughafengesellschaft und zugleich auch Präsident der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz,

Götz-Rüdiger Kliesch, Bezirksbürgermeister (Stadtbezirk 112) und Ratsherr der Stadt BS und Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft,

Carsten Lehmann, Erster Stadtrat der Stadt Braunschweig und Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft,

Klaus Winter, Mitglied im Aufsichtsrat der Flughafengesellschaft und früherer Fraktionsvorsitzender der SPD im Rat der Stadt BS,

Wolfgang Sehrt, Bezirksratsmitglied (Stadtbezirk 112) und Fraktionsvorsitzender der CDU im Rat der Stadt BS,

Rolf Schnellecke, Oberbürgermeister in Wolfsburg und damit Anteilseigner an der Flughafengesellschaft, Inhaber der Schnellecke Group,

Christian Wulff, Ministerpräsident in Niedersachsen, damit Aufsichtsbehörde für die Planfeststellungsbehörde und auch Anteilseigner bei Volkswagen.ei Volkswagen.


Hallo miteinander,

zunächst: Die BZ ist auf CC. Ich halte die Zeitung nämlich nicht für
befangen (wie es zum Teil in Internetforen geäussert wird), und ich
möchte dass die Zeitung den nachstehenden Hintergrund ebenfalls kennt.

Ferner ist Joachim Geyer (Oberstaatsanwalt) und Frank Koch (leitender
Oberstaatsanwalt) auf CC, da die Staatsanwaltschaft ja ermittelt.

Zur Sache:

Es wird offenbar auch am Sonntag wieder gearbeitet! Jetzt wird nach
meiner Kenntnis Holz "gesammelt". Dieses Holz ist aber beweiskräftig in
einem Ermittlungsverfahren und darf m.E. deshalb nicht beseitigt werden.

Aufgrund meiner Strafanzeige wegen Verstößen gegen das Naturschutzgesetz
sehe ich nämlich folgenden Aspekt:

So wie die Fläche jetzt aussieht (kein Baum mehr) sind ja ganz
offensichtlich alle Bäume gefällt worden die auf dieser Fläche standen -
und somit auch alle die dort standen und markiert waren.

http://www.querumer-forst.de/#comment-38

Wolfgang Büchs (Biologe) hat mehrfach die Polizei vor Ort auf mögliche
Straftaten (Bundesnaturschutzgesetz) aufmerksam gemacht, und die haben
jedes Mal verweigert überhaupt tätig zu werden.

Selbst eine von mir vorgelegte Kopie der Bestätigung über ein
Ermittlungsverfahrens wegen Verstößen gegen das Naturschutzgesetz wurde
von der Polizei vor Ort als "Ente" bezeichnet.

http://data.querumer-forst.de/dateien/sta_artenschutz/aktenzeichen.pdf
http://data.querumer-forst.de/dateien/aufarbeitung/offener-brief-pol-demo.pdf
http://data.querumer-forst.de/dateien/aufarbeitung/brief_sta.pdf

Die Polizisten vor Ort wissen jetzt dass ermittelt wird, die wissen um
welche Art von Straftaten es geht, und sie können sich auf keinen Fall
weiterhin auf "Ich kenn mich mit sowas nicht aus" zurückziehen.

An die Demonstranten die Bitte: Wenn Polizisten vor Ort trotz Ihrer
Hinweise untätig bleiben schreiben Sie sich bitte Name und Dienststelle,
die Dienstnummer sowie Datum und Uhrzeit auf. Ich werde das dann
gesammelt der Staatsanwaltschaft und der Presse vorlegen.

Wir können nicht mehr verhindern, dass die Bäume abgeholzt werden, und
es ist ja gar nicht zu bestreiten, dass der entsprechende Beschluß
rechtskräftig ist. Aber wir können durchaus noch verhindern, dass die
Ermittlungen wegen Umweltstraftaten genauso ablaufen wie das
Planfeststellungsverfahren! Helfen Sie dabei bitte mit.

--
Mit freundlichen Grüßen,
Klaus Marwede

Braunschweiger Strasse 7
38176 Wendeburg


Gedanken zur Preisverleihung "Kopf an: Motor aus. Für Null CO2 auf Kurzstrecken"Bei der Preisverleihung an Braunschweig in der Kampagne "Kopf an: Motor aus. Für Null

CO2 auf Kurzstrecken" hat das BMU offensichtlich den Bock zum Gärtner gemacht.

Es wurden schöne neue Schilder für Fahrradstraßen (KFZ dürfen und sollen dort natürlich

trotzdem fahren) aufgestellt – dort wo bislang sowieso die Fahrradfahrer in der Überzahl

waren, wie z. B. im Unigebiet. Es wurden nicht nachprüfbare längere Grünphasen für Radler

an Ampeln deklariert, anstatt auf dem stark frequentieren äußeren Stadtring mal eine "Grüne

Welle" auch für Radfahrer einzurichten. Es gibt tolle "spezielle Radwegweiser“ oder „mehr

Abstellplätzen für Drahtesel in der Innenstadt" – ein Witz – hilft das der CO2-Reduktion?

Aber all diese Nebelbomben sind nichts gegen die begonnene Startbahnverlängerung und

die damit verbundene Zerstörung von Natur im Querumer Forst (vgl. Ausführungen von Dr.

W. Büchs). Und um auf die Kampagne zurück zu kommen: Nicht nur die "nachhaltige"

Vernichtung von CO2-Schluckern, sondern die tägliche ansteigende CO2-Belastung durch

zusätzlichen Umwegeverkehr wegen der Sperrung der Landstraße macht Braunschweig

nicht wirklich zum Vorreiter in Sachen Klimapolitik. Nach den offiziellen Zahlen aus den

Planfeststellungsunterlagen müssten nach Verlängerung der Startbahn ca. 5000 KFZ täglich

Umwege von ca. 2,5 km hinnehmen. Bei 220 Arbeitstagen summiert sich das schnell mal auf

2,75 Mio. KFZ-km. Mit einer CO2-Emission eines heutigen durchschnittlichen VW-Golfes

(1,6-L-Benziner, 75 kW) von 160 g/km sind das 440 Tonnen CO2 zusätzlich im Jahr - das

entspricht dem Jahresverbrauch von ca. 200 ausgewachsenen Bäumen. Rechnet man den

Effekt der Abholzerei mit nur 50% und durchschnittlichem CO2-Verbrauch von 6 kg pro Tag

und Baum hinzu, so kommt man auf die wahnwitzige Summe von ca. 66.000 Tonnen CO2

zusätzlicher klimaschädlicher Emission im Jahr.

Demokratische Genehmigungsverfahren hin oder her. Die Parlamentarier und Behörden sind

bei ihrer Genehmigung in 2004 / 2007 von falschen Voraussetzungen ausgegangen. Von

den 4500 neu zu schaffenden Arbeitsplätzen sind jetzt nur noch 2000 bereits vorhandene

Arbeitsplätze am Standort übrig, die davon eventuell profitieren könnten. Das DLR plant

bereits aus technischen Gründen eine kleinere Alternative zum Airbus. VW-Sprecherin Ines

Roessler sagt: Das Unternehmen habe in den vergangenen Jahren nur 17 Prozent der

Flugbewegungen veranlaßt. Langstreckenflüge trete das Leitungspersonal ohnehin von

Hannover aus an. Welche guten Gründe sind noch für das Vorhaben übrig geblieben?

Nun hat Till Eulenspiegel schon wieder sein Fußspuren in Braunschweig hinterlassen. In

dem Sinne: KOPF AUS: MOTOR AN. BÄUME WEG. UMWEG FAHREN. - Mehr CO2 auf

Kurzstrecken geht nicht!

Jens ..., Braunschweig, 29.01.2010


 Der Wald ist weg

Ungläubig erleben wir seit zwei Wochen die Abholzung eines Naturschutzgebietes vor der eigenen Tür im Querumer Forst
        - Erstritten vor Gericht von Rechtsanwälten aus München, deren Stundenhonorar bei 800€ liegt.
        - Gewünscht von Politikern und Ratsherren, die jeglichen Kontakt zu den Bürgern verloren haben.
        - durchgeführt von der Flughafengesellschaft, die die gesamte Fläche auch zubetonieren ließ,
          wenn man ihr denn nur einen Auftrag erteilen würde.

Ich hadere nicht mit der Rechtmäßigkeit des Ausbaus, wohl aber mit der Sinnhaftigkeit und vor allen Dingen mit der
Verhältnismäßigkeit.Dürfen einige wenige Profiteure des Ausbaus, wie VW und das DLR, tatsächlich Tausende von Anwohnern, Schulkindern,
 Grundstückseigentümern, Naturfreunden usw. einen solchen Schaden zufügen? Anscheinend ja, sogar mit gerichtlichem Segen.

Die WUT und gleichzeitig die HILFLOSIGKEIT der Ausbaugegner ist bei jedem Waldspaziergang zu spüren. Gleichzeitig gibt es in einer immer kälter werdenden Gesellschaft so etwas wie Gemeinsamkeit. Unabhängig von den Zielen ob Ostumfahrung, Walderhalt oder Nichtenteignung, besteht das gemeinsame Ziel, den Unsinn des Ausbaus zu verhindern

                                                              Das ist ein gutes Zeichen.

Ich selbst schäme mich für all die Jahre der Untätigkeit. Mein Beitrag zum Ausbau ist meine Passivität.
Während clevere, rücksichtslose Politiker die Weichen gestellt haben, habe ich mich um private Dinge gekümmert.
Lassen Sie uns gemeinsam ein Zeichen setzen.
In der Braunschweiger Zeitung wird von einer breiten Mehrheit der Bevölkerung für den Ausbau gesprochen.

                                                                   Das stimmt nicht.

Informieren Sie sich bei den Treffen der Initiativen, im Internet ( www.braunschweig-online.info ) oder besser noch, Sie sehen sich die gerodete Fläche
im Wald selbst an.
Ich habe das Glück in einem freien Land zu leben.
Um aber nicht wie ein Schaf zur Schlachtbank geführt zu werden, muss ich mich einmischen, muss meine Meinung laut und deutlich kundtun.

                                                                   Tun Sie das auch.

                                                                                                                            Henning Jenzen


FLUGHAFENAUSBAU = VERKEHRSKOLLAPS
Liebe Waggumer,

wie Ihnen allen bekannt ist, haben am 8.Januar die Abholzungsarbeiten für die
Startbahnverlängerung begonnen. Der erste Rodungsabschnitt, der für die
Bauarbeiten an der eigentlichen Startbahn erforderlich ist, ist fertiggestellt. Weitere
Rodungsabschnitte werden folgen. Von der Grasseler Straße aus ist das Ausmaß
der Abholzung nicht zu erkennen, weil ein schmaler Streifen Bäume stehen gelassen
worden ist.

Wie sie ebenfalls wissen, wird von vielen Bürgern Waggums und der umliegenden
Gemeinden täglich gegen die Rodungsarbeiten demonstriert. Die, die da trotz tiefer
Temperaturen täglich mit oder ohne gelbe Signalweste in den Wald marschieren,
sind nicht nur ein paar „Aktivisten“, die für Bäume, Spechte und Käfer kämpfen,
sondern es sind Bürger, die aufgrund der Startbahnverlängerung um deutliche
Einbußen unserer Lebensqualität – gerade auch in Waggum – fürchten.

Die Zustimmung der betroffenen Gemeinden zu der Startbahnverlängerung ist in der
Vergangenheit seitens der Stadt mit Versprechungen erkauft worden, die die durch
den notwendigen Wegfall der Grasseler Straße erforderlichen Ersatzmaßnahmen
betreffen. Erst sollten wir einen Tunnel anstelle der Grasseler Straße bekommen,
dann eine Ostumfahrung.

Tatsache ist jedoch, dass die Grasseler Straße im Sommer gesperrt wird, ohne
dass es eine Verkehrslösung gibt.

Selbst wenn die Ostumfahrung im Endzustand gebaut würde, so würde dies nach
Auskunft des Planungsausschusses der Stadt erst in 4 – 5 Jahren geschehen, d.h.
bis dahin fließt in jedem Fall aller Verkehr durch unser Dorf.

Die Stadtverwaltung, der Stadtrat und der Bezirksrat lassen durch die
Braunschweiger Zeitung den Bürgern mitteilen, dass sie nach wie vor die
Ostumfahrung favorisieren. Dies geschieht, um uns Bürger in Sicherheit und Ruhe zu
wiegen.

Tatsache ist jedoch, dass die Flughafengesellschaft als Vorhabensträger der
Baumaßnahmen aus Kostengründen keine Ostumfahrung mehr plant!

Dies wurde der Besitzerin eines für eine Ostumfahrung erforderlichen
Privatgrundstückes (Frau Böse) bereits im Dezember schriftlich mitgeteilt. Darüber
hinaus hat die Flughafengesellschaft gegenüber einem Ratsherrn der Grünen erklärt,
dass auf den Grundstücken seitlich des neuen Flughafenzaunes nur Rückschnitte
der Bäume, aber keine Fällungen notwendig sind. Trotz der
Beschwichtigungsversuche der Politik wird es offensichtlich keine Ostumfahrung
geben.

Stattdessen lässt die Flughafengesellschaft zur Zeit an Gutachten arbeiten, die eine
Nulllösung, d.h. den ersatzlosen Wegfall der Grasseler Straße – möglicherweise
mit einer Ortsumfahrung von Bienrode – untersuchen.


Dies bedeutet für Waggum eine prognostizierte Verkehrszunahme um 60%, d.h.
Waggum wird eine Verkehrsmenge ertragen müssen, wie sie zur Zeit auf der
Bienroder Hauptstraße (Altmarkstraße) herrscht.

Dies hätte für die Waggumer Bürger u.a. diese Folgen:

.
deutlich erhöhte Lärm- und Schadstoffbelastung der Anwohner von Rabenroder
und Bienroder Straße und der Seitenstraßen.
.
Wertminderung der Immobilien in Waggum.
.
Gefährdung der Kinder, die z.B. zum Erreichen der Schulbushaltestellen die
Hauptstraße überqueren müssen.
.
Sicherheitseinbußen für alle Fußgänger und Radfahrer (gerade im Bereich
Erlenbruch – Feuerbrunnen sind die Fußwege ohnehin viel zu schmal).
.
Verschlechterung der Anbindung des öffentlichen Nahverkehrs in den östlichen
Teil der Stadt und nach Querum.
.
unser Dorf verliert seine Attraktivität und seinen Charakter.
Man mag zur Startbahnverlängerung unterschiedliche Meinungen vertreten,
aber in der Verkehrsfrage kann es nur eine Haltung geben:

Das können wir uns nicht gefallen lassen!

Darum:

.
Kommen Sie zu den Demonstrationen!
.
Kommen Sie zur Bezirksratssitzung am 02. Februar um 19 Uhr ins
Gemeinschaftshaus Bienrode und erinnern Sie unsere gewählten Vertreter daran,
dass sie unsere Interessen zu vertreten haben!
.
Kommen Sie zu den Bürgerversammlungen, z.B. am 03. Februar um 19 Uhr ins
Kulturzentrum! Bringen Sie Ihre Ideen ein!
.
Schreiben Sie Leserbriefe, Briefe an Politiker, an die Flughafengesellschaft,....
Nutzen Sie alle Möglichkeiten, um auf die Unstimmigkeiten rund um das Thema
Flughafenerweiterung aufmerksam zu machen!
.
Informieren Sie sich unter www.waggum.de, www.waggum-online.de,
www.braunschweig-online.info!
.
Glauben Sie nicht alles, was in der Braunschweiger Zeitung steht!
Nur mit der geballten Kraft aller Waggumer kann es uns gelingen, zu
verhindern, dass die Folgen der politisch gewollten Startbahnverlängerung
allein auf unseren Schultern abgetragen werden!

Im Namen vieler: Silke Briebrecher und Jens Mühlmann, Am Steinring, Waggum



Waggum wach auf!!                                                                                                                      

 

Was kommt als nächstes?

 

. Über Jahre eine einseitige Berichterstattung in der Braunschweiger Zeitung! Erst mit
Beginn der Rodungsarbeiten erscheinen immer mehr kritische Artikel!

 

. Keine Spur mehr von den versprochenen EU Fördermitteln! Gibt es sie wirklich?
Und wenn nicht, wer zahlt dann den fehlenden Betrag?

 

. Eröffnung der erweiterten Landebahn in 2011? Die Flughafengesellschaft hat teilweise
bislang mit Besitzern des Landes, auf dem die Startbahn gebaut werden soll, nicht einmal
gesprochen! Was ist das für ein Rechtsverständnis, in dem eine GmbH einfach beschließt,
einen Bau auf Land durchzuführen das ihr nicht gehört und es nicht mal für nötig hält, mit
den Besitzern auch nur zu reden?? Und das alles auch noch mit dem Segen unserer
Stadt??!

 

. Beginn der Rodungsarbeiten, ohne dass es einen Plan gibt, wie der Flughafen nun
endgültig aussehen soll! Eine Enteignung dauert in den meisten Fällen mehrere Jahre,
also warum die Abholzung schon jetzt??? Bei einer Enteignung muss öffentliches
Interesse schwerer wiegen als privates Eigentum. Wo liegt bei der Startbahnverlängerung
öffentliches Interesse vor? Etwa für VW oder Touristikflüge nach Mallorca?

 

Und jetzt auch noch das:

 

. Die Stadt hat nach eigenen Angaben keinen konkreten Plan, wie eine sinnvolle
Verkehrsführung aussehen soll! Aller Verkehr quer durch Waggum???!! Das versteht
die Stadt unter „Verkehrsplanung“??

 

Was ist mit den Kindern?? Schon jetzt ist eine Überquerung für sie nur an einem einzigen
Zebrastreifen möglich! Wie soll das erst werden, wenn es zu noch mehr Verkehr kommt?

 

Selbst im Planfeststellungsbeschluss für die Verlängerung der Start- und Landebahn des
Verkehrsflughafens Braunschweig wird dazu festgestellt:

"Die Vollsperrung dieser Straße würde für die Verkehrsteilnehmer zeitraubende Umwege
erforderlich machen. Es käme des Weiteren zu erheblichen Umwegverkehren durch die
Ortslagen von Waggum, Bienrode und Kralenriede bzw. Hondelage, Dibbesdorf und
Volkmarode. Der Kraftfahrzeugverkehr in Bienrode würde um über 54% zunehmen, in
Waggum sogar um mehr als 60%. Hinzu kommt, dass die Schließung der Grasseler
Straße eine völlige Neuorganisation der ÖPNV-Erschließung von Waggum bedeuten
würde. Schließlich bestehen wichtige Verkehrsrelationen vom Südkreis Gifhorn über
Bevenrode und Waggum nach Querum zur dortigen IGS."

 

Zeigt Flagge, Bürger von Waggum und Braunschweig!! So nicht!!

 

Es ist auch unser Land, unser Geld und wir zahlen in jedem Fall die Zeche!!

Nicht die gewählten Vertreter, und auch nicht VW! Der Bürger wird wieder einmal für die
Folgen aufkommen, sei es mit Geld oder eingeschränkter Lebensqualität!

 


Täglich 15 Uhr:
Treffen am Sportheim Waggum zur Begehung des Desasters

Kommt alle, bringt Eure Nachbarn mit, lasst Euch nicht einschüchtern!

Seht Euch vor Ort an, was mit dem Waggumer Wald passiert!

(Informationen unter www.braunschweig-online.info)

 

Quelle des Artikels: Braunschweiger Zeitung, 12. Januar, 2010


Moin Bernd,

die Dramatik der letzten Wochen zwingt einen zum Handeln.

Ich finde es gut, dass Du eine Extra Seite für Waggum und dem Verbrechen an unserer Natur aktiviert hast.
Deine Seite ist zum schnelleren Auffinden in der Navigationsleiste oben gleich neben allen anderen
Hotlinks eingefügt worden.

Es muss noch viel mehr passieren, sprich, wir müssen unsere Bürger und die aus den anderen Dörfern
sensibilisieren und zum Mitmachen anregen … was allerdings nicht so einfach ist !Schau z.B. mal auf Bienrode.de, die haben auch voll den Fluglärm, da liest man NULL ! Offensichtlich geht leider
dieses Thema vielen am Arsch vorbei. Zettel, die ich Anfang letzter Woche u.a. beim Netto Markt angepinnt
hatte, waren nach wenigen Stunden wieder weg

Immerhin hat Bevenrode auf der Hauptseite eine Verlinkung zu den Themen vorgenommen.

Wir müssen jetzt, auch wenn es eventuell zu spät ist, die Bürger ansprechen und zum aktiven Widerstand
motivieren, auch wenn das extrem schwer ist.
Ich kenne aus meiner Umgebung die Antworten auf meine Fragen .. „Is doch eh nichts mehr zu machen,
nee, keine Zeit, wie ? demonstrieren? Bin doch kein Kommunist, nee, da habe ich keine Zeit … und so weiter .

Leider ist es so, dass die Leute heute so egoistisch sind und nur an sich selbst denken und alles um sich rum
nicht aufnehmen wollen … „die da oben machen das schon“ , auch zu hören bekommen.

Leider hat Waggum nicht viele Bürger wie Ralf Bayer, der schon vor Jahren vor die vor den Folgen des Flughafenausbaus
gewarnt  hat .
Auch ich gehöre dazu, habe ich doch viel zu spät erkannt, was dies alles für uns und die Natur bedeutet !

Dieter


HÄTTEN SIE ES GEWUSST........                                                                                                    


- dass die "Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz" (SBK) gerade unseren Wald abholzen
  lässt, welchen sie eigentlich schützen müssen!!!

- dass der Präsident dieser Stiftung unser Oberbürgermeister Dr. Hoffmann ist!!!
  (nachschauen unter www.sbk-bs.de)

- dass eine Start- und Landebahnverlängerung garnicht benötigt wird!!!

- dass der Flughafen seit Jahren in den roten Zahlen ist!!!

- dass noch keine konkrete Aussage seitens der Stadt vorliegt, bezüglich einer Umgehungs-
  straße!!!

- dass die BS-Zeitung oft nur die negativen Seiten, bezüglich des Widerstands schreibt
  (Ordnungswidrigkeiten u. Anzeigen) um uns Bürger zu entmutigen und zu
  verängstigen!!!

- dass die Bürgerinitiative Waggum, welche gegen den Flughafenausbau ist, keinen Artikel
  ins Waggumer Echo setzen darf, um Bürger unserer Ortsteile zu informieren!!!

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 WAS IST EIGENTLICH.............

- wenn Waggum keine Umgehungsstraße bekommt und der ganze Verkehr über die
  Rabenroder- und Bienroder Straße führt??????  Hat die Stadt sich deswegen noch nicht
  dazu geäußert, weil sie befürchten, dass der Protest dann wesentlich stärker wäre???
  Kommt deshalb der neue Einkaufsmarkt auch an die Hauptstraße???

- wenn keine EU-Förderung bewilligt wird, welche laut Dr. Hoffmann aber notwendig ist,
  ist dann der Wald weg und der Flughafen wird nicht ausgebaut???(wie z.B. das FBZ)

- wenn der Lärm und Gestank so stark wird, dass man es nicht aushält???
  Unsere Häuser, Wohnungen und Grundstücke werden drastisch an Wert verlieren.

- wenn viel mehr Bürgerinnen und Bürger an den Kundgebungen teilnehmen würden???
  Es ist noch nicht zu spät, denn die 200 Jahre alten Bäume stehen noch und der Wald-
  boden ist auch noch vorhanden!!!!!
  Wir fordern eine Wiederaufforstung des Querumer-Forstes!!!!!

Informieren SIE sich auch unter:
-   www.braunschweig-online.info
-   www.waggum.de   - Bürgerinitiative (immer aktuelle Termine)
-   www.waggum-online.de (ganz neue Info-Seite)
-   www.querumer-forst.de

Stehen SIE auf und wehren SIE sich!!!!!!!!
Wir geben den Wald nicht auf und treffen uns jeden Tag um 14.45 Uhr am Feuerbrunnen
oder 15.00 Uhr am Sportplatz um gemeinsam zur Abholzstelle zu gehen !!!!!!!!!

Wir bitten um noch mehr Unterstützung!!!!!!!!!!!
Schauen SIE nicht weg!!!!!!!!!!!
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