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Ist das der Durchbruch?

Dazu möchte die Verwaltung Herrn Knapp einen Erbbaurechtsvertrag anbieten. Die Laufzeit des Erbbaurechtes soll zunächst 10 Jahre betragen. Ihm wird die Option eingeräumt, das Erbbaurecht zweimal um jeweils 5 Jahre verlängern zu können. Das Gelände hat  eine Gesamtgröße von 46.644 m2. Die aufstehenden Baulichkeiten sollen vom Erbbaurechtsnehmer ohne Entschädigung übernommen werden. Als Erbbauzins soll in der Vertrag ein jährlicher Erbbauzins in Höhe von 46.638,64 € aufgenommen werden. Auf die Erhebung des wird jedoch verzichtet, solange der Betrieb des Badezentrums, durch den Erbbaurechtsnehmer erfüllt wird. Jetzt liegt der Ball bei Friedrich Knapp. Wird er das Badezentrum retten? Die Grundvoraussetzungen scheinen heute geschaffen worden zu sein. Allerdings muss auch der Rat am 21. Oktober noch zustimmen. BraunschweigHeute.de bleibt für Sie an der Sache dran und informiert Sie, falls es eine endgültige Lösung gibt.


 

 

 

Jörg Fiene von der Braunschweiger Zeitung meint:

 

Die Null

 

 
 
 


 

 

Henning Noske von der Braunschweiger  Zeitung:

KOMMENTAR

Gebt euch einen Ruck!

An den Scheiben des geschlossenen Badezentrums Gliesmarode drücken wir uns in diesen Tagen die Nase platt. Drinnen hüpft schon mal ein Frosch. Aber eigentlich liegt alles jungfräulich da. Es müsste nur jemand kommen, der aufschließt. Gut, dass die Stadt keine vollendeten Tatsachen geschaffen hat. Das ist ein Super-Signal! Toll, dass New-Yorker-Boss Friedrich Knapp sein ganz persönliches Herz für das Badezentrum Gliesmarode entdeckt hat. Er will es mit Millionen retten. So etwas hat es noch nicht gegeben. Knapp schwimmt da selber. Er meint es ernst. Auf die Übernahme des Grundstückes hat er verzichtet, damit es keine Missverständnisse gibt. Derzeit verhandeln seine Leute mit der Stadt. Die Hoffnungen sind groß. Enttäuscht sie nicht! Braunschweig kann das Bad in Gliesmarode richtig gut gebrauchen. Gebt euch einen Ruck!


 

  Hier ist die Wasserfläche, die im Spaßbad fehlt

 

 

 

"Wasserwelt" in der Kritik

 

Veröffentlicht am Mittwoch, 30. Juli 2014

Geschrieben von Artur Schmieding



Vierzehn Tag nach Eröffnung des Spaßbades an der Hamburger Straße wird immer deutlicher, dass die Wasserfläche als Ersatz für die drei geschlossenen Stadtteilbäder nicht ausreicht und eine Ergänzung zur „Wasserwelt“ dringend gebraucht wird.


                                

Die Vergleichsrechnung, die wir bereits am 25. Februar 2014 im "Braunschweig-Spiegel" und auf unserer Facebook-Seite veröffentlicht haben, mag der eine oder andere nicht geglaubt haben. Jetzt kann sich jeder bei einem Besuch der Wasserwelt davon überzeugen: Die Wasserfläche des Spaßbades ist einfach zu klein und kann die drei geschlossenen Hallenbäder (Wenden, Nordbad, Gliesmarode) nie und nimmer ersetzen. Das gilt vor allen Dingen für Montag bis Freitag in der Schulzeit, wenn das sog. "Sportbecken" ausschließlich für Schulen und Vereine reserviert ist. Verschärfend kommt hinzu, dass entgegen unserer Erwartung das „Aktivbecken“ für die Öffentlichkeit offenbar gar nicht (oder nur gelegentlich?) zur Verfügung steht.

Kein Wunder, dass sich die Negativkritiken auf dem Bewertungsportal für Schwimmbäder „Schwimmbadcheck“, auf einer neutralen Facebook-Seite und sogar auf der Facebook-Seite der Stadtbad GmbH häufen.

Hier eine Auswahl von Einträgen auf „Schwimmbadcheck“ (nach Datum geordnet):

- „Richtiges Schwimmen ist gar nicht möglich, zumindest in der Woche. Dazu noch familienunfreundlich, keine Karenzzeit bei Überschreitung der gebuchten Zeit (es wird gleich der nächsthöhere Tarif voll berechnet).“  (Dirk, 18.07.14)

- „Man kann überhaupt nicht schwimmen. Es gibt ein Schwimmerbecken, das hübsch aussieht und das durch eine mit "Betreten verboten" sehr freundlich gekennzeichnete Glastür abgesperrt ist.“ (Ingwer, 18.07.14)

- „Es ist definitiv zu klein, um ein ernstzunehmender Ersatz für die drei geschlossenen Bäder zu sein. Das haben sogar die zwei Bademeister bestätigt, die uns aus dem Hubbecken herausgebeten haben. ,Das Hubbecken gehört nicht zum Schwimmbad. Die Tür war unabsichtlich unverschlossen. ... Ja, das Hubbecken gehört nur zum Fitnessstudio (...) Ja, das 25m-Becken steht nach den Sommerferien nur an Wochenenden zur Verfügung. Unter der Woche ist es für Schulen und Vereine vorbehalten.’ (...) Das eigentliche, öffentliche Schwimmerbecken ist dank Abtrennung zum Sprungbereich nur ca. 10 m lang. Schwimmen? Nein danke!“ (Kai, 25.07.14)

- "Zunächst gäbe es 4x25m Bahnen in einem Becken, dies ist aber kombiniert als Sprungbecken, sodass es zum Schwimmen ungeeignet ist. Das andere (echte) Schwimmbecken, darf man unter der Woche hingegen gar nicht nutzen. (Ben, 28.07.14)

- „Für die normalen Badegäste ist diese Anlage viel zu klein, um dort Spaß zu haben. Dass die Vereine sich dort zum Teil auch nicht wohl fühlen, kann ich nachvollziehen. Wer möchte schon während seiner Trainingszeit die aufgebrachten Badegäste aus dem gesperrten Teil hinaus begleiten. Dass die Badegäste nur 12,5 m zur Verfügung haben auf 4 Bahnen, halte ich für den größten Witz.“ (ichmusslachen, 29.07.14)

-  „Der größte Planungsmangel sind jedoch die Abstufungen bei den Wassertiefen. Entweder 35cm tief oder 1,35 m tief. Kinder, die schwimmen lernen wollen, brauchen aber ca. 1-1,20 m Tiefe. Da gibt es nichts oder nicht öffentlich zugänglich.“ (Matthias Schütte, 29.07.14)

Bei dieser Kritik müssten Stadtbad GmbH und Politik eigentlich froh sein, dass es durch das Engagement von Herrn Knapp für das Gliesmaroder Bad eine realistische Perspektive für Sanierung und Weiterbetrieb gibt. Wir jedenfalls hoffen weiter auf ein gutes Ende!

Das Foto zeigt die letzten beiden Schwimmer im Badezentrum Gliesmarode am letzten Öffnungstag (9. Juli 14), die durch die MitarbeiterInnen der Stadtbad GmbH nur mit Mühe dazu gebracht werden konnten, das Wasser zu verlassen. (Nichtschwimmerbecken und Schwimmerbecken wurden übrigens so aufgenommen, dass sie ineinander übergehen.)

Leserbrief in der BZ

Zu "Um so viele Millionen geht es" vom 7. Juni:

 

"Es scheint eine regelrechte Kampagne gegen Herrn Knapp und seinen Versuch, das Gliesmaroder Bad zu erhalten, angezettelt zu werden. Da wird von "Experten" vorgerechnet, dass mit der Überbauung des Gundstücks in kürzester Zeit mehr als 8 Millionen Euro Gewinn erzielt werden kann. Man reibt sich die Augen und fragt sich, warum unsere Immobilieninvestoren so laut gejammert haben, dass man ihnen die Kita-Abgabe ersparen musste. Und warum lässt man dann nicht auch gleich den Nussberg oder die herzoglichen Parks überbauen? Der Gewinn wird da noch größer sein. Dabei lässt sich das Landschaftsschutzgebiet am Soolanger ebenso wie der Prinzenpark nur überbauen und nur so überbauen, wie der Rat das mit einem Bebauungsplan festlegt. Die Ratsfraktionen sollten deshalb nicht Herrn Knapp Fragen stellen, die allein sie selbst beantworten können, weil sie die alleinige Entscheidungsmacht darüber haben. Zumindest der Vorsitzende des Planungs- und Umweltausschusses, Holger Herlitschke, sollte eigentlich wissen, dass Herr Knapp dort nur eine "wirtschaftliche Investition" tätigen kann, wenn der Rat das vorsieht."

 

Helga Moser-Michel, Braunschweig, 18.06.14


 

 

 

 

Die Chancen für den Erhalt des Gliesmaroder Bades haben sich dramatisch verbessert!

 

 

Friedrich Knapp (New Yorker) hält an seinen Rettungsplänen für das Gliesmaroder Bad fest, verzichtet nun aber auf die Übernahme des Grundstücks!

 

Seit Wochen wurde Herrn Knapp von Teilen der Öffentlichkeit unterstellt, dass es ihm bei seinem Engagement für das Gliesmaroder Bad gar nicht um die Badrettung, sondern in Wirklichkeit um das Grundstück geht. Da hieß es, dass das Grundstück alleine schon rund 4 Mio. Euro wert sei und sich etliche weitere Millionen durch Vermarktungsgewinne nach der Bebauung mit Wohnhäusern erzielen ließen.

 

Dieses Argument ist nun vom Tisch!

 

In einer schriftlichen Stellungnahme an die Verwaltung und die Braunschweiger Zeitung erklärte Herr Knapp gestern wörtlich: „Uns ist nicht daran gelegen, uns an einem städtischen Grundstück zu bereichern. Uns geht es einzig und allein um den Erhalt des Gliesmaroder Bades.“

Er habe die Grundstücksübertragung als „städtischen Beitrag zum Rettungsplan“ gesehen, nehme davon aber jetzt Abstand: „So kann das Bad und somit das Grundstück, wenn es von uns nicht mehr betrieben wird, an die Stadt Braunschweig zurückfallen.“

Nun sind wir gespannt, wie Verwaltung und Parteien reagieren werden. Burkhard Plinke, Ratsherr der Grünen und Mitglied des Aufsichtsrats der Stadtbad GmbH, hat sich jedenfalls schon mal positiv geäußert: „Mit dem Verzicht auf die Übernahme des Grundstücks hat Herr Knapp eine große Hürde für den Weiterbetrieb des Gliesmaroder  Bades aus dem Weg geräumt.“

 

 

 

 

Aktionstag

9.7.14

Badezentrum

Gliesmarode

 

Wir laden alle BürgerInnen dazu ein, den letzten Öffnungstag des Bades vor der erhofften Sanierung mit uns zusammen zu verbringen – im Bad und vor dem Bad.

Um beim Schwimmen noch einmal etwas für die Gesundheit zu tun, Spaß zu haben, aber auch, um den Politikern erneut die Beliebtheit unseres schönen Familienbades zu zeigen.

 

Von 7.30 Uhr an bis in den Abend werden wir mit einem Stand im Eingangsbereich präsent sein, um mit Flyern, Luftballons usw. für den Erhalt des Bades zu werben.

 

Nachmittags und abends werden befreundete Musiker und Schauspieler

die Badegäste mit kleinen Programmen (jeweils 20 – 30 Minuten) begrüßen.

 

15.00 Uhr: Jan-Heie Erchinger (E-Piano)

16.00 Uhr: Bernd Dallmann (Saxophon)

16.30 Uhr: Senioren-Rock-Chor unter Leitung von Peter Stoppok

17.00 Uhr: David Kosel / Timo Lehne mit einer Titelauswahl ihres

Erfolgsprogramms „Fick dich ins Knie, Melancholie“

18.00 Uhr: Georg Renz und Cello-Quartett: "Ich hab das Fräulein Helen

baden seh'n - Schlager, Tango und Swing der goldenen 20er“

19.00 Uhr: Meike Koester: Songs zur Gitarre

20.00 Uhr: Frank Meth / Andreas Sichau: (spanische Gitarrenmusik)

Die Uhrzeit für Andreas Jäger, der Geschichten für Kinder liest, steht noch nicht fest.

 

 Bei schlechtem Wetter können wir mit dem Kulturteil ins

angrenzende BegegnungsZentrum umziehen, in dem ab Mittag zu günstigen Preisen Getränke, Kuchen und Bratwürste angeboten werden.

 

 

 

 

Die Bürgerinitiative zum Erhalt des Gliesmaroder Bades informiert:

 

 

Sanierungsvorschlag an die Stadt übergeben

 

Wie wir soeben erfahren haben, hat Herr Knapp (New Yorker) der Stadt in dieser Woche einen schriftlichen Vorschlag für die Sanierung und den Betrieb des Badezentrums Gliesmarode gemacht. Sanierung und Betrieb sollen dabei allein durch Herrn Knapp finanziert werden, ohne Einbezug weiterer Investoren. 

Das ist für uns eine sehr gute Nachricht, die auch alle Befürchtungen zerstreut, dass sich New Yorker aus irgendwelchen Gründen vielleicht doch wieder zurückziehen könnte. 

Jetzt wird es nochmal richtig spannend. Wir erinnern uns gerne an die ersten positiven Reaktionen der Fraktionsvorsitzenden der Ratsparteien auf das New Yorker-Angebot vom 7. Februar, sich an einem Rettungsplan für das Badezentrum Gliesmarode zu beteiligen.

Wir haben auch sehr aufmerksam die Stellungnahmen der OB-Kandidaten zur Bäderfrage im Wahlkampf verfolgt, die bzgl. der Rettung des Gliesmaroder Bades durch einen privaten Investor ebenfalls weitgehend positiv waren.

Am Ende entscheidet natürlich die Mehrheit der Ratsmitglieder.  Wir hoffen sehr, dass sich die Ratsfrauen und Ratsherrn durch den Sanierungsvorschlag von Herrn Knapp und unsere seit Monaten vorgetragenen Argumente für den Erhalt des Gliesmaroder Bades überzeugen lassen.

 

 

 

Gliesmaroder Bad: Hoffmann schreibt an Herlitschke – Die Gespräche mit New Yorker sollten ausnahmslos sachlich und höflich verlaufen

Alter Plan: Zwei neue Schulschwimmbecken

 

Die Grünen bringen einen „Lösungsvorschlag in die Bäderfrage“.

 

Braunschweig.

 

Sechs Bahnen zum Schwimmen – und weiter nichts. Den Neubau von zwei sogenannten „Schulschwimmbecken“ bringen die Grünen jetzt als „Lösungsvorschlag“ (erneut) in die Diskussion.

„Wir fühlen uns in unserem Vorschlag von 2007 bestätigt“, sagt Holger Herlitschke. Für den Fraktionsvorsitzenden deuten erste Zahlen und Daten aus dem „Sportentwicklungsplan“, der zurzeit von der Verwaltung aufgestellt wird, auf „Engpässe“ hin. „Schon rein rechnerisch fehlen auch nach Fertigstellung der Wasserwelt rund 1,4 Schwimmbäder in der Stadt“, sagt er.
Vor allem die Schulen, die von der Wasserwelt an der Hamburger Straße weit entfernt sind, bekämen ein Problem. „Damit sie überhaupt Schwimmunterricht anbieten können, müssen sie die Randzeiten nutzen“, sagt Herlitschke. Also morgens ganz früh oder in den letzten Schulstunden, damit wenigstens ein Anfahrtsweg nicht mehr in die Schulzeit fällt. Und damit kämen sie dem „normalen“ Badepublikum in die Quere, was unweigerlich zu Problemen führen würde.
Im Osten und im Westen der Stadt sollten nach dem Vorschlag der Grünen neue „einfache“ Schwimmhallen gebaut werden. Herlitschke hat sich verschiedene Hallen als Beispiel angesehen, „für drei bis vier Millionen Euro ist so etwas zu bauen“.
Und auch die Unterhaltskosten seien zu begrenzen: Die Schüler bringen ihre Lehrer mit, die Vereine ihre Betreuer, die Menschen, die Gymnastik machten, ihre Kursleiter.
„Wenn die Öffnungszeiten für die Anwohner dann vielleicht auf die Abendstunden und die Wochenenden konzentriert würden, ließen sich die Betriebskosten überschaubar halten.“
Auf jeden Fall sei so ein Neubau eine sinnvollere Investition, als die Sanierung alter Bäder. Statik, Energetik und Schadstoffe seien drei Schlagworte, die die Kosten für eine Sanierung sehr schnell in die Höhe treiben könnten.
Dennoch begrüßen die Grünen „die aktuellen Bemühungen um das Badezentrum Gliesmarode“. Damit wäre das östliche Stadtgebiet versorgt. Für den Norden würde die Wasserwelt den Bedarf decken, für den Osten und den Süden fordern die Grünen neue Schwimmhallen. Das würde „für mehr geografische Gerechtigkeit sorgen“, sagt Herlitschke, „große und bevölkerungsreiche Stadtteile wie Weststadt oder das Westliche Ringgebiet“ dürften nicht einfach außer Acht gelassen werden. Auf dem Gelände der Wilhelm-Bracke-Gesamtschule beispielsweise wäre ein idealer Platz.
 

 

 

 


Mitarbeiter von New Yorker dürfen das Gliesmaroder Bad wieder betreten - Stadt und New Yorker schreiben sich Briefe

Braunschweiger Zeitung 18.3.2014

 

Stadt und New Yorker schreiben sich Briefe

Braunschweig Die Experten von New Yorker werden jetzt für ihre Untersuchungen wieder ins Gliesmaroder Bad hereingelassen.

 

Von Henning Noske

 

Jetzt reden sie miteinander beziehungsweise schreiben sich Briefe. New-Yorker-Chef Friedrich Knapp hat an Oberbürgermeister Gert Hoffmann geschrieben. Darin erklärt er seine Bereitschaft, einen Rettungsplan für das Badezentrum Gliesmarode vorzulegen. Hoffmann antwortete postwendend – und nun können Knapps Spezialisten für die notwendigen Untersuchungen wieder ins Badezentrum Gliesmarode.

Dieses soll laut Ratsbeschluss zwar geschlossen werden, doch New Yorker will sich für die Rettung finanziell engagieren und sondiert die Kosten. Der Rettungsplan selbst ist noch nicht vorgelegt. Hoffmann schrieb an Knapp: Stadtverwaltung und Stadtbad GmbH könnten „in arbeitsintensive Verhandlungen erst dann wirklich eintreten, wenn in einer detaillierteren Interessensbekundung („Letter of Intent/LoI“) Klarheit über die Absichten des Interessenten besteht“.

So teilte es Finanz-Dezernent Christian Geiger am Montag der Presse mit. Dem Oberbürgermeister und ihm hatte es missfallen, dass sie von der jeweils neuesten Entwicklung nicht direkt, sondern aus unserer Zeitung erfahren hatten.

Geiger betonte, noch sei der Verwaltung völlig unklar, wie spezifisch die Übernahme gestaltet werden solle. Offenbar sei die Bürgerinitiative aus Gliesmarode da schon ein wenig besser informiert – wie man ebenfalls aus der Zeitung erfahren habe.

 

 

 


 

Was ist geplant im Badezentrum Gliesmarode?

Gute Nachrichten für alle FreundInnen des Gliesmaroder Bades!

Das Angebot von Herrn Knapp, sich an einem Rettungsplan für das Badezentrum Gliesmarode zu beteiligen liegt jetzt drei Wochen zurück - den ersten Zwischenbericht haben wir hier am 10.02.14 eingestellt. Jetzt gibt es erste Ideen für das Badkonzept, die wir durch einen Mitarbeiter von New Yorker erfahren haben und die wir – in Kurzform - an unsere Fördervereinsmitglieder, unsere UnterstützerInnen und SympathisantInnen gerne weitergeben:

1. Der Charakter des Bades als eher ruhiges Familienbad soll erhalten bleiben.

2. Die Schwimmbadtechnik soll komplett erneuert und das Gebäude energetisch saniert werden.

3. Die Zahl der Schwimmbecken soll möglichst erhalten bleiben, Sprungturm und Rutsche sollen ebenfalls saniert werden.

4. Die Eintrittspreise sollen möglichst nicht erhöht werden.

Da die Sanierung mehrere Millionen Euro kosten wird und natürlich auch die laufenden Kosten für Energie, Wasseraufbereitung usw. sowie die Lohnkosten für qualifiziertes Fachpersonal erhebliche Summen ausmachen werden, sind wir gebeten worden, seitens des Fördervereins einen eigenen Beitrag zur Begrenzung der Betriebskosten zu leisten. Das finden wir auch völlig in Ordnung, und so haben wir bereits begonnen, uns dazu Gedanken zu machen.

Realistisch erscheinen uns z. B. die Übernahme von Kassenzeiten und Einsätze bei der Rasen- und Grundstückspflege. Ehrenamtliche Einsätze könnten dabei ggf. durch Minijobs o.ä. ergänzt werden. - Für alle, die sich mit den Kostenfragen noch nicht genauer befasst haben, sei hier mal eine Zahl genannt: Die Zuschüsse zu den Betriebskosten allein für das Gliesmaroder Bad summierten sich bisher auf über 700.000 € jährlich, die jeweils von der Stadt Braunschweig übernommen wurden.

Als weitere Beiträge zu einem familiären „Wohlfühlbad“ können wir uns vom Förderverein natürlich auch die Veranstaltung von Kinderfesten, „Beach-Partys“ und kleineren Kulturveranstaltung mit Musiker, Schriftstellern und Schauspielern usw. vorstellen.

Trotz aller Zuversicht bleiben noch viele Unsicherheiten, was die bevorstehenden Verhandlungen von New Yorker mit der Stadt betrifft. Da die ersten Stellungnahmen der Ratsparteien und der Verwaltung zum Angebot von Herrn Knapp positiv waren, sind wir aber optimistisch.

Übrigens: 1000 Dank an dieser Stelle für die vielen „Likes“! Ohne die vielen positiven Rückmeldungen auf unserer facebook-Seite, aber auch per E-Mail, Telefon und in persönlichen Gesprächen hätten wir vielleicht nicht durchgehalten.

Eine große Chance – Stellungnahme der Bürgerinitiative und des Fördervereins Badezentrum Gliesmarode zum Angebot von Herrn Knapp vom 07.02.2014

 

Bürgerinitiative und Förderverein haben sich seit vielen Monaten vergeblich darum bemüht, Politik und Verwaltung zu einem Umdenken in der Bäderfrage zu bewegen und das dringend benötigte Gliesmaroder Bad zu sanieren. Obwohl eine ausreichende Bereitstellung von Hallenbädern eine Aufgabe der Stadt zur Sicherung der Daseinsvorsorge ist, wurde spätestens durch die negative Stellungnahme der Verwaltung vom 04.02.14 zu unserem Gutachten klar, dass die Mehrheitsparteien SPD und CDU sich in dieser Frage nicht mehr bewegen wollten.

Durch das Angebot von Herrn Knapp, an einem Rettungsplan mitzuwirken, hat sich die Situation gründlich verändert, und es besteht eine große Chance, das Gliesmaroder Bad doch noch zu erhalten.

Förderverein und Bürgerinitiative bedanken sich herzlich bei Herrn Knapp für die unerwartete Unterstützung und wünschen allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern, dass sich Politik und Verwaltung mit seinem Angebot ernsthaft auseinandersetzen.

Auch ein saniertes Bad sollte für alle Bevölkerungsgruppen zugänglich bleiben und bezahlbare Angebote zum Baden und Schwimmen für alle bereitstellen. Es sollte neben Badespaß ausreichende Möglichkeiten zum Schwimmenlernen und auch zum ruhigen Bahnenschwimmen für ältere und gesundheitlich eingeschränkte Menschen bieten und so die Angebote der „Wasserwelt“ an der Hamburger Straße sinnvoll ergänzen.

In der Äußerung von Herrn Knapp, dass für ihn bei seinem Hilfsangebot „das wichtige Schwimmen für Kinder, Jugendliche und Familien ... im Vordergrund“ steht, finden wir unsere Vorstellungen wieder (BZ vom 07.02.14). Auch die Aussage von Herrn Streiff und Herrn Haertle, dass das Badezentrum „als sozialer Ort für Jugend, Sport und Familie einzigartig und bewahrenswert sei“, entspricht vollständig unserer Sichtweise (BZ vom 10.02.14).

Erste Signale seitens der Stadt, an einem Sanierungskonzept mitzuarbeiten, waren in den Stellungnahmen der Fraktionen vom 07.02.14 zu dem Vorstoß von Herrn Knapp bereits enthalten. Wir appellieren an alle Fraktionen, es nicht bei Lippenbekenntnissen zu belassen, sondern die Chance aktiv zu nutzen, die sich jetzt für eine Verbesserung der Bäderversorgung in Braunschweig bietet.

 

14.02.2014

Braunschweiger Zeitung vom 18.2.

 

Parteien einig: Bad wird (vorerst) nicht abgerissen

 

Braunschweig Verwaltungsausschuss stellt am Dienstag die Weichen für Gliesmarode: Der Rettungsplan soll eine Chance bekommen.

 

Von Henning Noske

 

Braunschweig. Es geht weiter: Der Verwaltungsausschuss diskutiert am Dienstag über die Zukunft des Badezentrums Gliesmarode. Dabei wird ein Dringlichkeitsantrag der Grünen, das Bad bis auf Weiteres nicht abzureißen, eine große Mehrheit finden.

„Alle Maßnahmen, die den Abriss des Schwimmbads vorbereiten, werden bis auf Weiteres zurückgestellt“, heißt es im Antrag von Grünen-Fraktionschef Holger Herlitschke. Die Erklärung der Firma New Yorker, nach der sie bereit ist, sich am Erhalt des Schwimmbads in Gliesmarode finanziell zu beteiligen und an einem Rettungskonzept mitzuwirken, habe die Voraussetzungen für die bisher von der Ratsmehrheit verfolgte Schließung des Bades wesentlich geändert.

Ähnlich ist der Tenor bei der Linksfraktion. Sie will ausschließen, dass von Stadtverwaltung oder Stadtbad GmbH möglicherweise Maßnahmen ergriffen werden, die einen Weiterbetrieb des Badezentrums Gliesmarode unmöglich machen könnten.

CDU und SPD wollen zustimmen, um dem Rettungsplan eine Chance zu geben.

CDU-Fraktionschef Klaus Wendroth betont jedoch, ihm seien derzeit keine Pläne bekannt, wonach das Badezentrum in absehbarer Zeit nach der Schließung abgerissen werden soll. Da New Yorker nun auch mit Hochdruck an den Plänen für eine mögliche Übernahme des Bades arbeite, könne es sehr schnell zu einer Entscheidung darüber kommen, „ob New Yorker das Badezentrum Gliesmarode übernehmen, sanieren und im Anschluss betreiben will“. Dennoch werde die CDU heute zustimmen, da es ein Zeichen an alle Beteiligten sei, „dass sich die Ratspolitik ernsthaft mit der Initiative des Unternehmens New Yorker auseinandersetzt“. Es dürfte, so Wendroth, auch für die Pläne von New-Yorker-Inhaber Friedrich Knapp kein Problem sein, wenn mit Eröffnung der Wasserwelt der Betrieb des Badezentrums Gliesmarode wie geplant eingestellt wird.

 

 

 

11.2.

Badezentrum Gliesmarode wird schon im April geschlossen

New Yorker prüft die Finanzierbarkeit für einen späteren Weiterbetrieb

 

Friedrich Knapp von New Yorker prüft zur Zeit ob ein Weiterbetrieb des Gliesmaroder Bades finanzierbar wäre. Er engagierte sich schon im Jahr 2007, als der Rat den Bau der Wasserwelt beschloss und dafür 3 Bäder schließen wollte, für den Erhalt des Badezentrums in Gliesmarode. Nun verhandelt er mit Herrn Scharna von der Stadtbad GmbH wie ein Rettungsplan aussehen könnte. Eigentlich wäre der Oberbürgermeister der richtigere Verhandlungspartner.

Fest steht, dass das Bad bereits im März geschlossen wird, weil das Personal für die Wasserwelt abgezogen wird, wo sie auf die neue Aufgabe vorbereitet werden sollen.

Damit ein schneller Abriss verhindert wird beantragen Grüne und die Linken, dass das Bad nach der Schließung betriebsbereit gehalten wird.

Nun ist zu hoffen das eine Renovierung beschlossen wird und dass das Bad nach einer längeren Umbaupause wieder eröffnet wird.

Zur Ankündigung von Herrn Knapp

 

Braunschweig, 07. Februar 2014

Stadt Braunschweig Pressestelle

 

Die Bereitschaft von New Yorker, das marode und abgängige Bad Gliesmarode zu sanieren, sei für die Stadt natürlich eine sehr interessante Angelegenheit, sagte der zuständige Dezernent, Stadtrat Christian Geiger. Die Stadtverwaltung werde den Geschäftsführer der Stadtbad GmbH bitten, unverzüglich mit Herrn Knapp Gespräche aufzunehmen und ihm insbesondere die notwendigen Informationen zu geben, auf der so ein Sanierungsplan durch die Firma New Yorker beruhen könnte.

Freilich sei die Sanierung nur die eine Seite des Problems. Es müsse dann auch gemeinsam überlegt werden, wie der laufende Betrieb finanziert werden könnte. Dafür seien jedenfalls bei der Stadt und der Stadtbad GmbH nach Inbetriebnahme des neuen Großbades Mittel nicht mehr eingeplant. Auch das derzeit im Badezentrum Gliesmarode eingesetzte Personal müsse ab Inbetriebnahme des neuen Bades an der Hamburger Straße dorthin wechseln. Man werde sehen, inwieweit jetzt durch das Engagement von New Yorker auch diese Lücken geschlossen werden könnten.

Städtebaulich allerdings bedeutet dies dann natürlich auch das Aus für ein recht interessantes neues Wohnquartier, für das schon großes Interesse angemeldet worden sei. Auch das müsse der Rat bei seiner endgültigen Entscheidung sicherlich prüfen.

Als zugegebenermaßen sehr bedauerlich wertet die Stadt den angekündigten Rückzug des bisherigen Namensträgers und Topsponsors aus dem Basketballengagement, sagte Geiger auch als Sportdezernent. Das sei natürlich für die vielen tausend Fans in Braunschweig und der Region eine ganz schlechte Nachricht, denn diese Lücke sei wahrscheinlich nicht zu schließen und bedeute ein großes Fragezeichen hinter der sportlichen Zukunft und der Erstklassigkeit dieses sportlichen Aushängeschildes der Stadt. Man müsse sehen, wie der Verein darauf jetzt reagiere und das auffange.

 

 


Braunschweiger Zeitung 7.2.

 

Knapp springt in Gliesmarode ein

 

Braunschweig

 

Nach diesem Paukenschlag wächst die Spannung. Wie wird die Stadt reagieren?

 

Von Henning Noske

 

Das ist ein Hammer: Das Textil-Unternehmen New Yorker schichtet seine Sponsoren-Gelder um und fördert statt Top-Basketball künftig dauerhaft Soziales, Kinder und Familien. Konkret soll jetzt das Badezentrum Gliesmarode gerettet werden, dessen Schicksal spätestens nach der Ratssitzung in dieser Woche endgültig besiegelt schien.

„Ich bin dazu bereit, einen Rettungsplan mit zu entwickeln.“

Friedrich Knapp, Inhaber des Modeunternehmens New Yorker.

New-Yorker-Boss Friedrich Knapp ließ am Donnerstag für alle Beteiligten vollkommen überraschend die Bombe platzen, um einmal dieses Bild zu benutzen.

Ohne sich mit der Stadt und den ebenfalls stark betroffenen Basketballern der New Yorker Phantoms abzustimmen (siehe auch Sport), verkündete Knapp wörtlich: „Ich finde es sehr wichtig für die Bürger und vor allen Dingen für Kinder und Jugendliche in unserer Stadt, dass das Badezentrum Gliesmarode erhalten bleibt, und ich bin dazu bereit, einen Rettungsplan mit zu entwickeln.“

Und jetzt kommt es: Bevor New Yorker am Donnerstag über unsere Zeitung in die Öffentlichkeit ging, suchte das Unternehmen den Kontakt zum Förderverein Badezentrum Gliesmarode. Artur Schmieding vom Förderverein fiel aus allen Wolken, als er am Donnerstagmorgen angerufen wurde und auf eine Tasse Kaffee in die New-Yorker-Zentrale in der Hansestraße gebeten wurde.

Was dem 67-Jährigen dort unterbreitet wurde, verschlug ihm förmlich die Sprache. Geht es nach Friedrich Knapp und seinem Rettungsplan, dann wird das Badezentrum Gliesmarode nicht abgerissen, sondern aufgrund der Kostenermittlung des Architekten Professor Hans Struhk so saniert, dass die Betriebskosten durch modernste Technik drastisch reduziert werden könnten.

Artur Schmieding, der Donnerstagmorgen zunächst noch traurig unsere Schlagzeile „Bad Gliesmarode ist nicht zu retten“ lesen musste, wähnte sich plötzlich im Film oder im Traum, aber auf jeden Fall in einem guten. „Ich glaube, dass das klappen kann“, sagte er unserer Zeitung. Und Gary Blume (50) vom Förderverein ergänzte: „So etwas hatten wir nicht mehr zu hoffen gewagt.“


Trotz der überaus ungewissen Erfolgsaussichten hatten sich erst im vergangenen September die Bürger in Gliesmarode zum Förderverein zusammengeschlossen, um das Unmögliche doch noch zu versuchen. Längst war das Aus für das Badezentrum Gliesmarode in der Verknüpfung mit dem großen Spaßbad-Konzept an der Hamburger Straße vom Rat der Stadt beschlossen und mehrfach – bis in diese Woche hinein – bekräftigt und besiegelt worden.

Da ging definitiv nichts mehr. Ein kleines Wunder, wie zuvor noch beim kleinen Freibad in Waggum mit seinem unermüdlichen Förderverein – es schien diesmal nicht möglich zu sein.

Bis Donnerstagmorgen. Friedrich Knapp las in unserer Zeitung: „Der neue Finanzdezernent rechnet vor, dass das Badezentrum nicht zu retten ist. Der Förderverein hat Zweifel.“

Die Dinge nahmen ihren Lauf. „Wenn es sein muss und wir Zeit bekommen“, sagt Artur Schmieding vom Förderverein noch ganz unter dem Eindruck der Ereignisse, „dann können auch wir mit unserem Bürgerengagement einsteigen. Wie in Waggum“.

Aber so weit ist es noch lange nicht. Die Dimension dieses ungewöhnlichen Vorganges muss gründlich abgewogen werden. Auf Anfrage unserer Zeitung nahm die Stadt Braunschweig Donnerstag noch nicht Stellung.

Doch es ist klar, dass ein Eingehen auf den ernstgemeinten und seriösen Vorstoß auch viele Pläne durcheinanderbringen würde.

Das Gliesmaroder Personal wird nach bisherigen Planungen an der Hamburger Straße benötigt. Und auf dem Grundstück des Badezentrums soll ein Baugebiet entstehen. Andererseits: Knapps Rettungsplan hat die Diskussion seit Donnerstag wieder neu eröffnet.

 


Ein Dämpfer für die Gliesmaroder

und ein Kommentar der Bürgerinitiative

Braunschweiger Zeitung 6.2.

 

Ein Dämpfer für die Gliesmaroder

 

Braunschweig

 

 

Der neue Finanzdezernent rechnet vor, dass das Badezentrum nicht zu retten ist. Der Förderverein hat Zweifel.

Von Jörg Fiene

 

Braunschweigs neuer Finanzdezernent Christian Geiger dämpfte die Hoffnungen der Gliesmaroder: Das Badezentrums am Soolanger ist nicht mehr zu retten.

 

„Wir werden weiter kämpfen, auch wenn das Bad schon abgerissen sein sollte.“

Artur Schmieding, stellvertretender Vorsitzender Förderverein Badezentrum.

 

Der Weiterbetrieb sei unwirtschaftlich, eine Sanierung komme die Stadt zu teuer, erklärte Geiger. Die Linksfraktion hatte um Einschätzung der Verwaltung gebeten, nachdem der Förderverein des Bades ein Gutachten präsentiert hatte. Die Expertise des Architektur-Büros war zum Schluss gekommen: Das Bad kann für 4,5 Millionen Euro saniert und in abgespeckter Form erhalten werden. Die Stadt dagegen war schon 2007 von einem Finanzbedarf von 9 Millionen Euro ausgegangen, um das Badezentrum am Leben zu erhalten – allerdings für ein umfassenderes Sanierungspaket als es jetzt die Architekten des Fördervereins vor Augen haben.

Wie Geiger sagte, werde es dennoch in dieser Woche einen Termin der Gutachter mit den Technikern der Stadtbad GmbH geben, bei dem die Zahlen abgeglichen werden sollen. Der Finanzdezernent machte aber im gleichen Atemzug deutlich: Die Wasserwelt auf dem Schützenplatz, für die die Bäder in Gliesmarode, Wenden und in der Nordstadt geopfert werden sollen, ist alternativlos – auch wirtschaftlich. Trotz mehrmaliger Kostensteigerungen bleibe der Bau des Erlebnisbades für nunmehr 30 Millionen Euro günstiger als die Sanierung der Bäder, die geschlossen werden sollen. Die Stadt geht aktuell davon aus, dass diese rund 31,25 Millionen Euro verschlingen würde. „Das ist eher noch nach unten gerechnet. Ausschreibungsrisiken und Nachträge, die bei einer Sanierung im Bestand immer vorkommen, sind in diesem Betrag noch nicht eingerechnet“, so Geiger. Hinzu kämen bei einem Erhalt des Badezentrums Betriebskosten von bis zu 800 000 Euro jährlich.

Das Gutachten hatte dem organisierten Widerstand gegen die Schließung des Badezentrums zusätzlichen Schub gegeben und während der Infoabende zuletzt auch die Diskussion befördert, ob es nicht schon früher zum intensiven Austausch zwischen Stadt und Bürgern hätte kommen müssen. Im Rat bezog der Finanzdezernent Gegenposition und listete auf, in wie vielen Veranstaltungen in den letzten neun Jahren die Verwaltung über die Schließungspläne informierte habe. Die Vorlage dazu hatte CDU-Ratsherr Jürgen Wendt mit einer Nachfrage zur Informationspolitik der Stadt in Sachen Bäderschließung gegeben.

Der stellvertretende Vorsitzende des Fördervereins, Artur Schmieding, beklagte, dass die Stadt in ihrer Vorlage mit falschen und überholten Zahlen operiere, zum Beispiel die günstigste Sanierungs-Variante aus dem Gutachten gänzlich verschweige. Auch sei in den Ausführungen Geigers nicht deutlich geworden, dass die Befürworter des Bädererhalts lediglich eine schlichte Sanierung wünschten und keine Attraktivierung wie die Stadt.

Die Hoffnungen der Bürger, dass das Gliesmaroder Bad den Eröffnungstag der Wasserwelt überlebt, seien dennoch gering. „Wir werden aber trotzdem weiter kämpfen. Und selbst wenn das Bad schon abgerissen sein sollte, werden wir das Thema mindestens bis zur Oberbürgermeister-Wahl im Bewusstsein der Menschen halten“, sagte Schmieding.

Er betonte, dass der Verein nicht gegen die Eröffnung des neuen Erlebnisbades sei, sondern allein gegen die Badezentrum-Schließung. Er habe mittlerweile Informationen aus Grundschulen erhalten, die künftig auf Schwimm-Stunden verzichten wollten, weil es im neuen Bad auf dem Schützenplatz ihrer Ansicht nach keinen geeigneten Nicht-Schwimmerbereich für den Schul-Unterricht gebe.

 

 

 


Ein Kommentar der Bürgerinitiative: Erhalt des Badezentrum Gliesmarode

Zur Rechthaberei ist der "neue Finanzdezernent" Christian Geiger verpflichtet? Um gleichzeitig festzustellen, dass eine Prüfung des neuen Gutachten durch Fachleute noch gar nicht begonnen hat.
Dass die jetzt ermittelten Kosten realistisch sind, ist in Schöningen / Elm zu besichtigen. Die umfangreichere Sanierung des dortigen Hallenbades steht für die gleichen Kosten vor der Wiederöffnung. Rat und Verwaltung dieser kleinen Stadt waren so klug und clever, für die Sanierung 2.000.000 € Förderung des Landes zu bekommen.

 

 

 

 


Einladung zur Vorstellung des Gutachtens!

 

Das spendenfinanzierte unabhängige Gutachten wird am 21.01.14 öffentlich vorgestellt. Ort: Begegnungszentrum Am Soolanger 1A, direkt neben dem Badezentrum. Zeit: 19 Uhr

 

Zu diesem Termin haben wir den von der IHK Stuttgart öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständigen Herrn Eisele sowie Herrn Prof. Struhk und Herrn Geisler von der „struhkarchitekten Planungsgesellschaft“ eingeladen. Natürlich haben wir auch Politiker aller Ratsparteien, die Stadtbad GmbH und die Presse eingeladen. Wir werden versuchen, die Ratspolitiker durch die neue Kostenaufstellung und die Darstellung des Bedarf an einem Stadtteilbad davon zu überzeugen, dass die Bäderfrage noch einmal neu diskutiert werden muss. So hoffen wir, die Zerstörung dieses schönen Bades und eines Teils des umliegenden Landschaftsschutzgebietes noch verhindern zu können.

 

Bitte versuchen Sie unbedingt, bei diesem wichtigen Termin dabei zu sein!

 

 


Braunschweig sammelt fünf (!) Hallenbäder

Frida und Milan, die in ihrem Lieblingsbad am 9.10.13 das Seepferdchen  geschafft haben, empfehlen sich als Bildmotiv für die 2. Auflage, wenn das Sammelfieber weiter geht

 

 

„Braunschweig zum Sammeln. Jonathan (15) ist begeistert" - „ Im Sammel-Fieber" – „Wenn eine ganze Stadt von der Sammelleidenschaft gepackt wird" - „Durch die Stadt mit 216 Stickern. Mit dem Panini-Album ‚Braunschweig sammelt Braunschweig' können Sammler auf Entdeckungsreise durch die Löwenstadt gehen."

Mit diesen und weiteren ähnlichen Schlagzeilen wirbt die „Braunschweiger Zeitung" seit Anfang Oktober massiv für ein Braunschweig-Sammelbildchen-Album, das von zwei Hamburger „Machern" in Zusammenarbeit mit der italienischen Fußballbilder- und Comic-Druckerei Panini realisiert wurde – von der BZ-Redaktion „tatkräftig unterstützt" und u.a. auch von der Braunschweig-Stadtmarketing GmbH.

„216 Mal Braunschweig von seiner schönsten und interessantesten Seite" – und als Draufgabe „beantwortet das Sammelalbum viele Fragen zur Stadt und löst das ein oder andere Braunschweig-Rätsel". Zum Schnäppchenpreis von 1,50 Euro für das Album und 50 Cent für eine Tüte mit fünf Stickern.

Kein Wunder also, dass auch die Mitglieder der Bürgerinitiative für den Erhalt des Gliesmaroder Bades und des Fördervereins Badezentrum Gliesmarode vom Sammelfieber gepackt sind und kaufen, kleben und tauschen, was das Zeug hält. Besonders leidenschaftlich sammeln wir den Sticker Nr. 177, der den Sprungturm des Stadtbads zeigt und damit den Wert und die Schönheit der Bäderlandschaft Braunschweigs symbolisiert. Begeistert hat uns auch die Bildunterschrift ("fünf Hallenbäder"), die ein weiteres Braunschweig-Rätsel löst und uns hoffen lässt, dass nach der Spaßbad-Eröffnung außer dem Heidberg-Bad und dem Bürgerpark-Bad noch zwei weitere Hallenbäder überleben werden. 

Da das Wendener Bad bereits verkauft ist, müssten dies das Gliesmaroder Bad und das Nordbad sein. Na, also, geht doch! Dass wir die gute Nachricht aus dem Panini-Album erfahren und nicht durch die Stadtbad GmbH, ist ein kleiner Wermutstropfen, aber wir sind nicht nachtragend. Schwamm drüber, die Freude überwiegt!

 

 

 

Zur Schließung der Stadtteilbäder

Details

Veröffentlicht am Donnerstag, 26. Dezember 2013

Geschrieben von Udo Dittmann

"Und wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich trotzdem noch heute mein Apfelbäumchen pflanzen." (Martin Luther)

 

Braunschweig - Stadt der Nichtschwimmer?

- Spaß, Wellness und Kommerz statt Sport und Gesundheit -

Schließung der Stadtteilbäder ist nur ein Teil von unsinnigen Entscheidungen in Braunschweig

So ähnlich wie in dem Spruch von Luther mag es vielleicht auch manchen Personen in Braunschweig gehen, was die Schließung weiterer Stadtteilbäder hier in der Stadt betrifft. Im Jahr 2007 beschloss der Rat der Stadt Braunschweig den Bau eines "Spaß- und Erlebnisbades" an der Hamburger Straße. Wegen der damit verbundenen Kosten sollten entsprechend die Bäder in Gliesmarode und Wenden, das Nordbad und das Freibad in Waggum geschlossen werden. Eigentlich eine gruselige Vorstellung ....

Senioren, Behinderte, Vereine und Schulen als Verlierer

Die Entscheidung im Rat erfolgte mit den Stimmen der großen Parteien von CDU, FDP und SPD, also mit einer breiten Mehrheit. Das Eigenartige daran ist, dass es jedoch in der Bevölkerung immer eine breite Mehrheit dagegen gab, und das aus sehr unterschiedlichen Kreisen. Betroffene (bzw. Leidtragende) des Beschlusses sind in erster Linie Senioren, Behinderte, Schulen, Vereine und viele Einzelpersonen, die gerade wegen der räumlichen Nähe diese Stadtteile besucht haben. Es sind Gruppen und Menschen, die normalerweise auch eher nicht demonstrieren würden. Es war einfach eine Entscheidung gegen viele Menschen, die gern schwimmen gehen oder es sogar auch gesundheitlichen Gründen brauchen, wie alte Menschen, Behinderte u.a.

Entscheidung gegen die Bürger

Im Grunde könnte man sagen, dass hier eine Entscheidung von Politikern gegen eine Mehrheit von Bürgern getroffen wurde. Was waren die Gründe für eine solche Fehlentscheidung, die eigenartigerweise doch eine breite Mehrheit im Rat fand.

Vor Augen hatte man sicherlich das Badeland in Wolfsburg, ein sehr attraktives Bad, zu dem auch viele Menschen aus Braunschweig gern fahren. Sicherlich wollte man sich mit Wolfsburg messen, vielleicht auch übertreffen. Das war sicher sehr kurzfristig gedacht.

Vergleich mit Wolfsburg führt in die Sackgasse

Man kann Braunschweig aber kaum mit Wolfsburg vergleichen. Braunschweig ist eigentlich eine Stadt mit hoher Wohnqualität, die sich jedoch seit einigen Jahren in rapider Weise verschlechtert hat: als Stadt ohne Jugendherberge, ohne Eissporthalle, Schließung des Freizeit- und Bildungszentrums - nun die Schließung der Stadtteilbäder...

Wolfsburg als Stadt ist dagegen sicher weniger attraktiv, eher langweilig und etwas grau. Menschen, die in Wolfsburg bei VW arbeiten, weichen zum Wohnen eher ins Umland aus, nach Fallersleben, Gifhorn oder auch Braunschweig. Manche wohnen gar in Hannover oder Berlin. Es gibt zwar einige punktuelle Highlights in der Stadt wie das Planetarium, das Phaeno, die Autostadt, die Eissporthalle - und eben das "Badeland", die das Wohnen vor Ort etwas erträglicher machen.

Braunschweig hat dagegen eine gewachsene Kultur und Tradition, die überall zu spüren ist, verbunden mit einem breiten Angebot von Kultur, Musik, Theater, Kunst, Wissenschaft und Sport. In einigen Bereichen wird das langsam zerstört. Und es reicht nicht, dass Eintracht nun in die 1.Liga aufgestiegen ist. Das Manko in anderen Bereichen wird dadurch eher nur verdeckt.

"Rückschritt durch Technik"

Das neue "Erlebnis"- bzw. Spaßbad wird deutlich mehr Eintritt kosten, als es in den bisherigen Bädern, insbesondere dem Gliesmaroder Bad, der Fall ist. Wahrscheinlich wird eine Tageskarte 14 € (vielleicht auch 16 €?) kosten, dazu vielleicht auch eine Parkplatzgebühr?

In Wolfsburg erhält man dann einen Schlüssel, der für alles gilt: für den Schrank, man kann alles damit einkaufen. Am Schluss kommt dann die Rechnung - für eine Familie dann vielleicht 80 oder 90 €... Statt jedes Mal bei einem Einkauf zu bezahlen, geht so die Kontrolle verloren. - Ein gutes Beispiel für "Rückschritt durch Technik". Allein der Kommerz siegt... und die Menschen, die es sich leisten können. Die anderen, einfache Familien, Geringverdiener, Rentner usw. bleiben auf der Strecke.

Nur kommerzielles Denken führte zu abstrusen Begriffen wie "Konzern Braunschweig"

Die Schließung mehrerer Stadtteilbäder zugunsten eines Spaßbades ist aber nur ein Beispiel dafür, wieweit sich die Politik von den Menschen entfernt hat, dass es in der Stadt nur um Kommerz und Profit geht.

Vor einigen Jahren hat es bis zu begrifflichen Konstruktionen geführt, die völlig abstrus sind: Beispiel "Konzern Braunschweig". Einige Personen waren sogar stolz auf diesen abwegigen Begriff, der den Menschen nur noch unter reinen ökonomischen Gesichtspunkten sieht. - Das waren Zeiten, in denen in Krankenhäusern plötzlich von Kunden statt Patienten gesprochen wurde. Einige Zeit war dieser Begriff "in", bis man merkte, dass schon die Denkweise, die darin zum Ausdruck kommt, sehr eigenartig und unpassend ist. Entweder ist man krank und geht zum Arzt und ist ein Patient - oder man ist nicht krank. Aber man ist kein Kunde. Oder kann man sich vielleicht aussuchen, welche Operation gerade durchgeführt werden soll, welche gerade im Angebot ist? Gegen dieses kommerzielle Denken, das den Menschen eigentlich zur Ware degradiert, sollte eigentlich energisch angegangen werden.

Eine gesichtslose SPD unterstützte die Zerschlagung der Stadtteilbäder

Wenn ein Rat zu den Bürgern den Bezug verliert, sollte das entsprechend ausgedrückt werden. Das gilt insbesondere für die SPD, die viele dieser kommerziellen Entscheidungen, die gegen Bürger gerichtet waren, mitgetragen hat - es war eher eine "gesichtlose" SPD, mit Ja-Sager- und Mitläufer-Mentalität. Nur so war es möglich, dass - außer dieser fatalen Entscheidung - auch andere soziale Projekte einem vordergründigen kommerziellen (und unsinnigen) Denken geopfert werden konnten.

Stadt ohne Stadtteilbäder, ohne Eissporthalle, ohne Jugendherberge, ohne Freizeit- und Bildungszentrum ...

Zu den Auswirkungen dieses unsozialen Denkens zählt u.a. - wie schon erwähnt

-   der Abriss der Eissporthalle

-   das unendliche Projekt einer Jugendherberge (seit über 10 Jahren gibt es keine Jugendherberge bzw ein Jugendgästehaus in der  Stadt)

-   der Abriss des Freizeit- und Bildungszentrums (mit einer quälenden Neusuche - immer wieder verpackt in schönen und hinhaltenden Worten...)

Was bedeutet es für eine Stadt, die sich in solcher Weise nicht mehr um die Belange junger Menschen bemüht?

Was wird aus dem Sportplatz an der Kälberwiese?

Ein anderes Beispiel ist der Sportplatz an der Kälberwiese. Es bestehen Überlegungen, ihn abzuschaffen (da jetzt kein Bedarf mehr sei) und das Gebiet als Wohngebiet auszuschreiben. Ein völliger Unsinn. Natürlich würde genug Bedarf von Schulen und Vereinen bestehen, aber es besteht wieder ein Hang, auch den letzten Fleck Grünfläche dem Profit zu opfern. Muss denn alles bebaut werden, muss jeder Fleck genutzt werden? Letztlich ist es eine Frage des politischen Willens.

In einer Stadt leben auch Menschen, die nicht nur als Ware, als Verbraucher gesehen werden dürfen. Und dann die Frage: Wofür bezahlt man eigentlich Steuern - wenn Schwimmbäder, Eishalle, Bildungseinrichtungen (FBZ) geschlossen und Sportplätze bebaut werden? Als Stadt ohne Jugendherberge, dafür mit einem 4-Sterne-Hotel, wo einst ein viel genutztes  Bürgerzentrum stand. Wenn Schulen z.T. völlig marode sind, es durchregnet, die Klinken von den Türen abgehen, die Toiletten in einem furchtbaren Zustand sind, Unterricht in Containern stattfindet. - Wenn andererseits einige wenige Schulen in PPP-Verträgen hohe Geldsummen bekommen und aufwendig renoviert werden.

"Konzern Braunschweig" - sinnentleerte Ökonomisierung als Strategie

Vielleicht sind das alles noch Nachwirkungen der merkwürdigen Idee eines "Konzerns Braunschweig": reine Ökonomisierung als Prinzip, Soziales eher als Marketing-Strategie oder Werbespruch. So ist die Gesellschaft sinnentleert und äußerlich. Eine schöne Glitzerwelt ohne innere Substanz. Komasaufen und Ballermann sind nur ein Ausdruck dieser inhaltlos gewordenen Welt.

Einseitiges ökonomisches Denken führte im Rat zu zahlreichen Fehlentscheidungen

Wirtschaft ist nicht alles, hieß es mal in einem schönen Leserbrief in der FAZ. Das scheint jedoch in Braunschweig keine Berücksichtigung zu finden.

Wie ist es nur möglich, dass eine solche Vielzahl an Fehleinschätzungen bzw. Fehlentscheidungen im Rat der Stadt Braunschweig getroffen werden, die von reiner Raffgier bzw. Kommerz zeugen, fern von einem Bildungsauftrag und kulturellem und sozialen Empfinden. Leider ist es kaum möglich, das neue Steigerwald-Hotel bald wieder abzureißen und ein neues FBZ dort zu bauen. So wird es stehen bleiben als fatales Symbol einseitigen Kommerzdenkens. Stattdessen wird die Suche nach einem geeigneten Platz für ein neues FBZ weitergehen wie eine unendliche Geschichte.

Vielleicht ist ja das Steigerwald-Hotel schon nach 40 Jahren ein Sanierungsfall - wie die IGS in der Weststadt. Dann könnte es ja abgerissen werden. Da es aber kein städtischer Träger ist, dauert es vielleicht noch einige Jahre länger. - Städtische Gebäude werden oft eher nach dem Billig-Prinzip erstellt. Nur eben die PPP-Schulen erhalten mehr Geld, wo die Stadt das Geld dem Konzern Hochtief zukommen lässt. Dafür haben die Schulen dann keinen Hausmeister mehr. Auch das ist ein Unding: Jeder, der an einer Schule arbeitet, weiß, wie wichtig ein guter Hausmeister ist. Neben der Schulsekretärin prägt auch er die Schule, auch als eine Art Seele der Schule. Wer das in Frage stellt - egal ob aus Gewinnsucht oder Sparsamkeit, raubt der Schule ein wichtiges Stück Seele: Auswirkungen eines seelenlosen Ökonomiedenkens im Sinne des Konzerns Braunschweig.

Das Beispiel "Schloss": früher gab es immerhin noch einen Schlossgarten...

Ich selber bin kein Gegner des Schlosses. Aber so, wie es umgesetzt wurde, fehlt etwas: der Schlossgarten, ein wenig Grün in der Innenstadt. Jetzt ist dort alles zubetoniert, dort, wo es früher einen Schlossgarten gab, steht ein Parkhaus - als hässlicher Anbau der "Schloss-Arkaden" mit Geschäften wie Rossmann, DM, Tchibo usw.

Das ist Kommerz auf billigster Stufe. Kein Empfinden mehr für Stil oder Ästhetik. Im Grunde müsste dieser Schloss-Anbau teilweise wieder abgerissen werden, weil er für Auge und Seele eine Zumutung ist. Stattdessen müsste dort ein Park um das Schloss herum entstehen, mit Bäumen, Rasenflächen und Bänken. - Die Niveaulosigkeit und Geschmacklosigkeit durch reinen Kommerz hat hier seinen sichtbaren Ausdruck gefunden.

Zum Schwimmbad Gliesmarode

Vielleicht findet sich doch noch ein Weg, dass das Schwimmbad erhalten werden könnte. Die ursprünglichen Zahlen für eine Renovierung für 9 oder gar 11 Millionen Euro drückten eher den Willen der Stadt aus, dass eine Renovierung nicht geleistet werden könnte. - Neue Untersuchungen haben gezeigt, dass es durchaus günstiger geht. Auch hier ist es letztlich wieder eine Frage des politischen Willens. Das Gleiche würde das Nordbad betreffen, das nicht einmal eine Konkurrenz für das Spaßbad wäre, da es ganz andere Nutzergruppen (Senioren, Behinderte, Vereine) dort gibt.

Oder wird Braunschweig später einmal eine Stadt der Nichtschwimmer werden, aus lauter Freude am Spaß und Wellness.

Entscheidungen noch einmal überdenken.

Vielleicht sollte sich die Stadt auch wieder auf innere Werte besinnen und etwas mehr für den Bürger tun. Eine Zeitlang hat so der Rat der Stadt Entscheidungen gefällt, die an den Menschen vorbeigehen, indem man sich einseitig an Spaß und Profit orientiert hat. Vielleicht können diese Entscheidungen noch einmal überdacht werden. Braunschweig hätte es verdient, denn im Grunde ist es eine schöne attraktive Stadt mit einer langen Geschichte und Kultur.

Der Förderverein "Badezentrum Gliesmarode e.V."

Im Juni 2013 hatte sich eine Bürgerinitiative zur Erhaltung des Schwimmbades in Gliesmarode gebildet. Daraus ist inzwischen ein Förderverein geworden, der sehr aktiv ist und sich jeden Woche dienstags um 19 Uhr im Soolanger 1 trifft. Interessenten sind jederzeit herzlich willkommen. - Noch ist es nicht zu spät, auch wenn die Chancen, das Bad zu retten, sehr gering sind. Nähere Informationen zum Förderverein erhält man auf dessen Webseite unter www.gliesmaroder-bad-erhalten.de.

Inzwischen gibt es über 300 Mitglieder des Fördervereins.

Veranstaltung zur Vorstellung des neuen Gutachtens am 21.Januar 2014

Anbei ein Hinweis auf eine nächste wichtige Veranstaltung des Fördervereins. Dieser hatte ein Gutachten in Auftrag gegeben, das inzwischen fertig ist und am Dienstag, den 21.Januar 2014 der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll.

Wer also das Bad vielleicht noch retten möchte, kann sich hier informieren.

Vorstellung des neuen Gutachtens zum Gliesmaroder Bad am Di, 21.Januar 2014, um 19 Uhr

im Begegnungszentrum Am Soolanger 1, Braunschweig

Außerdem findet am So, den 19.Jan.2014, um 10 Uhr in der Brunsviga eine Veranstaltung statt mit dem Titel " 'Spaßbad' zerstört Bäderlandschaft". Nähere Infos dazu unter www.igmetall-wob.de/wohnbezirke

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.

 

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Bernd Sternkiker

 

 

 

 

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