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Dezember 2021

 

Das Jahresende naht

Wir sind im Spätherbst, die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und die Laubfärbung erfreuen uns und unsere Augen. Die Blätter fallen jetzt in Massen von den Bäumen, es wird schon früh dunkel. Der Winter steht kurz vor der Tür und in 4 Wochen feiern wir das  Weihnachtsfest

 

Rundbecken gereinigt

Der Abwasserverband hat das Rundbecken komplett gereinigt und Teile neu abgedichtet.

Reinigungsarbeiten vom Abwasserverband                        Foto: Peter Schack

 

Das vordere Rundbecken in unserem Biotop hat eine ganz wichtige Aufgabe. Es ist das Notrücklaufsammelbecken für unser Waggumer Abwasser. Sollte es zu großen sintflutartigen Regenfällen kommen, die von dem Regenwasserleitungssystem nicht mehr bewältigt werden, drücken diese Wassermengen in die Abwasserleitungen. Werden die Pumpen in unserem Pumpenhaus dadurch überlastet, tritt dieser Notfall ein, der schon vorgekommen ist, dann wird dieses Rundbecken diese Übermengen Ab- und Regenwasser aufnehmen.

 

Große Freude erzeugen im Sommer die vielen blühenden Blumen und Pflanzen auf der Insel des Rundbeckens. Leider muss aus betriebstechnischen Gründen diese Fläche immer vom Abwasserverband im Herbst gemäht werden. Aber die Bachstelze lässt sich nicht stören, denn sie fühlt sich in der Nesthilfe unter dem Steg sehr wohl.

                                                          

 

Feuchtwiese gemäht

Diese beiden Fotos vor und nach dem Mähen unserer Feuchtwiese zeigen, wie fruchtbar der Boden hier ist. Dieser sehr nährstoffreiche Boden entstand aus dem Abraumschlamm der 2 Teiche, die vor einigen Jahren ausgebaggert wurden.

Vorher                                                                                                   Nachher

 

Die freie Überlassung der Natur führt zu einem urwaldähnlichen Bewuchs. In diesem Jahr mähten wir regelmäßig. Dadurch kam die darin versteckte Streuobstwiese wieder zum Vorschein. Das Ergebnis überraschte uns und war eine Bestätigung für die Richtigkeit unseres kleinen Eingriffs in die Natur.

 

Baumersatzpflanzungen

Da in unserer Feuchtwiese einige Obstbäume in den letzten Jahren abgestorben waren, haben wir 4 neue Obstbäume nachgepflanzt. Im Frühjahr werden wir dann ergänzend eine Wildkräuterblühwiese in die Feuchtwiese integrieren.

                                     Bianca Böttcher, Ewald Renz, Dolf Piel und Peter Schack beim Pflanzen der Bäume

 

Teichdamm Schilf gemäht

Eine große Herausforderung für uns ist die seit Jahren fortschreitende Erosion unseres Dammes am kleinen Teich. Fotos von vor 10 Jahren zeigen deutlich erkennbar das  Abschmelzen des Dammes auf der Westseite des Gewässers. Das Schilf haben wir auf einer Strecke von 20 Metern abgemäht, um uns anhand der Wasserlinie ein genaues Bild machen zu können. Das weitere Vorgehen werden wir noch ausführlich diskutieren und uns von einem Experten beraten lassen.

                                        Damm oberer Teich

 

Hecke gepflanzt

An der Südseite des Biotops, parallel zum Spazierweg, wurde unsere dortige Hecke von großflächig wuchernden Brombeeren vereinnahmt. Mit Hecken- und Astschere, sowie mit Kreuzhacke und Spaten gingen wir dem Übeltäter schweißtreibend an die Wurzeln und befreiten dieses Teilstück. Für die neue Hecke wurde das bereinigte ca. 6 m breite Teilstück mit 35 Buchenhainsetzlingen in 2 Reihen bepflanzt. Im Innenbereich wurde mit einer kleinen Tanne und 2 kleinen Eiben die Neubepflanzung ergänzt.

                                          Ewald Renz und Dolf Piel bei der Neupflanzung          Fotos: Bernd Rabe

 

Danksagung und Festtagswünsche

Wir möchten uns bei allen Unterstützern unseres Biotops recht herzlich bedanken, denn ohne diese Hilfsbereitschaft können wir unsere ehrenamtliche Arbeit für unser wunderschönes Naturareal nur schwer erfüllen.

 

Wir wünschen allen eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie. Kommen Sie alle bitte gesund durch diese besondere Zeit.

 

Biotop Ansprechpartner

Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. 0172/6025972

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

November 2021

 

Lohn akribischer Vorbereitung: Blütenpracht im Herbst

Viele Diskussionsrunden und anstrengende Arbeitseinsätze waren erforderlich, um unseren Weg für das Anlegen und die Pflege der neuen Blühwiese zu finden. Jetzt zahlt die Natur diese Mühen zurück, indem sie eine prachtvolle Blütenvielfalt entwickelt

Blühwiese, angelegt im Mai dieses Jahres.

Aussaat mit selbst gesammelten Samen.

                                                                                                                              Foto: Detlef Schiel

 

Offensichtlich haben wir den richtigen Weg gefunden, wenn es den überhaupt gibt. Das monatelange Abdecken des Bodens mit einer Folie als Vorbereitung zur Beseitigung unerwünschter Pflanzen war wahrscheinlich ein Schlüssel. Aus dieser Erfahrung und der Begeisterung über die Blumenpracht planen wir nun neue Flächen umzugestalten. Bei aller Euphorie bleibt allerdings noch eine Frage offen, die weitere Diskussionsrunden bis in den Winter sicherstellt. Mähen oder nicht Mähen? Wir werden im nächsten Jahr darüber berichten.

 

Blütenpracht im Herbst                                                                                     Foto: Detlef Schiel

 

Neben den üblichen Herbstarbeiten im Biotop, wie beispielsweise dem Stutzen von Bäumen und Hecken, war auch in diesem Jahr das Sammeln von Äpfeln und Kräutern sowie deren Verarbeitung zu Mus, Gelee und Pesto eine schöne Abwechslung. Insbesondere die weibliche Fraktion engagierte sich sehr und lud den Rest der Biotopmannschaft mehrfach zu Verkostungen der hergestellten Leckereien ein.

 

Obststand am Kindergarten                                                                 Foto: Karsten Krohn

 

Was macht man allerdings mit Massen an Obst in einem ergiebigen Apfeljahr wie diesem? Wir fragten im Kindergarten Zachäus nach und die hatten spontan eine Idee. Sie schlugen begeistert einen Obststand am Kindergarten vor und hatten sofort Ideen für den Ablauf. Die Kinder holen das Obst mit einem Bollerwagen vom Biotop ab und betreuen den Stand, natürlich unter Aufsicht. Außerdem falten sie Papiertüten aus Zeitungen zum Transport der Äpfel.

 

Die Kinder haben den Verkauf voll im Griff                                                Foto: Karsten Krohn

 

Gesagt, getan. Die Begeisterung war groß. Der Direktsaft aus Streuobst, die unterschiedlichsten Apfelgelees, Pesto aus Giersch, Brennnesseln oder Knoblauchrauke ergänzten das Angebot. Es war eine rundherum gelungene Aktion, obwohl das Wetter sehr schlecht war.

Wegen des großen Zuspruchs und dem großen verbliebenen Apfelvorrat werden wir diese Aktion am Dienstag, den 2. November, von 8:00 bis 9:00 Uhr und von 13:00 bis 15:00 Uhr wiederholen und der Leser ist natürlich herzlich eingeladen zu kommen. Dann sind hoffentlich auch die Ontario Äpfel reif, den viele Kunden vermisst haben.

 

Laub bitte nicht einfach in der Biotonne entsorgen

Viele Menschen werfen Laub aus dem Garten einfach in die Biotonne. Dabei denken sie nicht daran, dass die Blätter vielen Tieren im Winter Schutz gewährt. Besonders Igel sind auf die schützenden Laubhaufen angewiesen. Sie benötigen für ihren Winterschlaf ein wärmendes Dach aus Laub.

Es gibt wichtige gute Gründe, dass die Grundstückseigentümer sich um all die gefallenen Blätter auf dem Rasen und dem Fußweg kümmern müssen. Mit dem Zusammenfegen des Laubes sollte man aber nicht allzu lange warten. Besser ist es, wenn frühzeitig das Laub zusammengekehrt und an anderen geschützten Stellen wieder als Laubhaufen für die Igel aufgehäuft wird. Bitte achten sie darauf, dass das Laub nicht allzu nass ist und vor direktem Regen geschützt wird. Ein zusammen geklumpter, nasser Laubhaufen bietet keinen Schutz. Igel ziehen sich aber nicht nur unter Laub zurück.

Unser Igel aus dem Biotop                                                                                           Foto: Bernd Rabe

 

Sie suchen auch Hohlräume in Hecken oder Gartenhäuschen auf. Hauptsache sie liegen ruhig und es gibt etwas Schutz und Wärme. Laubhaufen sind allerdings besonders interessant für sie. Sobald das Laub oder andere Gartenabfälle anfangen sich zu zersetzen, geben sie auch Wärme ab.

Man kann auch spezielle Igelhäuschen im Gartencenter oder Baumärkten kaufen oder auch selber bauen.

 

 

Leider müssen wir unseren Bericht mit einer traurigen Mitteilung abschließen. Mit großer Betroffenheit haben wir im August die Nachricht vom Tod unseres Freundes und Mitstreiters Gerhard Heerde aufgenommen. Erst im Mai haben die Gründungsväter des Biotops, zu denen Gerhard gehörte, zusammengesessen und über die Anfangstage des Biotops und seinen Wandel von einer Kläranlage zu einem Naturschutzgebiet gesprochen (siehe Juniausgabe des Echos). Er war immer dabei und hat tatkräftig zu diesem Wandel beigetragen. Auch noch in den letzten Jahren hat er sich mit seinen handwerklichen Fähigkeiten bei uns eingebracht und konnte manchen Rat aufgrund seines großen, als Jäger erworbenen Wissens über die Tier- und Pflanzenwelt geben. Wir vermissen ihn sehr. 

 

Biotop Ansprechpartner

Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. 0172/6025972

 

Gez. Detlef Schiel und Bernd Rabe

 

                               

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