Archiv
Archiv
waggum-online
waggum-online

Aufsichtsrat des Flughafens hat der Ryanair Gespräche angeboten

So wollte man das jährliche Defizit von 3-4 Millionen verringern

 

Die Flughafengesellschaft berichtigt: Der Mail-Kontakt stammt aus dem Jahr 2011 und kommt von der Ryanair. Er wurde wegen mangelnder Kapazitäten abgelehnt

 

 

Eigenbericht waggum-online

Offenbar hatte der Vorstoß von Carl H. Hahn doch Resonanz (siehe unten). Der Aufsichtsrat des Flughafens bot der Ryanair Gespräche an, um sein jährliches Defizit von 3-4 Millionen zu verringern. Nur war wohl auch dem Flughafen bekannt, dass Ryanair keine oder nur geringe Start- und Landegebühren bezahlt. In dem Schreiben an die Fluggesellschaft machte man aber die Bedingung, dass diese Gebühren erhoben werden sollten.

Daraufhin meldete sich Ryanair nicht.

 

Inzwischen rudert die Flughafengesellschaft mächtig zurück.

Die Investitionskosten für Parkraum und zusätzlichen Raum für die Passagierabfertigung lägen im zweistelligen Millionenbereich.

Mathias Diesterheft, der neue Aufsichtsratsvorsitzende, merkt an, dass auch der Forschungsbetrieb durch Linienverkehr zu sehr gestört würde.

 

Dies alles wusste der Flughafen schon vorher. Warum bat man trotzdem der Ryanair ein Gespräch an?

Der Aufsichtsrat des Flughafens wird jede Gelegenheit nutzen sein Defizit zu verringern. Deswegen sollten Anwohner argwöhnisch den Weg beobachten, den der Flughafen geht.

Wolfsburger Nachrichten

 

Bald Urlaubsflieger vom Braunschweiger Flughafen?

17. Mai 2017 von Julian Bergmeier

 

 

 

Wolfsburg. Flüge in den Urlaub, direkt vom Flughafen Braunschweig-Wolfsburg? Wenn es nach Ex-VW-Vorstandschef Carl H. Hahn geht, könnte es in zehn Jahren soweit sein. Die Wolfsburger Politik sieht das ganze aber eher skeptisch.

Hahn berichtete im gestrigen Strategieausschuss, dass die irische Billigfluglinie Ryanair Interesse geäußert hätte, den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg als Stützpunkt für zwei ihrer Maschinen zu nutzen und mit diesen Ziele in Europa anzufliegen. Potentielle Kunden gäbe es genug, in einem Einzugsgebiet bis Magdeburg wären es rund 1,5 Millionen. Privatkunden aus Wolfsburg und Umgebung müssten so auch nicht mehr nach Hannover fahren, sondern könnten direkt „vor Ort“ starten.

Weniger begeistert zeigten sich die Vertreter der Wolfsburger Politik. Sabah Enversen (SPD) betonte zwar die Wichtigkeit des Flughafens für die Region und die Stadt Wolfsburg, schloss sich aber der Meinung von Oberbürgermeister Mohrs  an, dass der Flughafen vorrangig ein Forschungs- und Geschäftsflughafen sei, und eine „Kommerzialisierung“ eher kritisch zu sehen sei.

Derzeit soll ein von beiden Städten in Auftrag gegebenes Gutachten klären, wie der Flughafen in Zukunft wirtschaftlicher arbeiten kann.

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg gehört zu Dobrindts (BMVI) Liste der wichtigen Flughäfen                                        Grund: Forschung                                          Aber: Nur 1-2% der Starts und Landungen dienen der Forschung

05.05.2017, 15:45 Uh

 

Warum sich der Bund nicht für den FMO (Flughafen Münster-Osnabrück) interessiert

 

Berlin/Osnabrück. Im neuen Luftverkehrskonzept hat das Bundesverkehrsministerium zwölf deutsche Flughäfen aufgelistet, die „im Interesse des Bundes“ seien. Der Flughafen Münster/Osnabrück (FMO) und auch der Bremen Airport sind nicht dabei. Warum eigentlich nicht?

 

Das vorgelegte Konzept soll den Luftverkehrsstandort Deutschland stärken, betonte Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. In „besonderem Bundesinteresse“ seien dabei Flughäfen mit internationaler Anbindung sowie Flughäfen mit 24-Stunden-Betrieb und welche, die in einer Metropolregion liegen, oder wegen ihrer Spezialisierung eine große volkswirtschaftliche Bedeutung haben.

Im Konzept sind zwölf Flughäfen aufgelistet, die laut BMVI diese Kriterien erfüllen: der zukünftige BER-Flughafen in Berlin sowie die Flughäfen in Braunschweig, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Hannover, Köln/Bonn, Leipzig, München, Nürnberg, Oberpfaffenhofen und Stuttgart.

„Überrascht nicht“

Der FMO genügt den genannten Anforderungen offenbar nicht. Er leistet zwar einen 24-Stundenbetrieb und fliegt 21 Ziele in sieben Ländern an. Allerdings verbuchte er 2016 vergleichsweise wenige Passagiere: 780.000. Bundesweit zählten nur die Flughäfen in Paderborn, Saarbrücken, Friedrichshafen und Erfurt noch weniger Reisende. Zudem liegt der FMO nicht in einer Metropolregion, sondern gut 25 Kilometer von zwei Großstädten entfernt. Sein Einzugsgebiet umfasst dennoch sechs Millionen Menschen.

 

Dass der FMO nicht in der Liste vorkommt, überrasche nicht, sagte Andrés Heinemann, Pressesprecher des FMO, unserer Redaktion. „Die anderen Flughäfen sind deutlich größer als wir.“ Das Bundeskonzept verfolge er zwar „mit großem Interesse“, doch sei Flughafenpolitik sowieso Landessache. „Das Landeskonzept NRW ist viel wichtiger.“ Dort sei der FMO als „landesbedeutsamer“ Flughafen eingestuft, gemeinsam mit denen in Düsseldorf und Köln. „Das ist entscheidend“, sagte Heinemann.

Bremer verärgert

Der Bremen Airport bietet mit 50 Flugzielen in mehr als 20 Ländern deutlich mehr Verbindungen als der FMO. Er zählte 2016 auch mehr als die dreifache Zahl der Passagiere: 2,6 Millionen. In Bremen hat die Liste daher für Kopfschütteln gesorgt, berichtete Radio Bremen „Bremen ist nicht dabei, Oberpfaffenhofen und Nürnberg schon. Das ganze Papier gehört in die Tonne“, meint der verkehrspolitische Sprecher der Linkenfraktion, Klaus-Rainer Rupp. Es gebe keine fachliche Begründung bei der Flughafen-Auswahl, meinte die Bremer SPD.

Dabei steht im Luftverkehrskonzept, welche Kriterien dazu entscheidend sind:

  • Die Flughäfen haben eine große Verbindungsdichte (national, europäisch und interkontinental) und hohe Passagierzahlen.
  • Ihre Fluglinien sind wichtige Verbindungen innerhalb Europas und zu anderen Kontinenten.
  • Sie sind ein wichtiger Umschlagplatz für Luft- und Expressfracht.
  • Sie sind ein Ausweichflughafen mit 24-Stundenbetrieb.
  • Sie werden für Forschungszwecke genutzt.

Aus Sicht des BMVI erfüllen folgende Flughafen die Kriterien:

  • Flughafen Brandenburg-Berlin „Willy Brandt“ (BER): Berlin ist mit insgesamt rund 33 Millionen Passagieren im Jahr 2016 der drittgrößte Flughafenstandort in Deutschland. Noch starten vom BER keine Flüge. Der Flughafen ist seit 2006 im Bau.
  • Flughafen Braunschweig-Wolfsburg (BWE): Dort gibt es keinen öffentlichen Linienverkehr, stattdessen wird er als Technologiestandort für Luftfahrtforschung und -technik genutzt.
  • Düsseldorf Airport (DUS): 23,5 Millionen Passagieren zählte der größte Flughafen Nordrhein-Westfalens im Jahr 2016. Rund 70 Fluggesellschaften starten von dort zu über 200 Zielen weltweit.
  • Frankfurt Airport (FRA): Er ist der größte deutsche Verkehrsflughafen mit dem größten Frachtaufkommen im europäischen Vergleich. 60,7 Millionen Passagiere zählte der Flughafen im Jahr 2016.
  • Hamburg Airport „Helmut Schmidt“ (HAM): Er ist der älteste und fünftgrößte Flughafen Deutschlands. 16,2 Millionen Passagiere zählte er im Jahr 2016.
  • Flughafen Hannover-Langenhagen (HAJ): Er ist der größte Flughafen Niedersachsens. 2016 zählte er rund 5,3 Millionen Passagiere.
  • Köln/Bonn Airport (CGN): Er liegt in einer Metropolregion mit 16 Millionen Menschen, die im Umkreis von 100 Kilometern leben. 2016 zählte er 11,9 Millionen Passagiere. Im Luftfrachtbereich ist er der bundesweit drittwichtigste Standort.
  • Leipzig/Halle Airport (LEJ): Er zählte 2016 rund 2,2 Millionen Passagiere. Zudem ist er bundesweit der zweitwichtigste Standort für Luftfrachtverkehr.
  • Flughafen München „Franz Josef Strauß“ (MUC): Er zählt mit 42,2 Millionen Passagieren im 2016 zu den größten Luftverkehr-Drehkreuzen Europas. 85 Fluggesellschaften verbinden ihn mit 238 Flugzielen in 70 Ländern.
  • Flughafen Nürnberg „Albrecht Dürer“ (NUE): Er ist der zweitgrößte Flughafen Bayerns, gelegen in der Metropolregion Nürnberg. 2016 zählte er rund 3,5 Millionen Passagiere. Seit Jahren ist der Flughafen hoch verschuldet.
  • Sonderflughafen Oberpfaffenhofen (OBF): Er ist einer der ältesten Flughäfen Bayerns. Als Hochtechnologiestandort ist er einer der bedeutendsten Werks- und Forschungsflughäfen in Europa.
  • Flughafen Stuttgart „Manfred Rommel“ (STR): Er ist der größte Flughafen Baden-Württembergs. 2016 zählte er rund 10,6 Millionen Passagiere.

 

 

Ein Artikel von Lorena Dreusicke

Lorena Dreusicke (lod), Jahrgang 1992, stammt aus dem Badischen, studierte in Trier Politikwissenschaft und Medien Kommunikation Gesellschaft. Nebenher war sie als freie Mitarbeiterin für das Offenburger Tageblatt unterwegs. Seit Juli 2015 ist sie Volontärin bei der Neuen Osnabrücker Zeitung, zunächst für ein Jahr bei der Meppener Tagespost. 

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.

 

Hallo, liebe Leser,

ich würde mich freuen, wenn ich von

Ihnen Anregungen bekommen würde.

   - Das können

     Meinungs-

     äußerungen

     über erschienene

     Artikel sein.

   - Themen, die

     auf dieser Seite

     angesprochen

     werden sollten.

   - allgemeine Kritik an

      waggum-online

 

Bitte schicken Sie eine e-mail an:

 sternkiker@onlinehome.de

 

Rufen Sie an bei 05307-6098

 

oder benutzen das Kontaktformular

 

Auf Wunsch wird diese Meinungsäußerung

auf waggum-online veröffentlicht.

 

Bernd Sternkiker

 

 

 

 

Waggum 24.1. 8:46
Waggum 23.1. 9:06
Druckversion Druckversion | Sitemap
© waggum-online