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VW-Airport

 

Flughafen Braunschweig in Not

 

 

Der Flughafen Braunschweig ist Start- und Landebahn für die Granden des Autobauers Volkswagen. Doch der Airport schreibt jedes Jahr Millionenverluste. Eine neue EU-Verordnung macht nun zusätzlich Probleme.

VW-Privatjet auf dem Flughafen Braunschweig 70 Prozent des Flugverkehrs in Braunschweig gehen auf das Konto des Autobauers. (Foto: dpa)
Braunschweig
Wenn die Größen des VW-Konzerns einfliegen, dann herrscht regelmäßig auch am Flughafen Braunschweig wieder Hochbetrieb . Durch die Nähe zur Konzernzentrale in Wolfsburg ist der kleine Airport einer der wichtigsten Verkehrsknotenpunkte in der großen Volkswagen-Welt. 

Hier hebt Vorstandschef Martin Winterkorn ab, wenn er die Werke des Konzerns besucht - ob in Tschechien, in den USA oder in China. Hier landet der Shuttle aus Ingolstadt. Rund 70 Prozent des Flugverkehrs in Braunschweig gehen auf das Konto des VW-Konzerns.

Doch der Flughafen hat ein Problem: Jahr für Jahr werden hier Millionenverluste eingeflogen. Im Jahr 2014 waren es 2,4 Millionen Euro, laut Wirtschaftsplan 2015 sollen es dieses Jahr sogar 3,5 Millionen Euro werden. Eigentlich Peanuts für einen Weltkonzern - doch der muss nur für einen Teil der Verluste aufkommen. Über Betriebskostenzuschüsse gleichen die Städte Wolfsburg und Braunschweig rund zwei Drittel der Verluste aus - nur etwa ein Drittel kommt von VW. Eine Finanzierung, die über Jahre aufging.

Doch eine neue EU-Verordnung wird für den Flughafen zur Herausforderung: Nach einer Übergangsfrist von zehn Jahren darf die öffentliche Hand nicht mehr für die Miesen des kleinen Flughafens aufkommen. Operative Verluste müssen dann von privaten Investoren ausgeglichen werden. "Die Verordnung bringt viele kleinere Flughäfen in Zugzwang", sagt Luftfahrtexperte Hansjörg Arnold von der Unternehmensberatung PwC. Setzt die EU-Kommission die neuen Vorgaben um, könnte es bei mehreren Regionalflughäfen mit strukturellen Defiziten bald finanziellen Handlungsdruck geben. Bei Flughäfen wie Braunschweig.

In der Lokalpolitik hat längst eine Debatte begonnen, ob der Flughafen gut genug gerüstet ist für die neue Verordnung. Offiziell betont man die positive Gesamtrechnung: In einer internen Studie berechnete Professor Lothar Hübl, einst Direktor der TU Hannover, die fiskalischen Effekte des Flughafens. Er schätzt das Steueraufkommen durch den Flughafen auf 91 Millionen Euro, sieben bis acht Millionen davon entfallen auf die Region Hannover.


 

 

 

BIBS-Fraktion
im Stadtbezirksrat Wabe-Schunter-
Beberbach
Tatjana Jenzen, Oliver Büttner

 

Braunschweig, 19. Februar 2015

 

Touristik geht doch am „Forschungsflughafen“….

 

Auf Berichte über einen Touristikflug vom Flughafen Braunschweig – Wolfsburg
nach Dubai erklärt die BIBS-Bezirksrätin Tatjana Jenzen: „Entgegen aller anderslautenden
Bekenntnisse sind Touristikflüge hier doch in einem größeren
Rahmen möglich.

 

Immer wieder wurde uns erklärt: ‚Touristik, das können und wollen wir auch nicht‘ – aber sieht man die aktuelle Entwicklung mit der Ankündigung von Reisunternehmen, in Zukunft öfter vom Braunschweiger Flughafen
aus touristische Ziele ansteuern zu wollen, dann merkt man schon, wohin
die Reise gehen soll.

 

Zudem schließt der Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Flughafens Touristik auch gar nicht definitiv aus, sondern ermöglicht
rund 300 Flugbewegungen und 45.000 Passagiere pro Jahr!“, so
Tatjana Jenzen, die im Bezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach sitzt.

 

Zur Erläuterung:

 

Der Ausbau des Flughafens sollte durch viele Millionenfördergelder von EU, Land und Bund finanziert werden. Die Fördergelder der EU gab es nicht, und der Ausbau des Flughafens in Höhe von fast 40 Millionen Euro
musste somit vorrangig mit regionalen Steuergeldern bezahlt werden.

 

Im Zeitraum von August 2011 bis zur offiziellen Inbetriebnahme am 18.10.2012
wurde die verlängerte Start- und Landebahn nur für
28 Starts und Landungen
in 19 Monaten
benutzt. Immer wieder wurde betont, am Flughafen solle keine Ausweitung der Touristikflüge erfolgen.

 

Der Planfeststellungsbeschluss
aus dem Jahre 2007 (Pfb 2007) gibt dagegen lediglich vor:

 

„2.4.1.1
Die Planfeststellungsbehörde behält sich vor,

 

a) bei Überschreiten einer Zahl von mehr als drei vom und zum Verkehrsflughafen Braunschweig-Wolfsburg erfolgenden Linien- oder Touristikflügen pro Woche von dem Maßnahmeträger die Vorlage von auf der Basis der dann maßgeblichen Gesamtzahl an Flugbewegungen zu
erstellenden physikalischen Flug- und Bodenlärmgutachten zu verlangen,

 

b) von dem Maßnahmeträger nach Vorlage der unter Ziff. 2.4.1.1 Buchst. a) genannten Gutachten erforderlichenfalls die Vorlage eines Lärmmedizinischen Gutachtens zu verlangen
 

c) von dem Maßnahmeträger die auf der Grundlage des unter Ziff. 2.4.1.1 Buchstabe b) genannten Gutachtens, zur Vermeidung nachteiliger Wirkungen auf die Rechte anderer, die erforderlichen Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes einschließlich etwaiger notwendig werdender Entschädigungszahlungen zu verlangen.“ (Pfb 2007, Seite 16)
 

„Fazit: Sollte das damit auf Seite 46 errechnete jährliche Touristikflugaufkommen
mit 45.000 Passagieren überschritten werden, muss die Flughafengesellschaft,
wenn es die Planfeststellungsbehörde denn überhaupt noch will, ein
Flug- und Bodenlärmgutachten in Auftrag geben!“, so Tatjana Jenzen abschließend

 

 

 

 

 

Premiere auf dem "Forschungs"-Flughafen Braunschweig: Erster Charterflug nach Dubai

Der NDR berichtet:

 

 

Stand: 17.02.2015 21:21 Uhr

 

Premiere: Nonstop von Braunschweig nach Dubai

 

Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ist nicht bekannt für Flüge in die weite Welt. Normalerweise fliegen Geschäftsleute von Stadt zu Stadt. "Meist heben Maschinen mit Platz für bis zu 50 Personen ab", erklärt Flughafenchef Boris Gelfert. Für den Linienverkehr mit Hunderten Passagieren sei der Flughafen schlichtweg zu klein. Trotzdem ist am Dienstag eine Maschine der Fluggesellschaft Air Berlin mit 180 Urlaubern ins arabische Emirat Dubai gestartet, gechartert von einem Wolfenbüttler Reiseveranstalter. Geht es nach ihm, ist das erst der Anfang.

 

"Man fühlt sich wie ein Pionier"

Viel Komfort bietet der Flughafen mit seiner rund 40 Quadratmeter großen Abflughalle nicht. Vor dem Start der Maschine auf die arabische Halbinsel platzte die Halle aus allen Nähten. Manche Passagiere mussten vor der Tür warten, auch Parkplätze waren rar. Und so war der Erstflug nach Dubai für manche Reisende ein kleines Abenteuer: Man fühle sich wie ein Pionier, sagte ein Passagier bevor die Boeing 737 in die Luft ging. Diesen Pioniergeist bestätigte auch Philipp Cantauw vom Reiseveranstalter - und er weiß ihn zu erhalten: Jeder Urlauber bekomme ein Zertifikat über den Erstflug Braunschweig-Dubai, sagte Cantau.

 

Stress für das Flughafenpersonal

Für die Mitarbeiter des Reiseveranstalters und das Flughafenpersonal war der außerplanmäßige Abflug der 737 ein wahrer Stresstest. Doch Flughafenchef Gelfert zufolge haben seine Mitarbeiter alles "locker gemeistert". Für die kommenden zwei Wochen plant der Reiseveranstalter noch zwei weitere Flüge nach Dubai. Im November soll noch ein Flug nach Rom folgen. Was in Braunschweig etwas Außergewöhnliches ist, ist für die Fluggesellschaft Air Berlin keine Besonderheit. "Charterflüge gehören zu unserem alltäglichen Geschäft", sagte Pressesprecher Aage Dünhaupt auf Anfrage. Einen kleineren Flughafen als in Braunschweig würde die Airline allerdings nicht anfliegen.

 

Kein Pauschalreiseverkehr geplant

Ein Einstieg in den regelmäßigen Pauschallinienreiseverkehr sei der Erstflug nach Dubai allerdings nicht, so Gelfert. Den werde es auch in Zukunft in Braunschweig nicht geben. Denn ein Ausbau und Investitionen in eine größere Halle und Parkplätze würden sich wirtschaftlich nicht lohnen, sagte der Flughafenchef. Zudem würden die Anwohner einen Ausbau sicherlich nicht akzeptieren - und durch die Nutzung durch das benachbarte Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt sei der Flughafen bereits gut ausgelastet.

 

 

 

 

Nach dem Tod von Junior Malanda sind Trauer und Bestürzung beim VfL Wolfsburg und in der gesamten Fußball-Bundesliga groß. Der 20 Jahre alte Profi des Tabellen-Zweiten war am Samstag bei einem Verkehrsunfall auf der A 2 bei Porta Westfalica ums Leben gekommen.

Der Verein hatte als erste Reaktion am Abend den geplanten Abflug der Mannschaft ins Trainingslager nach Südafrika vorerst abgesagt. Manager Klaus Allofs und die Clubführung wollen heute entscheiden, ob das Team die Reise mit Verspätung antritt oder ob sie komplett ausfällt. Für 12.00 Uhr setzte der Club eine Pressekonferenz an.

„Wir sind alle zutiefst bestürzt und können unsere Fassungslosigkeit kaum in Worte fassen. Wir alle haben ihn geliebt. Er war der gute Geist unserer Mannschaft und ein lebenslustiger Mensch“, sagte Allofs in einer Mitteilung des Vereins. Er bezeichnete den belgischen Junioren-Nationalspieler als „exzellenten Fußballer“, der erst am Anfang seiner Entwicklung stand.

Trainer Hecking: "Ich bin unsagbar traurig"

„Wir können immer noch nicht glauben, dass er nicht mehr bei uns ist. Unsere Gedanken sind in diesen schweren Stunden bei seiner Familie und seinen Angehörigen“, fügte Allofs hinzu.

„Ich kann nicht beschreiben, was in mir vorgeht und wie ich mich fühle“, erklärte Trainer Dieter Hecking. „Wir haben erst gestern noch ein Gespräch mit Junior geführt und er war voller Zuversicht und Tatendrang für die Rückrunde. Es war eine Freude, mit Junior zu arbeiten und wir hatten gemeinsam noch viel vor. Ich bin unsagbar traurig.“

Fans gedenken Malanda

Der Aufsichtsrats-Vorsitzende Francisco Javier Garcia Sanz sprach von einem großen Verlust und meinte: „Wir sind alle tieftraurig und total geschockt. Es gibt Dinge, und da spreche ich als Vater, die man als Eltern nie erleben will, und die dann doch passieren.“

Noch am Abend hatten sich etliche Fans rund um die Volkswagen Arena versammelt, um gemeinsam des Mittelfeldspielers zu gedenken. Sie legten Kerzen, Bilder, Schals und Blumen nieder.

Entsetzen in Fußballwelt

Die Nachricht von Malandas Unfalltod löste nicht nur in Wolfsburg, sondern in der ganzen Fußball-Welt Entsetzen aus. „Geschockt und traurig über den tragischen Tod“, twitterte Weltverbands-Präsident Joseph Blatter. „Der Fußball verliert ein großes Talent. Meine Gedanken sind bei seiner Familie.“

Andere Bundesligisten drückten spontan ebenfalls ihre Trauer aus. So bekundeten der Hamburger SV, 1899 Hoffenheim, Werder Bremen, Bayer Leverkusen und Borussia Dortmund via Twitter ihr Mitgefühl. Auch etliche Profis zeigten sich betroffen, unter ihnen die Nationalspieler Jérôme Boateng, Lukas Podolski, Mario Götze, Benedikt Höwedes, Toni Kroos, Marco Reus und Kevin Volland.

Belgien verliert großes Talent

Besonders groß ist die Anteilnahme in Belgien. „Der belgische Fußball verliert eines seiner größten Talente“, erklärte Nationaltrainer Marc Wilmots. Teamkollegen vom VfL oder aus der Nationalmannschaft veröffentlichten in sozialen Netzwerken Bilder mit Malanda.

„So merkwürdig, wenn Du deinen Freund morgens noch gehört hast und dann diese Nachricht zu erfahren“, twitterte Wolfsburgs belgischer Mittelfeldspieler Kevin De Bruyne. „Wir haben einen großen Freund zu früh verloren. Ruhe in Frieden, Du wirst immer bei uns sein.“

Malanda saß bei dem Autounfall bei Starkregen auf dem Rücksitz eines Geländewagens. Als das Fahrzeug ins Schleudern geriet und gegen einen Baum prallte, wurde der VfL-Profi nach Angaben der Polizei Bielefeld aus dem Fahrzeug geschleudert. Malanda starb noch am Unfallort.


 

 

 

Leserbrief: VW soll Anbau bezahlen

Wieso müssen wir Bürger für den Anbau aufkommen? Die Städte Braunschweig und Wolfsburg sind diee Anteilseigner an diesem Flughafen, wobei Braunschweig der Hauptanteilseigner ist. Der Hauptnutzer ist allerdings nicht die Allgemeinheit oder die „Forschung“ sondern VW. Warum baut VW für seine Passagiere für die erforderliche Abfertigungskapazität die Abfertigungshalle vor dem eigenen Hangar nicht aus? Dass wir Braunschweiger dafür nun aufkommen sollen, ist nicht nachzuvollziehen, da ja laut Herrn Manlik dieser Anbau nicht für den allgemeinen Reiseverkehr gedacht ist. Und wenn man dann noch bedenkt, dass VW seine „eigenen“ Flugzeuge auf den Cayman-Inseln angemeldet hat und dafür hier keine Steuern gezahlt werden, ist es erst recht nicht nachvollziehbar. Alles zu Lasten der Braunschweiger Steuerzahler! So geht „Wirtschaftsfreundlichkeit“!

Uta Ernst, Hondelage


 

Flughafen baut für 2,5 Millionen eine gläserne Passagierhalle

Quelle: O.M. Architekten Braunschweig

Online-kommentare in der BZ

Tacheles, Braunschweig vor 10 Stunden
 

Also, ich würde es auch begrüssen, wenn ich von BS nach Spanien fliegen könnte...

Bin dieses Jahr von Osnabrück mit Ryanair geflogen und viel grösse ist der Flughafen auch nicht... und der Flieger hat nur zwei start und landetermine am Tag und auch nur zwei mal die woche... wäre also auch ertragbar... und die moderne maschinen unterschreiten die zur zeit acktuellen lärmemisionsgrenzen... jeder hobbyflieger mit seinem propellerkreischer macht mehr lärm...

 

Sven-David Müller, MSc. (Gast)vor 12 Stunden
 

Endlich wird der Flughafen Braunschweig richtig ausgebaut. Hoffentlich gibt es bald Linienflüge in Braunschweig und auch die Urlaubsflieger machen in Braunschweig halt. Jetzt regen sich die Menschen, die am Flughafen ihr Haus haben, bestimmt wieder auf. Dabei wissen Sie schon immer, wo sie ihr Haus haben. Es gibt also keinen Grund der gegen einen richtigen Flughafen in Braunschweig spricht. Außer dumme Anwohner!

Reinhard Manlik dementiert

Reinhard Manlik (Aufsichtsratsvorsitzender des Flughafens):

 

Aufsichtsrat und Gesellschafter haben regelmäßige Pauschalreiseverkehre zu Urlaubszielen ausgeschlossen. Die bauliche Anpassung im und am Hauptgebäude ist allein auf den Bedarf des Geschäftsreiseverkehrs und gelegentlichen Charterverkehrs (z.B. Dubai) ausgerichtet. „An jeder Bushaltestelle wird ein Wartehäuschen gebaut, unsere Fluggäste stehen im Regen.“

Haben die Grünen mit den Bürgerinitiativen der Flughafenausbaugegner gesprochen?

 

 

1.11.2014

Lieber Bernd,

der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im
Rat der Stadt Braunschweig, Herr Herlitschke, äußerte in der Zeitschrift
„Durchblick" vom Mai 2014 im Beitrag „Mein Angebot für den
Braunschweiger Norden": „Dabei konnte und kann ich mich auf den regen
Austausch und die gute Zusammenarbeit mit den kompetenten
Mitstreiterinnen und Mitstreitern in den Flughafen-Initiativen ...
stützen und verlassen."

Könntest Du als Mitglied von Bündnis90/Die Grünen bitte einmal in
Erfahrung bringen, wo und wann der genannte rege Austausch mit der
Flughafen-Initiative Bürgerinitiative Waggum stattgefunden hat?

Der stellvertretende Fraktionsvorsitzende von Bündnis90/Die Grünen im
Rat der Stadt Braunschweig, Herr Heere, äußerte am 12.12.2012: „Einen
Tunnel unter der Landebahn als Ersatz für die gekappte Grasseler Straße
wird es nicht geben, es sei denn, dass sich der Volkswagen-Konzern als
Hauptnutzer des Flughafens für seine diesbezügliche Verantwortung
bekennt und eine finanzielle Beteiligung in Aussicht stellt. Als
Ratsmitglied der Stadt Braunschweig kann ich es jedenfalls nicht
befürworten, dass die Stadt alleine die mehrere Millionen Euro teure
Maßnahme für ein doch eher überschaubares Verkehrsaufkommen tragen soll."

Könntest Du als Mitglied von Bündnis90/Die Grünen bitte einmal in
Erfahrung bringen, aufgrund welcher Fakten die Fraktion Bündnis90/Die
Grünen im Rat der Stadt Braunschweig zu der Ansicht gelangt ist, dass
das sich nach Unterbrechung der Grasseler Straße ergebende
Verkehrsaufkommen in den nördlichen Wohnbezirken „eher überschaubar" sei?

Mit Dank und einem freundlichen Gruß

Ralf Beyer

P.S.: Die Einladung „Auf Wunsch wird diese Meinungsäußerung auf
waggum-online veröffentlicht“ nehme ich gern an und wäre für eine
Veröffentlichung meiner Bitte auf waggum-online dankbar.


--
beyer.braunschweig@freenet.de
http://www.flughafen-braunschweig.info

 

 

Gerald Heere (MdL Grüne) antwortet:

7.11.

 

Lieber Bernd,

Du hattest Gerald wegen einer „Anfrage“ von Ralf Beyer angeschrieben und Gerald hat mich gebeten, Dir darauf zu antworten.

 

Nach zunächst sehr guter und enger Zusammenarbeit mit Ralf Beyer im politischen Kampf gegen die Flughafenerweiterung hat es leider eine Positionierung von Herrn Beyer gegeben, die seinerseits zu einem Verhalten gegenüber GRÜNEN, insbesondere der Grünen Ratsfraktion geführt hat, das uns veranlasst hat, den Kontakt zu ihm abzubrechen. Seine aktuelle Anfrage zeigt einmal mehr, dass es ihm nicht um eine inhaltliche Zusammenarbeit mit uns, sondern um eine (ungerechtfertigte) möglichst negative Bewertung grüner Ratsmitglieder geht. Als Vertreter einer Konkurrenzpartei steht ihm dies natürlich frei, auf eine Zuarbeit von uns hierfür kann er aber natürlich nicht rechnen.

 

Herr Beyer kennt selbstverständlich die Zahlen des Verkehrs auf der früheren Grasseler Straße, scheint diese Zahlen aber anders zu bewerten. Wir werden keine Diskussion mit ihm darüber führen, ob dieser Verkehr als „überschaubar“ bezeichnet werden darf oder nicht.

 

Wenn Dich persönlich interessiert, mit wem aus den diversen Initiativen gegen den Flughafenausbau wir in den letzten Jahren eng zusammengearbeitet haben, können wir gerne darüber sprechen, eine Recherche im Auftrag von Ralf Beyer werden wir jedoch nicht befriedigen.

 

Für weitere Nachfragen stehe ich gerne bereit.

 

Viele Grüße

Volker

 

Volker Schmidt
Fraktionsgeschäftsführer

Fraktion BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN

Ralf Beyer ist unzufrieden mit dieser Anwort

17.11.2014

Lieber Bernd,

herzlichen Dank für Deine Bemühungen, eine Antwort der Fraktion von
Bündnis90/Die Grünen im Rat der Stadt Braunschweig auf zwei Fragen zu
ihrer Selbstdarstellung zu erhalten:

- Wo und wann hat der genannte rege Austausch mit der Flughafen-
   Initiative Bürgerinitiative Waggum stattgefunden?

- Aufgrund welcher Fakten wird das sich nach Unterbrechung der
   Grasseler Straße ergebende Verkehrsaufkommen in den nördlichen
   Wohnbezirken als „eher überschaubar" angesehen?

Die einfachen Fragen nicht beantwortet.

Die überaus heftige Reaktion der Fraktion mit haltlosen Beschuldigungen
des Fragestellers zeigt jedoch, dass mit den Fragen wohl in ein
Wespennest gestochen wurde und es dort so einiges zu verheimlichen gibt.

Nochmals vielen Dank an Dich und an waggum-online für Deine Bemühungen
und einen herzlichen Gruß

Ralf Beyer


 

DLR Braunschweig führt nächtliche Flugversuche durch

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wird in den Nächten vom 23. auf den 24. und dem 24. auf den 25. Oktober 2014 Flugversuche durchführen. Dazu wird der Airbus A320 des DLR voraussichtlich zwischen 20 und 22 Uhr starten und zwischen 1 und 3 Uhr landen.

Die Nachtflüge finden im Zusammenhang mit einem Projekt zur Kabinenforschung des DLR-Instituts für Aerodynamik und Strömungstechnik statt. Im Vergleich zu den Flügen am Tag kann man durch Messungen bei Nacht feststellen, welchen Einfluss die Sonne auf das Kabinenklima hat


 

 

 

 

 

POL-BS: 29 Fahrzeuge auf dem Flughafenparkplatz abgeschleppt

   

Braunschweig (ots) - Am Samstagmorgen, dem 27.9., sollten auf dem Flughafenparkplatz Markierungsarbeiten durchgeführt werden. Bereits am 23.09.2014 hatte die Braunschweig-Wolfsburg GmbH die Halteverbotsschilder ( 1 großes und vier kleine Schilder) aufgestellt. Dennoch standen 29 Fahrzeuge im Parkverbotsbereich. Insgesamt wurden 29 Fahrzeuge in dem Nahbereich umgesetzt.

TAZ: Törchen zur Welt

Die Bilanz der niedersächsischen Airports Hannover und Braunschweig ist tiefrot: Beide machen Millionenverluste. Warum soll es sie trotzdem auch weiterhin geben?

 

An Niedersachsens zweitgrößtem Flugfeld in Braunschweig-Wolfsburg werden keine regulären Linienflüge angeboten. Stattdessen dient die Anlage faktisch als Werksflughafen für den Volkswagen-Konzern. Hin und wieder startet auch eine Chartermaschine mit Fußballspielern des Zweitligisten Eintracht Braunschweig. Außerdem forschen das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt und die Technische Universität Braunschweig hier an neuer Technik.

Geld verbrennt deshalb auch dieser Flugplatz. "Wir sind ein Zuschussbetrieb", räumt Sprecher Ernst-Johann Zauner ein. Fast 2,4 Millionen Euro betrage das jährliche Defizit, das von den BürgerInnen der Städte Braunschweig und Wolfsburg als Hauptanteilseigner übernommen werde. Zwar beteilige sich auch VW mit "Betriebskostenzuschüssen auf freiwilliger Basis" - wie hoch die sind, hat der Sprecher aber nicht parat. Die Tochtergesellschaft "Volkswagen Air Service" betreibt in Braunschweig eine Art werkseigenen Linienverkehr und fliegt etwa Prag und Moskau an.

Zur Deckung des Flughafen-Defizits reichen die "freiwilligen" Spenden des Autobauers nicht aus. Der Weltkonzern, an dem das Land 20 Prozent hält, spart, wo er kann. Die neun Flugzeuge des "Air Service" tragen das Luftfahrzeugkennzeichen der Cayman Islands - einer weltbekannten Steueroase.  WYP


 

 

 

Schöne neue Welt am Flughafen?  Ein Projektexposé des Flughafens und der Volksbank BraWo

Ortstermin am Regenwasserrückhaltebecken des Flughafens

Am 7.5. trafen sich Vertreter der Stadtverwaltung, des Flughafens und der Stadtbezirke „Wabe, Schunter, Beberbach“ und „Hondelage“ zu einem Ortstermin am Regenwasserrückhaltebecken des Flughafens. Bereits im Winter 2012/2013 wurde klar: Das Regenwasserrückhaltebecken war zu klein. Mehrmals täglich mussten Tanklastwagen das Wasser abpumpen und in die Kanalisation an der Hermann-Blenk-Straße einlassen.

Inzwischen wurde nachgebessert und das Volumen des Beckens von 3000 kbm auf 5500 kbm erhöht. Für den Notfall wurde aber ein Notablass offengehalten. Bei starkem Niederschlag würde das Wasser ungeklärt in den Wald abgelassen.

Da auch diese Lösung nicht optimal ist, plant man eine Pumpleitung, die bei hohem Wasserstand, das Wasser in die Kanalisation von Waggum pumpt.

 

 

 

Der Flughafen ludt den Bezirksrat ein: Nach einer Busrundfahrt um das Flughafengelände gab es Häppchen

Der Flughafen hatte eingeladen, seit Bestehen des Bezirksrates das erste Mal. Mit einem Bus der Verkehrs AG wurden die Mitglieder des Bezirksrates über das Flughafengelände gefahren. Mit Erläuterungen von Reinhard Manlik (Vorsitzender des Aufsichtsrates der Flughafen GmbH) und Boris Gelfert (Geschäftsführer) konnte mal der Flughafen aus ungewohnter Perspektive betrachtet werden.

 

Danach fand eine Informationsveranstaltung in den Räumen der Flughafengesellschaft statt. Dargestellt wurde der Forschungsflughafen

Braunschweig-Wolfsburg. (übrigens der einzige Forschungsflughafen der ganzen Welt, weil es sich um eine eigene, sehr schöne Wortschöpfung aus Braunschweig handelt).

Wirtschaftlich sei der Flughafen ein Schwergewicht.

Es wurde von einer berechneten Wertschöpfung von 300.000.000 € jährlich gesprochen. Kein Wort darüber, dass er dem Steuerzahler jährlich

4.000.000 € an Zuschüssen kostet.

Gebraucht werde eine größere Abfertigungs- und Wartehalle für abfliegende Fluggäste (zu über 80% Personal des VW-Konzerns).

Man käme den ständig wachsenden Zahlen von Flugpassagieren auch mit Entzerrung der Abflugzeiten nicht nicht mehr bei. Auch von wachsendem Bedarf an Parkplätzen wurde gesprochen.

Über die Sorgen und Probleme der Anlieger des Flughafens sprach man auch. Gelfert präzisierte seine Aussage, dass der Verkehr in Waggum abgenommen hätte. Zwar wäre der Verkehr auf der Bienroder Str. von 3000 auf 6400 Fahrzeuge täglich gestiegen, aber das wäre ja gar nicht die Folge von Flughafenausbau und Sperrung der Grasseler Str., weil es sich nicht um Durchgangsverkehr, sondern um innerörtlichen Verkehr handelt. (Er wusste anscheinend nicht, dass der Zählpunkt an der Ortsgrenze von Waggum liegt und damit kaum innerörtlichen Verkehr in die Zählung einfliesst.)

Gelfert und Manlik beklagten, dass die Entwicklung und Probleme durch den Flughafenausbau immer ihnen angelastet würden. Sie hätten gar keine Möglichkeiten, die durch sie entstandenen Probleme, zu lösen. Der Bezirksrat solle sich an die Politik wenden. (z.B. Herrn Manlik)

 

 


Mein Kommentar:

Hier hat sich der Bezirksrat nur sehr wenig kritisch mit den Aussagen der Flughafengesellschaft auseinandergesetzt. Aussagen wie, wir sind ja gar nicht verantwortlich, für die Probleme, die wir geschaffen haben und der Verkehr in Waggum hat abgenommen, hätten mit deutlichem Widerspruch beantwortet werden müssen. Aber es war ja auch nicht leicht, denn Kritik wurde von Manlik damit abgekanzelt, dass der Fragesteller wohl „beratungsresistent“ wäre. Seine weitschweifigen Erklärungen erreichten Biertischniveau mit den Aussagen: „Es wären ja nicht nur überwiegend VW-Angehörige, die den Flughafen nutzen würden, es wären ja auch Mitarbeiter von Audi und Skoda dabei“ oder „VW hätte seine Flugzeuge nur im Steuerparadies Cayman-Islands angemeldet, damit sie Überflugrechte in der ganzen Welt hätten“ Kein Widerspruch der Gäste.

Fazit: Bezirksrat Note 5 – Setzen!

 

Bernd Sternkiker

 

 


Weitere Kommentare:

 

 

Hallo Bernd,

das kann ich mir richtig vorstellen, wie Herr Gelfert und der "Gelbe Engel" alles schön geredet haben. So kennen wir diese Herren. Vielleicht kannst Du ja mal etwas über den

Ärger Kralenrieder Bürger schreiben die ständig den Kerosingestank einatmen müssen. Wenn der Wind ungünstigt steht und Maschinen Richtung Hondelage starten steht nach kurzer Zeit eine Kerosinwolke über der Siedlung. Außerdem wird man ständig durch Probeläufe von Flugmotoren  bei Aerodata genervt . 

LG

Horst Steinert

(Stellvertretender Bürgermeister „Schunteraue“)

 

 

 

Sehr geehrter Herr Sternkieker,

mit Interesse habe ich ihren Kommentar zum

Besuch beim Flughafen gelesen.

Es ist schon erstaunlich, wie „sinnverändernd“ und aus dem

Zusammenhang gerissen  kommentiert wird.

Ich merke hier nur an, dass ich Niemanden „abgekanzelt“ habe,

im Gegenteil, Sie waren nicht bereit meine Ausführungen

anzuhören und fielen mir ständig ins Wort. Vielleicht ist Ihnen

deshalb die korrekte Antwort entgangen.

Deshalb wiederhole ich:  Die Zulassung eines Flugzeuges wird

nicht durch den Flughafen vorgenommen, der Flughafen hat

eine Betriebspflicht, die nicht abhängig gemacht werden kann,

welche Zulassung die Flugzeuge haben. Unter Anderem habe

ich erläutert, dass ein möglicher Grund auch Überflugrechte

sein könnten.  

Ich bedanke mich bei den Bezirksratsmitgliedern für die vielen

Fragen und hoffe, dass wir Ihnen mit unseren Antworten

Ihre Informationsbedürfnisse  befriedigen konnten.

Das war unser erklärtes Ziel.

 

Reinhard Manlik

Aufsichtsratsvorsitzender

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.

 

Hallo, liebe Leser,

ich würde mich freuen, wenn ich von

Ihnen Anregungen bekommen würde.

   - Das können

     Meinungs-

     äußerungen

     über erschienene

     Artikel sein.

   - Themen, die

     auf dieser Seite

     angesprochen

     werden sollten.

   - allgemeine Kritik an

      waggum-online

 

Bitte schicken Sie eine e-mail an:

 sternkiker@onlinehome.de

 

Rufen Sie an bei 05307-6098

 

oder benutzen das Kontaktformular

 

Auf Wunsch wird diese Meinungsäußerung

auf waggum-online veröffentlicht.

 

Bernd Sternkiker

 

 

 

 

Waggum 24.1. 8:46
Waggum 23.1. 9:06
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