 |  | | Vorn die klaffende Wunde im Querumer Forst für die Landebahnverlängerung. Hinten die Bauarbeiten für die Verbreiterung der alten Start- und Landebahn, die jetzt abgeschlossen wurden.
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| 29.7. 18:45 Heute ist der 204. Protesttag gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und die Bürgerinitiative Waggum trifft sich um 16:00 Uhr am Sportheim Waggum. | | |
 | Dienstag morgen um 7:40 Uhr wurde der Flugverkehr nach Vollendung der breiteren Landebahn wieder aufgenommen. Gestern waren es 21 Flugbewegungen. 16 waren für VW, das entspricht 76%. Die Messungen mit dem Transponder- empfänger sind wieder in Betrieb und die Ergebnisse der Messungen werden ab sofort in der Statistik erscheinen. | | |
Die Wettervorhersage für die Region Sportheim Waggum:
Do.29.7. Fr.30.7. Sa.31.7. Tiefste Temperatur 13°C 12°C 13°C
Höchste Temperatur 21°C 21°C 25°C Vormittags etw. Sonne etw. Sonne meist sonnig
Nachmittags Schauer+Gewitter vereinzelt Schauer meist sonnig
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 | Zum Abschluß der Bauarbeiten am Flughafen wird der Platz nach Kampfmitteln abgesucht. | | |
| | Am Sonntag protestierten 124 Personen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
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Die Braunschweiger Zeitung berichtet:
Staub störte
200. Treffen der Flughafengegner
Von Jörn Stachura
Der Widerstand der Gegner einer Verlängerung der Flughafen-Landebahn in Waggum lässt nicht nach. Sonntag fand ihr 200. Protest-Treffen nacheinander statt. Das geplante Jubiläumsfest wurde jedoch ein Opfer des Staubs vom Flughafen.
Normalerweise geht es zur Baustelle in den Wald, gestern jedoch über die Grasseler Straße zur rund 500Meter vom Sportheim Waggum entfernten Flughafenbaustelle. Die rund 80Gegner der Landebahnverlängerung sorgten mit ihrem Marsch und der fünfminütigen Kundgebung für einen Mini-Stau. Entnervte Autofahrer, die das Ende der kurzen Kundgebung nicht abwarten wollten, wendeten einfach.
Hoffen auf weitere Unterstützung im Herbst
Eine Kehrtwende verlangen die Gegner der Landebahnverlängerung auch weiterhin von der Politik und von Volkswagen. Sie machten in Ansprachen und auf Plakaten ganz deutlich, dass mit ihrem Protest auch in Zukunft zu rechnen sei und sie sich weitere Unterstützung erwarten, wenn im Herbst Grundstücke enteignet werden müssen und neue Eingriffe in den Wald am Flughafen erfolgen.
Dass keine rechte Jubiläumsstimmung aufkommen wollte, lag am heftigen Staub vom Flughafen. Das für das geplante Fest vorgesehene Feldstück im Süden der neuen Landebahn lag mitten in der Staubfahne der Baustelle, wo auch gestern eifrig an der Fertigstellung der neuen Landebahn gearbeitet wurde.
Wie es seitens einiger Anwohner hieß, sei mittlerweile nicht nur der Lärm von den Nachtarbeiten ein Problem in Waggum, sondern auch der Staub von der Baustelle. Der Flughafengesellschaft sei bereits angekündigt worden, dass man Reinigungskosten für Fenster und Fassaden geltend machen wolle.
Braunschweiger Zeitung: 26. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 16© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
Die Wolfsburger Allgemeine berichtet:
Waggum
Bürger kämpfen auch für Erhalt der Grasseler Straße Bürger der Braunschweiger Ortsteile und aus dem Gifhorner Südkreis kämpfen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg. Gestern fand die 200. Demonstration hintereinander statt. Ein Ziel auch: der Erhalt der Verbindung Grasseler Straße | |

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 | | Samstag, 24.7. 199. Waldspaziergang 19 Teilnehmer gingen vom Sportheim Waggum entlang der Grasseler Straße zum Waggumer Weghaus und zurück. Wieder sehr hinderlich waren die Staubwolken, die über die Grasseler Straße wehten.
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 |  | Protestaktion vor dem Haus von Professor Winterkorn in Groß Schwülper am Freitag. | Ein offener Brief an Herrn Winterkorn wird eingeworfen. |
 |  | | Leider gibt es keinen ordentlichen Briefkasten. | Nachdem geklingelt wurde, erschien ein Beauftragter von Herrn Winterkorn. Er erklärte, dass Herr Winterkorn nicht anwesend wäre und er den Brief nicht entgegennehmen werde. Inzwischen war Herr Gelfert von der Flughafenaufsichtsgesellschaft herbeigeeilt. Ihm wurde eine Kopie des Briefes übergeben. |
Die Allerzeitung berichtete am Samstag:
Protest: Flughafen-Gegner vor Haus von Winterkorn Der Protest mehrerer Bürgerinitiativen erreichte gestern das Haus von VW-Chef Martin Winterkorn in Schwülper. 30 Gegner des Flughafen-Ausbaus versammelten sich, um einen offenen Brief zu übergeben.
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Die Braunschweiger Zeitung von Donnerstag schrieb:
Nachts ratterten die Presslufthämmer
Anwohner der Flughafen-Baustellen beklagen sich über Lärm - Betonierarbeiten nur noch tagsüber
Von Norbert Jonscher
WAGGUM. Mitten in der Nacht legen plötzlich die Presslufthämmer los. "Dann fangen sie auf einmal an, Betonplatten zu zerlegen", ärgert sich Bernd Gerlich, ein Anwohner der Flughafen-Baustelle. Die ganze Nacht gehe das dann so. "Man findet kaum noch Schlaf."
Auch andere Anwohner klagen über nächtliche Lärmbelästigungen. So Marianne Kruse, sie wohnt am Froebelweg. "Die nehmen überhaupt keine Rücksicht", findet die Rentnerin. Und Bernd Gerlich, der am Lehmkamp wohnt, legt nach: Regelmäßig werde er von dem Krach geweckt. Etwa durch die nervigen "Piep-Anlagen" der Lastwagen, die ausgelöst würden, wenn ein LKW rückwärts fährt, um andere zu warnen. "Man hört diesen Ton in ganz Waggum." Vergeblich habe er sich schon bei der Stadtverwaltung beschwert.
Und die stellte gestern auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung klar: Für Arbeiten auf Baustellen in der Nacht sei eine Genehmigung nicht erforderlich; es seien jedoch die Immissionsrichtwerte einzuhalten. Pressesprecher Rainer Keunecke: "Wir haben dazu intensive Vorgespräche mit dem Bauträger geführt, wie es bei solch großen Bauvorhaben üblich ist."
Bereits in diesen Gesprächen mit der Flughafengesellschaft seien zahlreiche Punkte zur Minimierung des Lärms vorgegeben worden: die Lärmminderung nach dem Stand der Technik, eine Bewertung der einzelnen Baumaßnahmen in einem Emissionsgutachten, die Ertüchtigung der Baustelle mit aktiven Schallschutzmaßnahmen sowie die Aufstellung von Baucontainern als Schallschutzwand.
Um die lärmintensiven Bautätigkeiten in den Nachtstunden auf ein Mindestmaß zu beschränken und die Geräuschentwicklung so gering wie möglich zu halten, habe die Immissionsschutzbehörde zudem zum Schutz der Anwohner mehrere Anordnungen vorgenommen - etwa die Einrichtung einer Schallmessstelle und die Information der am stärksten betroffenen Anwohner durch Wurfsendungen der Aushänge.
"Zudem wurden im Hinblick auf konkret bevorstehende Bautätigkeiten Auflagen gemacht." Ziel sei es, geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung zu treffen. Dazu zähle "die Reduzierung der Nächte mit geräuschintensiven Arbeitsschritten". Betonierarbeiten seien aufgrund von Überschreitungen der Immissionsrichtwerte ab sofort nur noch tagsüber zulässig.
Braunschweiger Zeitung: 22. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 21© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Mein Kommentar:
Liest man die Braunschweiger Zeitung, könnte man meinen die Stadt unternimmt alles, um seine Bürger vor dem Baulärm zu schützen. Frage ist nur, warum können die Waggumer trotzdem nicht schlafen? Hier werden wieder einmal die Interessen der Flughafengesellschaft durchgesetzt und die Interessen der Bürger vernachlässigt. Hätte man die Nachtarbeit nicht durchgesetzt, wäre der Flughafen eine Woche länger geschlossen worden. Das hätte den Ausfall von einer Woche Start- und Landegebühren bedeutet. Der Schlaf der Einwohner ist dagegen nichts wert?
Hier denkt man nicht an die Zukunft. Kann es sich die Flughafengesellschaft leisten, die Gräben zwischen den Anwohnern und dem Flughafen immer tiefer zu graben. -Flughafenausbau ohne Verkehrskonzept -Umleitungsverkehr durch die Ortschaften während der Bauarbeiten -Verschleierungstaktik über die wahren Gründe des Flughafenausbaus -Staub und Baulärm tag und nacht - ... - ...
Es brodelt,- der Topf könnte überkochen.
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Die Wolfsburger Nachrichten von Donnerstag berichteten:
Die Piste wächst - und die Wut der Anwohner auch
Die Planierungs- und Betonierungsarbeiten für die Verlängerung und Verbreiterung der Piste auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg in Waggum schreiten in rasantem Tempo voran. Das von Naturschützern und Anwohnern kritisierte Ausbauvorhaben ermöglicht es Volkswagen-Managern, künftig von Waggum aus nonstop nach China zu fliegen. Volkswagen ist zweitgrößter Anteilseigner der Flughafen- Betreibergesellschaft. Die Kritiker argwöhnen, dass rund um den Flughafen eine Logistik-Drehscheibe des Autobauers entstehen könnte. Morgen wollen Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen vor dem Privathaus von Konzernchef Martin Winterkorn in Groß-Schwülper demonstrieren und auf ihr Anliegen aufmerksam machen (wir berichteten).
Wolfsburger Nachrichten: 22. Juli 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Mittwoch, den 21.7.
196. Waldspaziergang
Es staubt weiterhin. Bereits im Planfeststellungs- beschluss wurde festgelegt, dass zur Staubbindung ausreichend gewässert werden muss. Wird ausreichend gewässert? | | |
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Dienstag, 20.7.
195. Waldspaziergang
19 Teilnehmer machten sich auf die Strecke. An dieser Stelle einmal einen Dank an die Polizei, die uns immer so nett begleitet. | | |
 | Montag, 19.7.
194. Waldspaziergang
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Sonntag, 18.7.
193. Waldspaziergang
27 Teilnehmer der Demonstration verlangen den Baustopp jetzt! | | |
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Samstag, 17.7.
192. Waldspaziergang
29 Teilnehmer. Hier auf der Tiefen Str. | | |
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Freitag, 16.7.
191. Waldspaziergang
21 Teilnehmer | | |
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Donnerstag, 15.7.
190. Waldspaziergang
18 Teilnehmer machten nach der Hitzewelle einen erfrischenden Wald- spaziergang im noch vorhandenen Restwald. | | |
 | Mittwoch, 14.7.
189. Waldspaziergang
Es staubt...
und staubt...
und staubt...
und...
... |  |  |
Die Braunschweiger Zeitung vom 14.7.:
Laster an Laster -
Auch die
Querumer leiden
Umleitungs- und Bauverkehr belastet den Stadtteil
Von Marc Rotermund
QUERUM. Nicht nur die Waggumer leiden unter dem starken Laster-Verkehr, den der Flughafenausbau mit sich bringt. Auch die Querumer sind betroffen und entsprechend sauer, zumal das Problem bei ihnen durch Umleitungsverkehr aus Bienrode noch verstärkt wird. Jutta Kröger hat ihre in Querum wohnende Mutter wie schon so oft besucht und klagt: "Was auf der Bevenroder Straße los ist, habe ich noch nicht erlebt. Der LKW-Verkehr ist extrem, dicht an dicht fahren die Laster die Straße entlang." Sie betont: "Man kommt kaum noch über die Straße, zum Beispiel, um am Gettelhagen zur Bushaltestelle zu gelangen."
Verschärft werde das Problem dadurch, dass die meisten Laster viel schneller als mit den erlaubten 50 Stundenkilometern unterwegs seien. Jutta Kröger fordert: "Die Polizei sollte hier unbedingt Geschwindigkeitskontrollen vornehmen."
Polizeisprecher Wolfgang Klages glaubt zwar nicht, dass die Laster zu schnell unterwegs sind, sieht das Problem aber ähnlich wie die BZ-Leserin. "In Querum kommen zurzeit zwei Verkehrsströme zusammen", erläutert er. Zum einen die Fahrzeuge, die aufgrund der Bauarbeiten in Bienrode auf der Altmarkstraße, der Forststraße und der Hermann-Blenk-Straße eine Umleitung nehmen müssten. Und zum anderen die Laster, die am Flughafenausbau beteiligt seien und Erde wegschafften. "Das ist nicht nur laut, das bringt auch eine Menge Dreck mit sich", weiß der Polizeisprecher auch aus eigenem Erleben und berichtet von zum Teil schwierigen Verkehrsverhältnissen besonders morgens und am späten Nachmittag.
Klages: "Manchmal gibt es Stau von der Autobahnabfahrt Flughafen bis zum Querumer Kreisel." Und damit durch Querum hindurch, mitten auf der Hauptstraße. Klages: "Das ist eine Belastung für die Anwohner und auch für alle, die auf die Umleitung angewiesen sind und nur ganz langsam vorankommen."
Das einzig Gute: Die Erdarbeiten für die Flughafenerweiterung sollen laut Plan am 25. Juli weitgehend abgeschlossen sein. Dann soll der Flughafen nach dreiwöchiger Schließung wiedereröffnen. Der Polizeisprecher vermutet, dass sich die Situation in Querum von diesem Tag an etwas entspannt, was auch Bezirksbürgermeister Jürgen Wendt (CDU) hofft: "Bei mir haben sich auch einige Bürger vom Ortsrand beschwert, aber glücklicherweise ist das Ende der Bauarbeiten absehbar."
Braunschweiger Zeitung: 14. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Dienstag, 13.7.
188. Waldspaziergang
19 Teilnehmer marschierten auf der Grasseler Straße bis zum Waggumer Weghaus und zurück zum Sportheim Waggum. | | |
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Montag 12.7.
187. Waldspaziergang
36°C aber gottseidank hatte ein Eisfahrer Erbarmen mit uns. | | |
Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung vom 12.7.:
Jedes Jahr 7 Millionen Kilometer Umweg
Zu "Lastwagen am Flughafen fahren doch Umwege" (8. Juli):
Da regen sich die Herren Geschäftsführer über einen Umweg von 3 km auf: Nicht zuträglich für die Umwelt und Mehrkosten "von etlichen 100 000". Die Flughafengesellschaft als Umwelt(be-)schützer!? Hier wird deutlich, wie diese Herren Einfluss nehmen, um nach Möglichkeit die eigenen Interessen zu wahren.
Einen mindestens 3 km langen Umweg haben wir Anwohner auch in Kauf zu nehmen, wenn die Grasseler Straße - wahrscheinlich ohne direkte Alternative - gesperrt wird.
Bei 6400 Fahrzeugen ergäben sich Umwege von 19 200 Kilometern pro Tag oder 7 Millionen Kilometern pro Jahr. Das kostet uns Bürger bei einem Kilometerkostensatz von 30 Cent mindestens 2,2 Millionen Euro. Jedes Jahr.
Mir geht es gar nicht darum, dass der Flughafen erweitert wird, sondern mich ärgert die Art und Weise des Umgangs mit den Anwohnern.
Jens Falke, Bevenrode
Braunschweiger Zeitung: 12. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 20
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| |  | Sonntag 11.7.
186. Waldspaziergang
Kurze Solidaritätskund- gebung vor dem Waggumer Weghaus, dessen Bewohner sind besonders vom Lärm, Staub und Dreck der Flughafenbaustelle betroffen. |
Die Braunschweiger Zeitung vom 10.7. berichtet:
Anwalt fordert Ausbaustopp
Wolfenbütteler Behörde prüft Widerspruch einer Würzburger Kanzlei
Von Jörg Fiene
Eine Würzburger Rechtsanwaltskanzlei hat im Auftrag eines Braunschweiger Grundstückseigentümers bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr den Stopp des Flughafenausbaus gefordert.
Vorschriften des europäischen Naturschutzrechtes seien verletzt worden, heißt es zur Begründung. Nach dem Fund zweier schützenswerter Eremitenlarven (wir berichteten) hätte die EU-Kommission eingeschaltet werden müssen. Die Planfeststellungsbehörde in Wolfenbüttel sei nun aufgefordert, "rechtmäßige Zustände herzustellen", so die Anwälte. Die Bürgerinitiative Waggum unterstützt das Verfahren finanziell.
Jens-Thilo Schulze, Sprecher der Landesbehörde, bestätigte den Eingang des Widerspruchs. Dieser werde gegenwärtig inhaltlich geprüft. Mit einer Antwort könne die Kanzlei in den nächsten Tagen rechnen. "Darüber hinaus sehen wir zurzeit keinen weiteren Handlungsbedarf", erklärte Schulze auf Nachfrage weiter.
Braunschweiger Zeitung: 10. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 18 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | Donnerstag 8.7.
183. Waldspaziergang
Reger LKW-Verkehr an der Baustellenzufahrt zum Erweiterungs- gelände. |  | Mittwoch 7.7.
182. Waldspaziergang
Die Ausfahrt vom Flughafengelände auf die Grasseler Str. existiert schon. Eine Querung tagsüber wurde nicht genehmigt, nur nachts wird die Ampel- anlage eingeschaltet und die Bau- fahrzeuge überqueren die Straße. Somit rollen tagsüber die LKW weiterhin über Grasseler und Tiefe Straße. |
Dazu ein Bericht von Radio Okerwelle:
Würzburger Rechtsanwälte fordern Ausbaustopp für Flughafen Braunschweig Der anhaltende Streit um die Erweiterung des Flughafens Braunschweig – Wolfsburg beschäftigt jetzt auch Fachjuristen für Europarecht in Würzburg. Im Namen eines Braunschweiger Mandanten habe sein Büro bei der zuständigen Landesbehörde Antrag auf Widerruf der Ausbaugenehmigung gestellt, teilte ein Sprecher der Kanzlei mit. Grundlage des Antrags sei eine Verletzung des europäischen Naturschutzrechts, da durch die Arbeiten eine extrem seltene und streng geschützte Baumkäferart bedroht sei. Nachdem sich die anfängliche Annahme als falsch erwiesen habe, dass der so genannte Eremit in dem betreffenden Waldgebiet nicht vorkomme, hätten zwingend Schutzmaßnahmen ergriffen werden müssen, so der Sprecher des Anwaltsbüros. Statt dessen habe die Stadt Braunschweig die Käfer rechtswidrig aus ihrem angestammten Lebensraum entfernt. | | | |
 | Dienstag 6.7.
181. Waldspaziergang
Die Querung der Grasseler Straße vom Flughafen- gelände zum Forst wird fertiggestellt. Staubfahnen über dem ehemaligen Querumer Forst und über der Grasseler Str.. |  |  |
 | Samstag 3.7.
178. Waldspaziergang
Zwischen den LKW-Schlangen, die den Schutt von der alten Start- und Landebahn in den Querumer Forst transportieren, bahnten sich 26 unerschrockene Flughafenausbaugegner ihren Weg. |
Die Bauarbeiten zur Erneuerung der alten Start- und Landebahn haben Freitag 2.7. nachts begonnen. | |
 |  | | Im Westen beginnt man mit dem Abriss der alten Start- und Landebahn | An der Grasseler Str. gibt es eine neue Ausfahrt zur Querung der Straße |
 |  | Das Rollfeld wird nach Osten erweitert.
| Den Schutt transportiert man über die Tiefe Str. zum Querumer Forst. |
 | Freitag 2.7.
177. Waldspaziergang
27 Teilnehmer protestieren gegen den Flughafenausbau und warten vergeblich auf den Baubeginn. |  |  |
 | Die Ampel ist da! |  | Donnerstag 1.7.
176. Waldspaziergang
19 Aktive machten sich auf die ganz kleine Runde immer am Zaun entlang, denn unser sonst üblicher Weg ist durch 2 Bauzäune versperrt. |
| | Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung von Freitag
Warum gibt es
kein Nachtflugverbot?
Zur Sperrung Grasseler Straße:
Die Stadt weiß von nichts. Verkehrsprobleme haben wir schon lange. Pro Tag 123 Flugzeuge - und wie viele davon für die Forschung? Wir werden belogen, immer wieder wird uns erklärt, wir brauchen die Landebahn für die Forschung. Warum dann kein Nachtflugverbot und warum hält man sich nicht an die Einflugschneise? Die Autos fahren doch auch nicht querfeldein, sondern auf der Straße.
Renate Krause, Braunschweig
Braunschweiger Zeitung: 2. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 24© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
| |  | An dieser Stelle wird die Baustraße die Grasseler Str. kreuzen und macht sie somit zum Nadelöhr. |
Wie hektisch und dilettantisch die Bauplanung am Flughafen funktioniert, wird immer wieder sichtbar: 1 Woche vor dem Ausbau der alten Start- und Landebahn fällt auf, dass man stündlich mit ca. 70 schweren Baumaschinen die Grasseler Str. queren muss. Verspätet beantragt man eine Verkehrsregelung mit Ampelschaltung und ein Tempolimit von 30 km/h. Da die Grasseler Str. ohnehin schon mit Umleitungsverkehr belastet ist, wird niemand im entstehenden Stau das Tempolimit erreichen.
Die Braunschweiger Zeitung vom 30.6. schrieb dazu in einem Kommentar:
Vertrauensbildung
geht anders
Von Jörg Fiene
Wie mag das ankommen bei den Menschen im Norden der Stadt? Die Hermann-Blenk-Straße wegen Bauarbeiten dicht, die Forststraße wegen Bauarbeiten dicht. Und nun - vermeintlich plötzlich - für vier Wochen auch noch eingeschränktes Durchkommen auf der Grasseler Straße. Und das auch noch wegen des verhassten Flughafenausbaus.
Die Pläne für die Verbreiterung der Landebahn im Sommer sind hinlänglich bekannt gewesen. Es dürfte leicht zu erahnen gewesen sein, dass dies auch auf die Grasseler Straße ausstrahlen würde. Dennoch haben Behörde und Betreibergesellschaft es nicht geschafft, den Straßenbau rund um den Flughafen so abzustimmen, dass die Anlieger möglichst wenig belastet werden. Im Gegenteil, nun wird eine Umleitungsstrecke selbst zum Teil einer Baustelle. Und das mitten in der sensiblen Debatte um die künftige Verkehrsführung in und um Waggum. Vertrauensbildung geht anders.
Braunschweiger Zeitung: 30. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17 © Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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Die Gifhorner Rundschau schrieb am 23. Juni
Flop für die Großregion
Kritik an Braunschweigs Verkehrs-Informationen
MEINE/BECHTSBÜTTEL. Hat die Stadt Braunschweig ein Eigentor geschossen, als sie Meiner Vertreter zur Einwohnerversammlung über das neue Verkehrskonzept wegen der Flughafenerweiterung auslud?
Der Papenteicher Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel fürchtet das und stärkt der Meiner Bürgermeisterin Ines Kielhorn den Rücken, die das Vorgehen des Braunschweiger Oberbürgermeisters Gert Hoffmann gerügt hatte. Holzapfel sagte: "Mit diesem Beispiel hat Hoffmann dem von ihm propagierten Regionsgedanken einen sehr schlechten Dienst erwiesen, indem er die Braut, die er umwirbt, stiefmütterlich behandelt."
Holzapfel fürchtet, dass sich viele an den Braunschweiger Umgang mit der betroffenen Nachbarkommune erinnern, wenn es um konkrete Schritte zur Region geht: "Die werden sich fragen, ob das ernst gemeint ist mit gleichberechtigter Information und Mitwirkung."
Denn auch in Meine könnten Bürger und Rat sich nur eine Meinung bilden, wenn die Informationen flössen.
Derweil plant der stellvertretende Meiner Bürgermeister und Bechtsbütteler Ratsherr Werner Auerbach gegen Ende der Sommerferien eine neuerliche Bürgerversammlung in Bechtsbüttel. Anlass sind die jüngsten Informationen im Vorfeld der Sitzung des Braunschweiger Rats der Stadt, wonach die Ostumfahrung der verlängerten Landebahn keineswegs gesichert ist. Denkbar ist demnach aus Umweltgründen eine Westumfahrung über eine noch längere Umwegstrecke, gegebenenfalls mitten durch Waggum.
Die Meiner hatten wie viele Braunschweiger dagegen eine Unterführung der verlängerten Startbahn auf der Trasse der gekappten Grasseler Straße gefordert.
Auerbach will zu der Informationsveranstaltung die Braunschweiger Verkehrsexperten einladen. Denn schon bei einer Ostumgehung sind für Bechtsbüttel weitere 300Fahrzeuge pro Tag prognostiziert, bei einer Westumgehung aber 1000. "Wir haben aber schon 6000 Ortsdurchfahrten pro Tag, und das ist nicht hinzunehmen", klagt Auerbach. "Wir brauchen in Bechtsbüttel eine Verkehrberuhigung oder wenigstens Tempo 30." cf
Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 23. Juni 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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| Foto: Klaus Helmke | |
Die Wolfsburger Zeitung von Samstag, 26.Juni:
"VW wird keine Ruhe bekommen"
Umweltschützer und Bürgerinitiativen demonstrieren vor Tor Ost - Keine Reaktion von Rat und Unternehmen
Von Bettina Jaeschke
"VW lässt Wald, Tiere und Straßen für einen irrsinnigen Flughafenausbau vernichten", "VW raubt uns die Nachtruhe - 22 bis 6 Uhr: Stille Nacht" war auf den Plakaten zu lesen, mit denen Vertreter von Braunschweiger Bürgerinitiativen gestern mobil machten.
Auf einer Verkehrsinsel vor der Einfahrt zum Tor Ost von Volkswagen ging es etwa 20 Vertretern der Bürgerinitiativen um den Braunschweiger Flughafen. Die Aktivisten forderten VW auf, seine Absichtserklärungen zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten zu untermauern (wir berichteten). Vertreter von VW ließen sich während der Aktion nicht blicken.
Bereits zum vierten Mal demonstrierten die Braunschweiger vor den Toren von Volkswagen. Peter Rosenbaum, Ratsherr der Stadt Braunschweig und einer der Beteiligten, kündigte weitere Aktionen an: "VW wird keine Ruhe bekommen."
Da das Unternehmen nach der Stadt Braunschweig zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist, wollen es die Aktivisten nicht aus der Verantwortung entlassen. "Einen Anteil in Höhe von 17 Prozent hält auch die Stadt Wolfsburg", sagt Rosenbaum. Daher seien auch die Ratsfraktionen angemailt und auf die Aktion vor dem Tor Ost hingewiesen worden. Doch auch hier blieb der erhoffte Besuch aus.
In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Umweltverbände darauf hin, dass Naturschützer im Querumer Forst Larven des Eremiten, einer seltenen Käferart, gefunden hätten. Diese seien durch die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU besonders geschützt.
"Es ist frustrierend, dass bestehendes Umweltrecht nicht angewendet wird", findet Heiderose Wanzelius, Vorsitzende des Braunschweiger Forums. "Wir haben mehrfach an das Umweltamt geschrieben, dass das Planfeststellungsverfahren nicht eingehalten wurde. Aber immer wieder wurde uns Unverständnis entgegen gebracht", sagt sie. Boris Gelfert, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, erklärte in einer Pressemitteilung, dass ein Baustopp wegen des Eremitenfundes "keine Wirkung zeitigen würde, da auf der Fläche keinerlei Bäume mehr stehen, die dem Eremiten als Lebensraum dienen könnten".
Deutliche Worte auf den Plakaten der Demonstranten. Eine Reaktion blieb allerdings aus.
Wolfsburger Nachrichten: 26. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | |
 |  | | Bildquelle: Wolfsburger Nachrichten | Bildquelle: Wolfsburger Nachrichten |
Am 25.6. schrieben die Wolfsburger Nachrichten:
VW soll den Eremiten schützen
Von Thomas Kruse
Braunschweiger Bürgerinitiativen nehmen Volkswagen beim Wort. Das Unternehmen soll seine Absichtserklärungen zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten untermauern - und zwar vor der Haustür und zum Schutz des Querumer Waldes bei Braunschweig.
Die Erweiterung des Flughafengeländes ist trotz der heftigen Protestes von Anwohnern und Umweltschützern beschlossene Sache. Für die Verlängerung der Stadtbahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in Waggum wurde bereits hektarweise Wald gerodet.
Da Volkswagen zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist und Manager von dort zu Dienstreisen abfliegen, wollen die Umwelt-Aktivisten den Konzern nicht aus der Verantwortung entlassen. Heute wollen sie am Tor Ost einen offenen Brief an einen Unternehmensvertreter übergeben. Die symbolische Übergabe von 12000 Unterschriften gegen die Rodung der Bäume hatte Volkswagen im vergangenen Jahr ignoriert. Argument: Das Unternehmen sei nicht für die Erweiterung verantwortlich und profitiere auch nicht davon. Die Umweltverbände Nabu und Bund sowie Braunschweiger Bürgerinitiativen sehen das anders und das Weltunternehmen aus Wolfsburg in der Pflicht.
Helfen soll dabei der kürzliche Fund einer Larve des seltenen Eremitenkäfers auf der Rodungsfläche des Querumer Forstes. Die "prioritäre Käferart" sei durch die Flora-Fauna-Habitat-Richlinie der EU besonders streng geschützt. In ganz Niedersachsen gebe es nur zwei prioritäre Arten, heißt es in einem offenen Brief der Umweltschützer: neben dem Eremiten noch eine Schmetterlingsart, die "Spanische Fahne".
Volkswagen solle jetzt helfen, diesen "wertvollen ökologischen Schatz" vor dem eigenen Werkstor zu schützen. Man beruft sich auf ein so genanntes "mission statement" der Volkswagen AG aus dem April 2008. Das Statement betreffe "Maßnahmen zum unmittelbaren Schutz bedrohter Arten" bis hin zur "Unterstützung von Forschungsvorhaben" in diesem Bereich, die sich der Konzern vor allem "im Umfeld seiner Standorte" zum Ziel gesetzt habe. Das Vorhaben sollte in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern und gegebenenfalls unter Einbeziehung umliegender Landkreise ausgeführt werden. Der programmatische Vorsatz sei vorbildlich, so die Umwelt-Aktivisten. Nun müsse Volkswagen allerdings auch vor Ort Taten folgen lassen.
Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnisse abgelegt und gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören.
Wolfsburger Nachrichten: 25. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 | | | |
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Der Eremitenkäfer (Osmoderma Eremita)
Europaabgeordneter Albrecht: Flughafenausbau sofort stoppen!
Anlässlich der Fortsetzung des Ausbaus des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg trotz des Fundes von bedrohten Eremiten-Larven erklärt Jan Philipp Albrecht, Grüner Europaabgeordneter für die Region Braunschweig:
"Es ist vollkommen inakzeptabel, dass der Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg und damit die Rodung des Querumer Forstes fortgesetzt wird, obwohl auf dem betroffenen Gelände Larven von Eremiten entdeckt wurden, die durch die EU als prioritäre Art eingestuft sind.
Ich fordere daher die Stadt Braunschweig, die Stadt Wolfsburg und die Volkswagen AG als Gesellschafter des Flughafens auf, den Bauvorgang unverzüglich zu stoppen und den europäischen Schutzbestimmungen folge zu leisten. Die Flughafengesellschafter sind in der Verantwortung gemeinsam mit der EU-Kommission und der Bürgerinitiative einen Plan für das weitere Vorgehen zu erarbeiten ohne den Lebensraum der Eremiten zu gefährden."
Ein Kommentar der Braunschweiger Zeitung vom 22.6. : Die streng geschützten Eremiten aus dem Querumer Forst haben Karriere gemacht . Die Maden mit dem Markenzeichen querstehende Afterspalte haben es bis ins Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" geschafft. Ein steiler Weg vom Baumstumpf über die zu verlängernde Startbahn des Flughafens bis in den bundesdeutschen Blätterwald.
Der Autor besuchte Gutachter Reiner Theunert, recherchierte im Wald, in Braunschweig und schreibt: "Dabei war an dem Fund einiges merkwürdig. Warum wollte der ,Spaziergänger anonym bleiben? Und wie war der ominöse Spaziergänger vorgegangen - man musste genau wissen, wo man suchte, dann musste man verdammt tief, bis zur Schulter, mit dem Arm im verfaulten Inneren eines Wurzelstumpfs herumtasten - wer machte so was? Und warum gab es keine Kotspuren dort, wo die Larven gelebt hatten? Niemand sprach es offen aus, aber der Verdacht kursierte, die zwei Larven könnten, nun ja, hingelegt worden sein. Plötzlich war Theunert zu einer Art Öko-Detektiv geworden." Der Spiegel-Autor beschreibt das Dilemma, in dem sich Theunert befand. Der Experte konnte den Fall nicht einwandfrei lösen.
Mehr zum Thema gibt es im Internet. "Herzlich Willkommen bei feldhamsterverleih.de, Ihrem kompetenten Serviceanbieter in Sachen Blockade durch Naturschutz. Erfahren Sie mehr über unsere günstigen Angebote und wie diese Ihnen dabei helfen können, unerwünschte Bauprojekte zu blockieren ..."
Das Zitat ist natürlich nur Satire. Bis dahin ist aber alles das wirkliche Leben.
E-Mail: ralph-herbert.meyer@bzv.de
Braunschweiger Zeitung: 22. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 15© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Bildquelle: Wikipedia
| Mein Kommentar:
Wurden die Flughafenausbaugegner bisher "nur" kriminalisiert, werden sie jetzt von der BZ auch noch lächerlich gemacht. Ralph-Herbert Meyer versucht nach wie vor das Gerücht zu streuen, die Eremitenlarven wurden von Flug- hafengegnern dort hingebracht, und das obwohl der Gutachter keinerlei Manipulation des Fundortes feststellen konnte. |  |
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NDR 19.30 vom 21.6. über den Fund der Eremitenlarve
|  | < Emotion on the people von denNightbirds
< Vielen Dank, Suse. Selbst gedreht, selbst gesungen. Das passt alles unglaublich gut zusammen.
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Anzeige gegen Stadtbaurat Zwafelink wg. direkter Veranlassung und Erlaubnis rechtswidriger Eingriffe in einen Eremitenwald Sehr geehrte Damen und Herren
ein Kripo-Beamter informierte mich und andere Mitglieder der BI Waggum auf dem Waldspaziergang vom 14.6.2010, dass der geschützte Eremiten-Waldboden nunmehr vorsichtig abgetragen und an den Waldwegen gelagert werde und die Baumstümpfe in der Sperrzone im Ganzen entnommen und nicht gerüttelt werden dürften. Rodung im Sperrgebiet ist demnach nicht statthaft.
So geschah es denn auch bis gestern. Heute war dagegen innerhalb der nördlichen Sperrzone ein Bagger bei der direkten Rodung zu sehen, anstatt mit Baggerschaufel war dieser mit einer Rodungsforke dabei, die Baumstümpfe herauszuroden und die Erde herauszurütteln. Das ist ein Verstoß gegen die bisherigen Auflagen des Umgangs mit der Natur im Sperrgebiet und wird hiermit angezeigt.
Herr Stadtbaurat Zwafelink hat gestern in der Ratssitzung öffentlich erklärt, daß er die Erlaubnis zu dem - im übrigen nicht mit der EU-Kommission abgestimmten - Verfahren im Querumer Eremitenwald gegeben habe. Deshalb nun die aktuelle Strafanzeige gegen ihn.
Mit freundlichen Grüßen Peter Rosenbaum | | | |
 | Mittwoch 30.6.
175. Waldspaziergang
Zunächst konnten wir die abschließende Zerschredderung des Eremitenwaldes beobachten, dann ging es nicht weiter. Ein neuer Bauzaun ist errichtet worden und wir mussten an diesem Zaun entlang zur Grasseler Str. zurückkehren. Übrigens ein Bauschild, an dem man erkennen könnte, wer hier überhaupt baut, fehlt immer noch. Eine Anzeige wird folgen. |  |  |
 | Dienstag 29.6.
174. Waldspaziergang
Die Baustellenzufahrt vom Flughafen zur Bau- stelle reicht jetzt bis zur Grasseler Straße. In einer Stunde sollen hier 70 LKW die Straße queren. Eine Ampelan- lage ist bisher nicht beantragt. Dies zeigt wieder einmal wie dilettantisch die Bauplanung hier wieder durchgeführt wurde. Denn jeder fragt sich, wie kann das funktionieren, denn die Grasseler Straße ist ohnehin schon eine Umgehungsstraße und bis zum Limit mit Verkehr belastet. |  | |
 | Montag, 28.6.
173. Waldspaziergang
Die bauvorbereitenden Maßnahmen für die Erneuerung der alten Start- und Landebahn laufen mit Hochdruck. |  |
Die neue Zufahrt vom Flughafen zur Baustelle. |
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Mittwoch 23.6.
168. Waldspaziergang
Neben allen Forstwegen lagert Waldboden von der Baustelle. Zwar sollen die Baumstrünke vorsichtig aus dem Boden genommen werden, wir konnten aber beobachten, dass sie heftig geschüttelt wurden. (Was die Untere Naturschutzbehörde in ihrer Ausnahmegenehmigung verbietet!) |  | Dienstag 22.6.
167. Waldspaziergang
An der Grasseler Straße wird eine Baustellenzufahrt errichtet. Am 3. Juli soll dann der Flughafen gesperrt werden, weil die Start- und Landebahn erneuert werden soll. |
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Sonntag 20.6.
165. Waldspaziergang
Wir haben am Volksfest- umzug in Waggum teilgenommen.
Mehr Bilder bei waggum.de |  | |
| | Oberbürgermeister Hoffmann kam nach Waggum:
Die Bürgerinitiative Waggum traf sich an der Waggumer Apotheke, um gemeinsam zur
Veranstaltung zu gehen. Hier wurde schon deutlich, dass wir wieder einmal als Flughafen-
ausbaugegner kriminalisiert werden sollten, an jeder Ecke stand Polizei.
Aus allen Richtungen strömten Fußgänger und Radfahrer zur Schule, die Claudiusstr. war
für den Autoverkehr gesperrt.
Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurden die Türen gesperrt, denn alle 350 Plätze waren
besetzt. Der Oberbürgermeister kam durch einen Seiteneingang und eröffnete die
Versammlung und begann mit autoritärem Ton die Zuschauer zu reglementieren, würde
man sich nicht an seine Regeln halten, würde er die Veranstaltung verlassen.
Nun wurden die Gutachten über das zu erwartende Verkehrsaufkommen und die
zukünftige Lärm- und Emissionsbelastung vorgestellt, die bei der Schließung der
Grasseler Str. entstehen würden.
3 Varianten wurden überprüft:
Variante I: Westumfahrung über die Bienroder Spange (eine westliche Umfahrung, die in
Höhe des Lönsweges direkt zur Hermann-Blenk-Str. führt) mit Ortsdurchfahrt
Waggum.
Die billigste Lösung, die die Ortsdurchfahrt Waggum am stärken belasten
würde, da sie den gesamten Verkehr der Grasseler Str. aufnehmen müsste.
In Bienrode würde der Bereich am Lönsweg so stark belastet, dass die Grenzwerte
für Lärm und Emission überschritten würden.
Variante II: Westumfahrung mit südlicher Umgehung Waggum und Bienroder Spange.
Eine teuerere Lösung, die den Ortskern von Waggum entlasten würde, da sie
südlich an Waggum über Flughafengelände entlang führt. Die Belastung für
den Lönsweg wäre aber gleich hoch.
Variante III: Die Ostumfahrung führt in einem östlichen Bogen um das Flughafengelände herum.
Die teuerste Lösung, die den Ortskern von Waggum nur wenig entlastet, da viele
Autofahrer den Umweg von 1,8 km scheuen würden und über die Bienroder
Spange in die Innenstadt fahren würden. Für den Bereich Lönsweg gäbe es ebenfalls
nur eine geringe Entlastung.
Hoffmann selbst erklärte am Schluss der Veranstaltung, dass er weiter am Beschluss der Ratsmitglieder für die Ostumfahrung festhalte. Der Rat kann aber nur eine Empfehlung geben, entscheiden tut das Straßenbauamt Wolfenbüttel.
| |
Hier die Berichte der Braunschweiger Zeitung und der Gifhorner Rundschau:
Drei Varianten vorgestellt
Einwohnerversammlung zur künftigen Verkehrslösung am Flughafen - Gutachten wurden präsentiert
Von Ralph-Herbert Meyer
und Marc Rotermund
Lange Zeit galt die Ostumfahrung als die Verkehrslösung für die Zeit nach der Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens in Waggum. Doch das Oberverwaltungsgericht hat dem Bauherren, der Flughafen-Gesellschaft Braunschweig-Wolfsburg, einen Strich durch die Planungen gemacht und eine schwierige neue Aufgabe gestellt. Gibt es möglicherweise eine bessere Alternative? Das fragen die Richter. Am Ausbau des Flughafens hatten sie grundsätzlich keine Einwände.
Seit dem Spruch wird in Bienrode, Waggum und Bevenrode emotional diskutiert, was passieren wird, wenn die Grasseler Straße zwangsläufig gekappt wird. Gestern Abend wurden drei Möglichkeiten präsentiert, die Gutachter in ihren Auswirkungen genau untersucht hatten. Die Informations-Veranstaltung wurde moderiert von Oberbürgermeister Gert Hoffmann.
Der Andrang war wie erwartet groß. Es wurden Flugblätter verteilt. Polizei war vor Ort. Bereits Minuten vor Beginn der Veranstaltung mussten die Türen der Aula in der Waggumer Grundschule geschlossen werden. Viele mussten draußen bleiben. Einige harrten dort bis zum Ende aus.
Zu Beginn der Versammlung bezichtigten Zwischenrufer Oberbürgermeister Hoffmann der Lüge. Und einer ließ sich zu einer Geschmacklosigkeite hinreißen und rief: "Das kennen wir vom Führer."
Hoffmann erwiderte: "Die Versammlung ist jetzt schon richtig, weil die Bürger sehen, wie wer mit wem umgeht." Der Oberbürgermeister drohte sogar unter bestimmten Umständen mit Abbruch der Versammlung. Danach wurde es sachlicher, weil auch aus der Versammlung heraus Ruhe angemahnt wurde. Der überwiegende Teil der etwa 350 Interessierten war zwar emotional aufgewühlt, verhielt sich aber vorbildlich.
Neben der Ostumfahrung, die der Rat der Stadt mit großer Mehrheit befürwortet, wurden die Westumfahrung mit Ortsdurchfahrt Waggum und Westumfahrung mit südlicher Umfahrung Waggums als Alternativen vorgestellt.
Welche der drei Möglichkeiten letztlich umgesetzt wird, ist Sache der Landesverkehrsbehörde. Manfred Michael vom Büro der WVI Prof. Dr. Wermuth Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH sowie Stephan Elias vom Ingenieurbüro Kuhn und Partner für Hoch-, Tief- und Ingenieurbau erläuterten die Gutachten.
Fragen der Einwohner aus Bienrode, Waggum und Bevenrode beantworteten auch Erster Stadtrat Carsten Lehmann und Heinz-Georg Leuer, Fachbereichsleiter Verkehr sowie Gutachter und Experten.
Keinen freien Platz gab es während der Einwohnerversammlung in der Waggumer Grundschule.
Braunschweiger Zeitung: 17. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 18
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
| | Braunschweig schließt Meiner von Verkehrsdebatte aus
Bürgermeisterin empört über Reglement zur Einwohnerversammlung zu Folgen der Flughafenerweiterung
Von Christian Franz
MEINE. "Dazu fällt mir nichts mehr ein!" Meines Bürgermeisterin Ines Kielhorn ist empört über das Vorgehen der Stadt Braunschweig in der Verkehrsdebatte, ausgelöst durch die Erweiterung des Flughafens Waggum.
Zu einer Einwohnerversammlung des Braunschweiger Stadtbezirks Bienrode, Waggum und Bevenrode gestern Abend waren Meiner ausdrücklich ausgeschlossen. "Teilnahme- und Rederecht haben nur die Bewohner der genannten Ortsteile", heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt.
Dabei sind es Meiner Bürger, die unter der gekappten Grasseler Straße leiden. Grasseler kommen nicht mehr nach Braunschweig. Bechtsbüttelern wird der Verkehr durch die Ortsmitte geführt. "Wir sind nicht gegen die Erweiterung des Flughafens, aber wir haben ein Problem mit der Straßensperrung", betonte Kielhorn. Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung und Prognosen zu Auswirkungen möglicher Routenführungen hätten auch die Meiner interessiert.
Die wiederum hatten bei ihren Bürgerversammlungen in Bechtsbüttel und Grassel selbstverständlich zahlreiche Braunschweiger Gäste. "Es ist ein Unding, dass wir nicht die Möglichkeit bekommen, zuzuhören und was zu sagen", rügte Kielhorn die Nachbarkommune in der öffentlichen Meiner Ratssitzung.
Den Braunschweigern rief sie zu: "Wir sperren auch nicht die Landesstraße in Bechtsbüttel, weil uns da zuviel Verkehr ist!"
Braunschweigs Stadtsprecher Jürgen Sperber teilte auf Anfrage mit, Einwohnerversammlungen gemäß niedersächsischer Gemeindeordnung richteten sich nur an direkt betroffene Einwohner einer Gemeinde. Sein Tipp: "Die Gemeinden im Landkreis Gifhorn könnten eigene Versammlungen durchführen und dazu auch die Gutachter und die Flughafengesellschaft einladen."
Braunschweiger Zeitung, Gifhorn: 17. Juni 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
| |
 | Freitag 18.6.
163. Protesttag
Am Rand aller Forstwege wird nun vorübergehend Waldboden abgelagert. |  |
Die hastig aus- gegrabenen Lurchfluchtteiche sind inzwischen ausgetrocknet. |
 | Mittwoch 16.6.
161. Waldspaziergang
Der Waldboden vom zuvor abgesperrten Teil des Bau- geländes wird am Rande des Forstweges "Breite Bahn" gelagert. Später sollen auch die Baumstümpfe aus dem Gelände hierher transportiert werden. |  | Dienstag 15.6.
160. Waldspaziergang
Die vorher abgesperrte Fläche wird jetzt gerodet. Die untere Naturschutzbehörde die zuvor für die Sperrung zuständig war, hat - wieder einmal - für eine Ausnahmegenehmigung gesorgt. Mit der Auflage "den dort befindlichen Boden mit den Stümpfen vorsichtig und ohne Rütteln der Wurzelstümpfe andernorts zu verbringen".
Nur bei dem hohen Schutzgrad für den Eremiten kann, nach Naturschutzgesetz, keine "Untere Naturschutzbehörde" eine Ausnahmegenehmigung erteilen. |
 Ostermontag mit Gritsanda | | | |
 | | 29.1. 15:30 Uhr der Harvester ist gestoppt
Die Braunschweiger Zeitung von Samstag 29.5.:
Stadt überprüft Herkunft der seltenen Larve am Flughafen
Erste Anzeigen gegen Unbefugte auf der Rodungsfläche im Querumer Forst Von Ralph-Herbert Meyer,
Jörg Fiene und Marc Rotermund
Im Rodungsgebiet für die Startbahnverlängerung des Flughafens wurde eine zweite Larve des geschützten Eremiten-Käfers gefunden. Die Stadt hat daraufhin ein erneutes Gutachten zu der Entdeckung in Auftrag gegeben.
Im ersten Gutachten des von der Flughafen GmbH verpflichteten Experten hieß es zum Erscheinen des geschützten Eremiten im Querumer Forst: Fundort und Fundstelle sind "außergewöhnlich". Denn bislang sind Eremiten-Vorkommen in Braunschweig lediglich in Riddagshausen nachgewiesen.
In anderen Gegenden und Bundesländern gebe es aber bekannte größere Vorkommen dieser Art, erklärt Professor Ulrich Joger, Leiter des Naturhistorischen Museums.
Warum der Fund im Querumer Forst als "außergewöhnlich" bezeichnet wird, erklärt Stadtbaurat Wolfgang Zwafelink auf Anfrage unserer Zeitung: "Bei den umfangreichen Untersuchungen des von der Flughafengesellschaft beauftragten Fachbüros war kein Eremit gefunden worden. Bevor weitere Aussagen über Herkunft und Bedeutung des Fundes gemacht werden können, muss das Vorkommen des Eremiten zunächst einmal von einem Insektenkundler weiter geklärt und qualitativ bewertet werden."
Warum muss es jetzt ein zweites Gutachten geben? Zweifelt die Stadt daran, dass die Larven auf natürlichem Weg in den Querumer Forst gelangt sind? Stimmt es, dass in dem Baumstumpf kein Larvenkot gefunden wurde? Ist denkbar, dass die Larven bewusst von Menschenhand abgelegt wurden?
Diese Fragen haben wir der Stadt gestellt. Und hier die Antwort, die uns nach mehreren Stunden Wartezeit schriftlich erreichte: "All diese Fragen sollen gutachterlich geklärt werden. Vermutungen stellt die Verwaltung nicht an."
Die Flughafen GmbH teilte gestern mit: "Angesichts der fortwährenden Zerstörungen des Bauzauns und von Schlössern im Bereich der Rodungsfläche erstattet die Flughafengesellschaft Braunschweig/Wolfsburg gegen jede auf dem Gelände angetroffene Person Anzeige wegen Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. So auch in einem Fall, bei dem der Polizei ein USB-Stick, der auf dem Gelände gefunden wurde, zur Identifizierung der eingedrungenen Person übergeben wurde." Auf Nachfrage wurde erklärt, dass der USB-Stick in dem Bereich des Larvenfunds entdeckt wurde.
Wolfgang Büchs, Privatdozent für Tierökologie und eigenen Angaben zufolge in einer Bürgerinitiative gegen den Flughafenausbau engagiert, hält es für "sehr unwahrscheinlich", dass jemand Larven des geschützten Eremiten-Käfers in dem gesperrten Gelände abgelegt hat. "Es handelt sich um eine geschützte Art, die man nicht einfach kaufen kann. Jemand, der sie hält, braucht eine spezielle Genehmigung", erläutert Büchs.
Er kann nicht nachvollziehen, dass die Flughafengesellschaft Fundort und Fundstelle der Eremiten-Larve als "außergewöhnlich" bezeichnet. "Bereits in der Umweltverträglichkeitsstudie von 2004 ist das Areal, in dem jetzt die Larve gefunden worden ist, als das wahrscheinlichste für ihr Vorkommen bezeichnet worden", sagt Büchs und betont: "Man hat vorher nur oberflächlich gesucht."
Gäbe es ein Motiv für das mutwillige Ablegen von Larven in dem Gebiet? Büchs vermutet, dass durch die Larvenfunde ein Baustopp nicht zwingend verhängt werden kann, schließlich sei das Planfeststellungsverfahren unverrückbar. Genauer müssten das aber Juristen beurteilen.
Braunschweiger Zeitung: 29. Mai 2010
Braunschweiger Zeitung vom Samstag 22.Mai:
Käfer-Larve gefunden
WAGGUM. Eine Larve des geschützten Eremiten-Käfers (Osmoderma eremita) wurde von Fachleuten identifiziert, teilt die Flughafen GmbH mit. Die Larve war auf dem Erweiterungsgelände in der Höhle eines Baumstumpfes entdeckt worden. Die Art ist selten. In Braunschweig ist bislang nur ein Vorkommen in Riddagshausen bekannt. Fundort und Fundstelle werden als "außergewöhnlich" bezeichnet, teilt die Flughafen GmbH mit. Die Arbeiten werden fortgesetzt.
Braunschweiger Zeitung: 22. Mai 2010, Braunschweig Lokal, Seite 19
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
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 | <Videofilm von "Querdenker" 26.1.2010 |  |
< Film vom 15:00-Uhr-Treff am Sonntag 21.2.
< Musik: Edo Zanki Come on (Mit freundlicher Genehmigung von Edo Zanki) |
Quelle: Braunschweiger Zeitung | |
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