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Vorn die klaffende Wunde im Querumer Forst für die Landebahnverlängerung. Hinten die Bauarbeiten für die Verbreiterung der alten Start- und
Landebahn, die jetzt abgeschlossen wurden.

    29.7.  18:45    
     Heute ist der 204. Protesttag gegen den Ausbau des Flughafens
     Braunschweig-Wolfsburg und die Bürgerinitiative
     Waggum trifft sich um 16:00 Uhr am Sportheim Waggum.
Dienstag morgen um 7:40 Uhr wurde
der Flugverkehr nach Vollendung
der breiteren Landebahn wieder
aufgenommen.
Gestern waren es 21 Flugbewegungen.
16 waren für VW, das entspricht
76%.
Die Messungen mit dem Transponder-
empfänger sind wieder in Betrieb
und die Ergebnisse der Messungen
werden ab sofort in der
Statistik erscheinen.


Die Wettervorhersage für die Region Sportheim Waggum:

                                 Do.29.7.             Fr.30.7.               Sa.31.7.  
   
Tiefste Temperatur         13°C                 12°C                     13°C

Höchste Temperatur       21°C                  21°C                     25°C
Vormittags                etw. Sonne          etw. Sonne            meist sonnig

Nachmittags           Schauer+Gewitter  vereinzelt Schauer     meist sonnig



Zum Abschluß der Bauarbeiten
am Flughafen wird der Platz nach
Kampfmitteln abgesucht.



Am Sonntag protestierten 124 Personen gegen den Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg


Die Braunschweiger Zeitung berichtet:


Staub störte

200. Treffen der Flughafengegner


Von Jörn Stachura

Der Widerstand der Gegner einer Verlängerung der Flughafen-Landebahn in Waggum lässt
nicht nach. Sonntag fand ihr 200. Protest-Treffen nacheinander statt. Das geplante
Jubiläumsfest wurde jedoch ein Opfer des Staubs vom Flughafen.

Normalerweise geht es zur Baustelle in den Wald, gestern jedoch über die
Grasseler Straße zur rund 500Meter vom Sportheim Waggum entfernten Flughafenbaustelle.
 Die rund 80Gegner der Landebahnverlängerung sorgten mit ihrem Marsch und der
fünfminütigen Kundgebung für einen Mini-Stau. Entnervte Autofahrer, die das Ende
der kurzen Kundgebung nicht abwarten wollten, wendeten einfach.

Hoffen auf weitere Unterstützung im Herbst

Eine Kehrtwende verlangen die Gegner der Landebahnverlängerung auch weiterhin
von der Politik und von Volkswagen. Sie machten in Ansprachen und auf Plakaten
ganz deutlich, dass mit ihrem Protest auch in Zukunft zu rechnen sei und sie sich
weitere Unterstützung erwarten, wenn im Herbst Grundstücke enteignet werden
müssen und neue Eingriffe in den Wald am Flughafen erfolgen.

Dass keine rechte Jubiläumsstimmung aufkommen wollte, lag am heftigen Staub
vom Flughafen. Das für das geplante Fest vorgesehene Feldstück im Süden der
neuen Landebahn lag mitten in der Staubfahne der Baustelle, wo auch gestern
eifrig an der Fertigstellung der neuen Landebahn gearbeitet wurde.

Wie es seitens einiger Anwohner hieß, sei mittlerweile nicht nur der Lärm von den
Nachtarbeiten ein Problem in Waggum, sondern auch der Staub von der Baustelle.
Der Flughafengesellschaft sei bereits angekündigt worden, dass man Reinigungskosten
für Fenster und Fassaden geltend machen wolle.

Braunschweiger Zeitung: 26. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 16© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Die Wolfsburger Allgemeine berichtet:


Waggum

Bürger kämpfen auch für Erhalt der Grasseler Straße
Bürger der Braunschweiger Ortsteile und aus dem Gifhorner
Südkreis kämpfen gegen den Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg. Gestern fand die 200. Demonstration
hintereinander statt.
Ein Ziel auch: der Erhalt der Verbindung Grasseler Straße








Samstag, 24.7.   199. Waldspaziergang
19 Teilnehmer gingen vom Sportheim Waggum entlang der Grasseler Straße
zum Waggumer Weghaus und zurück. Wieder sehr hinderlich waren die
Staubwolken, die über die Grasseler Straße wehten.





Protestaktion vor dem Haus von Professor Winterkorn in Groß
Schwülper am Freitag.
Ein offener Brief an Herrn Winterkorn wird eingeworfen.
Leider gibt es keinen ordentlichen Briefkasten.Nachdem geklingelt wurde, erschien ein Beauftragter von Herrn
Winterkorn. Er erklärte, dass Herr Winterkorn nicht anwesend wäre
und er den Brief nicht entgegennehmen werde.
Inzwischen war Herr Gelfert von der Flughafenaufsichtsgesellschaft
herbeigeeilt. Ihm wurde eine Kopie des Briefes übergeben.
Die Allerzeitung berichtete am Samstag:

Protest: Flughafen-Gegner vor Haus von Winterkorn
Der Protest mehrerer Bürgerinitiativen erreichte gestern das Haus
von VW-Chef Martin Winterkorn in Schwülper. 30 Gegner des
Flughafen-Ausbaus versammelten sich, um einen offenen Brief zu übergeben.

Die Braunschweiger Zeitung von Donnerstag schrieb:


Nachts ratterten die Presslufthämmer

Anwohner der Flughafen-Baustellen beklagen sich über Lärm -
Betonierarbeiten nur noch tagsüber

Von Norbert Jonscher

WAGGUM. Mitten in der Nacht legen plötzlich die Presslufthämmer los.
"Dann fangen sie auf einmal an, Betonplatten zu zerlegen", ärgert sich
Bernd Gerlich, ein Anwohner der Flughafen-Baustelle. Die ganze Nacht
gehe das dann so. "Man findet kaum noch Schlaf."

Auch andere Anwohner klagen über nächtliche Lärmbelästigungen.
So Marianne Kruse, sie wohnt am Froebelweg. "Die nehmen überhaupt
keine Rücksicht", findet die Rentnerin. Und Bernd Gerlich, der am
Lehmkamp wohnt, legt nach: Regelmäßig werde er von dem Krach
geweckt. Etwa durch die nervigen "Piep-Anlagen" der Lastwagen,
die ausgelöst würden, wenn ein LKW rückwärts fährt, um andere zu
warnen. "Man hört diesen Ton in ganz Waggum." Vergeblich habe
er sich schon bei der Stadtverwaltung beschwert.

Und die stellte gestern auf Anfrage gegenüber unserer Zeitung klar:
Für Arbeiten auf Baustellen in der Nacht sei eine Genehmigung nicht
erforderlich; es seien jedoch die Immissionsrichtwerte einzuhalten.
Pressesprecher Rainer Keunecke: "Wir haben dazu intensive
Vorgespräche mit dem Bauträger geführt, wie es bei solch großen
Bauvorhaben üblich ist."

Bereits in diesen Gesprächen mit der Flughafengesellschaft seien
zahlreiche Punkte zur Minimierung des Lärms vorgegeben worden:
die Lärmminderung nach dem Stand der Technik, eine Bewertung
der einzelnen Baumaßnahmen in einem Emissionsgutachten,
die Ertüchtigung der Baustelle mit aktiven Schallschutzmaßnahmen
sowie die Aufstellung von Baucontainern als Schallschutzwand.

Um die lärmintensiven Bautätigkeiten in den Nachtstunden auf ein
Mindestmaß zu beschränken und die Geräuschentwicklung so gering
wie möglich zu halten, habe die Immissionsschutzbehörde zudem zum
Schutz der Anwohner mehrere Anordnungen vorgenommen - etwa die
Einrichtung einer Schallmessstelle und die Information der am stärksten
betroffenen Anwohner durch Wurfsendungen der Aushänge.

"Zudem wurden im Hinblick auf konkret bevorstehende Bautätigkeiten
Auflagen gemacht." Ziel sei es, geeignete Maßnahmen zur Lärmreduzierung
zu treffen. Dazu zähle "die Reduzierung der Nächte mit geräuschintensiven
Arbeitsschritten". Betonierarbeiten seien aufgrund von Überschreitungen
der Immissionsrichtwerte ab sofort nur noch tagsüber zulässig.


Braunschweiger Zeitung: 22. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 21© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Mein Kommentar:

Liest man die Braunschweiger Zeitung, könnte man meinen die Stadt unternimmt alles,
um seine Bürger vor dem Baulärm zu schützen. Frage ist nur, warum können die Waggumer
trotzdem nicht schlafen?
Hier werden wieder einmal die Interessen der Flughafengesellschaft
durchgesetzt und die Interessen der Bürger vernachlässigt.
Hätte man die Nachtarbeit nicht durchgesetzt, wäre der Flughafen eine Woche länger
geschlossen worden. Das hätte den Ausfall von einer Woche Start- und Landegebühren
bedeutet.
Der Schlaf der Einwohner ist dagegen nichts wert?

Hier denkt man nicht an die Zukunft.
Kann es sich die Flughafengesellschaft leisten, die Gräben zwischen den Anwohnern
und dem Flughafen immer tiefer zu graben.
-Flughafenausbau ohne Verkehrskonzept
-Umleitungsverkehr durch die Ortschaften während der Bauarbeiten
-Verschleierungstaktik über die wahren Gründe des Flughafenausbaus
-Staub und Baulärm tag und nacht
- ...
- ...

Es brodelt,- der Topf könnte überkochen.


Die Wolfsburger Nachrichten von Donnerstag berichteten:


Die Piste wächst - und die Wut der Anwohner auch

Die Planierungs- und Betonierungsarbeiten für die Verlängerung
und Verbreiterung der Piste auf dem Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
in Waggum schreiten in rasantem Tempo voran. Das von Naturschützern
und Anwohnern kritisierte Ausbauvorhaben ermöglicht es
Volkswagen-Managern, künftig von Waggum aus nonstop nach China
zu fliegen. Volkswagen ist zweitgrößter Anteilseigner der Flughafen-
Betreibergesellschaft. Die Kritiker argwöhnen, dass rund um den Flughafen
eine Logistik-Drehscheibe des Autobauers entstehen könnte. Morgen wollen
Vertreter verschiedener Bürgerinitiativen vor dem Privathaus von Konzernchef
Martin Winterkorn in Groß-Schwülper demonstrieren und auf ihr Anliegen
aufmerksam machen (wir berichteten).


Wolfsburger Nachrichten: 22. Juli 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Mittwoch, den 21.7.

196. Waldspaziergang

Es staubt weiterhin.
Bereits im Planfeststellungs-
beschluss wurde festgelegt,
dass zur Staubbindung
ausreichend gewässert
werden muss.
Wird ausreichend gewässert?


Dienstag, 20.7.

195. Waldspaziergang

19 Teilnehmer machten
sich auf die Strecke.
An dieser Stelle einmal
einen Dank an die Polizei,
die uns immer so nett
begleitet.

Montag, 19.7.

194. Waldspaziergang



Sonntag, 18.7.

193. Waldspaziergang

27 Teilnehmer der
Demonstration verlangen
den Baustopp jetzt!


Samstag, 17.7.

192. Waldspaziergang

29 Teilnehmer. Hier auf der
Tiefen Str.


Freitag, 16.7.

191. Waldspaziergang

21 Teilnehmer


Donnerstag,  15.7.

190. Waldspaziergang


18 Teilnehmer machten
nach der Hitzewelle einen
erfrischenden Wald-
spaziergang im noch
vorhandenen Restwald.



Mittwoch, 14.7.

189. Waldspaziergang

Es staubt...

und staubt...

und staubt...

und...

...


Die Braunschweiger Zeitung vom 14.7.:

Laster an Laster -

Auch die

Querumer leiden

Umleitungs- und Bauverkehr belastet den Stadtteil

Von Marc Rotermund

QUERUM. Nicht nur die Waggumer leiden unter dem starken Laster-Verkehr,
den der Flughafenausbau mit sich bringt. Auch die Querumer sind betroffen
und entsprechend sauer, zumal das Problem bei ihnen durch Umleitungsverkehr
aus Bienrode noch verstärkt wird.
Jutta Kröger hat ihre in Querum wohnende Mutter wie schon so oft besucht und
klagt: "Was auf der Bevenroder Straße los ist, habe ich noch nicht erlebt. Der
LKW-Verkehr ist extrem, dicht an dicht fahren die Laster die Straße entlang."
Sie betont: "Man kommt kaum noch über die Straße, zum Beispiel, um am
Gettelhagen zur Bushaltestelle zu gelangen."

Verschärft werde das Problem dadurch, dass die meisten Laster viel schneller
als mit den erlaubten 50  Stundenkilometern unterwegs seien. Jutta Kröger
fordert: "Die Polizei sollte hier unbedingt Geschwindigkeitskontrollen vornehmen."

Polizeisprecher Wolfgang Klages glaubt zwar nicht, dass die Laster zu schnell
unterwegs sind, sieht das Problem aber ähnlich wie die BZ-Leserin. "In Querum
kommen zurzeit zwei Verkehrsströme zusammen", erläutert er. Zum einen die
Fahrzeuge, die aufgrund der Bauarbeiten in Bienrode auf der Altmarkstraße, der
Forststraße und der Hermann-Blenk-Straße eine Umleitung nehmen müssten.
Und zum anderen die Laster, die am Flughafenausbau beteiligt seien und Erde
wegschafften.
"Das ist nicht nur laut, das bringt auch eine Menge Dreck mit sich", weiß der
Polizeisprecher auch aus eigenem Erleben und berichtet von zum Teil schwierigen
Verkehrsverhältnissen besonders morgens und am späten Nachmittag.

Klages: "Manchmal gibt es Stau von der Autobahnabfahrt Flughafen bis zum
Querumer Kreisel." Und damit durch Querum hindurch, mitten auf der Hauptstraße.
Klages: "Das ist eine Belastung für die Anwohner und auch für alle, die auf die
Umleitung angewiesen sind und nur ganz langsam vorankommen."

Das einzig Gute: Die Erdarbeiten für die Flughafenerweiterung sollen laut Plan
am 25. Juli weitgehend abgeschlossen sein. Dann soll der Flughafen nach
dreiwöchiger Schließung wiedereröffnen. Der Polizeisprecher vermutet,
dass sich die Situation in Querum von diesem Tag an etwas entspannt,
was auch Bezirksbürgermeister Jürgen Wendt (CDU) hofft: "Bei mir haben
sich auch einige Bürger vom Ortsrand beschwert, aber glücklicherweise ist
das Ende der Bauarbeiten absehbar."

Braunschweiger Zeitung: 14. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010



Dienstag, 13.7.

188. Waldspaziergang

19 Teilnehmer marschierten
auf der Grasseler Straße bis
zum Waggumer Weghaus
und zurück zum Sportheim
Waggum.



Montag 12.7.

187. Waldspaziergang

36°C aber gottseidank
hatte ein Eisfahrer
Erbarmen mit uns.


Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung vom 12.7.:


Jedes Jahr 7 Millionen Kilometer Umweg

Zu "Lastwagen am Flughafen fahren doch Umwege" (8. Juli):

Da regen sich die Herren Geschäftsführer über einen Umweg von 3 km auf:
Nicht zuträglich für die Umwelt und Mehrkosten "von etlichen 100  000".
Die Flughafengesellschaft als Umwelt(be-)schützer!? Hier wird deutlich,
wie diese Herren Einfluss nehmen, um nach Möglichkeit die eigenen Interessen
zu wahren.

Einen mindestens 3 km langen Umweg haben wir Anwohner auch in Kauf zu
nehmen, wenn die Grasseler Straße - wahrscheinlich ohne direkte Alternative -
gesperrt wird.

Bei 6400 Fahrzeugen ergäben sich Umwege von 19  200 Kilometern pro Tag
oder 7 Millionen Kilometern pro Jahr. Das kostet uns Bürger bei einem
Kilometerkostensatz von 30 Cent mindestens 2,2 Millionen Euro. Jedes Jahr.

Mir geht es gar nicht darum, dass der Flughafen erweitert wird, sondern mich
ärgert die Art und Weise des Umgangs mit den Anwohnern.

   Jens Falke, Bevenrode

Braunschweiger Zeitung: 12. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 20


Sonntag 11.7.

186. Waldspaziergang

Kurze Solidaritätskund-
gebung vor dem Waggumer
Weghaus, dessen Bewohner
sind besonders vom Lärm,
Staub und Dreck der
Flughafenbaustelle betroffen.


Die Braunschweiger Zeitung vom 10.7. berichtet:


Anwalt fordert Ausbaustopp

Wolfenbütteler Behörde prüft Widerspruch einer Würzburger Kanzlei

Von Jörg Fiene

Eine Würzburger Rechtsanwaltskanzlei hat im Auftrag eines Braunschweiger
Grundstückseigentümers bei der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr
den Stopp des Flughafenausbaus gefordert.

Vorschriften des europäischen Naturschutzrechtes seien verletzt worden, heißt
es zur Begründung. Nach dem Fund zweier schützenswerter Eremitenlarven
(wir berichteten) hätte die EU-Kommission eingeschaltet werden müssen.
Die Planfeststellungsbehörde in Wolfenbüttel sei nun aufgefordert, "rechtmäßige
Zustände herzustellen", so die Anwälte. Die Bürgerinitiative Waggum unterstützt
das Verfahren finanziell.

Jens-Thilo Schulze, Sprecher der Landesbehörde, bestätigte den Eingang des
Widerspruchs. Dieser werde gegenwärtig inhaltlich geprüft. Mit einer Antwort
könne die Kanzlei in den nächsten Tagen rechnen. "Darüber hinaus sehen wir
zurzeit keinen weiteren Handlungsbedarf", erklärte Schulze auf Nachfrage weiter.

Braunschweiger Zeitung: 10. Juli 2010, Braunschweig Lokal, Seite 18
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Freitag 9.7.

184. Waldspaziergang


34°C und trotzdem
14 Teilnehmer.
Am Startpunkt konnte
man die neuesten
Luftbildaufnahmen
vom Flughafen
bewundern.
 

Donnerstag 8.7.

183. Waldspaziergang

Reger LKW-Verkehr an der
Baustellenzufahrt zum Erweiterungs-
gelände.

Mittwoch 7.7.

182. Waldspaziergang

Die Ausfahrt vom Flughafengelände
auf die Grasseler Str. existiert schon.
Eine Querung tagsüber wurde nicht
genehmigt, nur nachts wird die Ampel-
anlage eingeschaltet und die Bau-
fahrzeuge überqueren die Straße.
Somit rollen tagsüber die LKW
weiterhin über Grasseler und Tiefe
Straße.


Rechtsanwälte fordern Niedersächsische Landesbehörde für Bau und

Verkehr zum Ausbaustopp beim Flughafen Braunschweig

"Eremiten auf das Höchste gefährdet" 



Dazu ein Bericht von Radio Okerwelle:

Würzburger Rechtsanwälte fordern Ausbaustopp für Flughafen Braunschweig
Der anhaltende Streit um die Erweiterung des Flughafens Braunschweig – Wolfsburg
beschäftigt jetzt auch Fachjuristen für Europarecht in Würzburg. Im Namen eines
Braunschweiger Mandanten habe sein Büro bei der zuständigen Landesbehörde
Antrag auf Widerruf der Ausbaugenehmigung gestellt, teilte ein Sprecher der Kanzlei mit.
Grundlage des Antrags sei eine Verletzung des europäischen Naturschutzrechts, da durch
die Arbeiten eine extrem seltene und streng geschützte Baumkäferart bedroht sei.
Nachdem sich die anfängliche Annahme als falsch erwiesen habe, dass der so genannte
Eremit in dem betreffenden Waldgebiet nicht vorkomme, hätten zwingend Schutzmaßnahmen
ergriffen werden müssen, so der Sprecher des Anwaltsbüros. Statt dessen habe die Stadt
Braunschweig die Käfer rechtswidrig aus ihrem angestammten Lebensraum entfernt.
Dienstag 6.7.

181. Waldspaziergang

Die Querung der Grasseler Straße vom Flughafen-
gelände zum Forst wird fertiggestellt.
Staubfahnen über dem ehemaligen Querumer Forst
und über der Grasseler Str..


Montag, 5.7.

180. Waldspaziergang



Eingekeilt von LKW-
Kolonnen wehren sich
18 Aktive gegen den
Flughafenausbau.


Samstag 3.7.

178. Waldspaziergang

Zwischen den LKW-Schlangen,
die den Schutt von der alten
Start- und Landebahn in den
Querumer Forst transportieren,
bahnten sich 26 unerschrockene
Flughafenausbaugegner ihren
Weg.



Die Bauarbeiten zur Erneuerung der alten Start- und Landebahn
haben Freitag 2.7. nachts begonnen.
Im Westen beginnt man mit dem Abriss der alten Start- und LandebahnAn der Grasseler Str. gibt es eine neue Ausfahrt zur Querung der Straße
Das Rollfeld wird nach Osten erweitert.

Den Schutt transportiert man über die Tiefe Str. zum Querumer Forst.


Freitag 2.7.

177. Waldspaziergang

27 Teilnehmer protestieren gegen den Flughafenausbau
und warten vergeblich auf den Baubeginn.
Die Ampel ist da!

Donnerstag 1.7.

176. Waldspaziergang

19 Aktive machten sich
auf die ganz kleine Runde
immer am Zaun entlang,
denn unser sonst üblicher
Weg ist durch 2 Bauzäune
versperrt.


Leserbrief in der Braunschweiger Zeitung von Freitag


Warum gibt es

kein Nachtflugverbot?

Zur Sperrung Grasseler Straße:

Die Stadt weiß von nichts. Verkehrsprobleme haben wir schon lange.
Pro Tag 123 Flugzeuge - und wie viele davon für die Forschung?
Wir werden belogen, immer wieder wird uns erklärt, wir brauchen die
Landebahn für die Forschung. Warum dann kein Nachtflugverbot und
warum hält man sich nicht an die Einflugschneise? Die Autos fahren
doch auch nicht querfeldein, sondern auf der Straße.

   Renate Krause, Braunschweig

Braunschweiger Zeitung: 2. Juli 2010, Braunschweig Leser, Seite 24© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010

Grasseler Str. war Donnerstag mittags
vorübergehend vollständig gesperrt.

Ursache war ein Bombenfund auf dem Bau-
gelände an der Grasseler Straße.
Der Kampfmittelbeseitigungsdienst sprengte
kontrolliert die Fliegerbombe.
Bleibt die Frage, wurde die gesamte
Baustelle zuvor nach Kampfmitteln
abgesucht?






An dieser Stelle wird
die Baustraße die
Grasseler Str. kreuzen
und macht sie somit
zum Nadelöhr.

Wie hektisch und dilettantisch die Bauplanung am Flughafen funktioniert,
wird immer wieder sichtbar: 1 Woche vor dem Ausbau der alten Start-
und Landebahn fällt auf, dass man stündlich mit ca. 70 schweren Baumaschinen
die Grasseler Str. queren muss. Verspätet beantragt man eine Verkehrsregelung
mit Ampelschaltung und ein Tempolimit von 30 km/h. Da die Grasseler Str. ohnehin
schon mit Umleitungsverkehr belastet ist, wird niemand im entstehenden Stau das
Tempolimit erreichen.

Die Braunschweiger Zeitung vom 30.6. schrieb dazu in einem Kommentar:


Vertrauensbildung

geht anders


Von Jörg Fiene


Wie mag das ankommen bei den Menschen im Norden der Stadt?
Die Hermann-Blenk-Straße wegen Bauarbeiten dicht, die Forststraße
wegen Bauarbeiten dicht. Und nun - vermeintlich plötzlich - für vier
Wochen auch noch eingeschränktes Durchkommen auf der Grasseler Straße.
Und das auch noch wegen des verhassten Flughafenausbaus.

Die Pläne für die Verbreiterung der Landebahn im Sommer sind hinlänglich
bekannt gewesen. Es dürfte leicht zu erahnen gewesen sein, dass dies auch
auf die Grasseler Straße ausstrahlen würde. Dennoch haben Behörde und
Betreibergesellschaft es nicht geschafft, den Straßenbau rund um den
Flughafen so abzustimmen, dass die Anlieger möglichst wenig belastet werden.
Im Gegenteil, nun wird eine Umleitungsstrecke selbst zum Teil einer Baustelle.
Und das mitten in der sensiblen Debatte um die künftige Verkehrsführung in
und um Waggum. Vertrauensbildung geht anders.

Braunschweiger Zeitung: 30. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 17
© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Die Gifhorner Rundschau schrieb am 23. Juni



Flop für die Großregion

Kritik an Braunschweigs Verkehrs-Informationen



MEINE/BECHTSBÜTTEL. Hat die Stadt Braunschweig ein Eigentor geschossen, als sie
Meiner Vertreter zur Einwohnerversammlung über das neue Verkehrskonzept wegen der
Flughafenerweiterung auslud?

Der Papenteicher Samtgemeindebürgermeister Helmut Holzapfel fürchtet das und stärkt
der Meiner Bürgermeisterin Ines Kielhorn den Rücken, die das Vorgehen des Braunschweiger
Oberbürgermeisters Gert Hoffmann gerügt hatte. Holzapfel sagte: "Mit diesem Beispiel hat
Hoffmann dem von ihm propagierten Regionsgedanken einen sehr schlechten Dienst erwiesen,
indem er die Braut, die er umwirbt, stiefmütterlich behandelt."

Holzapfel fürchtet, dass sich viele an den Braunschweiger Umgang mit der betroffenen
Nachbarkommune erinnern, wenn es um konkrete Schritte zur Region geht: "Die werden
sich fragen, ob das ernst gemeint ist mit gleichberechtigter Information und Mitwirkung."

Denn auch in Meine könnten Bürger und Rat sich nur eine Meinung bilden, wenn die
Informationen flössen.

Derweil plant der stellvertretende Meiner Bürgermeister und Bechtsbütteler Ratsherr
Werner Auerbach gegen Ende der Sommerferien eine neuerliche Bürgerversammlung in
Bechtsbüttel. Anlass sind die jüngsten Informationen im Vorfeld der Sitzung des
Braunschweiger Rats der Stadt, wonach die Ostumfahrung der verlängerten Landebahn
keineswegs gesichert ist. Denkbar ist demnach aus Umweltgründen eine Westumfahrung
über eine noch längere Umwegstrecke, gegebenenfalls mitten durch Waggum.

Die Meiner hatten wie viele Braunschweiger dagegen eine Unterführung der verlängerten
Startbahn auf der Trasse der gekappten Grasseler Straße gefordert.

Auerbach will zu der Informationsveranstaltung die Braunschweiger Verkehrsexperten einladen.
Denn schon bei einer Ostumgehung sind für Bechtsbüttel weitere 300Fahrzeuge pro Tag
prognostiziert, bei einer Westumgehung aber 1000. "Wir haben aber schon 6000 Ortsdurchfahrten
pro Tag, und das ist nicht hinzunehmen", klagt Auerbach. "Wir brauchen in Bechtsbüttel eine
Verkehrberuhigung oder wenigstens Tempo 30."    cf

Gifhorner Rundschau, Wolfsburg: 23. Juni 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010




Foto: Klaus Helmke


Die Wolfsburger Zeitung von Samstag, 26.Juni:



"VW wird keine Ruhe bekommen"

Umweltschützer und Bürgerinitiativen demonstrieren vor Tor Ost -
Keine Reaktion von Rat und Unternehmen

Von Bettina Jaeschke

"VW lässt Wald, Tiere und Straßen für einen irrsinnigen Flughafenausbau vernichten", "VW raubt uns die
Nachtruhe - 22 bis 6 Uhr: Stille Nacht" war auf den Plakaten zu lesen, mit denen Vertreter von
Braunschweiger Bürgerinitiativen gestern mobil machten.

Auf einer Verkehrsinsel vor der Einfahrt zum Tor Ost von Volkswagen ging es etwa 20 Vertretern der
Bürgerinitiativen um den Braunschweiger Flughafen. Die Aktivisten forderten VW auf, seine Absichtserklärungen
zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten zu untermauern (wir berichteten). Vertreter von VW ließen
sich während der Aktion nicht blicken.

Bereits zum vierten Mal demonstrierten die Braunschweiger vor den Toren von Volkswagen. Peter Rosenbaum,
Ratsherr der Stadt Braunschweig und einer der Beteiligten, kündigte weitere Aktionen an:
 "VW wird keine Ruhe bekommen."

Da das Unternehmen nach der Stadt Braunschweig zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist,
wollen es die Aktivisten nicht aus der Verantwortung entlassen. "Einen Anteil in Höhe von 17 Prozent
hält auch die Stadt Wolfsburg", sagt Rosenbaum. Daher seien auch die Ratsfraktionen angemailt und
auf die Aktion vor dem Tor Ost hingewiesen worden. Doch auch hier blieb der erhoffte Besuch aus.

In einer gemeinsamen Erklärung weisen die Umweltverbände darauf hin, dass Naturschützer im
Querumer Forst Larven des Eremiten, einer seltenen Käferart, gefunden hätten. Diese seien durch
die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der EU besonders geschützt.

"Es ist frustrierend, dass bestehendes Umweltrecht nicht angewendet wird", findet Heiderose Wanzelius,
Vorsitzende des Braunschweiger Forums. "Wir haben mehrfach an das Umweltamt geschrieben,
dass das Planfeststellungsverfahren nicht eingehalten wurde. Aber immer wieder wurde uns Unverständnis
entgegen gebracht", sagt sie. Boris Gelfert, Geschäftsführer der Flughafengesellschaft, erklärte in
einer Pressemitteilung, dass ein Baustopp wegen des Eremitenfundes "keine Wirkung zeitigen
würde, da auf der Fläche keinerlei Bäume mehr stehen, die dem Eremiten als Lebensraum dienen könnten".

Deutliche Worte auf den Plakaten der Demonstranten. Eine Reaktion blieb allerdings aus.

Wolfsburger Nachrichten: 26. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010
Bildquelle: Wolfsburger NachrichtenBildquelle: Wolfsburger Nachrichten


Am 25.6. schrieben die Wolfsburger Nachrichten:

VW soll den Eremiten schützen

Von Thomas Kruse

Braunschweiger Bürgerinitiativen nehmen Volkswagen beim Wort. Das Unternehmen
soll seine Absichtserklärungen zum Schutz der biologischen Vielfalt mit Taten
untermauern - und zwar vor der Haustür und zum Schutz des Querumer Waldes
bei Braunschweig.

Die Erweiterung des Flughafengeländes ist trotz der heftigen Protestes von Anwohnern
 und Umweltschützern beschlossene Sache. Für die Verlängerung der Stadtbahn des
Flughafens Braunschweig-Wolfsburg in Waggum wurde bereits hektarweise Wald gerodet.

Da Volkswagen zweitgrößter Anteilseigner der Flughafengesellschaft ist und Manager
von dort zu Dienstreisen abfliegen, wollen die Umwelt-Aktivisten den Konzern nicht
aus der Verantwortung entlassen. Heute wollen sie am Tor Ost einen offenen Brief an
einen Unternehmensvertreter übergeben. Die symbolische Übergabe von
12000 Unterschriften gegen die Rodung der Bäume hatte Volkswagen im
vergangenen Jahr ignoriert. Argument: Das Unternehmen sei nicht für die
Erweiterung verantwortlich und profitiere auch nicht davon. Die Umweltverbände
Nabu und Bund sowie Braunschweiger Bürgerinitiativen sehen das anders und das
Weltunternehmen aus Wolfsburg in der Pflicht.

Helfen soll dabei der kürzliche Fund einer Larve des seltenen Eremitenkäfers auf der
Rodungsfläche des Querumer Forstes. Die "prioritäre Käferart" sei durch die
Flora-Fauna-Habitat-Richlinie der EU besonders streng geschützt. In ganz
Niedersachsen gebe es nur zwei prioritäre Arten, heißt es in einem offenen Brief
der Umweltschützer: neben dem Eremiten noch eine Schmetterlingsart, die "Spanische Fahne".

Volkswagen solle jetzt helfen, diesen "wertvollen ökologischen Schatz" vor dem eigenen
Werkstor zu schützen. Man beruft sich auf ein so genanntes "mission statement" der
Volkswagen AG aus dem April 2008. Das Statement betreffe "Maßnahmen zum unmittelbaren
Schutz bedrohter Arten" bis hin zur "Unterstützung von Forschungsvorhaben" in diesem Bereich,
die sich der Konzern vor allem "im Umfeld seiner Standorte" zum Ziel gesetzt habe. Das Vorhaben
sollte in Zusammenarbeit mit dem VW-Konzern und gegebenenfalls unter Einbeziehung umliegender
Landkreise ausgeführt werden. Der programmatische Vorsatz sei vorbildlich, so die
Umwelt-Aktivisten. Nun müsse Volkswagen allerdings auch vor Ort Taten folgen lassen.

Zum Thema Nachhaltigkeit hat Volkswagen in der Tat klare Bekenntnisse abgelegt und
gute Projekte entwickelt und realisiert. Nur zum Thema Waggum war bisher nichts zu hören.


Wolfsburger Nachrichten: 25. Juni 2010, VW: Das Werk, Seite 17© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010


Der Eremitenkäfer (Osmoderma Eremita)

Europaabgeordneter Albrecht: Flughafenausbau sofort stoppen!

Anlässlich der Fortsetzung des Ausbaus des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg
trotz des Fundes von bedrohten Eremiten-Larven erklärt Jan Philipp Albrecht,
Grüner Europaabgeordneter für die Region Braunschweig:

"Es ist vollkommen inakzeptabel, dass der Ausbau des Flughafens
Braunschweig-Wolfsburg und damit die Rodung des Querumer Forstes fortgesetzt
wird, obwohl auf dem betroffenen Gelände Larven von Eremiten entdeckt wurden,
die durch die EU als prioritäre Art eingestuft sind.

Ich fordere daher die Stadt Braunschweig, die Stadt Wolfsburg und die
Volkswagen AG als Gesellschafter des Flughafens auf, den Bauvorgang
unverzüglich zu stoppen und den europäischen Schutzbestimmungen folge
zu leisten. Die Flughafengesellschafter sind in der Verantwortung gemeinsam
mit der EU-Kommission und der Bürgerinitiative einen Plan für das weitere
Vorgehen zu erarbeiten ohne den Lebensraum der Eremiten zu gefährden."




Ein Kommentar der Braunschweiger Zeitung
vom 22.6. :
 
Die streng geschützten Eremiten aus dem Querumer Forst haben Karriere gemacht
. Die Maden mit dem Markenzeichen querstehende Afterspalte haben es bis ins
Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" geschafft. Ein steiler Weg vom Baumstumpf
über die zu verlängernde Startbahn des Flughafens bis in den bundesdeutschen Blätterwald.

Der Autor besuchte Gutachter Reiner Theunert, recherchierte im Wald,
in Braunschweig und schreibt: "Dabei war an dem Fund einiges merkwürdig.
Warum wollte der ,Spaziergänger anonym bleiben? Und wie war der ominöse
Spaziergänger vorgegangen - man musste genau wissen, wo man suchte,
dann musste man verdammt tief, bis zur Schulter, mit dem Arm im verfaulten
Inneren eines Wurzelstumpfs herumtasten - wer machte so was? Und warum
gab es keine Kotspuren dort, wo die Larven gelebt hatten? Niemand sprach es
offen aus, aber der Verdacht kursierte, die zwei Larven könnten, nun ja,
hingelegt worden sein. Plötzlich war Theunert zu einer Art Öko-Detektiv
geworden."
Der Spiegel-Autor beschreibt das Dilemma, in dem sich Theunert befand.
Der Experte konnte den Fall nicht einwandfrei lösen.

Mehr zum Thema gibt es im Internet. "Herzlich Willkommen bei
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zu blockieren ..."

Das Zitat ist natürlich nur Satire. Bis dahin ist aber alles das wirkliche Leben.

E-Mail: ralph-herbert.meyer@bzv.de

Braunschweiger Zeitung: 22. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 15© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010 

Bildquelle: Wikipedia
Mein Kommentar:

Wurden die Flughafenausbaugegner bisher "nur" 
kriminalisiert, werden sie jetzt von der BZ auch
noch lächerlich gemacht. Ralph-Herbert
Meyer versucht nach wie vor das Gerücht zu
streuen, die Eremitenlarven wurden von Flug-
hafengegnern dort hingebracht, und das obwohl 
der Gutachter keinerlei Manipulation des Fundortes
feststellen konnte.



NDR 19.30
vom 21.6.
über den Fund der Eremitenlarve

 
< Emotion on the people von denNightbirds

< Vielen Dank, Suse.
   Selbst gedreht, selbst
   gesungen. Das passt  
   alles unglaublich gut
   zusammen.


Anzeige gegen Stadtbaurat Zwafelink wg. direkter Veranlassung und Erlaubnis rechtswidriger Eingriffe in einen Eremitenwald 

Sehr geehrte Damen und Herren

ein Kripo-Beamter  informierte mich und andere Mitglieder der BI Waggum auf dem Waldspaziergang vom 14.6.2010,
dass der geschützte Eremiten-Waldboden nunmehr vorsichtig abgetragen und an den Waldwegen gelagert werde
und die Baumstümpfe in der Sperrzone im Ganzen entnommen
und nicht gerüttelt werden dürften. Rodung im Sperrgebiet ist demnach nicht statthaft.

So geschah es denn auch bis gestern.
Heute war dagegen innerhalb der nördlichen Sperrzone ein Bagger bei der direkten Rodung zu sehen, anstatt mit
Baggerschaufel  war dieser mit einer Rodungsforke dabei, die Baumstümpfe herauszuroden und die Erde herauszurütteln.
Das ist ein Verstoß gegen die bisherigen Auflagen des Umgangs mit der Natur im Sperrgebiet und wird hiermit angezeigt.

Herr Stadtbaurat Zwafelink hat gestern in der Ratssitzung öffentlich erklärt, daß er die Erlaubnis zu dem - im übrigen
nicht mit der EU-Kommission abgestimmten - Verfahren im Querumer Eremitenwald gegeben habe.
Deshalb nun die aktuelle Strafanzeige gegen ihn.

Mit freundlichen Grüßen
Peter Rosenbaum

Mittwoch 30.6.

175. Waldspaziergang


Zunächst konnten wir die abschließende
Zerschredderung des Eremitenwaldes
beobachten, dann ging es nicht weiter.
Ein neuer Bauzaun ist errichtet worden
und wir mussten an diesem Zaun entlang
zur Grasseler Str. zurückkehren.
Übrigens ein Bauschild, an dem man
erkennen könnte, wer hier überhaupt
baut, fehlt immer noch. Eine Anzeige
wird folgen.

Dienstag 29.6.

174. Waldspaziergang

Die Baustellenzufahrt
vom Flughafen zur Bau-
stelle reicht jetzt bis
zur Grasseler Straße.
In einer Stunde sollen
hier 70 LKW die Straße
queren. Eine Ampelan-
lage ist bisher nicht
beantragt. Dies zeigt
wieder einmal wie
dilettantisch die
Bauplanung hier wieder
durchgeführt wurde.
Denn jeder fragt sich,
wie kann das funktionieren,
denn die Grasseler Straße
ist ohnehin schon eine
Umgehungsstraße und
bis zum Limit mit Verkehr
belastet.

Montag, 28.6.

173. Waldspaziergang


Die bauvorbereitenden
Maßnahmen für die
Erneuerung der alten
Start- und Landebahn
laufen mit Hochdruck.


Die neue Zufahrt vom
Flughafen zur Baustelle.


Sonntag 27.6.

172. Waldspaziergang


Im sommerlichen
Restwald.


Samstag 26.6.

171. Waldspaziergang


Hier hat jemand die
Baustelle übersehen und
den Eingang mit seinem
Wagen niedergewalzt,
das benachbarte
Toilettenhäuschen
wurde leicht beschädigt.


Freitag 25.6.

170. Waldspaziergang

Immer am Bauzaun
entlang.


Donnerstag 24.6.

169. Waldspaziergang


Der Landwirt neben dem
Baugelände musste sein
noch nicht reifes Getreide
abmähen, da der Beginn
der Bauarbeiten der neuen
Rollbahn unmittelbar
bevorsteht.


Mittwoch 23.6.

168. Waldspaziergan
g
 

Neben allen Forstwegen
lagert Waldboden von der
Baustelle.
Zwar sollen die Baumstrünke
vorsichtig aus dem Boden
genommen werden, wir
konnten aber beobachten,
dass sie heftig geschüttelt
wurden. (Was die Untere
Naturschutzbehörde in
ihrer Ausnahmegenehmigung
verbietet!)
Dienstag 22.6.

167. Waldspaziergang

An der Grasseler Straße
wird eine Baustellenzufahrt
errichtet. Am 3. Juli soll
dann der Flughafen gesperrt
werden, weil die Start- und
Landebahn erneuert werden
soll.



Sonntag 20.6.

165. Waldspaziergang

Wir haben am Volksfest-
umzug in Waggum teilgenommen.

Mehr Bilder bei
waggum.de
Oberbürgermeister Hoffmann kam nach Waggum:


Die Bürgerinitiative Waggum traf sich an der Waggumer Apotheke, um gemeinsam zur

Veranstaltung zu gehen. Hier wurde schon deutlich, dass wir wieder einmal als Flughafen-

ausbaugegner  kriminalisiert werden sollten,  an jeder Ecke stand Polizei.

Aus allen Richtungen strömten Fußgänger und Radfahrer zur Schule, die Claudiusstr. war

für den Autoverkehr gesperrt.

Kurz vor Beginn der Veranstaltung wurden die Türen gesperrt, denn alle 350 Plätze waren

besetzt. Der Oberbürgermeister kam durch einen Seiteneingang  und eröffnete  die

Versammlung und begann mit autoritärem Ton die Zuschauer zu reglementieren, würde

man sich nicht an seine Regeln halten, würde er die Veranstaltung verlassen.

Nun wurden die Gutachten über das zu erwartende Verkehrsaufkommen und die

zukünftige Lärm- und Emissionsbelastung vorgestellt, die bei der Schließung der

Grasseler Str. entstehen würden.

 3 Varianten wurden überprüft:

 

Variante I:  Westumfahrung über die Bienroder Spange (eine westliche Umfahrung, die in

                    Höhe des Lönsweges direkt zur Hermann-Blenk-Str. führt) mit Ortsdurchfahrt

                    Waggum.

                   Die billigste Lösung, die die Ortsdurchfahrt Waggum am stärken belasten

                   würde,  da sie den gesamten Verkehr der Grasseler Str. aufnehmen müsste.

                  In Bienrode würde der Bereich am Lönsweg so stark belastet, dass die Grenzwerte

                  für Lärm und Emission überschritten würden.

 

Variante II:  Westumfahrung mit südlicher Umgehung Waggum  und Bienroder Spange.

                   Eine teuerere Lösung, die den Ortskern von Waggum entlasten würde, da sie

                   südlich an Waggum über Flughafengelände entlang führt. Die Belastung für

                   den Lönsweg wäre aber gleich hoch.

 

Variante III: Die Ostumfahrung führt in einem östlichen Bogen um das Flughafengelände herum.

                  Die teuerste Lösung, die den Ortskern von Waggum nur wenig entlastet, da viele

                  Autofahrer den Umweg von 1,8 km scheuen würden und über die Bienroder

                  Spange in die Innenstadt fahren würden. Für den Bereich Lönsweg gäbe es ebenfalls

                  nur eine geringe Entlastung.

 
Hoffmann selbst erklärte am Schluss der Veranstaltung, dass er weiter am Beschluss der
Ratsmitglieder für die Ostumfahrung festhalte.
Der Rat kann aber nur eine Empfehlung geben, entscheiden tut das Straßenbauamt Wolfenbüttel. 






Hier die Berichte der Braunschweiger Zeitung und der Gifhorner Rundschau:

Drei Varianten vorgestellt

Einwohnerversammlung zur künftigen Verkehrslösung am Flughafen -
Gutachten wurden präsentiert


Von Ralph-Herbert Meyer

und Marc Rotermund

Lange Zeit galt die Ostumfahrung als die Verkehrslösung für die Zeit nach der
Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens in Waggum. Doch das
Oberverwaltungsgericht hat dem Bauherren, der Flughafen-Gesellschaft
Braunschweig-Wolfsburg, einen Strich durch die Planungen gemacht und eine
schwierige neue Aufgabe gestellt. Gibt es möglicherweise eine bessere
Alternative? Das fragen die Richter. Am Ausbau des Flughafens hatten sie
grundsätzlich keine Einwände.

Seit dem Spruch wird in Bienrode, Waggum und Bevenrode emotional diskutiert,
was passieren wird, wenn die Grasseler Straße zwangsläufig gekappt wird.
Gestern Abend wurden drei Möglichkeiten präsentiert, die Gutachter in ihren
Auswirkungen genau untersucht hatten. Die Informations-Veranstaltung
wurde moderiert von Oberbürgermeister Gert Hoffmann.

Der Andrang war wie erwartet groß. Es wurden Flugblätter verteilt. Polizei war
vor Ort. Bereits Minuten vor Beginn der Veranstaltung mussten die Türen der
Aula in der Waggumer Grundschule geschlossen werden. Viele mussten draußen
bleiben. Einige harrten dort bis zum Ende aus.

Zu Beginn der Versammlung bezichtigten Zwischenrufer Oberbürgermeister
Hoffmann der Lüge. Und einer ließ sich zu einer Geschmacklosigkeite hinreißen
und rief: "Das kennen wir vom Führer."

Hoffmann erwiderte: "Die Versammlung ist jetzt schon richtig, weil die Bürger
sehen, wie wer mit wem umgeht." Der Oberbürgermeister drohte sogar unter
bestimmten Umständen mit Abbruch der Versammlung. Danach wurde es
sachlicher, weil auch aus der Versammlung heraus Ruhe angemahnt wurde.
Der überwiegende Teil der etwa 350 Interessierten war zwar emotional
aufgewühlt, verhielt sich aber vorbildlich.

Neben der Ostumfahrung, die der Rat der Stadt mit großer Mehrheit befürwortet,
wurden die Westumfahrung mit Ortsdurchfahrt Waggum und Westumfahrung
mit südlicher Umfahrung Waggums als Alternativen vorgestellt.

Welche der drei Möglichkeiten letztlich umgesetzt wird, ist Sache der
Landesverkehrsbehörde. Manfred Michael vom Büro der WVI Prof. Dr. Wermuth
Verkehrsforschung und Infrastrukturplanung GmbH sowie Stephan Elias vom
Ingenieurbüro Kuhn und Partner für Hoch-, Tief- und Ingenieurbau erläuterten die
Gutachten.

Fragen der Einwohner aus Bienrode, Waggum und Bevenrode beantworteten auch
Erster Stadtrat Carsten Lehmann und Heinz-Georg Leuer, Fachbereichsleiter
Verkehr sowie Gutachter und Experten.

Keinen freien Platz gab es während der Einwohnerversammlung in der Waggumer
Grundschule.

Braunschweiger Zeitung: 17. Juni 2010, Braunschweig Lokal, Seite 18

© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010



Braunschweig schließt Meiner von Verkehrsdebatte aus

Bürgermeisterin empört über Reglement zur Einwohnerversammlung
zu Folgen der Flughafenerweiterung


Von Christian Franz

MEINE. "Dazu fällt mir nichts mehr ein!" Meines Bürgermeisterin Ines Kielhorn ist
empört über das Vorgehen der Stadt Braunschweig in der Verkehrsdebatte,
ausgelöst durch die Erweiterung des Flughafens Waggum.

Zu einer Einwohnerversammlung des Braunschweiger Stadtbezirks
Bienrode, Waggum und Bevenrode gestern Abend waren Meiner
ausdrücklich ausgeschlossen. "Teilnahme- und Rederecht haben
nur die Bewohner der genannten Ortsteile", heißt es in einer
Pressemitteilung der Stadt.

Dabei sind es Meiner Bürger, die unter der gekappten Grasseler Straße leiden.
Grasseler kommen nicht mehr nach Braunschweig. Bechtsbüttelern wird der
Verkehr durch die Ortsmitte geführt. "Wir sind nicht gegen die Erweiterung
des Flughafens, aber wir haben ein Problem mit der Straßensperrung", betonte
Kielhorn. Ergebnisse einer Verkehrsuntersuchung und Prognosen zu Auswirkungen
möglicher Routenführungen hätten auch die Meiner interessiert.

Die wiederum hatten bei ihren Bürgerversammlungen in Bechtsbüttel und Grassel
selbstverständlich zahlreiche Braunschweiger Gäste. "Es ist ein Unding, dass wir
nicht die Möglichkeit bekommen, zuzuhören und was zu sagen", rügte Kielhorn
die Nachbarkommune in der öffentlichen Meiner Ratssitzung.

Den Braunschweigern rief sie zu: "Wir sperren auch nicht die Landesstraße in
Bechtsbüttel, weil uns da zuviel Verkehr ist!"

Braunschweigs Stadtsprecher Jürgen Sperber teilte auf Anfrage mit,
Einwohnerversammlungen gemäß niedersächsischer Gemeindeordnung
richteten sich nur an direkt betroffene Einwohner einer Gemeinde.
Sein Tipp: "Die Gemeinden im Landkreis Gifhorn könnten eigene
Versammlungen durchführen und dazu auch die Gutachter und die
Flughafengesellschaft einladen."

Braunschweiger Zeitung, Gifhorn: 17. Juni 2010, Gifhorn Lokales, Seite G03© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010

Freitag 18.6.

163. Protesttag


Am Rand aller
Forstwege wird nun
vorübergehend
Waldboden abgelagert.


Die hastig aus-
gegrabenen
Lurchfluchtteiche
sind inzwischen
ausgetrocknet.

Donnerstag 17.6.

162. Waldspaziergang


Der Waldboden aus der ehemaligen
abgesperrten Fläche wird jetzt
auch an anderen Forstwegen
abgelagert.

Mittwoch 16.6.

161. Waldspaziergang

Der Waldboden vom zuvor
abgesperrten Teil des Bau-
geländes wird am Rande des
Forstweges "Breite Bahn"
gelagert.
Später sollen auch die
Baumstümpfe aus dem Gelände
hierher transportiert werden.

Dienstag 15.6.

160. Waldspaziergang


Die vorher abgesperrte Fläche wird jetzt gerodet.
Die untere Naturschutzbehörde die zuvor für
die Sperrung zuständig war, hat - wieder einmal -
für eine Ausnahmegenehmigung gesorgt.
Mit der Auflage "den dort befindlichen Boden
mit den Stümpfen vorsichtig und ohne Rütteln
der Wurzelstümpfe andernorts zu verbringen".

Nur bei dem hohen Schutzgrad für den Eremiten kann,
nach Naturschutzgesetz, keine "Untere Naturschutzbehörde"
eine Ausnahmegenehmigung erteilen. 

Ostermontag mit Gritsanda          
29.1. 15:30 Uhr der Harvester ist gestoppt


Die Braunschweiger Zeitung von Samstag 29.5.:

Stadt überprüft Herkunft der seltenen Larve am Flughafen

Erste Anzeigen gegen Unbefugte auf der Rodungsfläche im Querumer Forst
Von Ralph-Herbert Meyer,

Jörg Fiene und Marc Rotermund

Im Rodungsgebiet für die Startbahnverlängerung des Flughafens wurde eine zweite Larve des
geschützten Eremiten-Käfers gefunden. Die Stadt hat daraufhin ein erneutes Gutachten zu der
Entdeckung in Auftrag gegeben.

Im ersten Gutachten des von der Flughafen GmbH verpflichteten Experten hieß es zum Erscheinen
des geschützten Eremiten im Querumer Forst: Fundort und Fundstelle sind "außergewöhnlich".
Denn bislang sind Eremiten-Vorkommen in Braunschweig lediglich in Riddagshausen nachgewiesen.

In anderen Gegenden und Bundesländern gebe es aber bekannte größere Vorkommen dieser Art,
erklärt Professor Ulrich Joger, Leiter des Naturhistorischen Museums.

Warum der Fund im Querumer Forst als "außergewöhnlich" bezeichnet wird, erklärt Stadtbaurat
Wolfgang Zwafelink auf Anfrage unserer Zeitung: "Bei den umfangreichen Untersuchungen des
von der Flughafengesellschaft beauftragten Fachbüros war kein Eremit gefunden worden.
Bevor weitere Aussagen über Herkunft und Bedeutung des Fundes gemacht werden können,
muss das Vorkommen des Eremiten zunächst einmal von einem Insektenkundler weiter
geklärt und qualitativ bewertet werden."

Warum muss es jetzt ein zweites Gutachten geben? Zweifelt die Stadt daran, dass die Larven auf
natürlichem Weg in den Querumer Forst gelangt sind? Stimmt es, dass in dem Baumstumpf kein
Larvenkot gefunden wurde? Ist denkbar, dass die Larven bewusst von Menschenhand abgelegt wurden?

Diese Fragen haben wir der Stadt gestellt. Und hier die Antwort, die uns nach mehreren Stunden
Wartezeit schriftlich erreichte: "All diese Fragen sollen gutachterlich geklärt werden. Vermutungen
stellt die Verwaltung nicht an."

Die Flughafen GmbH teilte gestern mit: "Angesichts der fortwährenden Zerstörungen des Bauzauns
und von Schlössern im Bereich der Rodungsfläche erstattet die Flughafengesellschaft
 Braunschweig/Wolfsburg gegen jede auf dem Gelände angetroffene Person Anzeige wegen
Hausfriedensbruchs und Sachbeschädigung. So auch in einem Fall, bei dem der Polizei ein USB-Stick,
der auf dem Gelände gefunden wurde, zur Identifizierung der eingedrungenen Person übergeben
wurde." Auf Nachfrage wurde erklärt, dass der USB-Stick in dem Bereich des Larvenfunds entdeckt wurde.

Wolfgang Büchs, Privatdozent für Tierökologie und eigenen Angaben zufolge in einer Bürgerinitiative
gegen den Flughafenausbau engagiert, hält es für "sehr unwahrscheinlich", dass jemand Larven des
geschützten Eremiten-Käfers in dem gesperrten Gelände abgelegt hat. "Es handelt sich um eine
geschützte Art, die man nicht einfach kaufen kann. Jemand, der sie hält, braucht eine spezielle
Genehmigung", erläutert Büchs.

Er kann nicht nachvollziehen, dass die Flughafengesellschaft Fundort und Fundstelle der
Eremiten-Larve als "außergewöhnlich" bezeichnet. "Bereits in der Umweltverträglichkeitsstudie
von 2004 ist das Areal, in dem jetzt die Larve gefunden worden ist, als das wahrscheinlichste
für ihr Vorkommen bezeichnet worden", sagt Büchs und betont: "Man hat vorher nur oberflächlich gesucht."

Gäbe es ein Motiv für das mutwillige Ablegen von Larven in dem Gebiet? Büchs vermutet, dass
durch die Larvenfunde ein Baustopp nicht zwingend verhängt werden kann, schließlich sei das
Planfeststellungsverfahren unverrückbar. Genauer müssten das aber Juristen beurteilen.


Braunschweiger Zeitung: 29. Mai 2010

Braunschweiger Zeitung vom Samstag 22.Mai:

Käfer-Larve gefunden

WAGGUM. Eine Larve des geschützten Eremiten-Käfers (Osmoderma eremita)
wurde von Fachleuten identifiziert, teilt die Flughafen GmbH mit. Die Larve war
auf dem Erweiterungsgelände in der Höhle eines Baumstumpfes entdeckt worden.
Die Art ist selten. In Braunschweig ist bislang nur ein Vorkommen in Riddagshausen
bekannt. Fundort und Fundstelle werden als "außergewöhnlich" bezeichnet, teilt
 die Flughafen GmbH mit. Die Arbeiten werden fortgesetzt.

Braunschweiger Zeitung: 22. Mai 2010, Braunschweig Lokal, Seite 19

© Braunschweiger Zeitungsverlag, 2010

<Videofilm  von  "Querdenker" 26.1.2010



<   Film vom 15:00-Uhr-Treff am Sonntag 21.2.

<   Musik: Edo Zanki Come on (Mit freundlicher Genehmigung von Edo Zanki) 
        


Quelle:
Braunschweiger
Zeitung




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