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Bild: Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg
gegen die Verlängerung der Startbahn des Flughafens:

 

Rückbau des Flughafens!

 

14.07.2019

Veränderung der Verkehrssituation seit Sperrung der Grasseler Straße

Zur Veränderung der Verkehrssituation seit Sperrung der Grasseler Straße befindet sich seit 2018 auf der
Webseite der Bürgerinitiativen Flughafen Braunschweig-Wolfsburg gegen die Verlängerung der Startbahn des Flughafens die Forderung:

 

"Wenn der Ausbau des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg im Jahre 2010 ein wirtschaftlicher, ökologischer und verkehrsinfrastruktureller Flop war, sollte man dies eingestehen und zu dem
ursprünglichen Zustand zurückkehren. Dann erhielte Braunschweig seinen gewohnten Flughafenzu überschaubaren Kosten zurück, der Norden Braunschweigs würde durch die Wiederöffnung
der seinerzeit für den Ausbau rechtswidrig unterbrochenen Grasseler Straße aus seiner Hinterhoflage befreit, die rechtswidrige Unterlassung des gerichtlich angeordneten ergänzenden Planfeststellungsverfahrens könnte ad acta gelegt werden und die durch den Ausbau bedingten
Verkehrsprobleme gehörten der Vergangenheit an. Die dann außer Betrieb genommenen 620 m Betonpiste könnte die Flughafengesellschaft anderweitig vermarkten."


https://flughafen-braunschweig.info/FAQs.html

 

 

Herr Udo Sommerfeld (Die Linke) meinte dazu am 11.12.2018:

"Davon abgesehen macht sich unsere Fraktion schon seit Jahren Gedanken darüber ob Braunschweig
überhaupt einen Flughafen braucht und wenn ja, in welcher Form und welcher Trägerschaft. Hier gilt es
abzuwägen zwischen den Belastungen durch den Flughafen für die Menschen im Norden Braunschweigs,
der kommunalen Bezuschussung einer Verkehrsinfrastruktur die nicht zur Daseinsvorsorge gehört und
maßgeblich vom VW-Konzern genutzt wird, den Interessen der am Flughafen angesiedelten Unternehmen
und den Interessen der Beschäftigten des Flughafens. Vor diesem Hintergrund ist Ihr Ansatz dann wohl
doch etwas zu kurz gegriffen.

Wir glauben nicht, dass irgendjemand ein 600 m lange Betonpiste pachten möchte und das auch noch
zu einem Preis der das Defizit signifikant reduziert. Und ich möchte auch daran erinnern, dass der
Flughafen auch schon vor der Verlängerung der Landebahn für einigen Ärger bei der umliegenden
Bevölkerung gesorgt hat. Das wissen Sie ja besser als wir."

Die 620 m de facto nicht wirtschaftlich zu betreibende Betonpiste dürfte im Hinblick auf die insgesamt mit der
Forderung erzielbaren Kostenreduzierungen das geringere Problem darstellen.

Obwohl Ansiedlungen mit hohem Publikumsverkehr direkt unter der Anfluglinie (so wie der Netto-Markt in Bienrode)
aus Immissions- und Sicherheitsgründen abzulehnen sind, ist die real nicht benötigte Betonpiste mit ihrem nahen
Autobahnanschluss attraktiv als Lagerfläche.

Weiterhin ist zu überlegen, ob der Verkehrsübungsplatz in Waggum, der häufig für extrem lautstarke Rennen an
Wochenenden missbraucht wird, dorthin verlegt werden kann.

Statt illegaler Straßenrennen auf der Hansestraße könnte man derartige Veranstaltungen idealerweise auf die
ungenutzte Betonpiste verlegen.

Es gibt weitere derartiger mehr oder weniger realistischer Nutzungsmöglichkeiten für die obsolete Betonpiste.
Dies ist aber nicht das Hauptproblem der de facto insolventen Flughafengesellschaft.

Der Verlängerung der Start- und Landebahn des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg ist außer beim Veranlasser
und Nutzer Volkswagen AG von Anfang an kein längerfristiger Gebrauchswert zugemessen worden. Beispiele:

- Prof. Hesselbach, ehemaliger Präsident der TU Braunschweig: „Wenn der Herr Radespiel dann mal in
den nächsten zehn Jahren richtig erfolgreich ist, dann bauen wir die Landebahn hier in Braunschweig
wieder zurück
.“
Interview bei Radio Okerwelle am 14.01.2011
Anmerkung: Herr Prof. Radespiel arbeitete an einem so genannten bürgernahen Flugzeug, von dem heute
keine Rede mehr ist.

- SV Waggum: 2016 sei das Bogenschießen ins Programm aufgenommen worden – mit der Folge, dass der
SV nun eine größere Fläche für den Bogenplatz suche. Darauf reagierte Bezirksbürgermeister Gerhard Stülten
blitzschnell und sagte: „Da habe ich eine Idee. Dafür könnte doch die nicht mehr benötigte längere
Landebahn des Flughafens
verwendet werden.“

 

Braunschweiger Zeitung vom 24.06.2019
https://www.braunschweiger-zeitung.de/braunschweig/article226273421/Waggums-Schuetzen-brauchen-mehr-Platz.html

 

oder ein Ausschnitt   hier


Ralf Beyer
--

beyer.braunschweig@freenet.de
Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

 

Der Segelflugzeugunfall in Waggum

am 11. August 2018

Ein Zwischenbericht der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung

 

Am 11. August 2018 ereignete sich ein Unfall mit einem Segelflugzeug des Musters Ka 6 CR, bei dem ein Flugschüler als Pilot tödlich verletzt wurde. Das Segelflugzeug war am Morgen des Unfalltages aufgerüstet und von einem Fluglehrer kontrolliert worden. Bis zum Unfallflug waren drei Flüge damit durchgeführt worden.

 

Nach dem Start an der Winde wurden vom Flugschüler zwei Rechtskurven in den Segelflugübungsraum geflogen. Dann meldete er über Funk „Ruder klemmt“. Er wurde vom Fluglehrer daraufhin zum Notabsprung aufgefordert.

 

Der Flugschüler kam der Aufforderung nach und verließ in einer Höhe von 100–120 m das Segelflugzeug. Der verwendete, manuell auszulösende Rettungsfallschirm wurde nicht ausgelöst. Der Flugschüler wurde beim Aufprall auf den Boden tödlich verletzt.

 

Im Luftfahrzeug wird die Verbindung der Querruder in der Tragfläche mit den Bedienelementen im Rumpf durch eine Stoßstange mit Anschlusskopf an einen Umlenkhebel hergestellt. Dazu wird ein Bolzen durch eine passgenaue Buchse des Umlenkhebels geführt. Der Bolzen wird durch eine Sicherungsnadel (Fokkernadel) gesichert, die durch drei fluchtende Bohrungen im Anschlusskopf und dem Bolzen gesteckt wird. Nach Kenntnis der BFU sind derartige Ruder- und Klappenanschlüsse in weiteren Flugzeugmustern in gleicher Weise konstruiert.

 

Bei der Untersuchung des Luftfahrzeugwracks wurde festgestellt, dass die zur Sicherung des linken Querruderanschlusses verwendete Fokkernadel an zwei der drei dafür vorgesehenen Bohrungen vorbeigeführt und verschlossen worden war. Der Anschlussbolzen am linken Umlenkhebel befand sich nicht im dafür vorgesehenen Lager. Das Flug- und Betriebshandbuch des betroffenen Luftfahrzeuges beschreibt die Elemente, die in eine täglich durchzuführende Kontrolle einzubeziehen sind und fordert die „gründliche“ Überprüfung, ohne die Methoden einer solchen Überprüfung näher zu beschreiben.

 

Im vorliegenden Fall hätte durch Ziehen und/oder Drehen am Bolzen bemerkt werden können, dass dieser nicht gesichert war. Eine optische Kontrolle kann ebenso ohne Befund verlaufen sein, wie eine Funktionsprobe, da der Anschluss vermutlich hergestellt und die Fokkernadel verschlossen worden war.

 

Die BFU empfiehlt, bei der täglichen Kontrolle von Luftfahrzeugen alle Ruderanschlüsse, die nicht automatisch bei der Bauteilmontage erfolgen, mehrfach zu kontrollieren. Dazu gehört eine: - Sichtkontrolle, bei der die Anschlüsse optisch kontrolliert und auf Auffälligkeiten geprüft werden, - Funktionsprobe, bei der das angeschlossene Steuerorgan (Brems-oder Ruderklappe) auf durchgängige Verbindung und Funktion geprüft wird; dabei ist bewusst die richtige Ausschlagrichtung der Klappen zu prüfen. - Manuelle Prüfung, bei der der Anschluss und seine Sicherung durch manuelle Belastung (ziehen, drehen, rütteln) auf festen und sicheren Sitz aller Anschluss- und Sicherungsteile geprüft werden.

 

Die BFU richtete aufgrund des Unfalles die Sicherheitsempfehlung Nr. 08/2018 an die EASA, die daraufhin das Safety Information Bulletin (SIB) „Sailplane Rigging – Procedures, Inspection and Training” erarbeitete.

 

Herausgeber: Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung Hermann-Blenk-Str. 16 38108 Braunschweige-M: box@bfu-web.de http:// www.bfu-web.de Tel: 0 531 35 48 0 Fax: 0 531 35 48 246 Hinweise: Veröffentlichung im Internet Nachdruck mit Quellen-angabe erwünscht

 

 

 

 

 

 

 

Pressemitteilung von Montag, 11. März 2019 Stadt Braunschweig

Die Synergien von Forschen und Fliegen stärken -
Mitteilung zur wirtschaftlichen Lage und Perspektiven des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg vorgestellt:


Braunschweig/Wolfsburg. Eine zusammenfassende Darstellung der wirtschaftlichen Lage und Perspektiven des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg einschließlich der wesentlichen Inhalte des Gutachtens zur Flughafen Braunschweig-Wolfsburg-GmbH, welche der Allgemeinheit zugänglich gemacht werden können, liegen jetzt in einer öffentlichen Mitteilung an die Ratsgremien der Gesellschafterinnen der Flughafen GmbH vor. Sie dient entsprechend dem Auftrag des Braunschweiger Rates als Grundlage für die weitere Diskussion über die Zukunft der Flughafen GmbH. Vertreter der beiden Hauptgesellschafterinnen, Braunschweigs Erster Stadtrat Christian Geiger und Wolfsburgs Erster Stadtrat Werner Borcherding, stellten die wichtigsten Aussagen zur Situation des Flughafens und die daraus von den Gesellschafterinnen gezogenen Konsequenzen am Montag, 11. März, in einem Pressegespräch vor, gemeinsam mit dem Geschäftsführer der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg-GmbH, Michael Schwarz.

"Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg, nach Hannover der zweitgrößte Verkehrsflughafen Niedersachsens, ist eine zentrale Infrastruktureinrichtung von herausragender wirtschaftlicher Bedeutung für unsere Städte und die Region", hebt Braunschweigs Erster Stadtrat Christian Geiger eingangs hervor. Sein Wolfsburger Kollege Erster Stadtrat Werner Borcherding ergänzt: "Besonders für den international ausgerichteten und vernetzten Weltkonzern Volkswagen, aber auch für andere mittelständische Unternehmen der Region stellt er eine unverzichtbare Infrastruktur dar."

"Zugleich ist der Flughafen unabdingbarer Anker und Kristallisationspunkt des Forschungs- und Wissenschaftsclusters Forschungsflughafen mit inzwischen rund 3000 hochqualifizierten Arbeitsplätzen in Unternehmen, die zum Teil zu den Weltmarktführern in ihrer Branche gehören", fügt Erster Stadtrat Christian Geiger aus Braunschweiger Sicht hinzu. "Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg in seiner Doppelfunktion ist also mehr als das, was sich in der Bilanz der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH niederschlägt. Unser Ziel, ihn in dieser Doppelfunktion zu erhalten, können wir aber nur erreichen, wenn wir uns auch um den betrieblichen Nukleus kümmern und das wirtschaftliche Ergebnis der Flughafengesellschaft mittelfristig verbessern. Auch dies ist ein Auftrag des Rates der Stadt Braunschweig, den wir umsetzen." Die Gesellschaft hat seit vielen Jahren einen Zuschussbedarf in strukturell ähnlicher Größenordnung, zum Jahresabschluss 2017 lag er bei rund 3,3 Millionen Euro (Einzelheiten in der angefügten Gremienmitteilung 19-09863).

Auf Grundlage eines entsprechenden Beschlusses des Rates der Stadt Braunschweig gaben die beiden Hauptgesellschafterinnen daher im Jahr 2016 ein ergebnisoffenes Gutachten in Auftrag, um Möglichkeiten zur Finanzierung von Investitionen und Kostensenkungspotenziale zu ermitteln.

Aus rechtlichen Gründen kann das Gutachten, das in seiner Endfassung seit September 2018 vorliegt, nicht komplett öffentlich vorgestellt werden.

Ergebnisse und Konsequenzen des Gutachtens

Das Gutachten stellte die Analyse der Finanzsituation der Flughafengesellschaft auf eine belastbare Grundlage.

Als erster Beitrag zu einer erheblichen Kostenreduzierung wurde noch während der Untersuchung der Brandschutz durch die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH selbst übernommen. Dies bedeutet eine jährliche Einsparung von rund 0,95 Millionen Euro.

Ein bis Jahresende 2018 eingesetzter zusätzlicher Interimsgeschäftsführer optimierte mit Hilfe der Berater und der Ergebnisse der Unternehmensanalyse das Berichtswesen, die Zahlentransparenz und Zahlenbelastbarkeit und führte einen Soll-Ist-Vergleich ein. Die betriebswirtschaftliche Steuerung konnte wesentlich verbessert werden. Außerdem wurde intensiv geprüft, ob insbesondere die Zahlung von Betriebsmittelzuschüssen (und ggf. Investitionszuschüssen) EU-beihilferechtskonform dauerhaft möglich ist. Ergebnis: Sie sind auch nach 2024 unter bestimmten Voraussetzungen (Passagierzahlen, Frachtmenge) zulässig, die die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH zurzeit erfüllt.

Der Gutachter hat darüber hinaus angeregt zu prüfen, ob der jetzige Verkehrsflughafen langfristig zum Sonderlandeplatz für VW-Werksverkehr, Sport- und Forschungsflüge herabgestuft werden soll, um in einer langfristigen Prognose Kosten zu sparen.

"Das sehen wir sehr kritisch und werden es nicht als mögliche Perspektive vorschlagen", erklären Geiger und Borcherding unisono und verweisen zudem auf diverse offene Fragen, die nach Aussage der Gutachter selbst noch zu beantworten wären. So wäre zu klären, ob ein Sonderlandeplatz luftverkehrsrechtlich überhaupt unterschiedlichen Sonderzwecken dienen kann (Werks-, Sport- und Forschungsflüge) und ob Fördermittel des Landes zum Ausbau der Start- und Landebahn zurückzuzahlen wären.

Die Auswirkungen auf die Mitarbeiterschaft wären in diesem Szenario gravierend und mit hohen Kosten verbunden. Die Gutachter weisen darauf hin, dass nach erster Einschätzung bei einer Rückstufung ein Zusatzaufwand in Höhe eines zweistelligen Millionenbetrages entstehen kann. Schließlich ist fraglich, ob eine Rückstufung wieder aufgehoben werden könnte. Wäre sie irreversibel, könnte sie strategische Entwicklungsperspektiven langfristig blockieren. Geiger und Borcherding bekräftigten nochmals: "Eine Herabstufung des Flughafens ist aus den genannten Gründen für uns keine Option."

Weiter schlagen die Gutachter vor, eine Immobilienstrategie zu entwickeln, da diverse Flächen für den Flugbetrieb nicht erforderlich sind. "Die Vermarktung und Vermietung von Flächen und Immobilien, die nicht direkt für den Flugverkehr benötigt werden, sind wichtige Aspekte für die Zukunft des Flughafens", sagt der neue Geschäftsführer der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH, Michael Schwarz. "Der Bedarf an Mietflächen ist in den vergangenen Jahren stark gestiegen und kann derzeit kaum bedient werden. Hier gibt es ein erhebliches Potenzial, das wir in den kommenden Jahren ausbauen wollen. Ziel ist es, Flächen zu vermarkten, sie bestehenden und sich neu ansiedelnden Unternehmen anzubieten, um den Flughafen als einen der wichtigsten europäischen Standorte für Mobilitätsforschung weiter zu stärken. Es geht um die bestmögliche Ausnutzung von Synergien von Forschen und Fliegen: Indem wir das Profil des Avionik-Clusters Forschungsflughafen schärfen, stärken wir die Flughafen-GmbH. Und nur indem wir auf den Verkehrsflughafen und die Flughafen GmbH setzen, werden wir den Cluster ausbauen und weiter schärfen können."

Ein weiteres Potential zur deutlichen Kostenreduzierung sieht Michael Schwarz in der möglichen Umsetzung der Zukunfts-Technologie "Remote Tower Control". Hierbei wickeln Fluglotsen den An- und Abflug- sowie den Bodenverkehr von Flughäfen mit geringem Verkehrsaufkommen zentral von einem Zentrum ab. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ist ein guter Standort für ein solches "Remote Tower Center", das mittels Video-, Radar- und Kommunikationsübertragung die Aufgaben bereitstellt, die bislang jeweils vom örtlichen Tower geleistet werden. Entsprechende Machbarkeitsstudien befinden sich in Vorbereitung. Die Kosten für den Betrieb des Towers werden so auf mehrere Flughäfen verteilt. Die Braunschweiger Tower-Lotsen wären ein unverzichtbarer Baustein für die Umsetzung dieses zukunftweisende Konzept.

Derzeit wird der Lilienthalplatz als Entree des Flughafens neugestaltet, um ein attraktives Umfeld für weitere Neuansiedlungen zu schaffen. 2017 eröffnete das erste Lilienthalhaus; bis zu vier sind geplant. Auch die Flughafen GmbH muss umfangreiche Investitionen durchführen und hat sie in die Planung der nächsten Jahre aufgenommen: Modernisierung des Abfertigungsgebäudes, Neubau einer Feuerwache, Anschaffung lärmarmer Bodenstromaggregate. Damit sollen auch die Arbeitsbedingungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verbessert werden. Eine Übersicht über den weiteren Investitions- und Sanierungsstau wird derzeit erarbeitet.

Das Resümee der beiden Ersten Stadträte von Braunschweig und Wolfsburg: "Nach Ansicht unserer Städte sowie des Aufsichtsrats befinden sich Flughafen wie Forschungsflughafen nunmehr auf einem guten Weg. Eine deutliche und nachhaltige Absenkung des strukturellen Defizits bleibt mittel- und langfristig eine drängende Aufgabe. Die Immobilienstrategie, die der neue Geschäftsführer nunmehr auf den Weg bringt, soll dazu einen wichtigen Beitrag leisten. Weitere Aspekte können sich aus der angestoßenen Diskussion der Empfehlungen des Gutachtens in den politischen Gremien ergeben. Der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg ist mit seinem Cluster Forschungsflughafen eine wichtige Infrastruktureinrichtung für die Forschung und die Region."

 

 

 

 

NDR:

Braunschweig: 60 Millionen Euro für Forschung

 

Am Flughafen Braunschweig sollen 60 Millionen Euro in ein Forschungszentrum für Energiespeicher fließen. Dabei geht es um die Entwicklung und die Produktion von Flüssig- und Feststoffbatterien sowie Brennstoffzellen. 40 Millionen soll das Gebäude kosten, weitere 20 Millionen Euro sollen in den Betrieb fließen. Das Geld stammt je zur Hälfte von der Fraunhofer-Gesellschaft und vom Land Niedersachsen. Auch Peine hatte sich als Standort für das neue Forschungszentrum beworben. Nach Fraunhofer-Angaben wird nun eine Partnerschaft mit den Stadtwerken Peine und mit dem Peiner Standort der Salzgitter AG erwogen.

 

 

 

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg braucht mehr Geld

 

Der finanziell angeschlagene Flughafen Braunschweig-Wolfsburg braucht von seinen Gesellschaftern mehr Geld als bisher, um zukunftsfähig zu sein. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten, das von den beiden Städten beauftragt wurde. Derzeit macht der Flughafen den Angaben zufolge jährlich ein Minus von mindestens vier Millionen Euro.

 

Sorge um viele Arbeitsplätze

 

Die Experten empfehlen deshalb, den Verkehrsflughafen zu einem Sonderlandeplatz und einem VW-Werksflughafen herunterzustufen. Dagegen wehren sich aber die Mitarbeiter, die laut Betriebsrat um ihre Arbeitsplätze fürchten. Auch Jobs im Umfeld seien in Gefahr, wenn Firmen wie Siemens, Bosch, New Yorker oder Aerodata den Flugplatz nicht mehr nutzen könnten.

 

Entscheidung in einigen Wochen

 

Die Stadt Braunschweig sieht den Vorschlag der Gutachter ebenfalls kritisch. Aus Wolfsburg heißt es, es müsse eine wirtschaftlich und sozial sinnvolle Lösung gefunden werden. In einigen Wochen soll geklärt werden, wie es mit dem Flughafen weitergeht. In zahlreichen wissenschaftlichen Einrichtungen, Bundesbehörden und Unternehmen arbeiten und forschen im Umfeld des Airports mehr als 3.000 Menschen.

 

Hinter den Kulissen: Allein im Flughafentower

11.12.2013 19:30 Uhr

Hallo Niedersachsen

Ohne Fluglotsen läuft auf dem Flughafen nichts. Hallo Niedersachsen hat den Flughafentower auf dem Braunschweiger Flughafen besucht. Nur wenige haben hier Zutritt. Video (03:08 min)

 

Verlängerung der Landebahn war eine Forderung von VW

- Piech zum damaligen Oberbürgermeister Hoffmann:

  "Machens fertig"

 

Um bei der Wahrheit zu bleiben: Die Verlängerung der Landebahn war eine Forderung von Volkswagen. Für VW war es wichtig, für seine damaligen Geschäftsreiseflugzeuge nonstop nach China fliegen zu können. Dazu musste das Flugzeug vollgetankt von Braunschweig aus starten können. Da die Startbahnlänge vom Startgewicht abhängt, reichte die Länge in Braunschweig nicht aus. Die Flugzeuge mussten also zwischenlanden und nachtanken. Um die Startbahnverlängerung zu erreichen, wurde ein Deal mit mit der Stadt Braunschweig und dem DLR gemacht. Die Startbahnverlängerung wurde als für die Luftfahrtforschung unverzichtbar unter den abenteuerlichsten Begründungen verkauft, um Fördergelder zu erhalten und um die Öffentlichkeit hinsichtlich der wahren Gründe irrezuführen. Es wurden Forschungsvorhaben genannt, die angeblich die Startbahnverlängerung notwendig machten. Die Vorhaben wurden bis heute nicht realisiert. Ein A 320 in der Forschung ist praktisch leer und muss nicht vollbetankt zum Versuchsflug starten. Der A 320 hätte problemlos betrieben werden können. Es gab damals ja auch schon Charterflüge mit einem A 320 von Braunschweig aus. An der Startbahnlänge lag es also nicht. Volkswagen hat erreicht, was es wollte, eine Verlängerung der Startbahn für seine Zwecke auf Kosten des Steuerzahlers. Ferdinand Piech damals an Oberbürgermeister Gert Hoffmann: "Machen's fertig". Und er hat es fertig gemacht.

 

Dietrich Hanke, Braunschweig

 

 

 

Pressemitteilung von Freitag, 17. August 2018
Stadt Braunschweig

Parkhaus am "Forschungsflughafen" ab Montag kostenpflichtig

Braunschweig. Nachdem das Parkhaus am Forschungsflughafen Anfang August öffnete und die Nutzer sich an die neuen Gegebenheiten gewöhnen konnten, wird am Montag, 20. August, der gebührenpflichtige Betrieb aufgenommen. Wer bereits dort parkt, kann noch kostenlos ausfahren. Fragen beantwortet die Betreiberfirma APCOA unter 0711 305 70 300 oder 0711 305 70 305 (E-Mail:
service@apcoa.de).

 

Parkverbot auf dem gesamten Lilienthalplatz. Für Besucher der Gaststätte gibt es Parkplätze direkt davor.

 

 

 

Bröckelpiste: Tuifly will auf Braunschweig ausweichen

 

 

Die Folgen der Sperrung des Flughafens Hannover: Nachdem wegen Hitzeschäden die einzige betriebsbereite Startbahn ausfiel, gibt es in Branchenkreisen Befürchtungen, dass es während der Hauptsaison in Langenhagen erneut zu Ausfällen kommen könnte. Der Ferienflieger Tuifly will vorbereitet sein – und schließt inzwischen sogar Ausweichlandungen auf dem kleinen Flughafen Braunschweig nicht mehr aus.

 

Langenhagen

Zehn Stunden und 23 Minuten war Hannover in der Nacht zu Mittwoch geschlossen. Rund 15000 Passagiere in Langenhagen und in den Feriengebieten waren betroffen (knapp 90 Starts und Landungen). Eine Spezialfirma reparierte den Schaden an der Nordbahn noch in der Nacht.

Der zum weltgrößten Reisekonzern TUI gehörende hannoversche Ferienflieger Tuifly, der seine Verwaltung und eine Werfthalle auf dem Flughafengelände hat, erwartet erhebliche Mehrkosten - und will diese vom Airport ersetzt haben. Es geht um hunderttausende Euro.

Außerdem, fordert Tuifly-Sprecher Aage Dünhaupt mit Blick auf die nächtliche Sperrung in Hannover: „Das darf nicht noch einmal vorkommen.“ Zeitgleich fragt der Airline-Experte mit Blick auf den Wetterbericht, der weiter Rekordtemperaturen ankündigt, und dem reparierten Hitzeschaden auf Teilen der Nordbahn: „Wie sieht es in anderen Bereichen der Nordbahn aus“.

Natürlich sei es normal, dass große Hitze auch Schäden an der Infrastruktur verursachen könne. Aber, so Dünhaupt, „wir können uns nicht jeden Abend überraschen lassen“. Sollte das Problem in Langenhagen fortbestehen, müsse Tuifly über einen Notflugplan oder einen Sonderflugverkehr nachdenken.

Unter anderem seien auch Ausweichlandungen des Ferienfliegers in Braunschweig-Waggum denkbar. Die Landebahn dort ist mit 2300 Metern nur 40 Meter kürzer als die hannoversche Südbahn, die von Tuifly seit Jahren genutzt wird. Wenn sie nicht, wie seit 2. Mai, für eine Grundsanierung gesperrt ist (bis 28. September). Die von Tuifly betriebenen Boeing-Jets vom Typ 737-800 sollen eine Mindeststartbahnlänge von 2100 Meter benötigen.

Der Flugplatz Waggum in direkter Nachbarschaft des Luftfahrtbundesamtes (LBA) nördlich der A2 wird normalerweise von Sportfliegern und für Volkswagen-Geschäftsflüge genutzt.

Von Andreas Körlin

 

 

Helmstedter Nachrichten:

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg: Kein Touristik-Ausbau geplant

 

 

LEHRE  Von Waggum aus sollen auch künftig nur Geschäftsflüge starten. Auch wenn mögliche Anfragen von Touristikgesellschaften nicht abgelehnt werden können.

 

Von Dirk Fochler

15.06.2018 - 11:57 Uhr

 

Der Betrieb des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg tangiert auch die Gemeinde Lehre. Der Ratsausschuss für Umwelt, Landwirtschaft und Energie informierte sich am Dienstag vor Ort über die aktuelle Situation und die Perspektiven des Flughafens.

Der südlich des Braunschweiger Stadtteils Waggum gelegene Airport ist einer von zwei Verkehrsflughäfen in Niedersachsen. Boris Gelfert, neben Thies Hinckeldeyn Geschäftsführer der Flughafen-Betreibergesellschaft, lieferte eingangs einige Kennzahlen zum Flughafen: „Im vergangenen Jahr gab es rund 27 000 Flugbewegungen, es wurden gut 111 000 Passagiere gezählt.

Ein wichtiger Kunde ist der Volkswagen-Flugservice, aber auch etwa 100 Sportflugzeuge haben hier ihren Standort.“ Zudem habe der Standort als Forschungsflughafen große wirtschaftliche Bedeutung.

Am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg wird kein öffentlicher Linienverkehr angeboten. Die Zahlen zur Passagierbeförderung ergeben sich fast ausschließlich aus dem Geschäftsverkehr. So fliege auch Volkswagen werktäglich von Waggum aus seine deutschen und europäischen Standorte an.

Starke Konkurrzenz für Braunschweig-Wolfsburg in Sachen Tourismus

Ausschuss-Vorsitzender Jürgen Kirchmann (CDU) sprach den derzeit in sehr geringem Umfang stattfindenden Touristik-Flugverkehr an. „Gerade diese Flüge werden in der Gemeinde kritisch gesehen, weil eine Ausweitung des Touristikbereiches befürchtet wird“, erklärte Kirchmann. Flughafen-Geschäftsführer Gelfert stellte klar, dass es aktuell keine Bestrebungen gebe, den Touristik-Bereich auszubauen. 
„Dazu fehlt schlicht die Infrastruktur, es gibt auch kein Interesse seitens der Fluggesellschaften. Das auch deshalb, weil die Konkurrenz durch den Flughafen Hannover zu stark ist“, erklärte Gelfert.

Der Geschäftsführer stellte aber auch klar, dass der Standort als Verkehrsflughafen eine gesetzliche Betriebspflicht habe und deswegen vom Grundsatz her Anfragen von Touristik-Fluggesellschaften nicht ablehnen könne. „Wegen der Nähe zu Hannover ist es aber für die Fluggesellschaften nicht wirtschaftlich, auch von Braunschweig aus Ferienflüge in größerem Rahmen anzubieten“, betonte Gelfert. Aktuell gibt es gut 30 Flugbewegungen pro Jahr zu touristischen Zwecken.

Beschwerden über Fluglärm

Ausschuss-Mitglied Marcus Behrens (CDU), auch Vorsitzender der Fluglärmschutzkommission, wies daraufhin, dass nur etwa zehn Prozent der jährlichen Flugbewegungen das Gemeindegebiet berühren würden. „In 2017 wurden aus Lehre 13 und aus Wendhausen 33 Beschwerden an die Lärmschutzkommission heran getragen“, berichtete Behrens. Gelfert verwies auf den Fluglärmbeauftragten, bei dem Verstöße, wie etwa zu geringe Flughöhe, zur Beschwerde gebracht werden können.

Süddeutsche Zeitung                             13.3.18

 

 

Air Gabriel

 

Der scheidende Außenminister hat dem kleinen Flughafen Braunschweig während seiner Amtszeit zu unerwarteter Popularität verholfen. Allein 63 Mal bestellte er die Flugbereitschaft - weil sein Wohnort Goslar um die Ecke liegt.

Von Mike Szymanski

Der Rückzug von Sigmar Gabriel als Außenminister hat nicht nur in manchen europäischen Hauptstädten Bedauern ausgelöst. Auch die niedersächsische Stadt Braunschweig hat einen ganz konkreten Grund, den SPD-Minister zu vermissen. In seinem Jahr als Außenminister hat Gabriel dem kleinen Flughafen der Stadt, der keinen Linienflugverkehr abwickelt, zu unerwarteter Popularität verholfen. Er baute den Airport zu seinem Braunschweig International aus, wenn man so will.

Während die Bundesminister in der Regel ihre Reisen von Berlin aus absolvieren, wie die Flugbereitschaft der Bundeswehr auf Anfrage mitteilte, beorderte Gabriel die Regierungsflieger gerne in großer Regelmäßigkeit nach Braunschweig. Der Flughafen liegt nur gut eine Dreiviertel Autostunde von Gabriels Heimatstadt Goslar entfernt, und damit ganz günstig, gerade, wenn es mal sehr früh oder sehr spät wird.

Allein 63 Flüge mit Start oder Ziel Braunschweig absolvierte Gabriel seit Anfang 2017, wie das Verteidigungsministerium nun auf Nachfrage der Grünen-Abgeordneten Agnieszka Brugger offenlegte. Für seine Mitarbeiter im Auswärtigen Amt bedeutetet dies, oft erst den Weg nach Niedersachsen antreten zu müssen oder teils nachts zurück nach Berlin, wenn Gabriel mit ihnen in die Welt hinauswollte. Und für die Crew der Flieger einen zusätzlichen Stopp, denn wer hat schon etwas davon, wenn der Flieger in Braunschweig steht?

Über die Zusatzkosten, die dadurch anfallen, macht das Verteidigungsministerium keine Angaben. Stattdessen heißt es in der Antwort an die Abgeordneten, für Minister sei die Inanspruchnahme der Flugbereitschaft zur Wahrnehmung ihrer Aufgaben "grundsätzlich unentgeltlich". Das Regelwerk schließe es auch nicht aus, dass Dienstreisen im oder in der Nähe des jeweiligen Wahlkreises beginnen oder enden könnten. Für den Flughafen Braunschweig macht sich jeder Flug bezahlt. Für Start und Landung der kleinen Maschinen der Flugbereitschaft würden nach Angaben eines Sprechers mindestens 1600 Euro fällig, für größere Maschinen verlange der Flughafen schon etwa 3000 Euro. Außerhalb der Betriebszeiten fallen Extragebühren an. Das Wegbleiben der Regierungsflieger stürze den Airport nicht gleich in Probleme, heißt es in Braunschweig, aber natürlich würde jede Einnahmequelle, die wegbricht, auch ein wenig schmerzen.

Nicht nur Gabriel nutzt den Service. Tatsächlich lassen sich auch andere Minister in die Nähe ihrer Heimat bringen oder dort abholen, wie das Verteidigungsministerium in einer Auflistung aufführt. Entwicklungshilfeminister Gerd Müller (CSU), auch immer mal wieder im Ausland unterwegs, holte die Regierungsmaschine seit 2016 aber nur zweimal zu sich ins Allgäu. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen, wie Gabriel international besonders stark gefordert, brachte es 2017 auf 13 Flüge in Wahlkreisnähe.

Die Grünen-Politikerin Agnieszka Brugger sagte der Süddeutschen Zeitung: "Ich will nicht jeden der Flüge verurteilen, aber solche Umwege in den Wahlkreis müssen gut begründet werden und die absolute Ausnahme bleiben." Die Zahlen zeigten jedoch, dass manche Minister die Flugbereitschaft "extrem oft" genutzt hätten. "Dazu ist die Flugbereitschaft definitiv nicht da", sagte Brugger.

 

 

 

 

Reisebüro "Der Schmidt" fliegt wieder -

"Die A2 ist lauter als wir"

 

Braunschweig/Wolfenbüttel. 

Das Platzkontingent fürs Frühjahrsprogramm von "Fliegen ab Braunschweig" ist nach Worten von Philipp Cantauw schon jetzt fast ausgeschöpft. Deshalb ist der Geschäftsführer des Wolfenbütteler Reiseveranstalters "Der Schmidt" optimistisch, dass auch das Programm für den Herbst 2018 ein Erfolg wird. Offiziell vorstellen wollen die Wolfenbütteler ihren Reisekatalog für das zweite Halbjahr am Samstag, 27. Januar.

Vier neue Ziele steuern die Wolfenbütteler an - beziehungsweise: lassen sie mit einem Airbus A320 der in Berlin-Schönefeld ansässigen Small Planet Airlines anfliegen, der sonst unter anderem für den Branchenriesen "Thomas Cook" im Einsatz ist.

 

Griechenland und Italien

Los geht's am 2. Oktober mit einem Flug ins nordgriechische Thessalonikiund der angrenzenden Halbinsel Chalkidiki. Außerdem verspricht Cantauw im wahrsten Sinne Karneval in Venedig ("am 11.11. haben wir für den Maskenkarneval dort ein Palais gemietet"), Weitere neue Flugziele sind Pisa und das kroatische Dubrovnik, wobei der Reiseveranstalter nicht nur die Flüge verkauft, sondern vor Ort auch für Unterbringung und Programm sorgt.

"Die A2 ist lauter"

Kritik von Anwohnern des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg, dass eine Zunahme von Passagierflügen die Lärmbelästigung in den umliegenden Dörfern über Gebühr steigen lasse, teilt Philipp Cantauw nicht. Denn der von den Wolfenbüttelern gecharterte Airbus komme mittags nach Braunschweig. "Der kommt sehr leise rein - da ist die A2 viel lauter als wir."

Außerdem plane Schmidt nicht, von Braunschweig-Wolfsburg aus einen Massentourismus aufzuziehen. "Wir sind weit davon entfernt, Mallorca anzufliegen", versichert der Geschäftsführer.

Im bevorstehenden Frühjahr umfasst das Flugprogramm unter anderem Rom, Sizilien und Sardinien. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Jahreshälfte setzen die Wolfenbütteler übrigens auf zwei Airports: An den Reisetagen gebe es jeweils frühmorgens einen ersten Flug von Paderborn-Lippstadt aus. Der zweite Flug in den Mittagsstunden folge dann von Braunschweig aus.

 

 

 

 

                                                                               Dr. Rainer Mühlnickel stellvertr. Vorsitzender

                                                                                                 im Planungs- und Umweltausschuss

Der Beschluss wurde mit Schreiben vom 11. Juli 2017 zuständigkeitshalber zur Beantwortung an das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr (MU) gerichtet. Das MU hat zwischenzeitlich geantwortet. Der genaue Wortlaut des Antwort-schreibens:

 

Das Niedersächsische Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr – MW - hat zwischenzeitlich auf das Schreiben vom 11. Juli 2017 geantwortet. Im Folgenden das Antwortschreiben des MW im Wortlaut: „In der FLSK Braunschweig sind bereits drei von der Stadt Braunschweig berufene Mitglieder sowie ein Vertreter der Gemeinde Lehre vertreten. Damit sind nach § 32 b Abs. 4 LuftVG diejenigen Gemeinden vertreten, die vom Fluglärm in der Umgebung des Flughafens Braunschweig-Wolfsburg betroffen sind. Eine weitere Differenzierung bei der Besetzung der FLSK nach Stadtbezirken sieht das LuftVG nicht vor. Es wird vielmehr davon ausgegangen, dass es primäre Aufgabe der Gemeindevertreter ist, die Interessen aller Gemeinden und mittelbar ihrer Einwohnerinnen und Einwohner zu vertreten (vgl. Grabherr/Reidt/Wysk, Kommentar zum LuftVG, § 32 b Rz. 9). Insofern bin ich der Auffassung, dass die Stadt Braunschweig mit drei Mitgliedern in der FLSK bereits angemessen repräsentiert ist. Eine Erhöhung der von der Stadt Braunschweig zu entsendenden Mitglieder würde zu einem Missverhältnis gegenüber der Gemeinde Lehre aber auch gegenüber den anderen in der FLSK vertretene Organisationen führen. Darüber hinaus ist es aus meiner Sicht im Interesse der Effizienz und Arbeitsfähigkeit der Kommission nicht geboten, die bereits erreichte Soll-Stärke von 15 Mitgliedern zu überschreiten. Im Übrigen verweise ich auf die Antwort meines Hauses auf eine gleichlautende Anfrage der Stadt Braunschweig / Fachbereich Zentrale Dienste vom 19.03.2012, dessen Begründung immer noch Gültigkeit hat. Es besteht jedoch die Möglichkeit, dass die Stadt Braunschweig im Rahmen ihres Kontingents die Entsendung eines Vertreters aus dem Stadtbezirk Wabe-Schunter-Beberbach vornimmt. Einer solchen Änderung der Besetzung der FLSK durch den Wechsel einzelner Mitglieder stehen grundsätzlich keine Bedenken gegenüber.“

 

 Leuer

Lärmbelastung am Flughafen verringern!

 

Die Bürgerinitiative Braunschweig setzt sich für mehr Lärmschutz am Flughafen ein. 

Nach dem Willen der BIBS-Fraktion soll die Flughafengesellschaft BS-WOB künftig dafür sorgen, dass Flugzeuge, sobald sie ihre Parkposition eingenommen haben, ihre so genannten „APUs“ (Auxiliary Power Units) sofort ausschalten müssen. Bei APUs handelt es sich um Hilfstriebwerke, die zur Stromversorgung der Flugzeuge am Boden dienen, ohne dass die Haupttriebwerke eingeschaltet sind. 

Während andere Flughäfen wie Frankfurt, Berlin und Hamburg verbindliche Regelungen über die Abschaltung dieser lautstarken Geräte besitzen, enthalten die Braunschweiger Betriebsbestimmungen keinen Passus über den Betrieb der 
APUs. Die BIBS-Fraktion fordert nun, dass nach dem Vorbild Hamburgs sofort ausgeschaltet wird, wenn Flugzeuge ihre Parkposition erreicht haben. 

„Auch andere Fraktionen haben zu den nächsten Sitzungen Fragen zum Flughafen gestellt. Das begrüßen wir“, erklärt BIBS-Ratsherr und Bundestagskan-didat Peter Rosenbaum. „Nötig ist jetzt aber nachhaltiger Lärmschutz für die betroffenen Anwohner. Dazu wäre dieser Schritt ein guter Beitrag, zumal es ohne Kosten umgesetzt werden kann.“ 

Zur autarken Stromversorgung am Boden müssen nach Abschaltung der Hilfstriebwerke Bodenstromaggregate, so genannte „GPUs“ (Ground Power Units), die Stromversorgung der Flugzeuge übernehmen. Diese sind im Braunschweiger Falle laut und vollkommen veraltet. Sie stammen vom Frankfurter Flughafen und sorgen für erhebliche Lärmbelästigungen. Neue Modelle, die dem gegenwärtigen Stand der Technik entsprechen, würden für mehr Lärmschutz am Flughafen sorgen. Auch hier sollte nach Ansicht der BIBS-Fraktion gegengesteuert werden. 

Der BIBS-Antrag wird im Planungs- und Umweltausschuss am 12.09., im Finanzausschuss am 14.09. und im Rat am 26.09. behandelt.

 

 

A39.

Am Nachmittag des 19.8.  kam es zu einer ungewöhnlichen Rettungsaktion auf der Autobahn 39.

Die Besatzung eines Rettungswagen stoppte einen langsam fahrenden LKW, da der Fahrer einen medizinischen Notfall erlitten hatte und sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle hatte.

Auf der Rückfahrt von einem Einsatz fiel der Besatzung eines Rettungswagen der Berufsfeuerwehr Braunschweig ein LKW zwischen Rautheim und Südstadt Fahrtrichtung Salzgitter auf. Dieser fuhr auf der Autobahn auffällig langsam und schlug immer wieder links in die Leitplanke ein.

 

Wie die Feuerwehr Braunschweig mitteilte, hatte der Fahrer aufgrund eines medizinischen Notfalls sein Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle und war nicht mehr ansprechbar. Die Feuerwehrleute stoppten den nachfolgenden Verkehr, stiegen aus und liefen auf der Autobahn neben dem Fahrzeug her. Die Seitentür konnte aufgrund der Zentralverriegelung nicht geöffnet werden. Während sich das Fahrzeug weiterbewegte musste die Seitenscheibe des LKW eingeschlagen werden und eine Kollegin konnte so in die Fahrerkabine klettern. Durch Betätigen der Feststellbremse wurde der LKW gestoppt und sofort mit der medizinischen Versorgung des Fahrers begonnen.

POL-BS: Falsche Polizisten schlagen wieder zu

08.08.2017 – 07:59

 

Braunschweig (ots) - Braunschweig, 07.08.2017

Die Warnung der Braunschweiger Polizei in der letzten Woche, dass falsche Polizisten anrufen und nicht locker lassen werden, ältere Menschen um ihr Geld zu bringen, hat sich leider bestätigt. Am Montag ergaunerten sich die Betrüger mehrere zehntausend Euro von einer 77-Jährigen.

Die Frau war kurz nach 09.00 von einem Mann angerufen worden, der sich als Kriminalpolizei meldete. Mit der bekannten ausgedachten Geschichte, dass Einbrecher festgenommen wurden und diese einen Zettel mit der Adresse der Rentnerin als mögliches nächstes Opfer bei sich hätten, wurde sie aufgefordert ihre Barschaft zu sichern.

Trotz Zweifel ließ sich die Seniorin überreden zur Bank zu fahren und aus dem Schließfach ihr gesamtes Vermögen zu holen.

Ihr weiteres Misstrauen räumten die Betrüger damit aus, dass noch andere Personen anriefen, die sich als Staatsanwalt und Sicherheitsmann ausgaben. Schließlich wurde ein ziviler Ermittler angekündigt, der das Geld abholen wolle.

Zu diesem Zweck sollte die Geschädigte das Bargeld in einer Tasche verstaut vor der Haustür ablegen.

Während die Frau weiterhin am Telefon festgehalten wurde, dürfte gegen 12.50 Uhr eine Person in der Memeler Straße die Tüte mit dem Geld genommen haben.

Die Polizei sucht mögliche Zeuge, denen auf der Memeler Straße oder der unmittelbaren Umgebung am Montagvormittag verdächtige Personen und Fahrzeuge aufgefallen sind. Hinweise 0531/476 2516.

Der "Forschungs"flughafen soll noch schöner (und noch teurer) werden               Der Lilienthalplatz vor dem Hauptgebäude soll "ein neues Gesicht" bekommen                             

Pressemitteilung von Freitag, 12. Mai 2017
Stadt Braunschweig

Ein neues Gesicht für den Lilienthalplatz
Verwaltung legt Entwurfsplanung für Umgestaltung vor

Braunschweig. Der Lilienthalplatz am Forschungsflughafen soll städtebaulich neu gegliedert und gestalterisch aufgewertet werden. Das sieht eine Entwurfsplanung vor, die von der Verwaltung jetzt den Gremien vorgelegt worden ist. Gestalterisches Grundelement für den Platz soll künftig ein begrüntes Oval sein, um welches der Verkehr herumgeführt wird. Westlich davon sollen Kurzparkplätze eingerichtet werden. 

„Unser Forschungsflughafen entwickelt sich mit großer Dynamik weiter, der Bedarf an Büro- und Parkplatzflächen nimmt stetig zu“, erläutert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Damit wird die städtebauliche Bedeutung des Lilienthalplatzes als ein Eingangstor für unsere Stadt immer wichtiger. Deshalb besteht dringender Planungsbedarf, wie der Platz zwischen Flughafenhauptgebäude und den entstehenden Bürogebäuden angemessen neugestaltet werden kann. Die bisherige Situation ist arg provisorisch und lässt nicht erkennen, dass am Forschungsflughafen an den Grundlagen für die Mobilität der Zukunft geforscht wird. Die Neugestaltung des Lilienthalplatzes wird dazu beitragen, dies zu ändern.“

Zu diesem Zweck hatte die Stadt Braunschweig im Oktober 2015 eine Vorplanung beim Büro ‚WelpvonKlitzing‘ in Auftrag gegeben, die als Entscheidungsgrundlage für das weitere Vorgehen dienen sollte. Inzwischen wurde diese Planung verwaltungsintern und mit allen Beteiligten abgestimmt. 

„Die Grundform eines Ovals mit umgebender Verkehrsführung haben wir als den besten Lösungsvorschlag bewertet, da er die Ansprüche von Verkehr und Stadtgestaltung in idealer Weise verbindet“, betont der Stadtbaurat. Die Erfordernisse von Bussen, Taxen, Lösch- und Tankfahrzeugen wurden berücksichtigt. Details können, sofern erforderlich, in der Ausführungsplanung noch modifiziert werden.
Eine Wegeachse für Fußgänger, die das südlich der Hermann-Blenk-Straße geplante, mehr als 600 Stellplätze umfassende neue Parkhaus mit dem Flughafengebäude verbindet, durchbricht das in der Mitte angeordnete grüne Oval und stellt gleichzeitig eine wichtige Blickbeziehung über die zentrale Mitte zum Haupteingang des denkmalgeschützten Flughafengebäudes her. Zu beiden Seiten dieses „Boulevards“ können südlich des Lilienthalhauses 1 perspektivisch weitere Bürogebäude angeordnet werden. Der gesamte Platz soll durch große Bäume eingefasst und strukturiert werden.

Unabhängig vom Kfz-Stellplatzbedarf für die im Bereich des Forschungsflughafens Beschäftigten, den das Parkhaus decken soll, ist ein Bedarf von etwa 70 Kurzzeitparkplätzen für Gastronomie, Besucher der Unternehmen und der Forschungseinrichtungen ermittelt worden. Diese sollen westlich außerhalb des Ovals realisiert werden.

Die Braunschweiger Parken GmbH und die Struktur-Förderung Braunschweig GmbH sollen das Projekt gemeinsam finanzieren. Baubeginn soll im nächsten Jahr sein. Die Gesamtkosten stehen noch nicht fest.
Die Entscheidung über den Beschlussvorschlag trifft der Planungs- und Umweltausschuss am 7. Juni. Zuvor wird am 18. Mai der Stadtbezirksrat 112 (Wabe-Schunter-Beberbach) angehört.

 

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.
Waggum 24.1. 8:46

 

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Bernd Sternkiker

 

 

 

 

Waggum 23.1. 9:06
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