Archiv
Archiv
waggum-online
waggum-online

 

In Waggum gibt es jetzt ein Hotel für gefährdete Wildbienen

 

Wildbienen gehören zu den gefährdeten Insektenarten. Monokulturen in der Landwirtschaft, der Einsatz von Pestiziden und immer weniger naturnahe Lebensräume haben dazu geführt, dass es von den ehemals 360 Arten in Niedersachsen vorkommenden Wildbienen nur noch etwa die Hälfte gibt.

Die Braunschweiger Kreisgruppe des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) stellte jetzt eine Nisthilfe in Waggum auf – an einem Feld, dass zudem insektenfreundlich gepflegt wird.

 

 

 

Den Bienen geht es in den Städten besser als auf dem Land. In den Städten gebe es Grünflächen wie Parks oder Friedhöfe, auf denen viele Blütenpflanzen wachsen. In der Landwirtschaft seien diese Blütenpflanzen jedoch kaum zu finden. Die dort ausgebrachten Gifte seien zudem das Todesurteil für viele Wildbienen. Dabei leisten die Insekten einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung vieler Wild- und Nutzpflanzen.

 

Die Grünfläche an der Rabenrodestraße in Waggum gehört zu jenen Wiesenarealen, die seit 2015 insektenfreundlich gepflegt werden. Normalerweise lässt die Stadt den Rasen mähen. Das Mähgut verbleibt anschließend auf der Fläche. Folge: Blütenpflanzen haben kaum eine Chance. Bei der seit 2015 praktizierten Pflegeform werden die Flächen zweimal pro Jahr gemäht und das Mähgut entfernt. Das kommt den Blütenpflanzen zugute, das Nahrungsangebot für Insekten, Vögel und andere Kleintiere steigt.

Die umweltfreundliche Pflegeform ist fast viermal so teuer wie die herkömmliche Grünpflege. Ziel ist es, einen höherer Artenreichtum zu erreichen.

 

Bestückt ist die Nisthilfe mit Schilfrohren, löchrigen Ziegeln oder angebohrtem Eichenholz. Sie ist nach Süden ausgerichtet. Neben Wildbienen werden sicher auch Wespen diesen idealen Nistplatz annehmen. 

Der Bezirksrat wehrt sich gegen die Umbenennung eines Teilbereichs der Grasseler Str.

In der Stadt fiel es erst nach knapp 5 Jahren auf, dass die Grasseler Str. gekappt wurde. Der Stummel am ehemaligen Waggumer Weghaus sollte umbenannt werden. In Waggum und Bevenrode wurde das schon lange schmerzlich wahrgenommen, denn hiermit fiel ein wichtiges Verbindungsglied mit der „Rest“-stadt einfach weg.

Anlass war die Adresssuche einer, noch zu errichtenden, Flugzeughalle auf dem Grundstück des ehemaligen Waggumer Weghauses. Jetzt bemerkte man, dass Navigationsgeräte Fehler machten konnten, da diese Straße keine Durchgangsstraße mehr ist. Noch gravierender ist es, wenn ein Notfall auf der Grasseler Straße gemeldet wird. Sollten die Rettungskräfte zuerst den nördlichen Teil der Grasseler Str. ansteuern, wäre ein katastrophaler Umweg von 6,2 km die Folge.

Der Vertreter der Stadt bemerkte schnell, dass er mit seinem Vorschlag, dieses Teilstück der Bevenroder Str. zuzuorden, beim Bezirksrat auf wenig Gegenliebe stieß. Hier ist dieses Thema noch emotional besetzt: Man möchte, dass die Kappung dieser wichtigen Verbindungsstraße nicht in Vergessenheit gerät.

Ein Kompromissvorschlag „Grasseler Str.-Süd“ soll geprüft werden. Erwartungsgemäß fiel die geplante Umbenennung bei der Abstimmung durch.

 

 

 

Im Sommer fällt der Startschuss für das Baugebiet "Vor den Hörsten"

Betreff: Abbau Spielplatz Nordendorfsweg

 

Sehr geehrter Herr Ahlborn,

 

im Rahmen des für den Sommer dieses Jahres vorgesehenen Baubeginns der Erschließungsarbeiten zum Baugebiet „Vor den Hörsten“ in Waggum möchte die Volksbank vor Ende Februar die Bepflanzung auf dem Spielplatz Nordendorfsweg entfernen. Auch die Spielgeräte sollen z.T. bereits in dieser Woche abgebaut werden. Bitte informieren Sie den Herrn BzBM Stülten entsprechend. Vielen Dank.

 

Über den Erhalt des festgesetzten Wallnussbaumes an der südwestlichen Grundstücksgrenze sind alle Beteiligten informiert.

 

Mit freundlichen Grüßen

i. A. Bernd Schmidbauer

 

Stadt Braunschweig 
Fachbereich 61 Stadtplanung und Umweltschutz 
Abteilung Stadtplanung

Platz der Deutschen Einheit 1 
D - 38100 Braunschweig 
fon +49 (0) 531 470 2619 
fax +49 (0) 531 470 35 49


 

Vorschläge für verkehrsberuhigende Maßnahmen in der Ortsdurchfahrt Waggum

Herr Ruske vom Stadtplanungsamt hat bei der letzten Bezirksratssitzung (14.10.) folgende Maßnahmen vorgeschlagen. Bei einem Investitionsvolumen von ca. 1 Million Euro ist fraglich welche Vorschläge umgesetzt werden. Außerdem sind viele Maßnahmen beitragspflichtig und somit kämen erhebliche Kosten auf die Anlieger der Rabenrodestr. und der Bienroder Str. zu.

Handelt es sich bei dem Verbot für Radfahrer um einen Schildbürgerstreich?

 

Nach Auskunft von Herrn Fränkel von der Polizeistation Querum handelt es sich um eine provisorische Regelung, die verbesserungswürdig ist.

 

Das Verbot ist aus rechtlichen Gründen notwendig, da der Fahrradweg an der Bienroder Str. für sich begegnenden Radverkehr zu schmal ist. Erst ab einer Breite von 2,40 m könnte er in beide Richtungen befahren werden. So hat man entschieden, dass der Radweg nur ortsauswärts befahren werden darf.

 

Radfahrer die vom Fahrradweg aus Bienrode kommen, müssten nun am Bechtsbütteler Weg (Höhe Friedhof) auf die andere Straßenseite wechseln.

 

Dagegen hatte sich der Bezirksrat ausgesprochen, denn die Verkehrssituation ist an dieser Stelle für Radfahrer zu schwierig.

 

Besser wäre die Lösung, dass der Radweg von dem „Bechtsbütteler Weg“ bis zur Einmündung „Am Steinring“ in beide Richtungen befahren werden kann und erst dann die Bienroder Str. gekreuzt werden müsste. Diese Stelle sollte noch mit dem Verkehrszeichen „Radfahrer kreuzen“ gesichert werden.

 

Am Dienstag hat eine Begehung durch die Polizei stattgefunden, bei der obige Lösung, als die vernünftigste angesehen wurde.

 

Hoffen wir nun darauf, dass die Situation für Radfahrer auf der Bienroder Str. klarer wird.

 
23. September 2014

Auslegung für Wohnbaugebiet mit 90 Plätzen beschlossen

Braunschweig. In seiner heutigen Sitzung hat der Verwaltungsausschuss der Stadt Braunschweig die Auslegung des Bebauungsplans für das Wohnbaugebiet in Waggum „Vor den Hörsten“ mit etwa 90 Bauplätzen beschlossen. Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer freute sich über einen weiteren wichtigen Schritt bei der Schaffung neuen Baulandes. „Es entsteht ein attraktives Baugebiet inmitten von Natur und dörflichem Charme.“ Die Stadt setze angesichts deutlich gestiegenen Bedarfs nach Wohnflächen einerseits auf innenstadtnahe Wohnungsprojekte, zum anderen aber auch auf Flächen für Ein- und Zweifamilienhäuser in den Ortsteilen.

 

 

Zu den Bedenken des Stadtbezirksrates bezüglich einer starken Verkehrsbelastung des Ortsteils Waggum durch das Baugebiet sagte Leuer, das Baugebiet sei über zwei Straßen an den Ort angeschlossen. Dort ergebe sich zu Spitzenzeiten eine Mehrbelastung von 35 Fahrzeugen pro Stunde. Dies sei ein zusätzliches Fahrzeug alle drei bis vier Minuten und den Anliegern damit zumutbar. Eventuelle Straßenschäden bei den Baumaßnahmen würden dokumentiert, für die Behebung solche Schäden sei der Bauträger verantwortlich. Den Wunsch nach besseren Taktzeiten der Buslinie 413 werde die Verwaltung an die Verkehrs-GmbH weiterleiten. Auf Wunsch des Planungs- und Umweltausschusses wird im nordwestlichen Teil des Baugebiets eine als Geh- und Radweg dargestellte Fläche bereits jetzt als öffentliche Straße vorgesehen, die im Falle der Erweiterung des Baugebietes gebaut würde.

 

Nach der Auslegung und der Auswertung der Anmerkungen zum Bebauungsplan werde die Verwaltung dem Rat den Bebauungsplan abschließend vorlegen. Die Vermarktung durch einen privaten Investor könnte dann nach Fassung des Satzungsbeschlusses durch den Rat im nächsten Jahr beginnen.

 

 

 

Mein Kommentar:

 

Hier erweist sich wieder das Motto als richtig: Vertraue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälschst hast. Tatsächlich rechnet Herr Leuer die Verkehrsbelastung geschickt herunter, indem er alle 3-4 Minuten ein zusätzliches Fahrzeug prophezeit. Er rechnet einfach die Nachtstunden dazu.

Die tatsächliche Belastung liegt zum Beispiel auf der Bienroder Str. bei täglich 400 Fahrzeugen zusätzlich. Sie steigt somit von 6400 Fahrzeugen auf 6800 Fahrzeuge täglich. Im Vorfeld wurden vom Verkehrsforschungsinstitut WVI folgende Zahlen der Mehrbelastung errechnet:

 

 

 

 

Neubaugebiet "Vor den Hörsten" in Waggum fällt beim Bezirksrat erneut durch

Grundsätzlich würde der Bezirksrat Neubürger in Waggum herzlich begrüßen. Doch für ein Neubaugebiet fehlen in Waggum wesentliche Voraussetzungen. Deshalb wurde das Neubaugebiet „Vor den Hörsten“

mit den Stimmen von SPD, Grünen und Bibs abgelehnt.

Diese 3 Fraktionen haben noch eine Protokollnotiz hinzugefügt, um die Gründe ihrer Ablehnung zu verdeutlichen:

 

Protokollnotiz Grüne, SPD und BiBS

 

Grundsätzlich sehen wir die Ausweisung des Baugebietes für die weitere Entwicklung des Stadtteils Waggum positiv. Wir begrüßen auch, dass in dem wiederholten Auslegungsbeschluss wesentliche Punkte aus den Beratungen im Bezirksrat, des PUI und mit der Öffentlichkeit (2012 und 2013) berücksichtigt worden sind.

 

Zu nennen sind die möglichen Straßenschäden, die durch die Herstellung des Baugebietes entstehen, auch ermittelt und dokumentiert werden. Außerdem enthält die Planung darüber hinaus im Nordwesten eine freigehaltene Trasse in Richtung des Flurstücks, die eine mögliche Erweiterung des Plangebietes sichert. Auch die Erschließungssituation für das Baugebiet wurde (West- und Ostteil) getrennt.

 

Der Bezirksrat lehnt den Entwurf des Bebauungsplanes mit örtlicher Bauvorschrift „Von der Hörsten“ ab und möchte wegen der Größe und Bedeutung des Baugebietes für Waggum, das bestimmte Probleme vor der öffentlichen Auslegung gelöst und Vorschläge fachlich geprüft werden:

 

Die Verkehrssituation nach der Schließung der Grasseler Straße ist für das Zentrum nach wie vor unzureichend gelöst. Schon jetzt ist die Verkehrsbelastung vor allem werktags durch den Berufsverkehr zu hoch.  Ein schlüssiges Verkehrskonzept wurde dem Bezirksrat bisher nicht vorgestellt.

Die Verkehrsbelastung wird zukünftig durch die Baugebiete in Bevenrode „Am Pfarrgarten“, Breitenhop/Rabenrodestr., Am Flughafen/Flughafenblick weiter erhöht und wird in der Vorlage unzureichend erwähnt.

 

Durch das Baugebiet „Vor den Hörsten“ mit rund 90 Wohneinheiten wird die Verkehrssituation für die Bürger/innen in Waggum zusätzlich verschärft. Die Fahrzeugbewegungen werden täglich zunehmen. Zur Verkehrssituation nach dem Wegfall der Grasseler Straße wird in der Vorlage fast gar nichts erwähnt. Wie wird zukünftig die Verkehrsführung (MIV) in Richtung Querum abgewickelt? Ist ein möglicher Ausbau über den Hondelager Weg notwendig oder geplant (als Alternative für die Schließung der Grasseler Straße). Siehe hierzu auch den Beschlussvorschlag auf der heutigen Sitzung und die Vorstellung der Ergebnisse aus der Ortsbegehung in diesem Jahr (siehe TOP 5.6).

 

Zu prüfen ist der Vertrag zwischen der Stadt Braunschweig und dem Projektentwickler, ob die Anlieger für die neuen Erschließungsstraßen des Baugebietes und für mögliche Schäden des Schwerlastverkehrs über diese Anliegerstraße aufkommen müssen. Es kann nicht sein, dass die Anlieger für diese Kosten aufkommen müssen. Es wird ein Beweissicherungsverfahren über den Straßenzustand des Nordendorfsweg, Erlenbruch etc. vor und nach der Bauphase notwendig, um nicht für die entstandenen Straßenschäden aufzukommen.

Zu prüfen ist auch eine behutsame Erschließung des Baugebietes „Vor den Hörsten“ in zwei Bauabschnitten und deren Konsequenzen für die Verkehrssituation in Waggum.

 

Für die Waggumer und Bevenroder sind die Taktzeiten für die Busverbindung zu verbessern werden, um die Fahrzeugbewegungen zu reduzieren.

Durch die Bedeutung des neuen Baugebietes in Waggum, aber auch in Bevenrode und (der anderen kleineren Baugebiete in Waggum) für junge Familien sind auch die Schulwege mit dem Rad zu den weiterführenden Schulen in Braunschweig (IGS Querum, Gymnasium Neue Oberschule, Ricarda Huch Schule etc.) attraktiv auszuschildern und sicher zu gestalten (Stichwort: Selbstständigkeit der Kinder/Jugendliche ohne Elterntaxi).

 

SPD, Grüne, BiBS im Bezirksrat 112, 11. Sept. 2014

 

... wird fortgesetzt ...


 

Tennis-Trio räumt ab

 

 

 

 

Lukas Winkelvoß (von links), Kian Zimmermann und Robin Müller freuen sich über ihre Pokale.

 

 

 

 

 

Braunschweig

 

Beim Midcourt-Tennis-Turnier der niedersächsischen Orange-Cup-Serie in Westercelle spielten sich in der Altersklasse U 9 gleich drei von fünf Jungs aus Braunschweig bis ins Halbfinale des 16er Feldes. Die drei Talente zeigten in ihren Spielen tolle kämpferische Leistungen und hochklassiges Tennis.

In einem spannenden Finale gewann Robin Müller (BTHC) gegen Kian Zimmermann (GW Waggum) 6:4, 7:6. Den dritten Platz erkämpfte sich Lukas Winkelvoß (Welfen SC) mit 6:4, 6:2 gegen David Yenkov (DTV Hannover). Die drei jungen Braunschweiger, die im vereinsübergreifenden Regionstraining gemeinsam trainieren, behaupteten sich eindrucksvoll unter den stärksten niedersächsischen Nachwuchsspielern.

Bebauungsplan "Vor den Hörsten" noch in diesem Jahr

14. August 2014
Bebauungspläne für vier Projekte noch in diesem Jahr
Damit im nächsten Jahr mit dem Bau von 850 Wohneinheiten begonnen werden kann
Braunschweig. Immer mehr Menschen wollen in Braunschweig leben und arbeiten. Die Stadt ist auf Wachstumskurs, seit Jahren steigt die Zahl der Einwohner und wird sich voraussichtlich weiter erhöhen. Mit vielen Wohnbauprojekten und einer aktiven Wohnbaupolitik, die zum jetzigen Zeitpunkt die Realisierung von über 5.000 Wohneinheiten bis zum Jahr 2020 vorsieht, reagiert die Stadt Braunschweig auf diesen steigenden Bedarf. Und sie macht Tempo bei der Planung:
Allein in diesem Jahr sollen die neuen Bebauungspläne für vier Bereiche – Erster Bauabschnitt im nördlichen Ringgebiet, Langer Kamp, Vor den Hörsten und Greifswaldstraße - auf den Weg gebracht und ausgelegt werden, damit der Satzungsbeschluss gefasst werden und im kommenden Jahr die Realisierung, beginnend mit der Erschließung, starten kann. Diese vier Projekte umfassen rund 850 Wohneinheiten.

 

 

„Zurück in die Stadt – das ist der Trend bei vielen jungen Familien ebenso wie bei Seniorinnen und Senioren“, erläutert Stadtbaurat Heinz-Georg Leuer. „Darauf reagieren wir mit einer aktiven Wohnflächenvorsorge, wobei wir darauf achten, dass auch für Menschen mit schmalerem Geldbeutel attraktive Wohnungen entstehen. Als gewachsene, historische Stadt setzt Braunschweig dabei den Schwerpunkt der Wohnbauentwicklung künftig vorrangig auf die Innenentwicklung.“ So würden gezielt nicht mehr genutzte Flächen in integrierten, städtischen Lagen neu gestaltet und revitalisiert, um sie als Wohnbauland nutzen zu können. Dies etwa für die Projekte Taubenstraße und Mittelweg-Südwest. Aber auch die Schließung von Baulücken in vorhandenen Wohnquartieren sei Teil dieser neuen Strategie. „Die Weiterentwicklung der bestehenden Quartiere und die Stadt der kurzen Wege werden damit gefördert, und auf diese Weise wird unser lebendiges, vielschichtiges Stadtbild erhalten“, sagte Leuer. „Gleichwohl werden wir die Entwicklung von Baumöglichkeiten im äußeren Stadtgebiet nicht vernachlässigen, da es nach wie vor eine Nachfrage nach Bauplätzen in eher ländlich strukturierten Stadtteilen gibt“, fügt der Stadtbaurat hinzu. Hierzu zählen etwa die Projekte „Vor den Hörsten“ und „Holzmoor“ in Waggum und Querum. Leuer: „Neue Siedlungsbereiche im äußeren Stadtgebiet, per ÖPNV gut an die Braunschweiger Kernstadt angeschlossen, werden die Innenentwicklung ergänzen. Die Wohnbauplanungen verteilen sich somit auf das gesamte Stadtgebiet und haben die unter-schiedlichsten Ausprägungen – vom klassischen Einfamilienhaus über gemeinschaftliches Wohnen bis hin zum Geschosswohnungsbau.“ Die folgende Auswahl aktueller Wohnbauprojekte zeigt die Bandbreite:

Nördliches Ringgebiet – Bereich Taubenstraße

Das größte Wohnbauprojekt Braunschweigs liegt, in nur zwei Kilometern Entfernung zur Innenstadt, in der Nähe der gründerzeitlichen Quartiere der Nordstadt: im nördlichen Ringgebiet an der Taubenstraße. Hier entstehen in Kooperation mit der Nibelungen Wohnbaugesellschaft in einem ersten Bauabschnitt bereits rund 500 bis 600 Wohneinheiten - Wohnraum für Familien, Senioren und auch für Studenten wird hier geplant und gebaut. Noch einmal 500 bis 600 Wohneinheiten sind im zweiten und dritten Bauabschnitt geplant. Gleichzeitig wird der Grünbereich rund um den Nordbahnhof als Nordpark gestaltet und bietet zukünftig allen Bewohnern der Nordstadt neue Naherholungsmöglichkeiten.

Langer Kamp Im östlichen Ringgebiet, dem beliebten gründer-zeitlichen Stadtteil, an der Gliesmaroder Straße wird der ehemalige Krankenhausstandort zum Wohnstandort entwickelt. Nach einem Wettbewerbsentwurf entstehen hier ca. 140 Wohnungen, die vor allem für die große Nachfrage nach gehobenem Wohnraum entwickelt werden. Die Einbettung der neuen Planung in die parkähnliche Situation des ehemaligen Krankenhauses verspricht einen besonderen Standort mit altem Baumbestand zu verwirklichen.

 

 

Vor den Hörsten Waggum als dörflich geprägter Stadtteil ist für Familien, die ein ruhiges Wohnen im Grünen schätzen, der richtige Wohnstandort. Landschaftlich reizvoll am nördlichen Ortsrand gelegen, befindet sich der Standort „Vor den Hörsten“. Hier sind gut 90 Einfamilienhäuser, besonders attraktiv für Familien mit Kindern.

Greifswaldstraße Der Stadtteil Heidberg verfügt über eine ausgezeichnete Infrastruktur. Schulen, Nahversorgung, medizinische Versorgung, grüne Erholungsbereiche und Stadtbahnanschluss sind hier vorhanden. Besonders ältere Menschen schätzen die Erreichbarkeit aller Einrichtungen des täglichen Bedarfes vor Ort. Teile des in den 60er Jahren entstandenen Stadtteils werden nun erneuert und modernisiert. An der Greifswaldstraße entstehen nach Abriss von leerstehenden Gebäuden gut 40 neue Wohneinheiten sowie eine Altenpflegeeinrichtung


 

 

 

Es geht weiter mit dem Baugebiet "Vor den Hörsten" in Waggum

Das Neubaugebiet "Vor den Hörsten" in Waggum. (Die Zahlen bedeuten die Zunahme des Verkehrs durch das Neubaugebiet)

Herr Schmidtbauer vom Fachbereich Stadtplanung und Umweltschutz hat mitgeteilt, dass der Bebauungsplan „Vor den Hörsten“, WA 69, überarbeitet wurde und kurzfristig für den erneuten Auslegungsbeschluss bereit steht.

 

Da das Baugebiet aufgrund der großen Nachfrage nach Bauland bei der Verwaltung eine hohe Priorität genießt, bittet er um die Anberaumung einer Sitzung des Stadtbezirksrats 112 Wabe-Schunter-Beberbach in den Tagen nach den großen Ferien (ab 11. September) bis einschließlich den 16. September 2014, damit die Vorlage den PlUA am 17. September 2014 erreichen kann. Die erste offizielle Sitzung des StBezR 112 nach der Sommerpause ist für den 14.Oktober 2014 terminiert, d.h. der Auslegungsbeschluss wäre frühestens in der VA -Sitzung am 18. November 2014 möglich. Die Umsetzung des Baugebietes ist für das Frühjahr 2015 avisiert (Erschließungsbeginn lt. Vorhabenträger Februar/ März 2015). Es ist demnach absehbar, dass die rund zweimonatige Verspätung der Auslegung zu Verzögerungen bei der Realisierung des Baugebietes führen wird.

 

Aus diesem Grund hat Herr Bezirksbürgermeister Stülten als Sitzungsdatum Do. 11.9.2014 festgelegt.

 

 

 

Warum geht es bei dem Neubaugebiet „Vor den Hörsten“ in Waggum nicht voran?

Die CDU fragte bei der letzten Bezirksratssitzung: Viele Bauinteressenten,

die u.a. beim BG „Pfarrgarten“ in Bevenrode oder bei anderen

Baugebieten auf grund der großen Nachfrage kein Grundstück erwerben konnten, hoffen auf die baldige Erschließung des BG „Vor den Hörsten“

Welche Gründe haben bisher die zeitnahe Umsetzung behindert?

 

Die Verwaltung antwortete: Einige Flächen für naturschutzfachliche Maßnahmen für Ausgleich und Ersatz waren für den Investor nicht verfügbar.

 

Das heißt ein Grundstückseigentümer wollte die dringend benötigte Fläche, die für die Ausgleichsmaßnahme des Naturschutzes vorgesehen war, nicht verkaufen. Die Volksbank muss ihre Planungen umstellen und eine andere geeignete Fläche suchen.

 

Aus Sicht der Stadt ist ein Satzungsbeschluss bis Ende 2014 vorstellbar.

 

 

 

 

 

Schmutzwasser wird in die Kanalisation eingeleitet

Probleme bei der Entwässerung des Flughafens

 

BiBs fragt an – Herr Leuer von der Stadtverwaltung antwortet

 

 

Anfrage der BiBS an die Verwaltung

 

„Seit März 2013 existiert ein unhaltbarer Zustand bei der Entwässerung des Flughafens. Das

vom Rollfeld ablaufende Niederschlagswasser wird nicht ausreichend gefiltert. Wird ein kritischer

Wasserstand im Regenrückhaltebecken des Flughafens erreicht, muss belastetes

Wasser aus dem Bodenfilter mit Tankwagen abgefahren und in die Schmutzwasserkanalisation

entsorgt werden. Hinsichtlich des Einsatzes von Auftau- und Enteisungsmitteln am Flughafen

Braunschweig-Wolfsburg wird generell um folgende Auskünfte gebeten:

1. Welche Grenzwerte dürfen in welcher Höhe beim Einsatz von Auftau- und Enteisungsmitteln

bei der Einleitung von Niederschlagswasser in die Gewässer und Schmutzwasserkanäle

nicht überschritten werden?

2. Welche Wirksubstanzen, Formulierungshilfsstoffe und sonstigen Stoffe wie z. B.

Reifenabrieb enthält das abgeleitete Wasser in welcher Höhe?

3. Welche Kosten (Art und Höhe) pro cbm werden der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

GmbH in Rechnung gestellt, wenn belastetes Wasser aus deren Bodenfilter mit Tankwagen

abgefahren und in die Schmutzwasserkanalisation eingeleitet wird?“

 

 

Stellungnahme der Verwaltung

 

Zu den Vorbemerkungen der Anfrage bedarf es zunächst einer Erläuterung des

Sachverhalts, der sich wie folgt darstellt:

Das Entwässerungssystem im Osten des Flughafens bestand im letzten Winter aus einem

3.300 m³ großen Regenrückhaltebecken und einem Bodenfilter, in dem das Niederschlagswasser

gereinigt wird. Während des Winters 2012/2013 ist es am Ablauf des Bodenfilters

zeitweise zur Überschreitung der Grenzwerte für den chemischen Sauerstoffbedarf und den

biologischen Sauerstoffbedarf gekommen.

Nach der bei der Einleiterkontrolle festgestellten Grenzwertüberschreitung wurde der Ablauf

verschlossen und zum Schutz der Gewässer ein Kreislaufbetrieb veranlasst: das Regenwasser

wurde vom Ablauf des Bodenfilters zurück zum Regenrückhaltebecken geführt, um

anschließend wieder den Bodenfilter zu passieren. Nachdem ein kritischer Wasserstand

erreicht war, hat die Flughafengesellschaft Braunschweig – Wolfsburg GmbH (FhBWE) den

Transport des belasteten Wassers mit Lastkraftwagen hin zur Schmutzwasserkanalisation in

der Hermann-Blenk Straße veranlasst. Dies ist in Abstimmung mit der SE|BS erfolgt.

Die FhBWE wird durch betriebliche und erste bauliche Maßnahmen die Situation verbessern.

Das Regenrückhaltebecken wurde zwischenzeitlich von 3.300 m³ auf 5.500 m³ vergrößert.

Weitere Maßnahmen sind mit der Unteren Wasserbehörde, der Unteren Naturschutzbehörde

und der NLStbV abgestimmt. Die Mess- und Regeltechnik wird so nachgebessert, dass

durch eine Online-Messung der Ablauf bei Überschreiten des Grenzwertes ausgeschlossen

wird. Dies wird in Kürze ausgeschrieben. Bis zum Einbau der Online-Messung erfolgt ein

Ablauf des Wassers nur nach vorheriger Wasseranalyse. Die Flughafengesellschaft ist angewiesen,

immer einen ausreichenden Puffer im Regenrückhaltebecken vorzuhalten, sodass

es auch bei Starkregen zu keinem unkontrollierten Ablauf kommen kann.

Ggf. werden weitere Transporte bis zur Schmutzwasserkanalisation erforderlich.

Diese Sachverhaltsdarstellung vorausgeschickt beantworte ich die Fragen wie folgt:

 

Zu Frage 1:

Die folgenden Grenzwerte müssen bei der Einleitung in Gewässer eingehalten werden:

  • pH-Wert kleiner als 9
  • Chemischer Sauerstoffbedarf (CSB) kleiner 90 Milligramm pro Liter
  • Biologischer Sauerstoffbedarf (BSB) kleiner 20 Milligramm pro Liter
  • Gesamtstickstoff kleiner 18 Milligramm pro Liter
  • Ammoniumstickstoff kleiner 10 Milligramm pro Liter
  • Mineralölkohlenwasserstoffe kleiner 4 Milligramm pro Liter

Einleitung in die Schmutzwasserkanäle:

Für die Einleitung von Abwässern in die Kanäle der öffentlichen Abwasseranlage gelten

die Grenzwerte der Abwassersatzung der Stadt Braunschweig vom

21. Dezember 2004.

 

Zu Frage 2:

Messwerte sind ausschließlich für die in der Antwort zu Frage 1. genannten Parameter bekannt,

für die auch Grenzwerte festgelegt wurden. Der Parameterumfang entspricht im Übrigen

dem des sehr viel größeren Flughafens Hannover-Langenhagen.

Grundsätzlich sind im Abwasser - in großer Verdünnung – alle Substanzen aus den

Enteisungsmitteln enthalten, für die es keinen umweltfreundlicheren Ersatz gibt und die so

sparsam wie möglich eingesetzt werden.

Wie bei der Ableitung des von Straßen abgeleiteten Wassers findet auch beim Flughafen

keine Untersuchung auf Reifenabrieb statt, dessen Partikel z. B. auch im Bodenfilter zurückgehalten

werden. Eine Gewässergefährdung durch Reifenabrieb ist nicht zu befürchten.

Die potenzielle Schadwirkung aus den Enteisungsmittel wird insbesondere über die Summenparameter

BSB und CSB erfasst.

 

Zu Frage 3:

Nach der gültigen Abgabensatzung für die Abwasserbeseitigung wurde für die in diesem

Jahr dem Schmutzwasserkanal zugeleitete Wassermenge ein Betrag von 2,52 €/m³ erhoben.

 

I. V.

gez.

Leuer

 

- Es gilt das gesprochene Wort -

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.

 

Hallo, liebe Leser,

ich würde mich freuen, wenn ich von

Ihnen Anregungen bekommen würde.

   - Das können

     Meinungs-

     äußerungen

     über erschienene

     Artikel sein.

   - Themen, die

     auf dieser Seite

     angesprochen

     werden sollten.

   - allgemeine Kritik an

      waggum-online

 

Bitte schicken Sie eine e-mail an:

 sternkiker@onlinehome.de

 

Rufen Sie an bei 05307-6098

 

oder benutzen das Kontaktformular

 

Auf Wunsch wird diese Meinungsäußerung

auf waggum-online veröffentlicht.

 

Bernd Sternkiker

 

 

 

 

Waggum 24.1. 8:46
Waggum 23.1. 9:06
Druckversion Druckversion | Sitemap
© waggum-online