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Helmstedter Nachrichten:

Nur wer sich meldet, kann etwas bewegen

LEHRE  Die Fluglärmkommission ist auf Beschwerden angewiesen.

Von Eva Hieber

28.07.2017 - 14:37 Uhr

 

Im Schnitt 80 Flugzeuge pro Tag schweben über den Braunschweiger Himmel – genauer gesagt, wurden 29236 Flugbewegungen im Jahr 2016 verzeichnet. So steht es im jährlichen Bericht des Fluglärmschutzbeauftragten des Niedersächsischen Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr über den Flughafen Braunschweig-Wolfsburg. Diese nüchternen Zahlen geben zunächst keinen Aufschluss darüber, was bei der Bevölkerung vom Flugverkehr ankommt. Denn das ist oft schlicht: Lärm.

„Ich würde mir wünschen, dass sich mehr Menschen beschweren würden“, sagt Marcus Behrens, CDU-Ratsherr in Lehre und Vorsitzender der Fluglärmkommission für den Braunschweiger Flughafen. Nicht, dass er sich mehr Störungen wünsche, natürlich. Aber: „Je mehr Menschen uns Hinweise darauf geben, wann sie sich in welcher Weise gestört fühlten, desto besser können wir darauf hinarbeiten, dass sich etwas ändert“, erklärt Behrens. In Braunschweig beispielsweise sei bereits eine Flugbahn verschoben worden, als Antwort auf anhaltende Bürgerbeschwerden. „Aber ohne Beschwerden lässt sich diese Diskussion nicht führen“, sagt Behrens.

„Je mehr Menschen sich beschweren, desto besser können wir arbeiten.“

Marcus Behrens, Vorsitzender der Fluglärmkommission.

Im Blick hat er dabei die Einflugschneise, die von Hehlingen nach Lehre führt. „Direkt über uns befindet sich das Drehkreuz für die großen Maschinen“, sagt Behrens, „hier drehen sie in Richtung der Landebahn ab.“ Er könne sich vorstellen, dass diese Einflugschneise womöglich verlegt werden könnte – wenn es einen Anlass gibt. „2016 sind 323 Beschwerden eingegangen“, sagt Behrens; teilweise seien dabei mehrere Ereignisse genannt worden. „Aber nur neun davon kamen aus Lehre. Daraus können wir nicht ablesen, wo genau die Probleme liegen.“

Um das zu erkennen, bräuchte man mehr Daten – sonst könne die Kommission keine Schlussfolgerungen ziehen. Behrens appelliert daher an seine Mitbürger, sich zu beschweren, wenn sie sich belästigt fühlen: Das Beschwerdeformular kann im Internet über die Webseite der Gemeinde heruntergeladen werden.

Derzeit beschäftigt die Fluglärmkommission vor allem die Platzrunde, die, so die Anregung der Kommission, auch zu Zeiten der inaktiven Kontrollzone – also am Wochenende – für die Piloten verbindlich sein soll. Die Platzrunde wird vor allem von Flugschülern genutzt; sie umkreisen den Flughafen auf einer Route, die maximal 30 Minuten Flugzeit umfasst. „Die Piloten fliegen dabei nach Sicht“, erklärt Behrens, „sehen dabei aber nicht, was sich direkt unter ihnen befindet.“ Die Ideallinie der Platzrunde führt genau zwischen Hondelage und Wendhausen hindurch. „Aber das ist eben nur eine Ideallinie – und so kommt es immer mal zu Fluglärm über Wendhausen“, so Behrens.

Wenn die Platzrunde auch am Wochenende verbindlich würde, hofft Behrens auf deutlich weniger Lärmbelästigungen – zusätzlich hätten Beschwerden, die in diesem Zeitraum eingehen, mehr Gewicht. Noch aber verzögert sich die Durchsetzung dieses Vorschlags: „Im Ministerium muss der Beschluss durch viele Instanzen“, sagt Behrens, „eigentlich hatten wir auch eine Veröffentlichung in diesem März gehofft.“ Jetzt ist erst im kommenden März, also 2018, mit einer Veröffentlichung zu rechnen.

FLUGLÄRMKOMMISSION

Die Kommission setzt sich aus elf Mitglieder zusammen.

Vertreten sind die Stadt Braunschweig und die Gemeinde Lehre, die Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH, die Volkswagen Air Service, das Aerowest Flugcenter, das DLR, die Bundesvereinigung gegen Fluglärm, das Niedersächsische Umweltministerium sowie die IHK Braunschweig.

In ihren Sitzungen erarbeitet die Kommission Vorschläge, die sie an das Wirtschaftsministerium weitergibt.

Immer wieder wirbt Marcus Behrens als Vorsitzender dafür, der Kommission ein Budget für Messungen und Gutachten zuzuteilen – bisher ohne Erfolg.

 

 

 

Die Einrichtung Flugexperimente und das Institut für Aerodynamik und Strömungstechnik des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden in den Nächten vom 25. bis zum 27. Juli 2017 von etwa 23 Uhr bis 2 Uhr Flugversuche am Flughafen Braunschweig-Wolfsburg durchführen. Dabei kann es zu Lärmentwicklungen kommen.

Fliegt ein Hubschrauber nahe am Boden, entstehen am Rotor Abwinde und Verwirbelungen. Diese Wirbel und das Strömungsfeld werden in den Flugversuchen untersucht und optisch vermessen. Aus diesem Grund findet ein Bodenlauf mit dem Forschungshubschrauber Bo 105 statt, bei dem die Umströmung des Rotors durch den Einsatz von Nebel sichtbar gemacht und mit Hilfe eines Lasers vermessen wird.

Bei den Versuchen handelt es sich um die Weiterführung der Experimente, die auch schon in der Kalenderwoche 26 durchgeführt wurden.

 

 

Flughafen Braunschweig-Wolfsburg gehört zu Dobrindts (BMVI) Liste der wichtigen Flughäfen                                        Grund: Forschung                                          Aber: Nur 1-2% der Starts und Landungen dienen der Forschung

Braunschweiger Flughafenausbau für die Katz 

VW schafft seinen Business-Airbus ab. Den Ausbau ihres Flughafens und die Zerstörung eines Vogelschutzgebiets hätte sich die Stadt Braunschweig sparen können.

 

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Konnte die Rodung des Querumer Forsts nicht verhindern: der Eremiten-Käfer.  Foto: Landesforstverwaltung Niedersachsen/dpa

 

BRAUNSCHWEIG taz | Der Ausbau des Braunschweiger Flughafen wäre wohl nicht nötig gewesen. Wie jetzt bekannt wurde, will der Volkswagen-Konzern seinen Firmen-Airbus, einen stattlichen A319, abschaffen. Damit entfällt der eigentliche Grund für die Verlängerung der Rollbahn. Die dafür notwendigen Rodungen im Landschafts- und Vogelschutzgebiet Querumer Forst hätten sich die Stadt und der Flughafenbetreiber schenken können

 

Der Streit um die Pistenverlängerung von 1.680 auf 2.300 Meter, um den Anforderungen eines Airbusses gerecht zu werden, hat die Kommunalpolitik jahrelang in Atem gehalten. Rund 39 Millionen Euro wurden in den Ausbau investiert, sogar eine Landstraße wurde gekappt, – die Anbindung eines Braunschweiger Ortsteils an die Autobahn A2.

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Bürgerproteste und Verwaltungsgerichtsklagen konnten nicht verhindern, dass in dem angrenzenden Wald auf rund 90 Hektar etwa 43.000, mitunter 200-jährige Eichen und Buchen gerodet oder entstellend zurückgestutzt wurden. In einem Landschafts- und Vogelschutzgebiet wohlgemerkt, das der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg in Form eines Erbbaurechtsvertrages größtenteils von der Stiftung Braunschweigischer Kulturbesitz erhielt.

Auftrag dieser Stiftung ist es, kulturelle und historische Belange des ehemaligen Landes Braunschweig zu bewahren – ob die Betriebsbedingungen des in den 1930er Jahren vom Reichsluftfahrtministerium eingerichteten Flughafens nun dazugehören, sei dahingestellt.

 

Der Streit um die Pistenverlängerung hat die Kommunalpolitik jahrelang in Atem gehalten

 

Von offizieller Seite wurde zwar immer betont, dass die am Flughafen ansässige Luftfahrtforschung des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) im sogenannten Avionik-Cluster die längere Piste verlange – für ihre Flugversuche, etwa zum Hochauftrieb beim Airbus A320. Aber jedem war damals klar, wer der eigentliche Nutznießer der Startbahnverlängerung sein werde.

 

Den kürzeren A319 betreibt die VW-eigene Fluglinie, die als Lion Air Services auf der Cayman-Insel registriert ist, in der Ausführung als Businessjet. Ein solches Modell hat maximal 19 Plätze und kostet, je nach Ausstattung, an die 70 Millionen Euro. Die Lufthansa hat etwa 30 Stück A319 in ihrer Kontinentalflotte, in der Regel mit 132 Sitzplätzen, für Billigflieger gibt es eine Variante mit 156 Plätzen.

 

Neun weitere Businessjets der französischen Falcon-Baureihe gehören zur Flotte, darunter vier des Spitzenmodells 7X, Listenpreis 41 Millionen Dollar. Kaum ein weiterer Dax-Konzern leistet sich noch eine derartig umfangreiche und teure eigene Flugbereitschaft. In der Regel wird gechartert, auch um keine privaten, fiskalisch heiklen Begehrlichkeiten im Management zu wecken.

 

Bei VW hielt man es anders: Alle Konzernvorstände, viele Vorstände der zwölf Marken sowie etliche Generalbevollmächtigte sollen laut ihren Verträgen Anspruch auf kostenlose Heimflüge mit der VW-Flotte haben. So berichtete es der Spiegel noch im Oktober, zu einem Zeitpunkt somit, als der Abgasskandal den Konzern bereits zu einer wirtschaftlichen Kurskorrektur zwang. Nun scheint jedoch auch für die VW-Spitze Schluss mit der Gratis-Vielfliegerei. Zumindest der Airbus wird verkauft, so sagte es Konzernchef Matthias Müller kürzlich in Wolfsburg.

 

Damit droht der überschaubar gebliebene Flugbetrieb am Querumer Forst noch überschaubarer zu werden. Die Flughafengesellschaft wirbt für sich als attraktiver und leistungsfähiger bewährter Partner im Geschäftsreiseverkehr mit rund 35.000 Flugbewegungen und mehr als 192.000 Passagieren im Jahr. Rein rechnerisch ergibt das 5,5 Gäste pro Flug. Für die Steuerzahler bedeutet er heute schon ein jährliches Defizit von rund 2,5 Millionen Euro aus der kommunalen Betreibergesellschaft.


 

 

 

 

Szene38 berichtet:

Braunschweig hebt wieder ab: Sardinien und Sizilien neue Flugziele

Veröffentlicht am 02.09.2015 von Falk-Martin Drescher

Gen Italien heben im April und Mai 2016 die Flieger von Braunschweig aus ab. Archivfoto: Falk-Martin Drescher. 

Das Thema “Urlaubsflüge ab Braunschweig” wird heiß diskutiert. Im Juli kündigte der Reiseveranstalter “DER SCHMIDT” an, nebst Dubai und Rom vom Flughafen Braunschweig-Wolfsburg auch Flüge nach Istanbul anzubieten. Nun folgte die nächste Bestätigung: Im kommenden Jahr geht es auch nach Sardinien und Sizilien.

Zeitlich begrenzt, vom 5. bis zum 12. April 2016, starten Flüge nach Palermo auf Sizilien – mit mehr als 25.000 Quadratmetern Fläche die größte Insel im Mittelmeer. Ihr geographisch markantestes Merkmal ist der Vulkan Ätna. In das Paket des Reiseanbieters inbegriffen sind 1-wöchige Arrangements mit Transfers & Co – zur Auswahl stehen mehrere Hotels.

Etwas an einen Fußabdruck erinnert die Form der ebenfalls italienischen Insel Sardinien. Es heißt, sie beheimate einige der schönsten Strände des Mittelmeers. Auch Kulturinteressierte kommen hier auf ihre Kosten – zählt etwa die Nuraghe Su Nuraxi, eine ehemalige Siedlung mit prähistorischem Turmbau – zu den UNESCO-Weltkulturerben. Hier geht die Reise vom 10. bis zum 10. Mai nach Olbia, eine der größten Städte Sardiniens.

“Wir freuen uns, dass wir mit der deutschen Airline Germania einen starken Flugpartner gefunden haben, der mit einer Boeing 737-700 unsere Pläne qualitativ hervorragend umsetzen kann”, freut sich Philipp Cantauw aus der “DER SCHMIDT”-Geschäftsleitung. Weitere Details gibt es auf der Internetseite sowie in den Filialen des Reisebüros Schmidt.

 

 

 

 

braunschweigheute.de       berichtet

Zukunftsvision des Flughafens: Die neue Abflughalle

20.3.2015

 

Nach dem großen Erfolg der ersten Vollcharterflüge vom Flughafen Braunschweig/Wolfsburg nach Dubai hat sich der regionale Reiseveranstalter etwas Neues einfallen lassen. Im November geht es per Direktflug von der Oker an den Tiber.

 

Unter dem Titel Rom „die ewige Stadt“ erwartet die Reisegäste weltbekannte Sehenswürdigkeiten wie das Kolosseum, der Vatikan mit dem Petersdom, das Forum Romanum oder das Pantheon. Man kann es aber natürlich auch ruhiger angehen lassen und bei einem Glas Vino das Treiben an der spanischen Treppe oder am Trevi Brunnen begutachten.

“Wir haben intensiv mit unserem Flug-Partner und unseren örtlichen Agenturen verhandelt. Schließlich wird es immer etwas besonderes bleiben, eine Boeing 737-800 für den regulären Passagierverkehr in die Löwenstadt zu bekommen.”, sagt Philipp Cantauw aus der Geschäftsleitung des Veranstalters. Er spielt darauf an, dass diese Flüge mit hohem logistischen Aufwand verbunden seien. Dafür sei es für die Reisenden umso angenehmer, ihren Urlaub quasi vor der Haustür mit kurzen Wegen beginnen zu können.

Auch für den Direktflug nach Rom sei die Nachfrage groß. Der erste Termin dieser Reise war in Windeseile schon unter den Teilnehmern der Dubai Reise ausgebucht. Aufgrund der großen Nachfrage wurden schon zwei Zusatztermine (11. und 15. November 2015) eingeplant.


 

BIBS-Fraktion
im Stadtbezirksrat Wabe-Schunter-
Beberbach
Tatjana Jenzen, Oliver Büttner

 

Braunschweig, 19. Februar 2015

 

Touristik geht doch am „Forschungsflughafen“….

 

Auf Berichte über einen Touristikflug vom Flughafen Braunschweig – Wolfsburg
nach Dubai erklärt die BIBS-Bezirksrätin Tatjana Jenzen: „Entgegen aller anderslautenden
Bekenntnisse sind Touristikflüge hier doch in einem größeren
Rahmen möglich.

Immer wieder wurde uns erklärt: ‚Touristik, das können und wollen wir auch nicht‘ – aber sieht man die aktuelle Entwicklung mit der Ankündigung von Reisunternehmen, in Zukunft öfter vom Braunschweiger Flughafen
aus touristische Ziele ansteuern zu wollen, dann merkt man schon, wohin
die Reise gehen soll.

 

Zudem schließt der Planfeststellungsbeschluss zur Erweiterung des Flughafens Touristik auch gar nicht definitiv aus, sondern ermöglicht
rund 300 Flugbewegungen und 45.000 Passagiere pro Jahr!“, so
Tatjana Jenzen, die im Bezirksrat Wabe-Schunter-Beberbach sitzt.

 

Zur Erläuterung:

 

Der Ausbau des Flughafens sollte durch viele Millionenfördergelder von EU, Land und Bund finanziert werden. Die Fördergelder der EU gab es nicht, und der Ausbau des Flughafens in Höhe von fast 40 Millionen Euro
musste somit vorrangig mit regionalen Steuergeldern bezahlt werden.

 

Im Zeitraum von August 2011 bis zur offiziellen Inbetriebnahme am 18.10.2012
wurde die verlängerte Start- und Landebahn nur für
28 Starts und Landungen
in 19 Monaten
benutzt. Immer wieder wurde betont, am Flughafen solle keine Ausweitung der Touristikflüge erfolgen.

 

Der Planfeststellungsbeschluss
aus dem Jahre 2007 (Pfb 2007) gibt dagegen lediglich vor:

 

„2.4.1.1
Die Planfeststellungsbehörde behält sich vor,

 

a) bei Überschreiten einer Zahl von mehr als drei vom und zum Verkehrsflughafen Braunschweig-Wolfsburg erfolgenden Linien- oder Touristikflügen pro Woche von dem Maßnahmeträger die Vorlage von auf der Basis der dann maßgeblichen Gesamtzahl an Flugbewegungen zu
erstellenden physikalischen Flug- und Bodenlärmgutachten zu verlangen,

 

b) von dem Maßnahmeträger nach Vorlage der unter Ziff. 2.4.1.1 Buchst. a) genannten Gutachten erforderlichenfalls die Vorlage eines Lärmmedizinischen Gutachtens zu verlangen
 

c) von dem Maßnahmeträger die auf der Grundlage des unter Ziff. 2.4.1.1 Buchstabe b) genannten Gutachtens, zur Vermeidung nachteiliger Wirkungen auf die Rechte anderer, die erforderlichen Maßnahmen des aktiven und passiven Schallschutzes einschließlich etwaiger notwendig werdender Entschädigungszahlungen zu verlangen.“ (Pfb 2007, Seite 16)
 

„Fazit: Sollte das damit auf Seite 46 errechnete jährliche Touristikflugaufkommen
mit 45.000 Passagieren überschritten werden, muss die Flughafengesellschaft,
wenn es die Planfeststellungsbehörde denn überhaupt noch will, ein
Flug- und Bodenlärmgutachten in Auftrag geben!“, so Tatjana Jenzen abschließend

Das wird die neue Abflughalle.

Flugreisen ab Braunschweig erfreuen sich großer Beliebtheit - Ist das nun doch der Einstieg in den Flugtourismus?

Der Parkplatz am Flughafen (Lilienthalplatz) soll umgestaltet werden.

Eine vergrößerte Aufnahme von der Umgestaltung findet man     hier

 

Am 2.7. beriet der Planungs- und Umweltausschuss über diese   Vorlage

 

Bei der Bezirksratssitzung fiel der erste Entwurf durch, da viele Fragen nicht beantwortet wurden.

 

 

 

 

 

 

Horst Gasse (BI Hondelage) zu den Planungen des Lilienthalhauses am Flughafen:

 

Hallo zusammen,

das zeigt, dass das ursprüngliche Ziel, den Flughafen für den Flugtourismus auszubauen, nicht aus den Augen verloren worden ist. Der Kontrollbereich ist über den eigentlichen Bedarf hinaus vergrößert worden und mit der Beseitigung des Lilienthalplatzes als Parkfläche hat man endlich einen Grund Parkhäuser zu errichten. Vor dem OVG hatte Herr v. Stülpnagel noch vehement den Bau von Parkhäusern für die Zukunft bestritten. Da kommt die Schlussbemerkung von Karl Valentins Buchbinder Wanninger zum Tragen: "Saubande, dreckerte!"

Viele Grüße

Horst Gasse

 

 

 

 

Information über die aktuelle Entwicklung am Forschungsflughafen Planungen für das Lilienthal-Haus

 

 

Aufgrund der positiven Entwicklungen im Bereich des Forschungsflughafens ist der Bedarf an

Büroflächen stark gestiegen. Er kann seit geraumer Zeit nicht immer gedeckt werden, wodurch

Ansiedlungen von Mietinteressenten nur eingeschränkt erfolgen können. Hinzu kommt, dass

neuwertige Büroräume in dem Bereich fehlen.

Die Forschungsflughafen GmbH hat daher die Koordination des Projekts „Büroneubau“ übernommen

und führt seit geraumer Zeit Gespräche mit potenziellen Investoren und auch interessierten

Nutzern eines solchen Gebäudes. Hierbei wurden in den letzten Jahren verschiedene

Flächen im Bereich des Forschungsflughafens für einen Neubau betrachtet.

In dem Gebäude sollen ausschließlich Unternehmen aus den Bereichen Luft- und Raumfahrt

und der Verkehrstechnik angesiedelt werden. Zusätzlicher Wunsch ist ein integriertes Besucher-

und Veranstaltungs-Center, das insbesondere den am Forschungsflughafen ansässigen

Unternehmen als Serviceeinrichtung dienen, aber auch für Nutzungen durch Dritte verfügbar

sein soll.

Als Entwickler und Investor hat sich im Laufe der verschiedenen Gespräche die Volksbank

Braunschweig-Wolfsburg Projekt GmbH herauskristallisiert. Die Planungen konzentrieren sich

auf ein rund 3.500 m² großes Grundstück der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH südlich

des Lilienthalplatzes, westlich des Waggumer Weges und nördlich der Hermann-Blenk-

Straße (Teilfläche des Flurstücks 384/164, Gemarkung Querum, Flur 7) gelegen.

Die Fläche gilt nach dem 2011 erstellten städtebaulichen Gutachten des Büros Grazioli als

zentraler Standort, dessen Nutzung der herausragenden Lage entsprechend erfolgen sollte.

Das planerisches Ziel des Gutachtens war die Darstellung eines übergreifenden städtebaulichen

Leitbildes für die gesamträumliche Entwicklung des Areals Forschungsflughafens (siehe

auch PluA-Mitteilung DS 12302/12 vom 20.06.2012). Die Volksbank Braunschweig-Wolfsburg

Projekt GmbH hat bei den Planungen das Grazioli-Gutachten berücksichtigt und plant ein Bürogebäude

mit rd. 4.000 m2 Büroflächen.

 

Die Gespräche mit potentiellen Nutzern laufen und das Interesse an der Immobilie ist groß. Beschränkt

ist der Nutzerkreis auf Unternehmen der Luft- und Raumfahrt sowie der Verkehrstechnik,

analog zu den Vorschriften in den Bebauungsplänen im westlichen Teil der neuen Gewerbegebiete

am Forschungsflughafen. Auch eine spätere bauliche Ergänzung zur Erweiterung der

Flächen ist vorgeplant.

Mit der geplanten Investition der Volksbank BraWo Projekt GmbH im Umfang von rund

11 Mio. € würde die Attraktivität des Gesamtensembles gesteigert, benötigte Büroflächen geschaffen

und die Standortqualität verbessert.

Der Architekt des Projektes wird in den Ausschusssitzungen das Vorhaben vorstellen und für

Rückfragen der Ausschussmitglieder zur Verfügung stehen.

I. V.

gez.

Leppa

 

 

 

Mein Kommentar

Nachhaltiger Naturschutz sieht anders aus

 

Es ist schon reichlich höhnisch, als Ausgleichsmaßnahme für den durch den Flughafenausbau zerstörten Wald, direkt daneben die „Urwälder von morgen“ entstehen zu lassen. Glücklich schätzen kann sich dabei eigentlich nur die Stiftung Braunschweiger Kulturbesitz. Die profitieren nämlich doppelt: -Einmal 100 Jahre Pacht für die zerstörte Waldfläche von der Flughafengesellschaft –Zweimal spült der Steuerzahler jährlich 4000€ in die Kassen, damit die Stiftung großzügig auf die forstliche Bewirtschaftung verzichtet.

 

Bernd Sternkiker

 

 

 

Aufsichtsrat des Flughafen Braunschweig-Wolfsburg beschließt (bereits Ende 2012) mangels verkehrlichen Bedarfs auf die Ostumfahrung zu verzichten.

Im Planungs- und Umweltausschuss am19.03.2014 soll folgender Antrag beraten werden:

 

Verkehrssituation nach Flughafenausbau

Der Antrag Nr. 3187/14 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zum Verwaltungsausschuss am

25. März 2014 (Vorberatung im Planungs- und Umweltausschuss am 19. März 2014) sieht vor,

dass die Verwaltung gebeten werden soll, im Zuge einer Änderung des Planfeststellungsbeschlusses

für die Ostumfahrung des Braunschweiger Flughafens folgende Maßnahmen zu ergreifen

oder zu veranlassen:

 

1. Die bisher vorgelegten Zahlen über das Verkehrsaufkommen in den Stadtteilen Bienrode,

Waggum, Hondelage, Bevenrode und Querum sowie auf der Hermann-Blenk-Straße und

Eckener Straße sind kritisch zu überprüfen, zu aktualisieren und um eine Verkehrsprognose

für den Zeitpunkt 2025 zu ergänzen.

 

2. Die Betrachtung der Verkehrsströme wird auf den vorhandenen und potentiellen Radverkehr

ausgeweitet.

 

3. Die Ergebnisse dieser Aktualisierung und der Prognose werden dem Planungs- und Umweltausschuss

sowie den betroffenen Stadtbezirksräten vorgestellt.

 

4. Es wird ein Rad- und Fußwegenetz für den genannten Stadtbereich in Abstimmung mit den

Bürgerinnen und Bürgern vor Ort erarbeitet.

 

5. Die zur Umsetzung des Konzeptes erforderlichen Maßnahmen werden beschrieben sowie mit

einer Kostenschätzung und einem Vorschlag für die zeitliche Umsetzung versehen.

 

6. Für die Umsetzung der Maßnahmen vorhandene Fördermöglichkeiten sollen ausgeschöpft

werden.

 

 

Im Vorgriff auf die politische Beratung des Antrages hat die Verwaltung die Einschätzung

der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH (Flughafen) eingeholt und teilt auf dieser

Grundlage Folgendes mit:

 

Planänderungsverfahren:

 

Der Flughafen wird nach Einholung notwendiger Verkehrs- und Lärmgutachten einen Antrag auf

Planänderung stellen. In diesem Antrag sollen die bislang noch planfestgestellte, aber aus naturschutzrechtlichen

Gründen nicht umsetzbare Planung der Ostumfahrung und die damit einhergehenden

Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen ersatzlos wegfallen. Hintergrund ist u. a. ein

Beschluss des Aufsichtsrats der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH aus Ende 2012,

mangels verkehrlichen Bedarfs auf die Ostumfahrung zu verzichten.


Die regelmäßige Position der Verwaltung zu den verkehrlichen Folgen der Start- und Landebahnverlängerung

ist sinngemäß wie folgt: Die verkehrlichen Folgen der Unterbrechung der

Grasseler Straße aufgrund der Verlängerung der Start- und Landebahn für den MIV (Motorisierten

Individualverkehr) wurden bereits ausführlich behandelt und sind durch die getroffenen

Maßnahmen ausreichend bewältigt.

 

 

Stellungnahme des Flughafens zum Antrag 3187/14:

Da der Planfeststellungsbeschluss für die Flughafenflächen bestandskräftig ist, berührt die anstehende

Planänderung den hergestellten und genehmigten Ausbaubestand und seinen Betrieb

nicht.

Der Antrag regt gegenüber der angestrebten Änderung des Planfeststellungsbeschlusses an,

im Zuge des Verfahrens diverse weitere Planungen und Maßnahmen prüfen und ggf. regeln zu

lassen. Aus Sicht der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH ist aber fraglich, ob alle in diesem

Antrag genannten Aspekte Gegenstand des o.g. Änderungsverfahrens sein müssen.

 

Zu 1.: Die Zahlen der bisherigen Verkehrsbetrachtungen und -zählungen sollen validiert

und das Grundlagenmaterial ab April 2014 teilweise mit Zählungen ergänzt werden.

Als Prognosehorizont ist das Jahr 2025 vorgesehen.

 

Anmerkung der Verwaltung:

Unabhängig von den gutachterlichen Aktivitäten des Flughafens hat die Stadt eine

Aktualisierung des Verkehrsmodells mit einem Prognosehorizont 2025 bereits in

Auftrag gegeben. Die Ergebnisse, werden den Ratsgremien vorgestellt werden.

 

Zu 2.: Nach Herstellung des Wirtschaftsweges ist mittlerweile auch auf der Ostseite des

Flughafens eine bedarfsgerechte Fuß- und Radwegverbindung vorhanden. Weitere

Planungen bleiben unbenommen, allerdings besteht keine Notwendigkeit, dies im

Rahmen des anstehenden Flughafenplanungsverfahrens abzuarbeiten. In dieser

Hinsicht ist daher kein über Punkt 1. hinausgehender Untersuchungs- oder Planungsbedarf

zu erkennen. Gleichwohl sollen die o.g. Verkehrsuntersuchungen um

Aussagen zum Radverkehr ergänzt werden.

 

Anmerkung der Verwaltung:

Planungen für den Radverkehr finden im Rahmen der Verkehrsentwicklungsplanung

in vorrangig qualitativer Form statt. Zählungen sind daher in diesem Zusammenhang

nachrangig. Die vom Flughafen zugesagten gutachterlichen Aussagen zum Radverkehr

werden von der Verwaltung ebenso wie die Aussagen zum MIV bei der Erstellung

des Entwurfs der städtsichen Stellungnahme zum Planänderungsverfahren berücksichtigt

werden.

 

Zu 3.: Im Rahmen des o.g. Planänderungsverfahrens erfolgt die gesetzlich vorgeschriebene

Beteiligung der Öffentlichkeit; ob ein öffentlicher Erörterungstermin stattfinden

muss, entscheidet die Planfeststellungsbehörde in Wolfenbüttel. Eine Einbindung

der Ausschüsse erfolgt stadtseits im Zuge der Befassung mit dem Änderungsantrag.

Eine bedarfsgerechte Information der Stadtbezirksräte kann durch die Flughafen

Braunschweig-Wolfsburg GmbH selbstverständlich erfolgen.

 

Zu 4.: Die Erarbeitung eines Rad- und Fußwegenetzes fällt in die Kompetenz der Stadt

Braunschweig als Trägerin der kommunalen Planungshoheit. Ob die Planfeststellungsbehörde

diesen Aspekt als originär durch den Flughafenausbau ausgelöst betrachtet

und zur Entscheidung annimmt, ist daher offen.


Anmerkung der Verwaltung zum Inhalt des Antrags:

Die Erarbeitung eines Rad- und Fußwegenetzes nur für den genannten Bereich wäre

fachlich nicht sinnvoll, da ein derartiges Konzept immer auch die Verbindung zu

den Nachbarbezirken und den Nachbarkommunen und die dortigen Weiterführungen

beinhalten muss. Das Radverkehrskonzept für das gesamte Stadtgebiet wurde

1994 beschlossen. Die Überarbeitung ist Teil der Verkehrsentwicklungsplanung.

Diese befasst sich derzeit vorrangig mit dem Stadtbahnausbaukonzept. Weitere

Schritte der Verkehrsentwicklungsplanung (u. a. Radverkehr) sind noch nicht terminiert.

 

Anmerkung der Verwaltung zum Verfahrensweg:

Im Zuge des jetzt anstehenden Planänderungsverfahrens wird die Stadt Braunschweig

eine Stellungnahme abgeben, über deren Inhalt der Planungs- und Umweltausschuss

zu gegebener Zeit entscheiden wird. In dieser Stellungnahme wird

die Verwaltung etwa getroffene politische Beschlüsse über Maßnahmen, die im Zuge

des Verfahrens aus Sicht der Stadt ergriffen werden sollen, einbringen.

 

Zu 5.u. 6.: Seitens der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg GmbH wird über die anfallenden

verfahrens- und gutachtenbezogenen Kosten hinaus nicht mit straßenbaulichen

Maßnahmen gerechnet.

 

I. V.

gez.

Leuer

 

 

 


Widerstand gegen den Flughafenausbau weiterhin stark Über 100 Personen drückten ihren Unmut in Hondelage aus

Der Saal in Otto`s Gaststätte war mit ca. 120 Personen gut gefüllt,

als Frank Gundel (Grüne, Hondelage) die Veranstaltung „Flughafenausbau OHNE ENDE“ eröffnete. Er meinte man müsste weiterhin wachsam sein,

was den Flughafenausbau betrifft. Er bezog sich dabei besonders auf den

Artikel vom 6. Dezember in der Braunschweiger Zeitung „Der versteckte Flughafenanbau“ (siehe weiter unten)

 

In diesem Artikel wird darüber berichtet, dass die Flughafen-GmbH den Bau einer Empfangshalle für 1,8 Millionen € plant.

Hellhörig lässt es werden, dass dieser Anbau im Finanzplan schwer zu finden ist. Es ist das übliche Verfahren der Flughafen-GmbH die Bürger über die weiteren Planungen am Flughafen im Unklaren zu lassen.

 

Gundel vermutet, dass dies der erste Schritt für den weiteren Ausbau des Flughafens ist, eventuell mit Charterflugverkehr usw.

Holger Herlitschke (Ratsfraktionsführer der Grünen) vertrat den erkrankten Landtagsabgeordneten der Grünen Gerald Heere.

Er betonte, dass die Grünen von Anfang an gegen den Flughafenausbau gestimmt haben und auch weiterhin sich dafür einsetzen, dass es in Braunschweig ein Nachtflugverbot gibt. Er wünschte sich dabei, dass es dabei eine bessere Zusammenarbeit mit der SPD geben würde.

Der Landtagsabgeordnete der SPD Christos Pantazis sagte, dass er zur Zeit des Flughafenausbaus noch nicht politisch aktiv gewesen ist. Er setze sich aber für ein Nachtflugverbot ein und hat bereits mit dem Wirtschaftsminister Gespräche darüber geführt. Weiterhin ist er auch bereit auf die SPD in Braunschweig einzuwirken in dieser Richtung aktiver zu werden.

 

Tatjana Jenzen (BiBS-Waggum) kämpft weiter für einen Tunnel,

der die Verkehrsprobleme in Waggum und Bevenrode,

aber auch auf der Forststr.

und Steinriedendamm entlasten würde.

Bei der Planung der Flughafenerweiterung wurde stets ein Tunnel miteingeplant. Selbst OB Hoffmann sprach davon, dass sich dieses Projekt nur durchsetzen ließe, wenn man für die Grasseler Straße eine Tunnellösung vorsehe, weil sonst Waggum und Bevenrode in eine „Hinterhoflage“ gerieten. Trotzdem wurde die Grasseler Straße gekappt. Es gab keinen Tunnel, oder andere Ersatzmaßnahmen.

Da die Zuhörer erst relativ spät zu Wort kamen, versprach Frank Gundel eine Fortsetzung dieser Veranstaltung.

 

 

 

 


6.12. Die Braunschweiger Zeitung berichtet:

 

Der versteckte Flughafen-Anbau

 

Braunschweig

 

Für 1,8 Millionen Euro soll am Flughafen ein Erweiterungsbau zur Passagier-Abfertigung entstehen. Die Halle ist im Finanzplan schwer zu finden.

Von Jörg Fiene

 


Auf der Rückseite des Flughafens soll der Anbau auch den Ankunfts-Container (blaues Dach) ersetzen

Foto: Rudolf Flentje

3 Fotos

 

 

Die Rats-Grünen mussten mehrmals hartnäckig nachfassen, bis Flughafen-Geschäftsführer Boris Gelfert im Finanz-Ausschuss schließlich mit der Sprache rausrückte: Für 1,8 Millionen Euro soll ein Erweiterungsbau zur Passagier-Abfertigung entstehen.

 


Das ist im Winter oder bei Regen alles andere als angenehm.“

Boris Gelfert, Flughafen-Chef, zu den Warteschlangen auf der Straße.

 

 

Im Wirtschaftsplan der Flughafen-Gesellschaft findet sich auf 55 Seiten nur ein kurzer Hinweis dazu, der die Absicht allenfalls erahnen lässt. Drei Zeilen auf Seite 51. Die Rede ist dort – ohne nähere Erläuterungen – von geplanten Ausbauarbeiten am Hauptgebäude des Flughafens. Im kurzen Begleittext der Stadtverwaltung zum Finanzplan heißt es gar, das Hauptgebäude werde für 1,8 Millionen Euro saniert – keine Silbe mehr von Neubauvorhaben.

Gelfert verwies im Ausschuss auf erhebliche Schwächen beim Brandschutz im 80 Jahre alten Hauptgebäude, auf einen „substanziellen Bedarf an Mitteln“. Erst nachdem das Grünen-Duo Karl-Heinz Kubitza und Holger Herlitschke nachfasste, räumte der Flughafen-Chef ein: Die 1,8 Millionen Euro sollen komplett in einen Erweiterungsbau fließen. Die erforderliche Sanierung (500 000 Euro) werde aus einem anderen Topf für Instandhaltung finanziert.

Auch über weiteren Sinn und Nutzen der Erweiterung mochte Gelfert erst auf Nachsetzen berichten. Der Neubau solle die Lage für Reisende entspannen. Vor allem in Stoßzeiten führe die Enge im Hauptgebäude dazu, dass Fluggäste in Schlangen vor dem Gebäude warten müssten. Gelfert: „Das ist im Winter oder bei Regen alles andere als angenehm.“

Er sprach von bis zu 250 Reisenden pro Stunde, die zu Spitzenzeiten am Morgen und Abend abzufertigen seien. Das Problem sei vor allem die Gepäckprüfanlage. „Die Kapazitäten reichen einfach nicht“, meinte der Flughafen-Geschäftsführer.

Nachfrage Herlitschke: „Sie legen den Neubau also allein für die Spitzenzeiten aus? Oder ist eine Erweiterung der Geschäftsfelder geplant?“ Antwort Gelfert: „Wir müssen wegen der Spitzenzeiten reagieren, vor allem aber wegen der brandschutzrechtlichen Fragen. Eine Ausweitung der Geschäftsfelder ist nicht geplant.“

Nachfrage Kubitza: „Sie investieren 1,8 Millionen aus öffentlichen Mitteln, wer wird davon profitieren? Die Wissenschaftler aus der Flugforschung, Touristen oder Geschäftsreisende bestimmter Firmen?“ Antwort Gelfert: „Wir sind ein Forschungsflughafen, aber gleichzeitig auch ein Verkehrsflughafen. Also haben alle Reisenden etwas davon. In erster Linie geht es um den Geschäftsreiseverkehr.“

Wie die Flughafengesellschaft auf Redaktions-Anfrage mitteilte, sei ein gläserner Anbau auf der Rückseite des Flughafengebäudes geplant – im Einklang mit Auflagen der Denkmalschutzbehörde. Der Erweiterungsbau soll auch die Container für ankommende Reisende ersetzen. Geplant sei der Neubau für das nächste Jahr.

 

 

KOMMENTAR

Unterm Radar hindurch

Das Vertrauen vieler Menschen im Norden der Stadt in Sachen Flughafen ist verflogen. Sie fühlen sich von der Betreiber-Gesellschaft und der Stadt mit ihren Sorgen und Problemen nicht ernst genommen. Und so wie sich der Flughafen-Chef im Finanzausschuss gewunden hat, als es um den geplanten Erweiterungsbau ging, schürt er das Misstrauen nur noch.

Der Erweiterungsbau soll die Bedingungen für die Reisenden verbessern und die Anforderungen der Brandschützer befriedigen. Gut so. Daran sollte nichts zu verheimlichen sein. Oder etwa doch?

Immer schön knapp unterm Radar hindurch – das mag oft genug unbemerkt für die Öffentlichkeit zum Ziel führen. Wenn aber der Versuch der Verschleierung auffliegt, dann ist der nachhaltige Vertrauensschaden umso größer.

Was ist eigentlich noch zu halten von den Beteuerungen der Flughafen-Führung, von Waggum aus werde es auch künftig keine Vielfliegerei zu den schönsten Urlaubszielen geben?

Die anhaltende Vertrauenskrise ist hausgemacht – und das entwertet in der öffentlichen Wahrnehmung vor allem die vielen positiven Entwicklungen im Schatten des Towers für den Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort Braunschweig.

Finanziert wird der Flughafenbetrieb zu knapp zwei Dritteln aus Steuergeld – auch von dem der Bürger im Norden der Stadt.

 

Und das meinen die Leser (Auszüge)

 

 

Schwimmhaut (Gast)

Wenn herr Gelfert aus Anteilnahme der im Regen wartenden Fluggäste 1,8 Millionen locker machen kann, sollte die Verkehrs AG mitziehen und übemehr anzeigenWenn herr Gelfert aus Anteilnahme der im Regen wartenden Fluggäste 1,8 Millionen locker machen kann, sollte die Verkehrs AG mitziehen und überall überdachte und beheizte Wartehäuschen aufstellen, denn mit den öffentlichen Verkehrsmitteln sind wesentlich mehr Fahrgäste unterwegs- und die werden nass!

 

Paul (Gast)

ich wünschte mir, dass man endlich von Braunschweig nach München oder Frankfurt zum Umsteigen kommt. z.B. mit Eurowings.
Und es ein paar... mehr anzeigen
ich wünschte mir, dass man endlich von Braunschweig nach München oder Frankfurt zum Umsteigen kommt. z.B. mit Eurowings.
Und es ein paar europäische Flüge mit Germanwings ab BS gibt. Das wäre sinnvoll.

 

Harko (Gast)

Herr Gelfert müsste eigentlich nur 2 Fragen wahrheitsgemäß beantworten und schon könnte diese ganze Diskussion hier eingestellt werden. 1. Ist der Ausbau des Flughafens wirklich nötig, oder wollen sich Politik und Wirtschaft sich nur wieder verewigen und spekulieren dass alles gut geht? Das Debakel um beim Flughafen Kassel-Calden sollte hier Mahnung sein. 2. Warum versucht die Flughafenleitung den waren der Grund zur Gelder Beantragung zu verschleiern? Aufgrund solch eines Geschäftsgebarens mit öffentlichen Geldern ist möglich, schnell in den Bereich der Veruntreuung wieder zu finden. Es läge im Ureigenen Interesse wenn Herr Gelfert mit der Wahrheit rausrücken würde. Doch leider sind Transparenz und Wahrheit immer seltener in Politik und Projektmanagement zu finden. So das ich voraussage, das der Flughafenbetreiber, aufgrund seiner Informationspolitik, weiterhin Misstrauen und Widerstand in der Bevölkerung zu erwarten hat.

 

Schwarz (Gast)

Wir müssen versuchen die Expansion Flughafen-Waggum zu verhindern.
Es fängt im Kleinen an!
Hier eine Halle, da ein Gehweg und schon wird die Landebahn erneuert und gleich verlängert. Kämpft, sagt NEIN.
Sagt entschieden NEIN, WIR BÜRGER WOLLEN DIESEN FLUGHAFEN NICHT!


Bob der Baumeister (Gast)

Niemand hat die Absicht, einen (Verkehrs-)Flughafen zu errichten.

 

Jenninger (Gast)

"..alle Reisenden haben was davon"! Hier muss ich Herrn Gelfert leider widersprechen, denn ich werde mit meinen Steuern zwar auch für den Ausbau zahlen, aber Reisen als "normaler" Braunschweiger werde ich von diesem Flughafen sicher nicht dürfen!

 

Sir Prise (Gast)

Ich hätte zwar nie gedacht, dass ich dass mal wieder sagen kann, aber: Ich danke der BZ für ihren mutigen & offenen Kommentar. Wow, soll das "Z" in BZ doch wieder für Zeitung stehen?! Bitte mehr davon. Ein echtes & großes DANKE!

Gerd (Gast)

Man sollte im Artikel besser herausstellen, das es keine urlaubsreisenden Passagiere sondern alles nur VW-Angestellte auf Werksflügen sind, für die der Konzern gefälligst selber aufkommen sollte anstatt der Steuerzahler!

 

 

 

 

 

 

 


                                                                  15.11.2013

 

Ölspur auf der Landebahn

Flughafen war für 3 Stunden gesperrt



Am Donnerstag 14.11. war der Flughafen Braunschweig-Wolfsburg

für 3 Stunden gesperrt.

Um 12 Uhr musste ein Pilot seine einmotorige Maschine

wegen eines Motorschadens notlanden. Die Maschine verlor Öl. 


 

Das auslaufende Öl verschmutzte die Landebahn. Obwohl das Öl

auch schon während des Fluges aus dem Motor lief, sprach

Flughafensprecher Zauner davon, dass "keine Gefährdung für die

umliegenden Ortschaften" bestand. Die Start- und Landebahn

wurde auf 1000 m so stark verschmutzt, dass sie 3 Stunden lang

durch die Flughafen- und Berufsfeuerwehr, sowe durch eine
 

 

Spezialfirma gereinigt werden musste. Während der Reinigungs-

arbeiten konnte kein Flugbetrieb stattfinden. Anfliegende

Maschinen wurden nach Hannover und Magdeburg umgeleitet.

Die Maschinen, die zum Abflug bereitstanden, mussten 

warten. Zauner meinte aber, dass es nicht viele Maschinen

wären, die es betraf. "Zur Mittagszeit ist das Aufkommen

überschaubar."
     

5.4. Waggum Nordendorfsweg
13.2.
Am Beberbach 5.2.
28.1.

 

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Bernd Sternkiker

 

 

 

 

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