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Juli

 

Stadtteil-Familienrallye

Als unsere Bereitschaft  zur Teilnahme an der Stadtteil-Familienrallye vom Familienzentrum Waggum abgefragt wurde, haben wir natürlich sofort zugesagt. Wir freuen uns immer, wenn wir unser schönes Biotop und Naturjuwel besonders auch Kindern vorstellen dürfen. Es musste von den Rallye-Teilnehmern (44 Kinder und 42 Erwachsene) eine Rundtour mit verschiedenen Anlaufstationen absolviert werden. Dort sollten sich die Waggumer Vereine mit einigen Fragen den Teilnehmern darstellen. Bei uns im Biotop gab es einen kleinen Rundweg durch den Gemüsegarten, am Rundbecken entlang zur Streuobstwiese und zur Blühwiese an der Biotop-Hütte und schließlich an den Bienen- und Hummelkästen vorbei zurück zum Ausgang. Unsere drei Biotoplerinnen Edith, Bianca und Conny empfingen die Kinder und die Erwachsenen und begleiteten sie auf dem Rundgang. Dabei mussten zwei Aufgaben von den Kleinen gemeistert werden. Es sollten zunächst die drei Schattenbilder von Fledermäusen an unserem Gebäude erkannt werden. Dann wurden kleine Blumenblüten in Diarahmen eingefügt und den Kleinen mitgegeben. Als Stärkung für die Teilnehmer spendete unser Imker Ewald Renz leckeren Honig auf Baguettescheiben. Dieses Leckerli wurde besonders von den Kleinen sehr gern angenommen.

Stand der Auswilderung von Bienen                  

Kaum war die Tinte für den letzten Echo Beitrag getrocknet, wurde unser Imker Ewald Rentz gerufen, um einen herrenlosen Bienenschwarm einzufangen. Das war die Gelegenheit, die im letzten Echo beschriebene Baumhöhle zum Auswildern von Bienen mit einem Volk zu besetzten. Gesagt, getan. Die Bienen haben ihre neue Heimat auch sofort angenommen und zwei wunderschöne Wabennester gebaut und mit Honig gefüllt.

Ein Wunderwerk der Natur. Perfekte Waben für den Nachwuchs und den Honig.

 

Leider fehlte aber eine Königin. Die ist jedoch erforderlich um Nachwuchs in die Welt zu setzen und das Überleben des Volkes zu sichern. Daher haben wir noch ein zweites Volk mit einer Königin hinzugesetzt. Damit diese sich gleich heimisch fühlt, wurden außerdem Waben mit Eiern dieser Königin in die Baumhöhle gebracht.

Die Königin ist mit einem roten Punkt auf dem Kopf markiert.                 

Eine erste Inspektion hat ergeben, dass weiter fleißig Honig gesammelt und gebaut wird. Wir sind darüber sehr glücklich und hoffen, dass die Bienen es sich gemütlich einrichten und genügend Honig für das tägliche Leben und für das Überwintern ansammeln. Sollten sie den Winter überstehen und frei vom Befall der Varroamilbe bleiben, könnte das Projekt Auswilderung gelingen. Bis dahin ist es allerdings noch ein weiter Weg. Wir werden den Echoleser auf dem Laufenden halten. 

Anlegen einer neuen Blühwiese für Insekten und Wildbienen

Ende Mai haben wir unsere zweite große Blühwiese angelegt. Nachdem wir über den Winter die Erde des Bereiches mit einer Folie abgedeckt hatten, wurde diese ca. 150 qm Fläche mit vereinten Kräften umgegraben, geharkt und die Blumen- und Kräutermischung ausgesät. Da wir für diese Aktion nicht genug Spaten im Biotop hatten, wurden sogar die eigenen von zuhause mitgebracht.

Das Spatenballett vom Biotop beim kollektiven Graben                            

 

Die verantwortungsvolle Aufgabe der Aussaat wurde von Bianca Stöbe-Böttcher  übernommen. Regelmäßiges Gießen und schönes Wetter ließen schnell die ersten Sprossen das Licht erblicken. Somit haben wir unser reichhaltiges Nahrungsangebot für Insekten, Hummeln und Wildbienen erweitern können und hoffen auf ein reges Treiben in der neuen Blühwiese.

Unsere Biotoplerin bei der Aussaat                                                    Fotos: Detlef Schiel

 

 

Biotop Ansprechpartner

Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. 0172/6025972

 

Gez. Bernd Rabe und Detlef Schiel

 

 

 

 

Juni

 

 

Projekt: Auswilderungsversuch mit Bienen

 

Ein leuchtend gelbes Rapsfeld vor dunkelblauem Himmel erinnert nicht nur an Braunschweiger Tradition, sondern auch an den ersten Festschmaus des Jahres für unsere Bienen. Der intensive Geruch der Rapsblüten und ihre strahlende Farbe locken die Bienen an, die fleißig Nektar für das eigene Bienenvolk und nebenbei auch noch für den Imker sammeln.

 

Honig ist die Lebensgrundlage der Bienen und für uns ein wohlschmeckendes Nahrungsmittel, dem außerdem heilsame Wirkungen und eine Stärkung des Immunsystems zugesprochen werden. Darüber hinaus kommt den Bienen bei der Erhaltung der Artenvielfalt im Pflanzenbereich eine zentrale Rolle zu. Nur wenn die Blüten bestäubt werden, gibt es Früchte und Samen, die das Überleben einer Pflanzenart ermöglichen. Daher ist auch bei uns im Biotop die Erhaltung und Schaffung der Lebensräume für Wild- und Honigbienen ein Schwerpunktthema. Hierzu gehören sowohl das Anlegen von Wiesen mit speziell ausgesuchten Pflanzenarten (z.B. das Feuchtwiesenprojekt mit dem Julius Kühn Institut Braunschweig), der Bau und die Aufstellung von Insektenhotels für Wildbienen als auch die Imkerei.

Die Imkerei ist in den letzten Jahren ins Gerede gekommen. Es wird behauptet, dass die Bienen durch die permanente Honigentnahme und dem damit verbundenen Zwang ständig neuen Honig produzieren zu müssen, einem derartigen Stress ausgesetzt sind, dass sie zur Bekämpfung ihres ärgsten natürlichen Feindes, der Varroamilbe nicht mehr in der Lage sind. Ohne Einsatz chemischer Mittel gegen den erst in den 70er Jahren nach Europa eingeschleppten Parasiten ist heutzutage ein Bienenvolk kaum noch überlebensfähig. So werden die Bienen regelmäßig giftigen Chemikalien ausgesetzt, die zwar die Milben abtöten, allerdings auch das Bienenvolk dezimieren und schwächen.

In jüngster Zeit gibt es Aktivitäten (Bienenretter), die versuchen natürliche Wege zu finden, um das Überleben der Bienen zu sichern. Von zentraler Bedeutung ist dabei den Bienen eine möglichst natürliche Umgebung anzubieten und ihnen außerdem natürliche Verhaltensweisen zu ermöglichen. Dazu gehören eine Baumhöhle als natürliche Behausung sowie die Einstellung oder zumindest die Reduzierung der Honigentnahme. Unterstützend kann dabei die Ansiedlung natürlicher Feinde der Varroamilben sein, wobei u.a. sogenannte Pseudoskorpione vorgeschlagen werden (BeeNature = Bücherskorpione und die Symbiose mit den Bienen).

Ermutigt durch Berichte über die erfolgreiche Umsiedlung von Honigbienen, wollen wir nun selbst versuchen ein Bienenvolk auszuwildern. Für die Anfertigung einer Baumhöhle haben wir einen etwa ein Meter langen und 70 cm dicken Abschnitt eines innen ausgehöhlten alten Eichenstammes verwendet. Er wurde oben und unten thermisch isoliert und gegen Feuchtigkeit abgedichtet. Im Bienenstock ist eine gleichbleibende Temperatur und geringe Luftfeuchtigkeit auch in Wintermonaten unerlässlich. Der fertige Baumstamm wurde neben dem Bienenhotel östlich des Biotops aufgestellt. Als Lockmittel wurde das Innere der Höhle mit Bienenwachs, Honig und Propolis (Bienenharz) markiert. Sollten die Bienen die neue Behausung nicht allein finden, werden wir versuchen, in der Zeit des Schwärmens ein Volk dort einzubringen. Wir werden die Bienen dann sich selbst überlassen und nur gelegentlich das Ausmaß des Parasitenbefalls kontrollieren. Wir hoffen, damit Erfolg zu haben, auch wenn uns klar ist, dass das Bienenleben sehr komplex ist und zur erfolgreichen Auswilderung möglicherweise noch ganz andere Aspekte berücksichtigt werden müssen.

                                               Honig von unseren Bienen im Biotop          Foto: Bernd Rabe

 

Lassen Sie sich aber bitte durch diesen Beitrag nicht den Genuss von Honig mies machen. Es ist wohl auch unbestritten, dass ein Bienenvolk mehr Honig produziert, als es selbst zum Leben benötigt. Daher bleibt bei maßvoller Imkerei immer noch genug leckerer Honig für uns übrig.

 

Bei uns können Sie den gesunden schmackhaften Bienenhonig in verschiedenen Sorten aus naturschonender Erzeugung unseres aktiven Biotoplers und langjährigen Imkers Ewald Renz erwerben.

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, die im Biotop mitmachen wollen. Jeder ist willkommen, uns am Mittwochvormittag beim Arbeitseinsatz zu unterstützen. Auch für einen einmaligen Einsatz sind wir dankbar. Ansprechpartner sind Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. 0172/6025972

 

Detlef Schiel

 

 

 

 

Mai

 

Das Dorfgespräch

 

Projekt Storchennest in Waggum!

Letztes Jahr 2020 berichteten wir im Februar über unser geplantes Projekt einer Nesthilfe für Störche in Waggum. Dieses hoffnungsvolle Projekt hat sich durch das Anlegen des Feuchtgebietes unmittelbar neben dem Biotop geradezu angeboten. Es ist hier ein ausreichend großes naturbelassenes Gebiet entstanden, so dass die Ansiedlung von Störchen nicht aussichtslos erscheint. Experten der Stadt und entsprechender Institute waren sich darin einig. Nach einem Jahr Planung und entsprechender finanzieller und fachkundiger Unterstützung wurde die Errichtung des Storchennestes jetzt im April 2021 realisiert.

Insgesamt waren beteiligt der Hauptverein FUN-Hondelage, die Stadt Braunschweig, die gutachterlichen Storchenexperten, die Aufstellerfirma Öko-Frank aus Hondelage und die Umweltstiftung von Bingo Lotto des NDR. Bei allen Beteiligten, die zur erfolgreichen Umsetzung beigetragen haben, möchten wir uns ganz herzlich danken.

 

Große Aufregung gab es vor Ostern, als der acht Meter lange Eichenstamm, die Eisenträger und der Nistkorb eintrafen. Da der Feldweg der frequentierteste Spazierweg um Waggum ist und am Morgen schon viele Jogger und Spaziergänger das schöne Wetter nutzten, kam es natürlich bei vielen neugierigen Schaulustigen zu interessierten Fragen und Gesprächen. Besonders die Meinungsvielfalt des Dorfgespräches zum richtigen Aufstellungsort hat uns sehr gefreut. Viele outeten sich als profunde Storchenexperten  und Naturkenner. Ein Fingerzeig dafür, dass wir im Biotop mit unserer aktiven Arbeit auch unter interessierter Beobachtung stehen.

Vor dem Aufrichten des Eichenstammes wurden von unserem Projektinitiator Ewald Renz der Nistkranz mit Hainbuchenzweigen zusätzlich verstärkt und der Boden mit Schilf bedeckt. Als kleiner Trick wurde mit weißer Farbe das Nest mit „Storchenkot“ bestrichen, um schon mal ein genutztes Nest zukünftig vorzutäuschen. Ja, wenn es hilft, manchmal muss man der Natur etwas nachhelfen.

Bei der Gelegenheit wurden auch gleich 3 Fledermauskästen am 8 m hohen Stamm in luftiger Höhe mit angebracht.

 

Auch die erste Sichtung eines Jungstorches, der das Areal inspiziert hat, wurde schon gesichtet. Hoffen wir für einen guten Start für das erste Waggumer Storchenpaar, aber etwas Geduld müssen wir schon aufbringen für das nächste freudige Dorfgespräch.

 

Amphibienwanderung

Bei den wenigen warmen Tagen und den Temperaturschwankungen Ende März erfolgte die Amphibienwanderung an wenigen Tagen. Dabei entdeckten wir ein untrennbares Pärchen In unserer ausgehobenen Baugrube für das Storchennestfundament. Nach dem Foto entließen wir das Liebespärchen natürlich wieder in die ungestörte Natur.

 

Die Schwanzmeise

Steckbrief: Die Schwanzmeise findet man in ganz Europa außer in Island. Der Lebensraum erstreckt sich bei uns über Misch- und Laubwälder, man trifft sie auch in Parks, in Gärten und in Heckenlandschaften. Ihr Name hat sie durch ihren langen Schwanz bekommen und ist die kleinste lebhafte Meise, die ständig in Bewegung ist, und nie lange an einem Ort bleibt. Sie ist mit ihren 15 cm größer als eine Kohlmeise, aber nur weil ihr Schwanz 6-10 cm lang ist. Brutzeit ist von April bis Juni und sie baut sich ein geschlossenes Nest aus Flechten, Moos und Pflanzenwolle. Es wird mit Federn ausgepolstert und hat einen seitlichen Ausgang. Das Nest wird im Unterholz oder tief im Heckeninneren gebaut. Die Schwanzmeisen lege 8-12 Eier, die Brutdauer beträgt 14 Tage und die Jungen werde 16 Tage mit Nahrung von den Eltern versorgt bis sie ausfliegen. Die Nahrung besteht aus Insekten, Spinnen, Larven, Blattläusen und Knospen. Viele Schwanzmeisen sterben im Alter bis zu einem Jahr, durch ihre Fressfeinde, wie z.B. Eichhörnchen, Elster, Falke oder Sperber.

 

Es war für uns eine große Freude, das Nest der Schwanzmeise versteckt, tief in einer Hecke im Biotop zu entdecken. Leider hat die Natur zugeschlagen und das Nest wurde geplündert und zerstört. Wir sind sehr traurig darüber. Wer war wohl der Nesträuber?

 

Absage Frühlingsmarkt im Biotop Waggum

Unter dem Motto biolo­gische Vielfalt in unseren Gärten planten wir am So. d. 02.Mai 2021, eine Wildpflanzenbörse für naturnahe Gärten durchzuführen. Des Weiteren sollte es kleine Aktions- und Informationsstände und naturkundliche Führungen im Areal des Biotops geben.

Die Veranstaltung müssen wir leider wegen den Corona-Verordnungen absagen. 

Wir hoffen, die Veranstaltung bald nachholen zu können. 

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, die im Biotop mitmachen wollen. Jeder ist willkommen, uns am Mittwoch vormittags beim Arbeitseinsatz zu unterstützen. Auch für einen einmaligen Einsatz sind wir dankbar. Ansprechpartner sind Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. Handy 0172/6025972

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

 

April

 

 

Danksagung

Es trat ein,was wir befürchtet hatten. Nach dem strengen Winter und den frostigen Temperaturen gab es Probleme mit der Wasserleitung in unserer Toilette: Die Leitung war undicht, sie tropfte. Auch der Abstellhahn musste erneuert werden. Nach unserem Hilferuf stand uns sofort Norbert Wisotzki zur Seite und reparierte den Schaden. Hierfür möchten wir uns ganz herzlich bei ihm bedanken.

 

Frühlingsboten

Die ersten Vorboten zeigen uns, das der Frühling vor der Tür steht. Die Sonnenstrahlen wärmen, die Vögel zwitschern und erste Kranichverbände kündigen die Rückkehr der Zugvögel an.

Kranichverband über Waggum                                                                       Foto: Bernd Rabe

 

Krokusse und Märzenbecher sind die ersten blühenenden Vorreiter für das Erwachen der Natur im Frühling. Sie locken mit ihren Blüten die ersten Wildbienen und Hummeln an.              

Krokusse und Märzenbecher                                                                         Fotos: Detlef Schiel

 

Frühjahrsschnitt Obstbäume

Da der Winter uns im Februar ausbremste, konnten wir erst im März mit dem Beschneiden unserer Apfelbäume beginnen. Aber mit dem Anlernen unserer neuen aktiven Mitglieder  konnten wir die Streuobstwiese noch rechtzeitig behandeln. Somit hoffen wir auf einer erfolgreiche Ernte.

Apfelbaumschnitt, lernen unter Anleitung                                                      Foto: Bernd Rabe

 

Projektbeteiligung Deutschlands Bienenhauptstadt Braunschweig

Im letzten Jahr im Oktober hatten wir Henri Greil, den Leiter des Projektes  Braunschweig, Bienenhauptstadt Deutschland, bei uns im Biotop zu Besuch. Dabei entstand die Idee, durch unsere Beteiligung eine Feuchtblühwiese im Biotop mit einer speziellen Saatgutmischung anzulegen. Unser Biotop wird dann Teil des  Forschungsprojektes im Julius-Kühn-Institut. Wir freuen uns sehr darüber, das wir jetzt mitmachen dürfen. Dazu haben wir gemeinsam bei einer Begehung den Bereich abgesteckt. Wir werden bis Ostern  die notwendigen Vorarbeiten leisten, um dann mit der Projekt richtig zu starten.

Vorbereitungsarbeiten für die Feuchtblühwiese                                          Foto: Detlef Schiel

 

Bewerbung für Freiwilligendienst im Naturschutz

Im Förderkreis Umwelt- und Naturschutz Hondelage können sich junge Leute im Rahmen eines Bundesfreiwilligendienstes oder Freiwilligen Ökologischem Jahr im Natur- und Klimaschutz engagieren. Schwerpunkte der Arbeit sind der Amphibienschutz, die Biotoppflege, Anlage von Kleingewässern, Öffentlichkeitsarbeit, ein ganzjähriges Beweidungsprojekt in der Schunteraue mit Wasserbüffeln und die Betreuung des Naturerlebniszentrums. Gern fördern wir das eigenständige Arbeiten und die Umsetzung von neuen Projekten zum Klima und Umweltschutz. Eine Bewerbung für 2021/22 ist kurzfristig an Herrn Bernd Hoppe-Dominik, Email fun@fun-hondelage.de  möglich.

 

Ankündigung Frühlingsmarkt im Biotop Waggum

Unter dem Motto biolo­gische Vielfalt in unseren Gärten planen wir am So. d. 02.Mai 2021, eine Wildpflanzenbörse von 11 bis 15 Uhr für naturnahe Gärten durchzuführen. Des Weiteren gibt es Aktions- und Informationsstände und naturkundliche Führungen im Areal des Biotops.

Die Veranstaltung wird entsprechend der Corona-Verordnungen angepasst oder auch abgesagt. Zeitnahe Informationen zu Corona bedingten Veränderungen entnehmen Sie bitte im nächsten Waggumer Echo vom Mai 2021, der Tagespresse oder der Homepage des F.U.N.  https://fun-hondelage.de/ .

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen. Ansprechpartner sind Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. Handy 0172/6025972

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

März

 

Der Winter im Biotop

 

Der Winter hatte uns im Februar für 2 Wochen sein richtiges Gesicht gezeigt. Mit Schnee in Mengen und eises Kälte konnten wir alle wieder einen richtigen Winter erleben. Die Feld- und Wanderwege rund ums Biotop wurden von vielen Spaziergängern genutzt, um in klarer Luft die herrliche winterliche Landschaft zu geniesen. Auch wurde jede kleine Bodenwelle am Beberbachwanderweg zum Rodel von den Kinder mit großer Freude genutzt.

Beberbach Holzbrücke                                                                                        

 

In dieser Zeit, in der die Pflanzen und die Tiere sich im Winterschlaf befinden, ist auch für uns die Zeit der Ruhe. Wir genossen dieses besondere Winterbild im Biotop und liesen die Ausstrahlungskraft und Ruhe auf uns wirken. Interessant waren auch die verschiedenen Spuren die tierische Besucher im Schnee hinterlassen haben. Jeden Tag fütterten wir unsere Vögel, die uns jedesmal schon freudig erwarteten.

Wegen des strengen Winters ist uns leider auch aufgefallen, dass in unserer Region einige Greifvögel wegen Nahrungsmangel verhungert sind.

                           Biotop Sitzbank

                            Der große Teich mit Steg

 

Teiche voll gefüllt

Durch das Tauwetter sind unsere Teiche voll gefüllt. Durch den permanenten Zulauf des Tauwassers über die Entwässerungsgräben läuft unser großer Teich schon über und flutet unsere große Wiese. Zur besseren Regulierung werden wir uns etwas überlegen müssen

Nistkästen bauen

Wie man die Winterruhe auch nutzen kann, zeigte uns unser aktiver Biotopler Rolf Jacobi. In seiner kleinen Werkstatt wurde das Holz einer alten demontierten Regalwand zum Bau von 10 Nistkästen genutzt. Tipp: Baupläne gibt es auf der Internetseite des NABU.

Als nächste Aufgabe für uns wird es sein, diese Nistkästen auch noch rechtzeitig vor der Brutsaison aufzuhängen.

 

Frühlingsboten

Die ersten Vorboten zeigen uns, das der Frühling vor der Tür steht. Die Sonnen-strahlen wärmen, die Vögel zwitschern und erste Kranichverbände kündigen die Rückkehr der Zugvögel an.

 

Neugieriger Schwan

Bei unseren Aufräumarbeiten besuchte uns ein Höckerschwan im Biotop. Er war sehr neugierig und inspizierte unser Areal. Aber nicht die Teiche, sondern unsere neu gepflanzen Bäume, die Blühwiese, die Rundbecken und bis zu unseren Geräteschuppen trieb ihn seine Neugier. Er war friedlich und ohne Scheu und kam bis auf 2 m an uns heran.           Wir wußten leider nicht, ob es ein Mitglied der Schwanenfamilie des letzten Jahres war. Im kleineren Teich brütete letztes Jahr erfolgreich ein Höckerschwanpäarchen.

Neugieriger Höckerschwan                                                                             Foto: Detlef Schiel

 

 

 

Schaukästen

Für Interessierte an unserem Biotop haben Peter Schack und Detlef Schiel eine schöne Fotosammlung der bei uns lebenden Vogelarten zusammengestellt. Daneben gibt es auch unseren Infoflyer mit vielen Informationen in einem Kästchen daneben

 

Schaukästen am Biotop                                                                                   Fotos: Bernd Rabe

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen. Ansprechpartner sind Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. Handy 0172/6025972

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Februar

 

Danke für die Überraschung

Einen besonderen Dank gebührt einer Waggumer Naturliebhaberin (Frau B.H.), die uns zu Beginn des Jahres mit einem Briefumschlag beschenkte, in dem sich ein größerer Geldbetrag für unser Biotop befand. Somit hatten wir einen besonders erfreulichen und guten Start ins neue Jahr 2021.

 

Das Biotop im Winter

Der Winter hat Einzug gehalten. Mit frostigen Temperaturen und etwas Schnee, sowie auch mit grauen, regnerischen und windigen Tagen. In dieser Zeit, in der die Pflanzen und die Tiere sich im Winterschlaf befinden, ist auch für uns die Zeit der Ruhe. Trotzdem gibt es kleine und leichtere Aufgaben, die bei uns keine  lange Weile aufkommen lässt. Zum Beispiel das Aufräumen des Werkzeug– und Geräteschuppens sowie Pflegearbeiten der Geräte. Die Service- und Inspektionsarbeiten der Maschinen durch einen Fachmann geben wir jetzt in Auftrag. Auch müssen zwei Reifen unseres gerade erworbenen Aufsitzers ersetzt werden, denn sie haben einen Platten. Eine unerwartete Ausgabe.

2 Vogelhäuser im Biotop                                                                             Foto: Bernd Rabe                               

 

Das regelmäßige Füttern und Beobachten der Vögel macht uns viel Spaß. Es ist eine Freude zuzusehen, wie kurz nach dem Einstreuen des Futters unzählige „Pipmätze“ die Futterhäuser erstürmen. Amsel, Rotkehlchen, Kohl- oder Blaumeisen sind die am häufigsten beteiligten Vogelarten. Feldsperlinge haben wir im Gegesatz zu früher schon lange nicht mehr gesehen.. Besonders erfreut uns der erholte Bestand der Blaumeisen. Dieser Bestand war im Frühjahr letzten Jahres stark dezimiert worden. Auslöser war eine bakterielle Infektion die zur Lungenentzündung und zum Tod vieler Blaumeisen führte.

 

Vogel- und Nisthaus                                                                                          Foto: Bernd Rabe

 

Unser Futtertipp

Als Ergänzung zum gekauften Vogelfutter können Früchte, klein gehackte Nüsse, Bucheckern, getrocknete Beeren, Rosinen in Kokosfett/Talg, Sonnenblumenkerne und andere Sämereien sein. Besonders beliebt ist die Beimischung von Haferflocken mit Sonnenblumenkernen bei den Vögeln.

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen. Anprechpartner sind Peter Schack Tel. 05307/5266 oder Ewald Renz Tel. Handy 0172/6025972

 

Bernd Rabe

 

 

 

Januar

 

Start ins neue Jahr 2021

 

Zuerst wünschen wir allen ein gesundes neues Jahr 2021. Zuversichtlich blicken wir auf das neue Jahr und freuen uns darauf, dass wir uns bald wieder uneingeschränkt bewegen können. Die Weihnachtsfeiertage und der Jahreswechsel mit dem Umstand des Lockdown werden uns allen bestimmt noch lange in Erinnerung bleiben.

 

Im Rückblick auf das besondere Jahr 2020 haben wir einiges in unserem Biotop geschafft und erfolgreich umgesetzt. Als Hauptthemen waren folgende in Stichworten benannt: Fledermäuse, Rohrweihe, Bienen, Blühwiese, Insekten, Streuobst, Sturmschäden,

Ersatzpflanzungen, Kopfweiden.

 

Ein besonderer Dank gilt unserem Bezirksrat 112 für den Umweltzuschuss von 350 Euro aus dem bezirklichen Haushalt 2020, bewilligt in seiner letzten Jahressitzung für unser Biotop FUN Waggum. Wir benötigen das Geld für Reparatur und Wartung der Motorsen-sen, damit wir u.a. auch weiterhin den Weg am Beberbach pflegen können.

        

 

Jahresabschlussarbeit

Das letzte große uns alles abverlangende Vorhaben war das Beschneiden der zahlreichen Kopfweiden insbesonders an der Ostseite unserer zwei Teiche. Dieses Beschneiden darf unter Naturschutzsicht nur in den Wintermonaten November bis Februar geschehen. Ein Forstexperte hat uns auf diese spezielle Aufgabe vorbereitet und unterwiesen. In der Vorbereitung darauf haben zwei unserer Aktiven den Motorkettensägeschein erworben.

 

Kurze Pause                                      Fotos: Peter Schack               

 

                                                                                                                        Kopfweiden schneiden

Große Hilfe beim Kopfweidenschneiden war für uns Benjamin Horn (linkes Foto) vom FUN Hondelage. Benjamin ist bei FUN (Förderverein für Umwelt und Naturschutz) für 1 Jahr als Bufdi (Bundesfreiwilligendienst) tätig.

Kopfweiden am großen Teich                                                                          Foto: Bernd Rabe

 

Nach dem Beschneiden der Weidenköpfe wurden die abgesägten Äste zugeschnitten und zu Benjeshecken längs der Teiche aufgeschichtet.

 

Kopfweiden

 

Kopfweiden sind schön anzusehen und besitzen einen hohen ökologischen Wert. In vielen ländlichen Regionen prägen Kopfweiden das Landschaftsbild. Kopfweiden sind nicht einfach nur Bäume – sie sind ein Kulturgut. Früher hatten Kopfweiden zudem eine große wirtschaftliche Bedeutung, denn sie lieferten die Weidenruten, aus denen Körbe in allen Größen und Formen geflochten wurden. Auch als Material für Fischreusen, Zäune und Möbel wurden sie genutzt. Darüber hinaus verwendete man Weidenruten in vielen Regionen auch für den Bau von Fachwerkhäusern. Die Felder des Fachwerks wurden innen mit einem Weidengeflecht versehen und anschließend mit Lehm verputzt. Den Lehm warf man – ähnlich wie heute den Spritzbeton – beidseitig auf die Weidenflecht-wand und strich anschließend die Oberfläche glatt.

 

Ein ganzes Biotop in einem Baum: Der ökologische Wert von Kopfweiden ist ebenfalls sehr hoch. Diesen Wert entfaltet sie allerdings erst nach einigen Jahrzehnten, wenn sich in den vielen Jahren durch Faulstellen die Baumhöhlen bilden, die gern von Steinkäuzen, Vögel und Fledermäuse genutzt werden. Auf der Rinde, den Blättern und Trieben sind rund 400 verschiedene Insektenarten zu Hause. Kopfweiden können etwa 90 bis 120 Jahre alt werden.

 

Weidenkopf aus der Nähe, Vogelnest in einer Baumhöhle                                                                 Foto: Bernd Rabe

Weide am oberen Teich                                                                                    Foto: Bernd Rabe                            

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen.

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Dezember

Das Jahresende naht

 

Wir sind im Spätherbst, die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und die Laubfärbung erfreuen uns und unsere Augen. Die Blätter fallen jetzt in Massen von den Bäumen, es wird schon früh dunkel. Der Winter steht kurz vor der Tür und in 4 Wochen feiern wir das  Weihnachtsfest. Was für ein Jahr 2020 - mit dem alles bestimmende Thema Corona. Auch wir mussten uns dieser Pandemie unterwerfen und  unsere Aktivitäten zum Teil absagen und stark einschränken. Aber mit Idealismus, Improvisation und Organisation haben wir daraus das Beste für uns und unser Biotop gemacht. Und wie es scheint, bleibt diese Situation noch eine Weile erhalten. Um uns herum geht das Leben weiter, trotz der

Einschränkungen  – so auch bei uns im Biotop.

 

Herbststimmungen im Biotop

                        Licht- und Schattenspiel Mitte November 2020                                            Fotos: Bernd Rabe

                                            Ein Röhrlingpilz                                                 Laubfärbung der Buchenhainhecke

 

Baumersatzpflanzungen

Wegen starker Stürme sind einige Bäume in den letzten Jahren und besonders im Februar 2020 durch das Sturmtief Sabine umgestürzt. Mit großer Freude nahmen wir zur Kenntnis, dass unser Antrag für die Ersatzpflanzungen von der Fachabteilung der Stadtverwaltung Braunschweig bewilligt wurde. Nach sorgfälltiger Auswahl werden wir in den nächsten Tagen 4 Bäume an der Südseite des Biotops einpflanzen. Dazu mussten natürlich einige Vorarbeiten erbracht werden. Besonders das Freischneiden der Pflanzbereiche und der Außenhecke war nötig, damit wir die Pflanzlöcher ausheben konnten und  dass die neuen Bäume auch viel Licht zum Wachsen haben. Unser Experte empfahl ein Pflanzloch von 80 cm Durchmesser und 70 cm Tiefe, was sich bei der tonschichthaltigen Erde als eine echte schweißtreibende Herausforderung darstellte. Aber mit sportlichem Elan wurde auch das geschafft. Besonders erfreulich für uns waren die kontaktfreudigen und neugierigen Spaziergänger, die unser Treiben für ein Schwätzchen und uns dankenswerterweise für eine kurzfristige Pause unterbrachen.

 

                           Peter Schack gibt alles                                                                                Foto: Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Jahresabschlussarbeiten

Als letztes großes Vorhaben wird dieses Jahr noch das Beschneiden der zahlreichen Kopfweiden an unseren Teichen und das Freischneiden zweier Lichtschneisen in der Buchenhainhecke an der Ostseite des Biotops sein. Dieses darf nur in den Wintermonaten November bis Februar geschehen. Ein Forstexperte wird uns auf diese spezielle Aufgabe vorbereiten und unterweisen. In Vorbereitung darauf haben zwei unserer Aktiven den Motorkettensägeschein erworben.

 

Danksagung und Wünsche

Wir möchten uns bei allen Unterstützern in jeglicher Form für unser Waggumer Biotop recht herzlich bedanken, denn ohne diese Hilfsbereitschaft können wir unsere ehren-amtliche Arbeit für unser wunderschönes Naturareal nur schwer erfüllen.

 

Wir wünschen  Allen eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie. Komme sie alle bitte gesund durch diese besondere Coronazeit.

 

Bernd Rabe

 

 

 

November

Der Herbst im Biotop

 

Der Herbst brachte uns endlich den dringend benötigten Regen. An den trockenen Tagen ernteten wir das reife Obst unserer Obstbäume und Kürbisse. Anschliessend bereiteten wir einen Erntestand vor. Wir mähten die Streuobstwiese, schnitten Brennessel, Disteln und die Hecken, bekämpften die stark wuchernden Brombeeren und schnitten den Beberbach-Wanderweg frei. Mit den Arbeiten im Gemüsegarten und unserer Kräuter-schnecke schlossen wir die Herbsttätigkeiten ab, jetzt ist alles winterfest. Eine große Aufgabe wartet noch dieses Jahr auf uns, nämlich das Beschneiden der Kopfweiden an den 2 Teichen. Dieses darf nur in den Wintermonaten November bis Februar geschehen. In Vorbereitung darauf haben zwei unserer Aktiven den Motorsägenschein erworben.

 

Kein „Tag der offenen Tür“

Leider konnten wir wegen der Corona-Problematik unseren beliebten „Tag der offenen Tür“ im Biotop nicht durchführen. Und somit auch nicht unser schönes Bioobst und unsere Kürbisse auf Spendenbasis zum Erwerb anbieten. Also kam unsere Aktive Bianca Stöbe-Böttcher auf die Idee, einen kleinen Erntestand in der Nähe des Kindergartens aufzustel-len. Animiert dadurch, dass sie vorher von einigen Müttern zum Erwerb von Bioobst ange-sprochen wurde. In Vorbereitung dazu, bemalte sie mit ihren Kindern auch wunderschöne Hinweisschilder/Erntestandposter. Durch die Bereitstellung der Grundstückseinfahrt und die Versorgung mit warmen Kaffee durch Gundula Renz, wurde Vormittags der Erntestand mit Unterstützung von Nina Pototzki aufgebaut und betreut. Für diese Hilfsbereitschaft möchten wir uns herzlich bedanken.

Erntestand Biotop Spendensammlung für neue Obstbäume                   Foto: Bernd Rabe

 

Dieses Bio-Angebot wurde von zahlreichen Müttern und Vätern der Kindergartenkinder erfreut angenommen. So konnte mit einer freiwilligen Spende in einer Sammeldose Kürbisse, verschiedene Apfelsorten, Quitten, Honig und Selbstgemachtes, wie Apfelmus und verschiedene Marmeladensorten erworben werden. Mit dem gesammelten Spenden-betrag wollen wir, für die drei in diesem Jahr abgestorbenen Obstbäume, neue Ersatz-bäume kaufen und pflanzen. Wir bedanken uns bei Allen für die Spendenunterstützung für unser Biotop. Natürlich war diese kleine Aktion kein Ersatz für den ausgefallenen „Tag der offenen Tür“, aber nächstes Jahr werden wir ihn bestimmt wieder durchführen.

 

Winterquartiere

Wir möchten jetzt im Herbst freundlich auf die notwendigen Winterquartiere für Gartentiere hinweisen. Nicht nur das die Tiere den nahenden Winter selbst erspüren und sich den Winterspeck anfuttern, sondern auch, dass sie sich ein Überwinterungsplätzchen suchen,  selber bauen, oder auch Futterhilfe benötigen. Wir alle können ihnen dabei helfen.

  • Dach- und Fassadengrün am Gartenhäuschen belassen, sie sind beliebte Rückzugsorte für verschiedene Insekten,
  • Holzstapel mit kleinen Spalten und Nischen lieben die Fledermäuse.
  • Im Komposthaufen ist es selbst im Winter angenehm warm. Das freut die Erdkröte, die hier ihr Winterquartier aufschlägt. Beete mit Gründüngung bieten Vögeln Nahrung und schonen den Boden und das Bodenleben über den Winter.
  • Trockenmauern und Steinhaufen sind nicht nur im Sommer ein beliebter Lebens-raum, im Winter bieten diese Gartenelemente Blindschleichen, Kröten und ver-schiedenen Insekten einen geschützten Ort zum Verweilen.
  • Viele Gartenvögel bleiben auch im Winter bei uns. Doch in der kalten Jahreszeit ist das Nahrungsangebot knapp. Deshalb freuen sie sich über die Samen von Sonnen-blume, Wilder Karde und anderer Pflanzen. Futterhilfen sind auch Vogelhäuschen und Futterknödel. Um die Vögel an die Futterstelle zu gewöhnen, kann man schon im November regelmäßig leicht anfüttern, aber bitte unbedingt an einen nötigen Fluchtabstand gegen Katzen denken. Somit erleichtert man den Vögeln im direkten Umfeld gut durch den Winter zu kommen.
  • Den passenden Platz für den Winterschlaf findet der Igel im November unter anderem im Reisig- oder Laubhaufen. Doch auch Insekten fühlen sich hier im Winter wohl. Schnittreste können so sinnvoll eingesetzt werden, wie wäre es mit einer aufgeschichteten Benjeshecke? Auch im Totholzhaufen mit viel Laub fühlt sich der Igel im Winter sehr wohl. Im Baumarkt gibt es auch eine Igelbehausung für den Garten samt Beschreibung für wenig Geld zu kaufen.

 

  • Im Gartenboden steckt auch im Winter eine Menge Leben, doch alle Bewohner gehen es geruhsamer an. Ameisen, Solitärbienen oder Siebenschläfer verbringen den Winter in der Winterruhe – oder verschlafen den Winter komplett.
  • Unter der Eisdecke des Gartenteichs verschlafen manche Amphibien den Winter. Auch Libellen warten unter und über Wasser an Pflanzenstängeln auf das nächste Frühjahr, je nach Libellenart in verschiedenen Entwicklungsstadien. Hier sollte also nicht geputzt werden.

 

Wildbienenexperte Henri Greil im Biotop

Durch Kontaktvermittlung unserer Aktiven Edith Grumbach-Raasch kamen im Oktober  zwei Fachexperten zu Besuch in unser Biotop. Unter Führung von Peter Schack und Ewald Renz machten sich Isabel Schulz-Behrendt als Landschafts- und Gartenarchitektin und Henri Greil vom Julius-Kühn-Institut für Bienenschutz ein Bild von unserem Areal. Henri Greil leitet im J-K-Institut das Wildbienenprojekt und begleitet das bundesweite Forschungsprojekt Bienenhauptstadt Braunschweig.

 

 

                                                                                             Foto: Rochus Jonas FUN Hondelage

 

Henri Greil, der Leiter des Projektes zur Wildbienenhauptstadt Deutschlands der Stadt Braunschweig, vom Julius-Kühn-Institut zeigt uns ein Detail in der Blühwiese.                                       

Nachdem wir unsere Naturschutzprojekte mit Behausungen für Honig- und Wildbienen, Hummeln und Insekten, sowie ihre Nahrungsquellen mit Efeubaum, Streuobst- und Blühwiese gezeigt hatten, wurden viele Ideen und Anregungen für unsere Arbeit ausge-tauscht. Das betraf z.B. Behausungen als Erdhügel, Hummelkästen mit Klappe, Saatgut-sortenmix (Regional) für die Blühwiese und das Thema, wann und wie oft sollte man Mähen. Andiskutiert wurde auch unsere mögliche Beteiligung, um eine Feuchtblühwiese im Biotop anzulegen, als ein Teil seines Forschungsprojektes. Dazu soll jetzt eine Grob-planung mit Zeitplan erstellt und abgestimmt werden. Über diesen Besuch im Biotop haben wir uns wirklich sehr gefreut und die Begutachtung hat uns eine Menge an Infor-mationen und Erkenntnissen gebraucht.

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen.

 

Bernd Rabe

 

 

 

Oktober

Neue Entdeckungen im Biotop

 

Das grüne Heupferd ist die größte heimische Heuschrecke

Als wir im September bei einem Arbeitseinsatz die große Blühwiese begutachteten und kontrollierten, ob auch alles im Rahmen der Pflanzen und Insekten in Ordnung ist, entdeckten wir vor unseren Augen eine große Heuschrecke auf einer Pflanzenblüte, direkt zum Greifen nah. Sie dachte nicht an Flucht und saß ganz ruhig da. Ein Handyfoto von Otto war schnell geschossen. Somit wollen wir diese große grüne Heuschrecke heute Vorstellen.

 

     Das große grüne Heupferd (hier ein Weibchen)                       Foto: Otto Bense

 

Sie ist eine der größten Langfühlerschrecken und gehört zu der häufigsten ihrer Art in Mitteleuropa. Leider ist auch hier der Bestand rückläufig und sinkt jährlich. Sie haben ausgewachsen eine Körperlänge von 28 bis 36 mm, wobei die Weibchen mit bis zu 42 mm deutlich größer sind. Die Fühler erreichen eine Spitzenlänge von bis zu 5 cm. Die durch-sichtigen, leicht grünlich gefärbten Flügel ragen weit über den Hinterleib, beim Weibchen über den Legestachel hinaus. Die Körperaufteilung mit Kopf, Brust und Hinterleib ist typisch für Insekten.

Wie der Name grünes Heupferd schon sagt, ist die Farbe grün und der Pferde ähnliche Kopf. Die 2 Flügelpaare werden von 3 Beinpaare geschmückt, wobei die hinteren Beinpaare die sogenannten Sprungbeine sind. Speziell zu erwähnen wäre vielleicht das Hörorgan. Es befindet sich, durch kleine Schlitze erkennbar, an den Vorderbeinen unter dem Knie. Neben dem Hörorgan besitzen sie auch ein Erschütterungsorgan, womit sie aus großer Distanz Erschütterungen verspüren.

Fressfeinde hat sie durch Spinnen und Fledermäusen und wohl zu den gefährlichsten gehört die Zwischerheuschrecke aus der eigenen Familie. Die Nahrung des grünen Heupferds besteht vorwiegend aus Insekten. Die Larven bevorzugen Blattläuse und Pflanzenteile. Die Nahrung wird oft im Flug gefangen, da sie mehrere hundert Meter fliegen können. Die Beute wird dann mit ihrem Mundwerkzeug sofort erledigt. Nachdem das Männchen zur Fortpflanzung das Weibchen mit seinem „Zirpen“ angelockt hat, darf er sie begatten. Das dauert oft über eine Stunde. Nach der Paarung im Sommer legt das Weibchen aus dem Legestachel die bis zu 300 Eier im Grünland ab. Im nächsten Frühjahr schlüpfen die Larven. Zur Entwicklung zum geschlechtsreifen Alttier vergehen mehrere Monate, bis dahin müssen sie 7 Larvenstadien durchlaufen.

 

Weinbergschnecken

Uns fiel auf, das es im Gelände des Biotops, sehr viel Schnecken gibt. Nacktschnecken in brauner und schwarzer Farbe und besonders auch viel Weinbergschnecken. Und auch diese Weinbergschnecke möchten wir heute vorstellen.

 

Weinbergschnecke                                                                                       2 Weinbergschnecken  

 

Die Weinbergschnecke kommt in lichten Wäldern, Gebüschen und offenen Lebensräumen    in nicht zu trockenen kalkreichen Böden und in nicht zu intensiv genutzen Kulturland vor. Sie ist sehr wärmeliebend und standorttreu. Im Gegensatz zu den anderen Schnecken-arten ist sie fähig, sich verschiedenen Lebensbedingungen anzupassen. Sie ist als größte einheimische Gehäuseschnecke leicht zu erkennen. Das kugelförmige Gehäuse erreicht einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Das Gehäuse ist meist in Gelb- oder in Grau- und Brauntönen gemischt mit quer verlaufenden Rillen. Der Rand der Gehäuseöffnung ist rosabraun bis weißlich und verdickt. Der Körper der Weinbergschnecke ist hell. Am Kopf hat sie 2 lange Fühler an deren Spitze man ihre dunklen Augen als Punkte erkennen kann. Weinbergschnecken gelten vielerorts als Delikatesse. Für die Küche kommen nur Schnecken aus der Schneckenzucht in Frage. Die Weinbergschnecke ist in der Lage, leichte bis mittelschwere Beschädigungen an ihrem „Haus“ zu reparieren.

In der Natur dürfen keine Weinbergschnecken gesammelt werden. In Deutschland sind Weinbergschnecken nach Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“ und werden auch im Anhang 5 der FFH Richtlinie der EU genannt und es können Bußgelder in Höhe von mehreren tausend Euro für das Fangen oder gar das Töten von Weinbergschnecken anfallen.

In freier Natur kann sie ein Alter von 8 Jahren erreichen und eine ausgewachsene Wein-bergschnecke wird bis zu 10 cm lang. Die Fortbewegung erfolgt durch einen aus vielen Muskeln bestehenden Kriechfuß. Dabei gibt sie einen Schleim ab, der als deutliche Spur am Boden erkennbar ist. Dieser schützt das Tier vor Verletzungen und Austrocknung. Sie ernährt sich hauptsächlich von Pflanzenmaterial, das sie mit ihren winzigen Zähnchen besetzten Zunge zerkleinert. Nach dem Ende der Winterstarre, die die Weinbergschnecke im Boden eingegraben und in ihrem mit Kalkpfropfen verschlossenen Gehäuse verbringt, beginnt die Paarungszeit. Diese dauert bis Mitte Juli. Als Zwitter befruchten sich Wein-bergschnecken gegenseitig mithilfe des sogenannten Liebespfeils. Die erbsengroßen Eier werden anschließend in ein 10 cm tiefes Loch in der Erde vergraben. Die Jungtiere, schlüpfen nach ca. 4 Wochen.

 

Erdkröte

Beim Heumachen auf unser großen Streuobstwiese, entdeckten wir eine kleine junge Erd-kröte. Nach dem Posen auf der Hand setzen wir die kleine Erdkröte natürlich wieder in ihre freiheitliche Umgebung zurück.

 

Eine kleine junge Erdkröte                                                               

 

Darüber hinaus

 

Mit großer Freude konnten wir Ende August unseren langersehnten Aufsitzmäher im Biotop in Empfang nehmen. Nach Inspektion und kleiner Reparatur testeten wir gleich dieses kleine technische Wunderwerk, ein große Hilfe und Erleichterung für betagte Rentner und aktive Biotopler. Kein schweres Schieben mehr vom Rasenmäher, keine Anreissleine ziehen müssen von „unwilligen“ Motoren und kein Tragen mehr von Schultergurten, zur Gewichtsaufnahme von schweren Faden- oder Kreiselmähern.

Jetzt ist es viel einfacher, man setzt sich drauf, Elektrostarter bringt den Motor zum Laufen, den Gang eingelegt, die Bremse lösen und los geht es - wunderbar.

 

Der erworbene Aufsitzmäher                       Fotos: Bernd Rabe

 

Dieses Errungenschaft hat natürlich viele Beteiligte. Die Befüller der Sammeldose vom Grillnachmittag der FUN-Mitglieder im Biotop Waggum, der Gartenmaschinenfachhändler Martin Schröter und besonders Frau Simona Hastreiter-Gei. Sie verkaufte uns diesen Aufsitzmäher für einen wirklich guten Preis. Allen Beteiligten gilt der besondere Dank da-für, denn ohne diese Unterstützung gäbe es nicht dieses kleine Wunder im Biotop.

Die Feuertaufe bestand unser Aufsitzmäher beim Mähen und Freischneiden des Wander-weges am Beberbach.

 

Bernd Rabe

 

 

 

September

 

Spätsommer

 

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Die Tage werden merklich kürzer. Die meisten Felder sind schon abgeerntet und die Obstbäume tragen reife Früchte. Strahlende Sonnenblumen machen ihrem Namen alle Ehre und sind Vorboten des bald beginnenden Herbstes.

Sonnenblumenfeld mit Biotop im Hintergrund                                    Foto: Detlef Schiel

 

Sommerarbeiten   

In unserem Gemüsegarten bauen wir absichtlich nur Pflanzen an, die typisch für unsere Region sind. Das geht vom Kürbis bis Kartoffeln und von Zwiebeln bis zu diversen Kräutern. Für die Kräuter haben wir extra eine Kräuterschnecke angelegt, die von Dolf und Peter sorgsam gepflegt  wird. Bei diesen Arbeiten kommt uns Dolf’s langjährige berufliche Erfahrung in diesem Bereich sehr zu Nutzen.

 

Kräuterbeet                                                                                             Gemüsegarten mit Gewächshaus

 

Daneben standen auch bei uns die typischen Sommerarbeiten an, wie Wiesen mähen, Kompost umsetzen und Instandhaltungsarbeiten an Geräten und Gebäuden. Dazu gehört auch die Vervollständigung des Vordaches von unserem Häuschen. Hier waren natürlich die handwerklich geschicktesten Biotopler gefragt, von denen es manchmal allerdings auch zu viel gibt, was nicht unbedingt förderlich für das Vorankommen der Arbeiten ist. Inzwischen steht das Vordach und alle sind zufrieden. Die Fertigstellung wurde dann natürlich einvernehmlich gebührend gefeiert.

 

                                                       Baustelle Vordachergänzung                         Fotos: Bernd Rabe

 

Frischer Wind im Biotop

 

Wir sind total froh und stolz von einem langsam beginnenden Generationswechsel, bei den aktiven Mitgliedern des Biotops berichten zu können. Natürlich ist nach wie vor der große Erfahrungsschatz der alteingesessenen Waggumer Biotopler unter uns die Basis unserer Arbeit. Allerdings sorgt „jugendlicher“ Zuwachs für zunehmend frischen Wind und neue Ideen und lockert damit althergebrachte Arbeitsmuster wohlbringend auf.  Auch ohne einen Quotenzwang erfüllen zu müssen, sind wir besonders froh, mit Edith und Bianca nun zwei Frauen unter den aktiven Biotoplern zu haben. Sie bringen viel Erfahrung und neue Ideen mit  und sorgen sich darüber hinaus auch um etwas mehr Struktur in unseren Arbeitsabläufen (böse Mäuler behaupten, das sei überfällig gewesen). Seit etwa einem Jahr ist auch Bernd dabei, ohne den es keine regelmäßigen Echoauftritte gäbe. Alle tragen mit jugendlicher Frische und Energie zu unseren Arbeiten bei und ermöglichen ganz neue Ziele anzugehen. Darüber wird der aufmerksame Echoleser immer aktuell auf dem Laufenden gehalten.

Die aktiven Naturschützer aus dem Biotop Waggum. Bild von hinten links: Ewald Renz, Edith Grumbach-Raasch, Bernd Rabe, Dolf Piel, Gerd Herde, Erhard Renz, Rolf Jacobi. Bild von vorn sitzend: Detlef Schiel, Bianca Stöbe-Böttcher, Olaf Giese, Peter Schack, Otto Bense.           Foto: Detlef Schiel

 

Darüber hinaus

Aus dem Leben des Biotops gibt es außerdem zu berichten, dass wir unseren internen jährlichen Grillabend erfolgreich veranstaltet haben, natürlich unter Berücksichtigung aller derzeit erforderlichen Schutzmaßnahmen, was auf unserem weitläufigen Gelände nicht so schwierig war.

Außerdem müssen wir leider mitteilen, dass wir unseren bei den Waggumern sehr beliebten Tag der offenen Tür im September 2020 wegen der aktuellen Corona-Situation nicht durchführen werden. Bei den zu erwartenden Besucherzahlen, sehen wir uns leider nicht in der Lage, eine Corona-konforme Abwicklung gewährleisten zu können. Wir hoffen auf das Verständnis der Waggumer und versprechen  die Veranstaltung im nächsten Jahr mit doppeltem Elan anzugehen .

 

Bernd Rabe, Peter Schack und Detlef Schiel

 

 

Juli

 

Sommer im Biotop Waggum

 

Wir sind jetzt in der Mitte des Jahres angekommen. Der Sommer zeigt sich auch dieses Jahr wieder mit regenarmen, glücklicherweise aber nicht so heißen Tagen wie in den letzten zwei Jahren. Wenn es mal regnet, dann sind es kurze Schauer, die allerdings reichen, um die Natur wieder richtig zur Entfaltung zu bringen. Auch unsere Blühwiesen entwickelten sich prächtig und entlohnen damit für die Mühen der Aussaat und des regelmässigen Gießens

 

                    Blühwiese mit Kräuterbank im Biotop                                                    

 

Insbesondere die Insekten, deren Population in den letzten Jahren so stark gelitten hat, stürzen sich auf das Blütenangebot und nehmen es dankend an. Unzählige Hummeln und Bienen summen und prächtige Schmetterlige flattern elegant von Blüte zu Blüte. Aber nicht nur die Insekten freuen sich über die Wiesen. Auch die Biotopmitarbeiter, denn sie sind zumindest  in der Blütezeit pflegeleicht.

 

                  Blühwiese im Biotop                                                                                  

 

Bienen und andere nützliche Insekten sind auf nektarreiche und vorwiegend heimische Pflanzen und Kräuter angewiesen. In der Blühwiese finden sie die lebensnotwendige Nahrung und einen natürlichen Lebensraum

 

Wildbiene in der Blühwiese                                                                                       Insekten auf der Kräuterblume

 

Blühwiesen sind ein sehr wichtiges Mittel die Artenvielfalt sowohl der Pflanzen- als der Tierwelt zu erhalten und zu fördern.  Ohne Wild- und Honigbienen gäbe es kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Dem entsprechend ist auch die Bedeutung  für die Landwirtschaft .

Schmetterlinge sind besonders schön. In Deutschland gibt es ungefähr 3.700 Arten. Man unterscheidet Tag- und Nachtfalter, die an den verschieden geformten Fühlern zu erkennen sind.  Bei Tagfaltern sind die Fühler  am Ende etwas verdickt, bei den Nachtfaltern gerade oder gefiedert. Die Entwicklung eines Falters verläuft über vier Stufen. Am Anfang steht das Ei, aus welchem die Raupe schlüpft. Diese wiederum  verpuppt sich und wird dann schließlich zum Falter . Die Lebenszeit der Falter liegt je nach Art zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten.

 

Dukatenfalter                                                                      Kleiner Kohlweisling                                           Ochsenauge

Schöner Schmetterling, der Admiral auf der Wilden Karde              Fotos: Bernd Rabe

 

Ein Beispiel für einen Tagfalter ist der Admiral, der seinen Namen aufgrund seiner an eine Unfirorm erinnernde Flügelfärbung bekommen hat. Er ist ein Wanderfalter, der Jahr für Jahr im Frühjahr die Alpen nach Norden überquert, im mittleren Europa seinen Nachwuchs zur Welt bringt und dann dann im Herbst zur Überwinterung wieder zurück in seine ursprüngliche Heimat nach Südeuropa zieht. Für die über 2.000 Km lange Strecke nach Südeuropa braucht der Wanderfalter nur ca. zwei Wochen. Im Laufe der Evolution hat sich daneben auch eine eigen mitteleuropäische Art des Admirals herausgebildet, die im Sommer sogar bis nach Skandinavien zieht und auf dem Rückweg  die gefährliche Alpenüberquerung vermeidet, indem sie im Bereich des Oberrheins überwintern.

 

Das Waggumer Biotop bietet Gelegenheit die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu beobachten, zu pflegen und zu fördern. Wir sind von der Natur in unserem Biotop  immer wieder fasziniert und finden darin unsere Motivation in der Gruppe mitzuarbeiten.  Alle Naturliebhaber, die interessiert sind  mitzumachen, können uns jeden Mittwochvormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen.

 

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

 

 

Juni

 

Kinderstube Biotop

 

Wir sind jetzt schon in der Mitte des Jahres und damit geht die Brut- und Aufzuchtzeit in der Vogelwelt langsam zu Ende. Meise, Drossel, Fink, Star, Bachstelze und auch der Grauschnäpper brüteten in den von uns bereitgestellten Nisthilfen. Mit großer Freunde entdeckten wir nach längerer Zeit wieder einen Eisvogel. Obwohl er so bunt ist, ist er gut getarnt und versteckt er sich wahrscheinlich überwiegend in seiner schwer zugänglichen Nesthöhle.

 

Unser Freund der Eisvogel                                                                      Foto: Detlef Schiel

Auch Kiebitze, Stockenten, Graugänse, Teichhühner und Blässhühner haben unser Biotop für die Aufzucht ihres Nachwuchses auserkoren.

 

Stockente mit 7 Küken                                                                             Foto: Detlef Schiel

Besondere Aufmerksamkeit haben wir dem Höckerschwan und der seltenen Rohrweihe geschenkt.

Höckerschwäne

Der Höckerschwan hat seinen Namen aufgrund des Höckers über dem Schnabel. Er kann eine Körperlänge von bis zu 1,6 m und eine Spannweite von 2,4 m erreichen. In der Regel wiegen ausgewachsene Männchen bis zu 13,5 kg und Weibchen 10 kg. Der Höckerschwan ist damit in Mitteleuropa der größte heimische Wasservogel und gehört zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit. Höckerschwäne erreichen oft ein Alter von 16 bis zu 20 Jahren.

Als Anfang April zwei Höckerschwäne im Schilf des oberen Teiches unseres Biotops ihr Nest bauten, waren wir sehr skeptisch, ob das wohl gut geht. Gewöhnlich brütet dort nämlich die Rohrweihe, die aber zu der Zeit noch nicht aus ihrem Winterquartier zurück war.  Unsere  Befürchtungen bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Der Stärkere hatte sich durchgesetzt. Die Rohrweihe musste ihr Nest nebenan bauen. Die Schwäne brüteten fünf und die Rohrweihe vier Eier aus.

Großer Schrecken durchfuhr uns, als die jungen Schwäne nach dem Schlüpfen plötzlich nicht mehr zu sehen waren. Gleichzeitig fiel aber das auffällig aufgeplusterte Federkleid des einen ruhig umher schwimmenden Schwanes auf. Natürlich waren alle vier Jungen darunter und die Welt wieder in Ordnung.

 

Höckerschwan-Familie mit 4 Junge                                                       Foto: Detlef Schiel

 

Rohrweihe

Die Rohrweihe ist ein Greifvogel und gehört zur Familie der Habichte. Sie wird ca. 50 - 60 cm groß und erreicht eine Flügelspanne von 1,30 m. Das Gefieder des Männchens ist rostbraun und am Kopf hellgrau. Das Weibchen ist dunkelbraun gefärbt und etwas größer. Es wiegt  bis zu 800 g. Die Brutzeit beträgt 31 bis 36 Tage.

Haben Sie schon einmal eine Rohrweihe im Flug gesehen?  Ab April segelt sie oft ohne Flügelschlag ruhig kreisend über Feld und Teiche auf der Suche nach Nahrung. In der Brunftzeit zieht das Männchen  eine richtige Flugshow am Himmel ab mit unglaublichen Manövern, wie ein Kunstflieger. Da ist sie in Waggum natürlich gerade richtig!

Es hat uns sehr gefreut, dass auch in diesem Frühjahr ein Pärchen dieser seltenen Vögel  im Biotop einzog und sich außerdem mit dem aggressiven  Höckerschwan arrangierte. Möglicherweise ist es das Paar aus dem letzten Jahr. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, um sie nicht bei der Brut zu stören. Wir wurden Zuschauer einer nicht alltäglichen Brut- und Aufzuchtzeit. In der Brutzeit sahen wir die Eltern nur abwechselnd einfliegen, konnten das Nest aber nicht ausmachen. Nach dem Schlupf siegte unsere Neugier und wir sind mit Kameras bewaffnet auf die Suche gegangen. Mit Erfolg. Wir fanden das Nest mit vier Jungen und machen jetzt fleißig Fotos.  Spektakulär ist die Übergabe der Beute vom  Männchen an das Weibchen in der Luft. Es sind wahre Flugkünstler. Entgegen früherer Annahmen jagen die Rohrweihen nur sitzende und kriechende Tiere. Sie galten als Nesträuber, wofür sie fast bis zur Ausrottung gejagt wurden.

 

2  junge Rohrweihen                                                                                 Foto: Detlef Schiel

 

 

 

Peter Schack, Detlef Schiel, Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Mai

 

Aktivitäten im Biotop

 

Frühjahrsarbeiten trotz Coronakrise

Nun schon seit zweieinhalb Monaten müssen wir unsere Aktivitäten und Kontakte auf das aller Notwendigste beschränken. Das ausgerechnet im Frühjahr, in dem sich die Natur so rasant entfaltet und wir gewöhnlich Mühe haben, die anfallenden Arbeiten zu bewältigen. Trotzdem ist es uns gelungen, natürlich unter Einhaltung aller vorgeschriebenen gesundheitlichen Sicherheitsmaßnahmen, die wichtigsten Aufgaben zu erledigen und dabei auch den Blick für die Schönheit der Natur in unserem Biotop nicht zu vernachlässigen.

 

Ein gut gefüllter Teich im Biotop                                                                Foto: Bernd Rabe

 

Pflege des Wasserzulaufs für unsere Teiche

Der Graben vom Erlenbruch zum Biotop ist die Lebensader unserer Teiche. Er muss frei sein, sobald Regen angesagt ist. Äste, Baumstämme, wild wuchernde Büsche, Schlamm und Sand und zu allem Überfluss noch unachtsam weggeworfener Müll von Spaziergängern verhindern den freien Lauf des Wassers und müssen beseitigt werden. Die Freude war groß, als nach unserem Einsatz der Regen kam und sich der Füllstand unserer Teiche nach dem trockenen April nun langsam wieder dem Normalpegel näherte. Wir hoffen, dass dieser Wasserstand noch lange anhält.

 

Anlegen einer neuen Blühwiese

Dazu wurde Anfang März ein etwa 25 m2 großer Bereich mit zwei großen Planen bedeckt, um das Wachsen von Unkraut zu unterdrücken. Anfang Mai wurde der Boden umgegraben und verbliebene Unkrautwurzeln entfernt. Dann kam der große Augenblick der Aussaat. Das ließ sich unser Bienenexperte Ewald Rentz nicht nehmen. Persönlich verteilte er die kostbare Saat, die letztes Jahr mühevoll von den Wildblumenwiesen eingesammelt wurde. Nun hoffen wir, damit den Insekten und Bienen reichlich Nahrung anbieten zu können, so dass sie sich weiterhin bei uns wohl fühlen.

                                Aussaat von Wildblumen auf der Blühwiese                                              Foto: Bernd Rabe

 

 

 

Anbringen von Fledermauskästen

 

Dieses Projekt wurde schon im letzten Winter mit Beratung des regionalen Fledermausexperten Uwe Kirchberger geplant und jetzt umgesetzt. In unserer Region gibt es 16 von 25 in Deutschland nachgewiesenen Fledermausarten. Wegen dieser Artenvielfalt beschafften wir sechs verschiedene Fledermauskästen, sogenannte Sommerquartier-Nistkästen aus Holzbeton mit verschiedenen Einflugschlitzen. Da die Aufhängung der Nistkästen eine Mindesthöhe von 4 m und einen freien Einflugbereich erfordert und die Kästen bis zu 23 kg wiegen, wurde ein Hubwagen ausgeliehen.

Den An- und Abtransport des 1,5 tonnenschweren Hubwagens und die Verfügungstellung des Befestigungsmaterials wurde von Michael Wisotzki übernommen, wofür wir uns recht herzlich bedanken.

 

 

 

 

Aufhängen einer Fledermausgroßraumröhre (23 Kg)      Foto: Detlef Schiel

 

Vielen Dank auch an die Firma Begemanns-Mietlifter aus Hondelage, die uns bei den Mietkosten entgegen kam.

 

 

 

Mit diesem Hubwagen konnten wir alle Nistkästen an einem Tag sicher in luftiger Höhe anbringen und hoffen nun, dass sie von den Fledermäusen auch gut angenommen werden. Darüber hinaus ist geplant, die alten von Efeu überrankten Faultürme der ehemaligen Kläranlage wieder für die Überwinterung der Fledermäuse zu reaktivieren. Sie sind vor etwa 20 Jahren schon einmal für diesen Zweck hergerichtet worden, leider allerdings mit geringem Erfolg.

 

Gez. Bernd Rabe

 

 

April

 

Coronakrise

Auch wir haben unsere Aktivitäten und Kontakte auf das aller Notwendigste beschränkt. Durch flexiblen Einsatz in freiwilliger Absprache, mit wenig Anwesenden und großem Abstand zueinander, ist es uns gelungen die wichtigsten jahreszeitlichen Tätigkeiten zu erledigen.

 

Aktivitäten im Biotop

Als sehr arbeitsaufwendige und mühevolle Einzelarbeiten sollen besonders das Umsetzen der Gartenerde aus den verschiedenen Komposthaufen, das Zurückstutzen und die gleichzeitige Entwurzelung von wild wuchernden Brombeeren und Hopfen genannt werden. Das angefallene Schnittholz der letzten Zeit, wurde wie immer auf die Benjeshecke gestapelt. Wenn man auf der Südseite des Biotops entlanggeht, kann man sie gut sehen.

Diese so genannte Benjeshecke oder auch Totholzhecke erhöht den Tierschutz im Garten. Sie besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Der Name Benjeshecke kommt aus den 80er Jahren und geht auf die Brüder Hermann und Heinrich Benjes zurück. Beide, als begeisterte Naturfreunde und Landschaftsgärtner bekannt, machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen war die aus Naturschutzsicht wertvolle lockere Anhäufung von Grünabfällen, die nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben entwickelt.

Die Benjeshecke bietet für zahlreiche Vogelarten wie beispielsweise Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen einen geschützten Bereich, den diese gerne als Nistmöglichkeit annehmen. Auch kleine Säuger wie Igel und Siebenschläfer, sowie kleine Reptilien wie die Zauneidechse, Amphibien wie die Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen, nehmen die Benjeshecke gern an und sorgen als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten.

 

Wildbienen aktiv und Täter überführt

Der herrliche Frühling mit den sonnigen Tagen hat nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Hummeln und unsere Wildbienen aktiviert. Während wir auch mal eine Pause von der Arbeit einlegen mussten, haben die Wildbienen um uns herum sich nicht in ihrer Aktivität aufhalten lassen.

 

Lange hat es gedauert, aber unsere Geduld hat sich gelohnt. In den letzten Tagen konnten wir den Übeltäter der Beschädigungen am großen Insektenhotel endlich entlarven. Zu unserer großen Überraschung, es waren die Blaumeisen, die unter der Dachabdeckung einen Durchschlupf gefunden haben und sich köstlich an den Insekten und Wildbienennachwuchs bedienten, die in den Schilfröhrchen nisteten.

Aktivitäten im Biotop

 

Wir widmeten uns verstärkt der Gartenarbeiten und haben es nun geschafft unsere Obstbäume der Streuhobstwiese fachgerecht zu beschneiden. Jetzt hoffen wir darauf, dass diese Mühen sich durch eine volle Blütenbracht für unsere Bienen und einer gute Obsternte gelohnt haben.

 

                               Kleine Nisthilfe für Wildbienen                                                                      Foto: Bernd Rabe

 

Eisvogel am Biotop gesichtet

Mehrmals wurde ein Eisvogel Spätnachmittags in der Nähe des Biotops am Beberbach gesichtet. Der Zufall wollte es, dass es uns gelang ein Foto dieses schönen Vogels zu schießen. Er zeichnet sich durch sein farbenprächtiges Federkleid aus, mit den leuchtend blauen Flügeln und der orangfarbenen Brust. Es handelts sich hierbei um

die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel. Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen. Der Bestand an Eisvögel hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Die Art wird derzeit in Europa als dezimiert, aber im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig bedroht eingestuft. Der Eisvogel war 2009 der Vogel des Jahres in Deutschland.

Wunderschöner Eisvogel in der Nachbarschaft                                                                                                Foto: Bernd Rabe

 

Eine neue gestiftete Sitzbank

Für die alte vermoderte FUN-Sitzbank an der Südseite unseres Biotops wurde vom Angelsportverein Braunschweig (ASV) eine neue Bank gestiftet.

Diese wurde inzwischen aufgestellt. Dafür bedanken wir uns nochmals recht herzlich beim ASV und bei der Firma Öko-Frank für die Aufstellarbeiten. Die rege Nutzung dieser Bank zeugt von einem optimalen Stellplatz in mitten unserer herrlichen Natur rings um das Waggumer Biotop.

Aufstellarbeiten der Bank                                       Foto: Bernd Rabe

 

Wir wünschen allen Mitbürgern Gesundheit und viel Geduld in der schwierigen Zeit mit der Coronakrise.

Die Aufbruchstimmung des Frühlings und die sich entfaltende Pflanzenwelt mögen uns Hoffnung auf baldige Besserung machen, sodass wir wieder uneingeschränkt unsere schöne Natur in Waggum geniessen können.

 

Bernd Rabe

 

 

                         Foto: Detlef Schiel, So schön ist die Natur im Biotop

           Tag der offenen Tür 2018

Fotos von Peter Schack

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