Archiv
Archiv
waggum-online
waggum-online

Dezember

Das Jahresende naht

 

Wir sind im Spätherbst, die letzten wärmenden Sonnenstrahlen und die Laubfärbung erfreuen uns und unsere Augen. Die Blätter fallen jetzt in Massen von den Bäumen, es wird schon früh dunkel. Der Winter steht kurz vor der Tür und in 4 Wochen feiern wir das  Weihnachtsfest. Was für ein Jahr 2020 - mit dem alles bestimmende Thema Corona. Auch wir mussten uns dieser Pandemie unterwerfen und  unsere Aktivitäten zum Teil absagen und stark einschränken. Aber mit Idealismus, Improvisation und Organisation haben wir daraus das Beste für uns und unser Biotop gemacht. Und wie es scheint, bleibt diese Situation noch eine Weile erhalten. Um uns herum geht das Leben weiter, trotz der

Einschränkungen  – so auch bei uns im Biotop.

 

Herbststimmungen im Biotop

                        Licht- und Schattenspiel Mitte November 2020                                            Fotos: Bernd Rabe

                                            Ein Röhrlingpilz                                                 Laubfärbung der Buchenhainhecke

 

Baumersatzpflanzungen

Wegen starker Stürme sind einige Bäume in den letzten Jahren und besonders im Februar 2020 durch das Sturmtief Sabine umgestürzt. Mit großer Freude nahmen wir zur Kenntnis, dass unser Antrag für die Ersatzpflanzungen von der Fachabteilung der Stadtverwaltung Braunschweig bewilligt wurde. Nach sorgfälltiger Auswahl werden wir in den nächsten Tagen 4 Bäume an der Südseite des Biotops einpflanzen. Dazu mussten natürlich einige Vorarbeiten erbracht werden. Besonders das Freischneiden der Pflanzbereiche und der Außenhecke war nötig, damit wir die Pflanzlöcher ausheben konnten und  dass die neuen Bäume auch viel Licht zum Wachsen haben. Unser Experte empfahl ein Pflanzloch von 80 cm Durchmesser und 70 cm Tiefe, was sich bei der tonschichthaltigen Erde als eine echte schweißtreibende Herausforderung darstellte. Aber mit sportlichem Elan wurde auch das geschafft. Besonders erfreulich für uns waren die kontaktfreudigen und neugierigen Spaziergänger, die unser Treiben für ein Schwätzchen und uns dankenswerterweise für eine kurzfristige Pause unterbrachen.

 

                           Peter Schack gibt alles                                                                                Foto: Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Jahresabschlussarbeiten

Als letztes großes Vorhaben wird dieses Jahr noch das Beschneiden der zahlreichen Kopfweiden an unseren Teichen und das Freischneiden zweier Lichtschneisen in der Buchenhainhecke an der Ostseite des Biotops sein. Dieses darf nur in den Wintermonaten November bis Februar geschehen. Ein Forstexperte wird uns auf diese spezielle Aufgabe vorbereiten und unterweisen. In Vorbereitung darauf haben zwei unserer Aktiven den Motorkettensägeschein erworben.

 

Danksagung und Wünsche

Wir möchten uns bei allen Unterstützern in jeglicher Form für unser Waggumer Biotop recht herzlich bedanken, denn ohne diese Hilfsbereitschaft können wir unsere ehren-amtliche Arbeit für unser wunderschönes Naturareal nur schwer erfüllen.

 

Wir wünschen  Allen eine schöne Adventszeit und ein besinnliches Weihnachtsfest im Kreis der Familie. Komme sie alle bitte gesund durch diese besondere Coronazeit.

 

Bernd Rabe

 

 

 

November

Der Herbst im Biotop

 

Der Herbst brachte uns endlich den dringend benötigten Regen. An den trockenen Tagen ernteten wir das reife Obst unserer Obstbäume und Kürbisse. Anschliessend bereiteten wir einen Erntestand vor. Wir mähten die Streuobstwiese, schnitten Brennessel, Disteln und die Hecken, bekämpften die stark wuchernden Brombeeren und schnitten den Beberbach-Wanderweg frei. Mit den Arbeiten im Gemüsegarten und unserer Kräuter-schnecke schlossen wir die Herbsttätigkeiten ab, jetzt ist alles winterfest. Eine große Aufgabe wartet noch dieses Jahr auf uns, nämlich das Beschneiden der Kopfweiden an den 2 Teichen. Dieses darf nur in den Wintermonaten November bis Februar geschehen. In Vorbereitung darauf haben zwei unserer Aktiven den Motorsägenschein erworben.

 

Kein „Tag der offenen Tür“

Leider konnten wir wegen der Corona-Problematik unseren beliebten „Tag der offenen Tür“ im Biotop nicht durchführen. Und somit auch nicht unser schönes Bioobst und unsere Kürbisse auf Spendenbasis zum Erwerb anbieten. Also kam unsere Aktive Bianca Stöbe-Böttcher auf die Idee, einen kleinen Erntestand in der Nähe des Kindergartens aufzustel-len. Animiert dadurch, dass sie vorher von einigen Müttern zum Erwerb von Bioobst ange-sprochen wurde. In Vorbereitung dazu, bemalte sie mit ihren Kindern auch wunderschöne Hinweisschilder/Erntestandposter. Durch die Bereitstellung der Grundstückseinfahrt und die Versorgung mit warmen Kaffee durch Gundula Renz, wurde Vormittags der Erntestand mit Unterstützung von Nina Pototzki aufgebaut und betreut. Für diese Hilfsbereitschaft möchten wir uns herzlich bedanken.

Erntestand Biotop Spendensammlung für neue Obstbäume                   Fotos: Bernd Rabe

 

Dieses Bio-Angebot wurde von zahlreichen Müttern und Vätern der Kindergartenkinder erfreut angenommen. So konnte mit einer freiwilligen Spende in einer Sammeldose Kürbisse, verschiedene Apfelsorten, Quitten, Honig und Selbstgemachtes, wie Apfelmus und verschiedene Marmeladensorten erworben werden. Mit dem gesammelten Spenden-betrag wollen wir, für die drei in diesem Jahr abgestorbenen Obstbäume, neue Ersatz-bäume kaufen und pflanzen. Wir bedanken uns bei Allen für die Spendenunterstützung für unser Biotop. Natürlich war diese kleine Aktion kein Ersatz für den ausgefallenen „Tag der offenen Tür“, aber nächstes Jahr werden wir ihn bestimmt wieder durchführen.

 

Winterquartiere

Wir möchten jetzt im Herbst freundlich auf die notwendigen Winterquartiere für Gartentiere hinweisen. Nicht nur das die Tiere den nahenden Winter selbst erspüren und sich den Winterspeck anfuttern, sondern auch, dass sie sich ein Überwinterungsplätzchen suchen,  selber bauen, oder auch Futterhilfe benötigen. Wir alle können ihnen dabei helfen.

  • Dach- und Fassadengrün am Gartenhäuschen belassen, sie sind beliebte Rückzugsorte für verschiedene Insekten,
  • Holzstapel mit kleinen Spalten und Nischen lieben die Fledermäuse.
  • Im Komposthaufen ist es selbst im Winter angenehm warm. Das freut die Erdkröte, die hier ihr Winterquartier aufschlägt. Beete mit Gründüngung bieten Vögeln Nahrung und schonen den Boden und das Bodenleben über den Winter.
  • Trockenmauern und Steinhaufen sind nicht nur im Sommer ein beliebter Lebens-raum, im Winter bieten diese Gartenelemente Blindschleichen, Kröten und ver-schiedenen Insekten einen geschützten Ort zum Verweilen.
  • Viele Gartenvögel bleiben auch im Winter bei uns. Doch in der kalten Jahreszeit ist das Nahrungsangebot knapp. Deshalb freuen sie sich über die Samen von Sonnen-blume, Wilder Karde und anderer Pflanzen. Futterhilfen sind auch Vogelhäuschen und Futterknödel. Um die Vögel an die Futterstelle zu gewöhnen, kann man schon im November regelmäßig leicht anfüttern, aber bitte unbedingt an einen nötigen Fluchtabstand gegen Katzen denken. Somit erleichtert man den Vögeln im direkten Umfeld gut durch den Winter zu kommen.
  • Den passenden Platz für den Winterschlaf findet der Igel im November unter anderem im Reisig- oder Laubhaufen. Doch auch Insekten fühlen sich hier im Winter wohl. Schnittreste können so sinnvoll eingesetzt werden, wie wäre es mit einer aufgeschichteten Benjeshecke? Auch im Totholzhaufen mit viel Laub fühlt sich der Igel im Winter sehr wohl. Im Baumarkt gibt es auch eine Igelbehausung für den Garten samt Beschreibung für wenig Geld zu kaufen.

 

  • Im Gartenboden steckt auch im Winter eine Menge Leben, doch alle Bewohner gehen es geruhsamer an. Ameisen, Solitärbienen oder Siebenschläfer verbringen den Winter in der Winterruhe – oder verschlafen den Winter komplett.
  • Unter der Eisdecke des Gartenteichs verschlafen manche Amphibien den Winter. Auch Libellen warten unter und über Wasser an Pflanzenstängeln auf das nächste Frühjahr, je nach Libellenart in verschiedenen Entwicklungsstadien. Hier sollte also nicht geputzt werden.

 

Wildbienenexperte Henri Greil im Biotop

Durch Kontaktvermittlung unserer Aktiven Edith Grumbach-Raasch kamen im Oktober  zwei Fachexperten zu Besuch in unser Biotop. Unter Führung von Peter Schack und Ewald Renz machten sich Isabel Schulz-Behrendt als Landschafts- und Gartenarchitektin und Henri Greil vom Julius-Kühn-Institut für Bienenschutz ein Bild von unserem Areal. Henri Greil leitet im J-K-Institut das Wildbienenprojekt und begleitet das bundesweite Forschungsprojekt Bienenhauptstadt Braunschweig.

 

 

                                                                                             Foto: Rochus Jonas FUN Hondelage

 

Henri Greil, der Leiter des Projektes zur Wildbienenhauptstadt Deutschlands der Stadt Braunschweig, vom Julius-Kühn-Institut zeigt uns ein Detail in der Blühwiese.                                       

Nachdem wir unsere Naturschutzprojekte mit Behausungen für Honig- und Wildbienen, Hummeln und Insekten, sowie ihre Nahrungsquellen mit Efeubaum, Streuobst- und Blühwiese gezeigt hatten, wurden viele Ideen und Anregungen für unsere Arbeit ausge-tauscht. Das betraf z.B. Behausungen als Erdhügel, Hummelkästen mit Klappe, Saatgut-sortenmix (Regional) für die Blühwiese und das Thema, wann und wie oft sollte man Mähen. Andiskutiert wurde auch unsere mögliche Beteiligung, um eine Feuchtblühwiese im Biotop anzulegen, als ein Teil seines Forschungsprojektes. Dazu soll jetzt eine Grob-planung mit Zeitplan erstellt und abgestimmt werden. Über diesen Besuch im Biotop haben wir uns wirklich sehr gefreut und die Begutachtung hat uns eine Menge an Infor-mationen und Erkenntnissen gebraucht.

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte, kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen, oder sich uns für einen ggfs. ein-maligen Einsatz auch anbieten. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen.

 

Bernd Rabe

 

 

 

Oktober

Neue Entdeckungen im Biotop

 

Das grüne Heupferd ist die größte heimische Heuschrecke

Als wir im September bei einem Arbeitseinsatz die große Blühwiese begutachteten und kontrollierten, ob auch alles im Rahmen der Pflanzen und Insekten in Ordnung ist, entdeckten wir vor unseren Augen eine große Heuschrecke auf einer Pflanzenblüte, direkt zum Greifen nah. Sie dachte nicht an Flucht und saß ganz ruhig da. Ein Handyfoto von Otto war schnell geschossen. Somit wollen wir diese große grüne Heuschrecke heute Vorstellen.

 

     Das große grüne Heupferd (hier ein Weibchen)                       Foto: Otto Bense

 

Sie ist eine der größten Langfühlerschrecken und gehört zu der häufigsten ihrer Art in Mitteleuropa. Leider ist auch hier der Bestand rückläufig und sinkt jährlich. Sie haben ausgewachsen eine Körperlänge von 28 bis 36 mm, wobei die Weibchen mit bis zu 42 mm deutlich größer sind. Die Fühler erreichen eine Spitzenlänge von bis zu 5 cm. Die durch-sichtigen, leicht grünlich gefärbten Flügel ragen weit über den Hinterleib, beim Weibchen über den Legestachel hinaus. Die Körperaufteilung mit Kopf, Brust und Hinterleib ist typisch für Insekten.

Wie der Name grünes Heupferd schon sagt, ist die Farbe grün und der Pferde ähnliche Kopf. Die 2 Flügelpaare werden von 3 Beinpaare geschmückt, wobei die hinteren Beinpaare die sogenannten Sprungbeine sind. Speziell zu erwähnen wäre vielleicht das Hörorgan. Es befindet sich, durch kleine Schlitze erkennbar, an den Vorderbeinen unter dem Knie. Neben dem Hörorgan besitzen sie auch ein Erschütterungsorgan, womit sie aus großer Distanz Erschütterungen verspüren.

Fressfeinde hat sie durch Spinnen und Fledermäusen und wohl zu den gefährlichsten gehört die Zwischerheuschrecke aus der eigenen Familie. Die Nahrung des grünen Heupferds besteht vorwiegend aus Insekten. Die Larven bevorzugen Blattläuse und Pflanzenteile. Die Nahrung wird oft im Flug gefangen, da sie mehrere hundert Meter fliegen können. Die Beute wird dann mit ihrem Mundwerkzeug sofort erledigt. Nachdem das Männchen zur Fortpflanzung das Weibchen mit seinem „Zirpen“ angelockt hat, darf er sie begatten. Das dauert oft über eine Stunde. Nach der Paarung im Sommer legt das Weibchen aus dem Legestachel die bis zu 300 Eier im Grünland ab. Im nächsten Frühjahr schlüpfen die Larven. Zur Entwicklung zum geschlechtsreifen Alttier vergehen mehrere Monate, bis dahin müssen sie 7 Larvenstadien durchlaufen.

 

Weinbergschnecken

Uns fiel auf, das es im Gelände des Biotops, sehr viel Schnecken gibt. Nacktschnecken in brauner und schwarzer Farbe und besonders auch viel Weinbergschnecken. Und auch diese Weinbergschnecke möchten wir heute vorstellen.

 

Weinbergschnecke                                                                                       2 Weinbergschnecken  

 

Die Weinbergschnecke kommt in lichten Wäldern, Gebüschen und offenen Lebensräumen    in nicht zu trockenen kalkreichen Böden und in nicht zu intensiv genutzen Kulturland vor. Sie ist sehr wärmeliebend und standorttreu. Im Gegensatz zu den anderen Schnecken-arten ist sie fähig, sich verschiedenen Lebensbedingungen anzupassen. Sie ist als größte einheimische Gehäuseschnecke leicht zu erkennen. Das kugelförmige Gehäuse erreicht einen Durchmesser von 3 bis 5 cm. Das Gehäuse ist meist in Gelb- oder in Grau- und Brauntönen gemischt mit quer verlaufenden Rillen. Der Rand der Gehäuseöffnung ist rosabraun bis weißlich und verdickt. Der Körper der Weinbergschnecke ist hell. Am Kopf hat sie 2 lange Fühler an deren Spitze man ihre dunklen Augen als Punkte erkennen kann. Weinbergschnecken gelten vielerorts als Delikatesse. Für die Küche kommen nur Schnecken aus der Schneckenzucht in Frage. Die Weinbergschnecke ist in der Lage, leichte bis mittelschwere Beschädigungen an ihrem „Haus“ zu reparieren.

In der Natur dürfen keine Weinbergschnecken gesammelt werden. In Deutschland sind Weinbergschnecken nach Anlage 1 zur Bundesartenschutzverordnung „besonders geschützt“ und werden auch im Anhang 5 der FFH Richtlinie der EU genannt und es können Bußgelder in Höhe von mehreren tausend Euro für das Fangen oder gar das Töten von Weinbergschnecken anfallen.

In freier Natur kann sie ein Alter von 8 Jahren erreichen und eine ausgewachsene Wein-bergschnecke wird bis zu 10 cm lang. Die Fortbewegung erfolgt durch einen aus vielen Muskeln bestehenden Kriechfuß. Dabei gibt sie einen Schleim ab, der als deutliche Spur am Boden erkennbar ist. Dieser schützt das Tier vor Verletzungen und Austrocknung. Sie ernährt sich hauptsächlich von Pflanzenmaterial, das sie mit ihren winzigen Zähnchen besetzten Zunge zerkleinert. Nach dem Ende der Winterstarre, die die Weinbergschnecke im Boden eingegraben und in ihrem mit Kalkpfropfen verschlossenen Gehäuse verbringt, beginnt die Paarungszeit. Diese dauert bis Mitte Juli. Als Zwitter befruchten sich Wein-bergschnecken gegenseitig mithilfe des sogenannten Liebespfeils. Die erbsengroßen Eier werden anschließend in ein 10 cm tiefes Loch in der Erde vergraben. Die Jungtiere, schlüpfen nach ca. 4 Wochen.

 

Erdkröte

Beim Heumachen auf unser großen Streuobstwiese, entdeckten wir eine kleine junge Erd-kröte. Nach dem Posen auf der Hand setzen wir die kleine Erdkröte natürlich wieder in ihre freiheitliche Umgebung zurück.

 

Eine kleine junge Erdkröte                                                               

 

Darüber hinaus

 

Mit großer Freude konnten wir Ende August unseren langersehnten Aufsitzmäher im Biotop in Empfang nehmen. Nach Inspektion und kleiner Reparatur testeten wir gleich dieses kleine technische Wunderwerk, ein große Hilfe und Erleichterung für betagte Rentner und aktive Biotopler. Kein schweres Schieben mehr vom Rasenmäher, keine Anreissleine ziehen müssen von „unwilligen“ Motoren und kein Tragen mehr von Schultergurten, zur Gewichtsaufnahme von schweren Faden- oder Kreiselmähern.

Jetzt ist es viel einfacher, man setzt sich drauf, Elektrostarter bringt den Motor zum Laufen, den Gang eingelegt, die Bremse lösen und los geht es - wunderbar.

 

Der erworbene Aufsitzmäher                       Fotos: Bernd Rabe

 

Dieses Errungenschaft hat natürlich viele Beteiligte. Die Befüller der Sammeldose vom Grillnachmittag der FUN-Mitglieder im Biotop Waggum, der Gartenmaschinenfachhändler Martin Schröter und besonders Frau Simona Hastreiter-Gei. Sie verkaufte uns diesen Aufsitzmäher für einen wirklich guten Preis. Allen Beteiligten gilt der besondere Dank da-für, denn ohne diese Unterstützung gäbe es nicht dieses kleine Wunder im Biotop.

Die Feuertaufe bestand unser Aufsitzmäher beim Mähen und Freischneiden des Wander-weges am Beberbach.

 

Bernd Rabe

 

 

 

September

 

Spätsommer

 

Der Sommer neigt sich langsam dem Ende zu. Die Tage werden merklich kürzer. Die meisten Felder sind schon abgeerntet und die Obstbäume tragen reife Früchte. Strahlende Sonnenblumen machen ihrem Namen alle Ehre und sind Vorboten des bald beginnenden Herbstes.

Sonnenblumenfeld mit Biotop im Hintergrund                                    Foto: Detlef Schiel

 

Sommerarbeiten   

In unserem Gemüsegarten bauen wir absichtlich nur Pflanzen an, die typisch für unsere Region sind. Das geht vom Kürbis bis Kartoffeln und von Zwiebeln bis zu diversen Kräutern. Für die Kräuter haben wir extra eine Kräuterschnecke angelegt, die von Dolf und Peter sorgsam gepflegt  wird. Bei diesen Arbeiten kommt uns Dolf’s langjährige berufliche Erfahrung in diesem Bereich sehr zu Nutzen.

 

Kräuterbeet                                                                                             Gemüsegarten mit Gewächshaus

 

Daneben standen auch bei uns die typischen Sommerarbeiten an, wie Wiesen mähen, Kompost umsetzen und Instandhaltungsarbeiten an Geräten und Gebäuden. Dazu gehört auch die Vervollständigung des Vordaches von unserem Häuschen. Hier waren natürlich die handwerklich geschicktesten Biotopler gefragt, von denen es manchmal allerdings auch zu viel gibt, was nicht unbedingt förderlich für das Vorankommen der Arbeiten ist. Inzwischen steht das Vordach und alle sind zufrieden. Die Fertigstellung wurde dann natürlich einvernehmlich gebührend gefeiert.

 

                                                       Baustelle Vordachergänzung                         Fotos: Bernd Rabe

 

Frischer Wind im Biotop

 

Wir sind total froh und stolz von einem langsam beginnenden Generationswechsel, bei den aktiven Mitgliedern des Biotops berichten zu können. Natürlich ist nach wie vor der große Erfahrungsschatz der alteingesessenen Waggumer Biotopler unter uns die Basis unserer Arbeit. Allerdings sorgt „jugendlicher“ Zuwachs für zunehmend frischen Wind und neue Ideen und lockert damit althergebrachte Arbeitsmuster wohlbringend auf.  Auch ohne einen Quotenzwang erfüllen zu müssen, sind wir besonders froh, mit Edith und Bianca nun zwei Frauen unter den aktiven Biotoplern zu haben. Sie bringen viel Erfahrung und neue Ideen mit  und sorgen sich darüber hinaus auch um etwas mehr Struktur in unseren Arbeitsabläufen (böse Mäuler behaupten, das sei überfällig gewesen). Seit etwa einem Jahr ist auch Bernd dabei, ohne den es keine regelmäßigen Echoauftritte gäbe. Alle tragen mit jugendlicher Frische und Energie zu unseren Arbeiten bei und ermöglichen ganz neue Ziele anzugehen. Darüber wird der aufmerksame Echoleser immer aktuell auf dem Laufenden gehalten.

Die aktiven Naturschützer aus dem Biotop Waggum. Bild von hinten links: Ewald Renz, Edith Grumbach-Raasch, Bernd Rabe, Dolf Piel, Gerd Herde, Erhard Renz, Rolf Jacobi. Bild von vorn sitzend: Detlef Schiel, Bianca Stöbe-Böttcher, Olaf Giese, Peter Schack, Otto Bense.           Foto: Detlef Schiel

 

Darüber hinaus

Aus dem Leben des Biotops gibt es außerdem zu berichten, dass wir unseren internen jährlichen Grillabend erfolgreich veranstaltet haben, natürlich unter Berücksichtigung aller derzeit erforderlichen Schutzmaßnahmen, was auf unserem weitläufigen Gelände nicht so schwierig war.

Außerdem müssen wir leider mitteilen, dass wir unseren bei den Waggumern sehr beliebten Tag der offenen Tür im September 2020 wegen der aktuellen Corona-Situation nicht durchführen werden. Bei den zu erwartenden Besucherzahlen, sehen wir uns leider nicht in der Lage, eine Corona-konforme Abwicklung gewährleisten zu können. Wir hoffen auf das Verständnis der Waggumer und versprechen  die Veranstaltung im nächsten Jahr mit doppeltem Elan anzugehen .

 

Bernd Rabe, Peter Schack und Detlef Schiel

 

 

Juli

 

Sommer im Biotop Waggum

 

Wir sind jetzt in der Mitte des Jahres angekommen. Der Sommer zeigt sich auch dieses Jahr wieder mit regenarmen, glücklicherweise aber nicht so heißen Tagen wie in den letzten zwei Jahren. Wenn es mal regnet, dann sind es kurze Schauer, die allerdings reichen, um die Natur wieder richtig zur Entfaltung zu bringen. Auch unsere Blühwiesen entwickelten sich prächtig und entlohnen damit für die Mühen der Aussaat und des regelmässigen Gießens

 

                    Blühwiese mit Kräuterbank im Biotop                                                    

 

Insbesondere die Insekten, deren Population in den letzten Jahren so stark gelitten hat, stürzen sich auf das Blütenangebot und nehmen es dankend an. Unzählige Hummeln und Bienen summen und prächtige Schmetterlige flattern elegant von Blüte zu Blüte. Aber nicht nur die Insekten freuen sich über die Wiesen. Auch die Biotopmitarbeiter, denn sie sind zumindest  in der Blütezeit pflegeleicht.

 

                  Blühwiese im Biotop                                                                                  

 

Bienen und andere nützliche Insekten sind auf nektarreiche und vorwiegend heimische Pflanzen und Kräuter angewiesen. In der Blühwiese finden sie die lebensnotwendige Nahrung und einen natürlichen Lebensraum

 

Wildbiene in der Blühwiese                                                                                       Insekten auf der Kräuterblume

 

Blühwiesen sind ein sehr wichtiges Mittel die Artenvielfalt sowohl der Pflanzen- als der Tierwelt zu erhalten und zu fördern.  Ohne Wild- und Honigbienen gäbe es kein Obst, kein Gemüse und keine Blumen. Dem entsprechend ist auch die Bedeutung  für die Landwirtschaft .

Schmetterlinge sind besonders schön. In Deutschland gibt es ungefähr 3.700 Arten. Man unterscheidet Tag- und Nachtfalter, die an den verschieden geformten Fühlern zu erkennen sind.  Bei Tagfaltern sind die Fühler  am Ende etwas verdickt, bei den Nachtfaltern gerade oder gefiedert. Die Entwicklung eines Falters verläuft über vier Stufen. Am Anfang steht das Ei, aus welchem die Raupe schlüpft. Diese wiederum  verpuppt sich und wird dann schließlich zum Falter . Die Lebenszeit der Falter liegt je nach Art zwischen wenigen Tagen und mehreren Monaten.

 

Dukatenfalter                                                                      Kleiner Kohlweisling                                           Ochsenauge

Schöner Schmetterling, der Admiral auf der Wilden Karde              Fotos: Bernd Rabe

 

Ein Beispiel für einen Tagfalter ist der Admiral, der seinen Namen aufgrund seiner an eine Unfirorm erinnernde Flügelfärbung bekommen hat. Er ist ein Wanderfalter, der Jahr für Jahr im Frühjahr die Alpen nach Norden überquert, im mittleren Europa seinen Nachwuchs zur Welt bringt und dann dann im Herbst zur Überwinterung wieder zurück in seine ursprüngliche Heimat nach Südeuropa zieht. Für die über 2.000 Km lange Strecke nach Südeuropa braucht der Wanderfalter nur ca. zwei Wochen. Im Laufe der Evolution hat sich daneben auch eine eigen mitteleuropäische Art des Admirals herausgebildet, die im Sommer sogar bis nach Skandinavien zieht und auf dem Rückweg  die gefährliche Alpenüberquerung vermeidet, indem sie im Bereich des Oberrheins überwintern.

 

Das Waggumer Biotop bietet Gelegenheit die vielfältige Pflanzen- und Tierwelt zu beobachten, zu pflegen und zu fördern. Wir sind von der Natur in unserem Biotop  immer wieder fasziniert und finden darin unsere Motivation in der Gruppe mitzuarbeiten.  Alle Naturliebhaber, die interessiert sind  mitzumachen, können uns jeden Mittwochvormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen.

 

 

Bernd Rabe

 

 

 

 

 

 

 

Juni

 

Kinderstube Biotop

 

Wir sind jetzt schon in der Mitte des Jahres und damit geht die Brut- und Aufzuchtzeit in der Vogelwelt langsam zu Ende. Meise, Drossel, Fink, Star, Bachstelze und auch der Grauschnäpper brüteten in den von uns bereitgestellten Nisthilfen. Mit großer Freunde entdeckten wir nach längerer Zeit wieder einen Eisvogel. Obwohl er so bunt ist, ist er gut getarnt und versteckt er sich wahrscheinlich überwiegend in seiner schwer zugänglichen Nesthöhle.

 

Unser Freund der Eisvogel                                                                      Foto: Detlef Schiel

Auch Kiebitze, Stockenten, Graugänse, Teichhühner und Blässhühner haben unser Biotop für die Aufzucht ihres Nachwuchses auserkoren.

 

Stockente mit 7 Küken                                                                             Foto: Detlef Schiel

Besondere Aufmerksamkeit haben wir dem Höckerschwan und der seltenen Rohrweihe geschenkt.

Höckerschwäne

Der Höckerschwan hat seinen Namen aufgrund des Höckers über dem Schnabel. Er kann eine Körperlänge von bis zu 1,6 m und eine Spannweite von 2,4 m erreichen. In der Regel wiegen ausgewachsene Männchen bis zu 13,5 kg und Weibchen 10 kg. Der Höckerschwan ist damit in Mitteleuropa der größte heimische Wasservogel und gehört zu den schwersten flugfähigen Vögeln weltweit. Höckerschwäne erreichen oft ein Alter von 16 bis zu 20 Jahren.

Als Anfang April zwei Höckerschwäne im Schilf des oberen Teiches unseres Biotops ihr Nest bauten, waren wir sehr skeptisch, ob das wohl gut geht. Gewöhnlich brütet dort nämlich die Rohrweihe, die aber zu der Zeit noch nicht aus ihrem Winterquartier zurück war.  Unsere  Befürchtungen bewahrheiteten sich glücklicherweise nicht. Der Stärkere hatte sich durchgesetzt. Die Rohrweihe musste ihr Nest nebenan bauen. Die Schwäne brüteten fünf und die Rohrweihe vier Eier aus.

Großer Schrecken durchfuhr uns, als die jungen Schwäne nach dem Schlüpfen plötzlich nicht mehr zu sehen waren. Gleichzeitig fiel aber das auffällig aufgeplusterte Federkleid des einen ruhig umher schwimmenden Schwanes auf. Natürlich waren alle vier Jungen darunter und die Welt wieder in Ordnung.

 

Höckerschwan-Familie mit 4 Junge                                                       Foto: Detlef Schiel

 

Rohrweihe

Die Rohrweihe ist ein Greifvogel und gehört zur Familie der Habichte. Sie wird ca. 50 - 60 cm groß und erreicht eine Flügelspanne von 1,30 m. Das Gefieder des Männchens ist rostbraun und am Kopf hellgrau. Das Weibchen ist dunkelbraun gefärbt und etwas größer. Es wiegt  bis zu 800 g. Die Brutzeit beträgt 31 bis 36 Tage.

Haben Sie schon einmal eine Rohrweihe im Flug gesehen?  Ab April segelt sie oft ohne Flügelschlag ruhig kreisend über Feld und Teiche auf der Suche nach Nahrung. In der Brunftzeit zieht das Männchen  eine richtige Flugshow am Himmel ab mit unglaublichen Manövern, wie ein Kunstflieger. Da ist sie in Waggum natürlich gerade richtig!

Es hat uns sehr gefreut, dass auch in diesem Frühjahr ein Pärchen dieser seltenen Vögel  im Biotop einzog und sich außerdem mit dem aggressiven  Höckerschwan arrangierte. Möglicherweise ist es das Paar aus dem letzten Jahr. Der Bereich wurde großräumig abgesperrt, um sie nicht bei der Brut zu stören. Wir wurden Zuschauer einer nicht alltäglichen Brut- und Aufzuchtzeit. In der Brutzeit sahen wir die Eltern nur abwechselnd einfliegen, konnten das Nest aber nicht ausmachen. Nach dem Schlupf siegte unsere Neugier und wir sind mit Kameras bewaffnet auf die Suche gegangen. Mit Erfolg. Wir fanden das Nest mit vier Jungen und machen jetzt fleißig Fotos.  Spektakulär ist die Übergabe der Beute vom  Männchen an das Weibchen in der Luft. Es sind wahre Flugkünstler. Entgegen früherer Annahmen jagen die Rohrweihen nur sitzende und kriechende Tiere. Sie galten als Nesträuber, wofür sie fast bis zur Ausrottung gejagt wurden.

 

2  junge Rohrweihen                                                                                 Foto: Detlef Schiel

 

 

 

Peter Schack, Detlef Schiel, Bernd Rabe

 

 

 

 

 

Mai

 

Aktivitäten im Biotop

 

Frühjahrsarbeiten trotz Coronakrise

Nun schon seit zweieinhalb Monaten müssen wir unsere Aktivitäten und Kontakte auf das aller Notwendigste beschränken. Das ausgerechnet im Frühjahr, in dem sich die Natur so rasant entfaltet und wir gewöhnlich Mühe haben, die anfallenden Arbeiten zu bewältigen. Trotzdem ist es uns gelungen, natürlich unter Einhaltung aller vorgeschriebenen gesundheitlichen Sicherheitsmaßnahmen, die wichtigsten Aufgaben zu erledigen und dabei auch den Blick für die Schönheit der Natur in unserem Biotop nicht zu vernachlässigen.

 

Ein gut gefüllter Teich im Biotop                                                                Foto: Bernd Rabe

 

Pflege des Wasserzulaufs für unsere Teiche

Der Graben vom Erlenbruch zum Biotop ist die Lebensader unserer Teiche. Er muss frei sein, sobald Regen angesagt ist. Äste, Baumstämme, wild wuchernde Büsche, Schlamm und Sand und zu allem Überfluss noch unachtsam weggeworfener Müll von Spaziergängern verhindern den freien Lauf des Wassers und müssen beseitigt werden. Die Freude war groß, als nach unserem Einsatz der Regen kam und sich der Füllstand unserer Teiche nach dem trockenen April nun langsam wieder dem Normalpegel näherte. Wir hoffen, dass dieser Wasserstand noch lange anhält.

 

Anlegen einer neuen Blühwiese

Dazu wurde Anfang März ein etwa 25 m2 großer Bereich mit zwei großen Planen bedeckt, um das Wachsen von Unkraut zu unterdrücken. Anfang Mai wurde der Boden umgegraben und verbliebene Unkrautwurzeln entfernt. Dann kam der große Augenblick der Aussaat. Das ließ sich unser Bienenexperte Ewald Rentz nicht nehmen. Persönlich verteilte er die kostbare Saat, die letztes Jahr mühevoll von den Wildblumenwiesen eingesammelt wurde. Nun hoffen wir, damit den Insekten und Bienen reichlich Nahrung anbieten zu können, so dass sie sich weiterhin bei uns wohl fühlen.

                                Aussaat von Wildblumen auf der Blühwiese                                              Foto: Bernd Rabe

 

 

 

Anbringen von Fledermauskästen

 

Dieses Projekt wurde schon im letzten Winter mit Beratung des regionalen Fledermausexperten Uwe Kirchberger geplant und jetzt umgesetzt. In unserer Region gibt es 16 von 25 in Deutschland nachgewiesenen Fledermausarten. Wegen dieser Artenvielfalt beschafften wir sechs verschiedene Fledermauskästen, sogenannte Sommerquartier-Nistkästen aus Holzbeton mit verschiedenen Einflugschlitzen. Da die Aufhängung der Nistkästen eine Mindesthöhe von 4 m und einen freien Einflugbereich erfordert und die Kästen bis zu 23 kg wiegen, wurde ein Hubwagen ausgeliehen.

Den An- und Abtransport des 1,5 tonnenschweren Hubwagens und die Verfügungstellung des Befestigungsmaterials wurde von Michael Wisotzki übernommen, wofür wir uns recht herzlich bedanken.

 

 

 

 

Aufhängen einer Fledermausgroßraumröhre (23 Kg)      Foto: Detlef Schiel

 

Vielen Dank auch an die Firma Begemanns-Mietlifter aus Hondelage, die uns bei den Mietkosten entgegen kam.

 

 

 

Mit diesem Hubwagen konnten wir alle Nistkästen an einem Tag sicher in luftiger Höhe anbringen und hoffen nun, dass sie von den Fledermäusen auch gut angenommen werden. Darüber hinaus ist geplant, die alten von Efeu überrankten Faultürme der ehemaligen Kläranlage wieder für die Überwinterung der Fledermäuse zu reaktivieren. Sie sind vor etwa 20 Jahren schon einmal für diesen Zweck hergerichtet worden, leider allerdings mit geringem Erfolg.

 

Gez. Bernd Rabe

 

 

April

 

Coronakrise

Auch wir haben unsere Aktivitäten und Kontakte auf das aller Notwendigste beschränkt. Durch flexiblen Einsatz in freiwilliger Absprache, mit wenig Anwesenden und großem Abstand zueinander, ist es uns gelungen die wichtigsten jahreszeitlichen Tätigkeiten zu erledigen.

 

Aktivitäten im Biotop

Als sehr arbeitsaufwendige und mühevolle Einzelarbeiten sollen besonders das Umsetzen der Gartenerde aus den verschiedenen Komposthaufen, das Zurückstutzen und die gleichzeitige Entwurzelung von wild wuchernden Brombeeren und Hopfen genannt werden. Das angefallene Schnittholz der letzten Zeit, wurde wie immer auf die Benjeshecke gestapelt. Wenn man auf der Südseite des Biotops entlanggeht, kann man sie gut sehen.

Diese so genannte Benjeshecke oder auch Totholzhecke erhöht den Tierschutz im Garten. Sie besteht aus locker aufgehäuften Ästen und Zweigen. Der Name Benjeshecke kommt aus den 80er Jahren und geht auf die Brüder Hermann und Heinrich Benjes zurück. Beide, als begeisterte Naturfreunde und Landschaftsgärtner bekannt, machten sich Gedanken über die sinnvolle Nutzung von Abfällen aus dem Gehölzschnitt. Das Ergebnis ihrer Überlegungen war die aus Naturschutzsicht wertvolle lockere Anhäufung von Grünabfällen, die nach kurzer Zeit ein spannendes Eigenleben entwickelt.

Die Benjeshecke bietet für zahlreiche Vogelarten wie beispielsweise Amsel, Zaunkönig und Rotkehlchen einen geschützten Bereich, den diese gerne als Nistmöglichkeit annehmen. Auch kleine Säuger wie Igel und Siebenschläfer, sowie kleine Reptilien wie die Zauneidechse, Amphibien wie die Erdkröte oder Insekten wie Wildbienen, nehmen die Benjeshecke gern an und sorgen als Nützlinge für einen schädlingsfreien Garten.

 

Wildbienen aktiv und Täter überführt

Der herrliche Frühling mit den sonnigen Tagen hat nicht nur die Honigbienen, sondern auch die Hummeln und unsere Wildbienen aktiviert. Während wir auch mal eine Pause von der Arbeit einlegen mussten, haben die Wildbienen um uns herum sich nicht in ihrer Aktivität aufhalten lassen.

 

Lange hat es gedauert, aber unsere Geduld hat sich gelohnt. In den letzten Tagen konnten wir den Übeltäter der Beschädigungen am großen Insektenhotel endlich entlarven. Zu unserer großen Überraschung, es waren die Blaumeisen, die unter der Dachabdeckung einen Durchschlupf gefunden haben und sich köstlich an den Insekten und Wildbienennachwuchs bedienten, die in den Schilfröhrchen nisteten.

Aktivitäten im Biotop

 

Wir widmeten uns verstärkt der Gartenarbeiten und haben es nun geschafft unsere Obstbäume der Streuhobstwiese fachgerecht zu beschneiden. Jetzt hoffen wir darauf, dass diese Mühen sich durch eine volle Blütenbracht für unsere Bienen und einer gute Obsternte gelohnt haben.

 

                               Kleine Nisthilfe für Wildbienen                                                                      Foto: Bernd Rabe

 

Eisvogel am Biotop gesichtet

Mehrmals wurde ein Eisvogel Spätnachmittags in der Nähe des Biotops am Beberbach gesichtet. Der Zufall wollte es, dass es uns gelang ein Foto dieses schönen Vogels zu schießen. Er zeichnet sich durch sein farbenprächtiges Federkleid aus, mit den leuchtend blauen Flügeln und der orangfarbenen Brust. Es handelts sich hierbei um

die einzige in Mitteleuropa vorkommende Art aus der Familie der Eisvögel. Er besiedelt weite Teile Europas, Asiens sowie das westliche Nordafrika und lebt an mäßig schnell fließenden oder stehenden, klaren Gewässern mit Kleinfischbestand und Sitzwarten. Seine Nahrung setzt sich aus Fischen, Wasserinsekten, Kleinkrebsen und Kaulquappen zusammen. Der Bestand an Eisvögel hat in den letzten Jahren wieder zugenommen. Die Art wird derzeit in Europa als dezimiert, aber im gesamten Verbreitungsgebiet als wenig bedroht eingestuft. Der Eisvogel war 2009 der Vogel des Jahres in Deutschland.

Wunderschöner Eisvogel in der Nachbarschaft                                                                                                Foto: Bernd Rabe

 

Eine neue gestiftete Sitzbank

Für die alte vermoderte FUN-Sitzbank an der Südseite unseres Biotops wurde vom Angelsportverein Braunschweig (ASV) eine neue Bank gestiftet.

Diese wurde inzwischen aufgestellt. Dafür bedanken wir uns nochmals recht herzlich beim ASV und bei der Firma Öko-Frank für die Aufstellarbeiten. Die rege Nutzung dieser Bank zeugt von einem optimalen Stellplatz in mitten unserer herrlichen Natur rings um das Waggumer Biotop.

Aufstellarbeiten der Bank                                       Foto: Bernd Rabe

 

Wir wünschen allen Mitbürgern Gesundheit und viel Geduld in der schwierigen Zeit mit der Coronakrise.

Die Aufbruchstimmung des Frühlings und die sich entfaltende Pflanzenwelt mögen uns Hoffnung auf baldige Besserung machen, sodass wir wieder uneingeschränkt unsere schöne Natur in Waggum geniessen können.

 

Bernd Rabe

 

 

Unser Biotop in der Abendsonne                                                         Foto: Bernd Rabe

 

Nutrias ärgern uns

Wir haben uns sehr über die wieder sehr gut mit Wasser gefüllten Teiche gefreut. Der erhebliche Regen im Februar war nach dem trocknen Sommer 2019 segensreich. Leider ist der eine Teich wieder um die Hälfte entleert, weil unsere 3 niedlichen Nutrias, wie schon befürchtet, den Damm mit einem Tunnel zum Beberbach untergraben haben. Wir verteidigen unseren Damm mit Verstopfen der Tunneleingänge. Wir werden genau beobachten, wie sich dieses Problem weiter entwickelt.  Wir bezweifeln schon heute,  dass sich die Nutrias durch unser Dazutun  vom Tunnelbau abbringen lassen. 

 

Sturmschäden beseitigt

Der Frühjahrssturm „Sabine“ hat uns mächtig zugesetzt. Zwei Bäume sind umgefallen,  einer ist in gefährliche Schräglage geraten. Mit einigem Aufwand wurde mit Hilfe von Aktiven Unterstützern des Biotops die Bäume gefällt und zu Brennholz verarbeitet. Vielen Dank an alle für das tatkräftige Zupacken beim Beseitigen des Windbruchs mit Kettensäge und schwerem Gerät. Hans Otto Eggeling war mit seinem Trecker voller Freude dabei. Bei der Stadt werden wir die Ersatzpflanzung standfesterer Bäume  beantragen, die gleichzeitig zur Blütezeit viel Nahrung für unsere Bienen liefern sollen.

 

Freudige Mitteilung

Mit großer Freude haben wir beobachtet, dass ein Schwanenpärchen in einem unsere Teiche ein Nest baut. Wir hoffen darauf, dass es zur erfolgreichen Gründung einer neuen Schwanenfamilie kommt.

 

Wildbienen aktiv

Nicht nur die Honigbienen auch unsere Wildbienen hat das frühlingshafte Wetter aktiviert. Mit neuem Schilfrohr wurde das große Insektenhotel ausgebessert und repariert. Es gibt unbekannte Tiere, die mit Vorliebe sich an diesen „bedienen“ und dadurch beschädigen. Die Wildbienen jedenfalls ließen uns unaufgeregt unsere Arbeit machen und nahmen die Ausbesserung an.

 

Eine neue gestiftete Sitzbank

Für die alte vermoderte FUN-Sitzbank an der Südseite unseres Biotops wurde vom Angelsportverein Braunschweig (ASV) eine neue Bank gestiftet. Diese werden wir in den nächsten Tagen im Austausch aufstellen. Dafür bedanken wir uns recht herzlich beim ASV.

 

Coronavirus

Auch wir sind angehalten unsere sozialen Kontakte auf das notwendigste zu beschränken. Besonders weil wir aufgrund unseres Alters zu der Risikogruppe gelten. Deshalb werden wir uns auch an die Empfehlungen der Experten halten und unsere Aktivitäten etwas zurück nehmen müssen, auch wenn dieses allen schwer fällt. Aber die persönliche Gesundheit geht vor.

 

 

Bernd Rabe

Biotop Waggum bekam Besuch vom Sturmtief „Sabine“

 

Der Frühjahrssturm „Sabine“ hat uns mächtig zugesetzt. Zwei Bäume sind umge-fallen und einer ist in gefährliche Schräglage geraten. Vielen Dank der Freiwilligen Feuerwehr Waggum für ihre spontane Bereitschaft, uns bei der Beseitigung des Windbruchs zu helfen. Praktisch durfte sie leider nicht tätig werden, ihre Vermittlung von städtischer Unterstützung war aber sehr hilfreich. Als Konsequenz aus dem Sturmschaden werden wir jetzt die Anpflanzung standfesterer Bäume beantragen, die gleichzeitig zur Blütezeit viel Nahrung für unsere Bienen liefern.

                                           Sturmschaden im Biotop                                       Foto: Detlef Schiel

Projekt Ansiedlung von Fledermäusen

 

Ein Vortrag im NEZ hat uns daran erinnert, dass sich schon der Begründer des Biotops, Dieter Barthel, die Ansiedlung von Fledermäusen zum Ziel gesetzt hatte. Dafür besonders geeignet erschienen zwei Faultürme der ehemaligen Kläranlage. Leider ist das Vorhaben aus verschiedenen Gründen in Vergessenheit geraten. Es soll jetzt aber wiederbelebt werden. Dazu haben wir den Fledermausexperten Uwe Kirchberger, der kürzlich den Vortrag im NEZ gehalten hat, um Hilfe gebeten. Er ist auch sofort gekommen und seine erste Einschätzung nach der Besichtigung des Biotops stimmt uns zuversichtlich. Er hat uns bei der Anschaffung von Nistkästen und der Einrichtung von Nistplätzen in den Faultürmen beraten und wird uns bald wieder besuchen.

 

Projekt Storchennest in Waggum!

 

Ein Storchennest in Waggum. Das ist ein Projekt, das sich durch das Anlegen des Feuchtgebietes unmittelbar neben dem Biotop anbietet. Es ist hier ein ausreichend großes naturbelassenes Gebiet entstanden, das die Ansiedlung von Störchen nicht aussichtslos erscheinen lässt. Wir sind gegenwärtig noch in Diskussion mit Experten, so dass es wohl in diesem Jahr nichts mehr wird. Wir planen aber schon, entsprechende finanzielle und fachkundige Unterstützung für die Errichtung eines Storchennestes einzuholen.

 

 

Winter oder schon Frühling?

 

Ja, das Wetter spielt momentan wirklich etwas verrückt, die Natur scheint auch nicht recht zu wissen, wie ihr geschieht. Viel früher als sonst zeigen sich bunte Frühblüher, viele Gehölze tragen bereits erstes, zartes Grün. Und wir fragen uns: Ist das schon der Frühling, oder kommt doch noch etwas vom Winter? Und wie geht es Tieren und Pflanzen, wenn es im Winter zu mild ist? Zum Beispiel: Die Experten rechnen in diesem Jahr mit einer vorzeitigen Amphibienwanderung von ca. 3 Wochen, voraussichtlich in der ersten Märzwoche.

                                       Der Frühling meldet sich an                              Foto: Bernd Rabe

 

 

Aktivitäten im Biotop

 

Wir widmen uns den Gartenarbeiten, die tatsächlich im Februar anstehen. Zurzeit beschäftigen wir uns mit dem Beschneiden der Obstbäume der Streuhobstwiese. Mit den wenigen einsetzbaren Biotoplern für diese Arbeit sind es einfach zu viele Bäume, so dass wir dafür noch einige Zeit brauchen werden.

 

Die beiden trocken gefallenen Teiche nach dem langen heissen Sommer 2019 sind durch den herbeigesehnten Regen wieder gut gefüllt. Wir sind sehr froh darüber. Es hat viel Arbeit gekostet, den Wasserzulauf frei zu schneiden und zu entsanden.

 

 

Braunkohlwanderung

 

Unser Braunkohlessen fand am Sonntag, d. 16. Februar statt. Bei windigem, ab 10.00 Uhr trockenem Wetter, trafen sich 21 TeilnehmerInnen wie immer leicht verspätet am Feuerbrunnen, um von dort zu Fuß oder in Fahrgemeinschaften zum Hotel Nord in Rühme zu gelangen. Die geringe Anzahl an Wanderen war dem stürmischen und regnerischem Wetter am Vortag und in der Nacht geschuldet.

Bei gutem Essen, Getränken und lockerem Gesprächen bewies die gute Stimmung, dass gemeinschaftsfördernde Veranstaltungen unverzichtbar sind.

 

 

Am Ortsrand Waggum Feldweg Richtung Bienrode         Foto: Bernd Rabe

Schunteraue in der Nähe der Mühle Bienrode        Foto: Bernd Rabe

 

Helfer gesucht

Einladung an alle interessierten Naturliebhaber, wer mit Helfen möchte kann uns am Mittwoch Vormittag beim Arbeitseinsatz unterstützen. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen und ist immer gern gesehen.

 

Bernd Rabe, Detlef Schiel, Peter Schack

 

 

 

 

Biotop Waggum  im Winterschlaf?

 

Was passiert eigentlich in der Winterzeit im Biotop? Es ist ähnlich wie bei einem Kleingärtner im Schrebergarten. Wir schneiden die Hecken, sammeln Laub, sägen Bruchholz und stapeln es zu Schichtreisig, das Wasser wird abgestellt und das Gebäude und der Schuppen werden winterfest gemacht. Eine abschließende Geländebegehung dient der Vorbereitung der Arbeitsplanung für das neue Jahr.

Dann wird natürlich von den Aktiven eine kleine Weihnachtsfeier organisiert. Peter Schack spendierte selbstgekochten Italienischen Wildschwein-Ragout, dazu gab es Bagettbrötchen und ein Gläschen Rotwein. Es war ein vorzüglicher Jahresabschluß für uns alle.

Im neuen Jahr wird dann die Arbeitsplanung für 2020 besprochen. Dazu werden der Geräte- und Sachmittelbedarf zusammengestellt, sowie Projekte definiert und die Reihefolge ihrer Abarbeitung festgelegt.

 

Nutrias im Biotop

 

Überrascht waren wir nicht, als wir sie sahen. Schon seit längerem hatten wir die Schleifspuren ihres Schweifes entdeckt. Aber wenn sie uns bemerkten, tauchten sie sofort ab. Letzten Mittwoch war alles anders: Drei Jungtiere ließen sich nicht durch unsere Anwesenheit stören. Sie speisten auf der Streuobstwiese genüßlich das Gras, um anschließend eine Runde im ehemaligen Klärbecken zu schwimmen. Niedlich, aber die Anwesenheit dieser Tiere lässt uns um die Sicherheit der Dämme im Biotop fürchten.

 

 

Neugieriger Jungnutria                                 

Foto: Bernd Rabe

 

 

Ein Nutria dreht seine     Schwimmrunde

 

Foto: Bernd Rabe

 

Kurzporträt der Nutrias

 

Verbreitung und Lebensraum

Ursprünglich stammten die Nutrias (auch Sumpfbiber oder Biberratte genannt) aus Südamerika, wo sie in den subtropischen und gemäßigten Klimazonen an Flüssen, Seen, Teichen und Sümpfen leben. Wegen ihres Felles wurde sie allerdings auch in Pelztierfarmen gezüchtet. Vor allem seit dem 20. Jahrhundert, als der Pelztiermarkt zusammenbrach und zahlreiche Tiere entkamen bzw. ausgesetzt wurden, hat sich der Bestand der Nutrias in Europa stark vergrößert. Die zumeist in Kolonien leben-den Tiere können allerdings nur in Gebieten mit milden Wintern überleben. In Deutschland sind die Nagetiere in allen Bundesländern zu finden. Je nach lokalen Gegebenheiten leben Nutrias in Schilfnestern oder graben Höhlen in Uferböschung-gen, sehr zum Leidwesen von vielen Landbesitzern.

Beschreibung
Auf den ersten Blick ähneln Nutrias Bibern, ihre Schwänze sind jedoch rund und kahl wie bei einer Ratte und nicht abgeflacht wie beim Biber. Ein Nutria kann über zehn Jahre alt werden. Sie wird bei einem Körpergewicht von circa 9 kg bis zu 70 cm lang, hinzu kommt eine Schwanzlänge von ungefähr 45 cm. Ihr Fell ist überwiegend rötlichbraun, am Bauch graubraun. Züchtungen haben auch Tiere mit weißem Fell hervorgebracht.
An den Hinterfüßen besitzen Nutrias Schwimmhäute, mit denen sie sich gut im Wasser fortbewegen können. Die großen Nagezähne sind auffällig orange. Nutrias sind sowohl tag- als auch nachtaktiv und leben in Familienverbänden von 12 bis 15 Tieren zusammen. In selbstgegrabenen Erdhöhlen im Uferbereich oder Nestern aus Schilf und Stöcken bringt das Weibchen nach einer Tragzeit von 19 Wochen 6 bis 8 sehende und voll behaarte Junge zur Welt, die nach 5 Monaten geschlechtsreif sind.

Nahrung
Nutrias ernähren sich überwiegend vegetarisch. Sie fressen hauptsächlich Blätter, Stängel und Wurzeln von Wasserpflanzen. Auch Mais verschmähen sie nicht. Selten ernähren sie sich auch von Schnecken, Würmern und Süßwassermuscheln.

                         Foto: Detlef Schiel, So schön ist die Natur im Biotop

 

Alle interessierten Naturliebhaber, sind herzlich eingeladen, uns beim Arbeitseinsatz (jeden Mittwoch Vormittag) zu unterstützen. Jede helfende Hand wird mit offenen Armen empfangen.

 

Termin-Ankündigung:

Grünkohlwanderung findet am So. d. 16. Febr. 2020 statt. Ziel ist das Hotel-Nord in der Nähe der Lincolnsiedlung. Wir starten in Waggum am Feuerbrunnen um 10 Uhr.

Anmeldung bitte bei Ewald Renz 05307/5666 oder Peter Schack Tel. 05307/5266.

 

Bernd Rabe

 

 

 

Gisela und Bodo Maletz begrüßen wir als neue Mitglieder im Förderkreis Umwelt  und Natur. Darüber freuen wir uns sehr. Mit dem Eintritt haben beide ein großzügiges Geschenk für die Allgemeinheit mitgebracht:  Eine wunderschöne Holzbank lädt jetzt zum Verweilen an der Westseite des Biotops ein. Welche  schöne und zugleich Gemeinschaftssinn zeigende Aktion der beiden! 

Förderkreis Umwelt und Naturschutz  Gruppe Waggum

Neues aus dem Biotop

Es hätte schlimmer kommen können am Tag der offenen Tür in unserem Biotop. Regen 

und Sturm hielten sich noch bedeckt und wir konnten viele Besucher begrüßen. Auffallend

viele Familien prägten das Bild, der Fuhrpark wurde dominiert von Laufrädern und

Kinderfahrrädern. Neubürger waren erschienen, um das Biotop kennen zu lernen. Aber auch

Freunde des  Förderkreises, die jedes Jahr vorbeischauen und die Atmosphäre genießen. Und

um auch ein wenig zu feiern. Es war ein schönes Bild, das sich den Besuchern bot. Das

Gelände an sich ist ja schon wunderbar anzuschauen. In diesem schönen naturnahen Areal

waren liebevoll die Verkaufs- und die erfreulich gut besuchten Informationsstände aufgestellt.

 

Für die Kinder war gesorgt: eine Vielzahl von Spielen und Beschäftigungsmöglichkeiten

lockten zum Verweilen. Seit drei Jahren bieten wir ein Programm für Kinder an, das von

pädagogischen Fachkräften betreut wird. Ein sehr erfolgreiches Konzept, denn auch Eltern

spielen gerne.

 

                                                        Bild: Peter Schack

 

Um den Besuchern zu zeigen, wie viele Arbeitsgänge nötig sind , um geräucherte Forellen

anbieten zu können, haben wir sie im Biotop zubereitet.

 

Wir bedanken uns bei unserem Bäckermeister Marcel Zelder für die großzügigen Kuchen-

und Brotspenden. Diese hilfreiche Unterstützung genießen wir schon seit Jahren. Schön, dass

Marcel diese Einstellung von seinem Vater Frank übernommen hat.

 

 

Auch in diesem Jahr ist ein Teich 

vollständig ausgetrocknet, beim anderen

sieht es etwas besser aus. Beklagenswert

ist, dass viele Fische und Teichmuscheln

an Wasser- oder Sauerstoffmangel

verendet sind.  Wir mussten tatenlos mit

ansehen, wie bei immer weiter

abnehmendem Wasserstand die

Fischreiher wochenlang über die

Gewässer kreisten und einen reich

gedeckten Tisch fanden.

 

Erfreulich war die Rückkehr der Rohrweihen.

Anfang April später beobachteten wir diese bei

uns so seltenen Vögel, wie sie  über die ehemalige

Kläranlage schwebten und irgendwo am Teich

des Biotops landeten. Große Aufregung bei uns. 

Sofort wurde der Zugang zu den Teichen mit

Trassierband  abgesperrt.  Nisten sie oder

verschwinden sie wieder wie im vergangenen

 

Jahr? Sie blieben und wir konnten eine nicht alltägliche seltene Brut- und Aufzuchtzeit

miterleben.  Wie in der Brutzeit ist auch jetzt noch für einige Zeit  das Männchen für die

Futterbeschaffung zuständig. Wir konnten beobachten, wie das Männchen über dem Nest

kreiste, das Weibchen aufstieg und das Futter im Flug übernahm.

Auch die selten gewordenen Kiebitze hatten wenig Freude an der Nachbarschaft, denn sie fürchteten um ihre Jungen. Es war ein wunderbares Schauspiel am Himmel, wenn beide Vogelarten Revieransprüche geltend machten. Auch das Kiebitzpaar hat seine Jungen erfolgreich groß gezogen.

 

    Peter Schack

Seit 2001 engagieren wir uns im Raum Waggum für den Natur-, Arten- und Landschaftsschutz.

 

Hauptsächlich entwickeln und gestalten wir naturnah das Gelände der ehemaligen Waggumer Kläranlage. Wir pflegen dort Grünland, Hecken und Obstgehölze. Außerdem kümmern wir uns um Nisthilfen für Vögel und Fledermäuse und betreuen mehrere Bienenvölker. Traditionell bauen wir Kürbisse an, die bei einem alljährlichen Spätsommerfest auf Liebhaber warten.

Wir würden uns freuen, wenn Sie uns besuchen kommen. Wir treffen uns jeden Mittwochvormittag auf dem Gelände der ehemaligen Kläranlage.

 

Ansprechpartner: Ewald Rentz

Tel: 05307 5666

E-Mail: ewald.rentz@hotmail.de

 

 

 

           Tag der offenen Tür 2018

Förderkreis Umwelt und Naturschutz  Hondelage e.V.

Ortsgruppe Waggum

Tag der offenen Tür 2018

 

Die Sonne lacht, wenn wir in das Biotop zum Tag der offenen Tür einladen.  Ganze  Besucherströme kamen ,  um das Gelände zu erkunden und uns und unsere Arbeit kennen zu lernen. Darüber haben wir uns sehr gefreut. Viele Familien waren unter den Gästen, Neubürger aber auch Freunde der Natur, die jedes Jahr vorbeischauen und die Atmosphäre genießen.

 Für die Kinder war gesorgt: eine Vielzahl von Spielen und Beschäftigungsmöglichkeiten waren  von uns vorbereitet worden. Nina , Marcus und Elke kümmerten sich liebevoll um die Jüngsten. Bei den Kleinsten waren selbstverständlich die Eltern dabei. Auch Erwachsene spielen gerne.

Kindliche Neugier kann bezaubernd sein! Freudig nahmen sie die angebotenen Spielgeräte in Besitz. Natürlich faszinierten auch die Bienenvölker und ermutigten zu Fragen wie: „Wer macht denn den Honig? Und stechen die Bienen auch den Imker?"

Es war ein schönes Bild, das sich den Besuchern bot. Das Gelände an sich ist ja schon wunderbar anzuschauen. In diesem schönen naturnahen Areal waren liebevoll die Verkaufs- und die erfreulich gut besuchten Informationsstände aufgestellt.

Die Karoffelpuffer fanden reißenden Absatz. Birgit , Christine und Jennifer hatten alle Hände voll zu tun. Die Warteschlange war riesig. Alle warteten geduldig, dafür bedanken wir uns. Eine größere Pfanne mit einem Feuerring in passender Größe steht auf dem Plan für das nächste Jahr. Verhungern musste allerdings niemand. 185 Bratwürste konnten den Engpass bei den Kartoffelpuffern gut überbrücken.

Wie in den vergangenen Jahren hatte Inge eine Kürbissuppe zubereitet. Wie immer aus Sicht der Suppenliebhaber zu wenig, denn der Andrang dominierte die Kapazität.

Wir bedanken uns bei unserem Bäckermeister Marcel Zelder für die großzügigen Kuchen- und Brotspenden. Diese hilfreiche Unterstützung genießen wir schon seit Jahren. Schön, dass Marcel diese Einstellung von seinem Vater Frank übernommen hat.

Erwähnt werden muss, dass Erhard 90 von ihm geräucherte Forellen verkauft hat. Er hat sie vor Ort geräuchert, jeder konnte zuschauen. Viele waren erstaunt zu erfahren, wie viele Arbeitsgänge notwendig sind bis sie verkaufsfertig sind. Eine aufwändige Angelegenheit!

 

 

 

Ulli und Lennard hatten  am Zapfhahn viel zu tun. Nach anfänglichen technischen Schwierigkeiten floss das Bier in Strömen.

In diesem Jahr mussten wir den Junganglern leider absagen. Die Teiche sind nahezu ausgetrocknet und viele Fische die Fische an Wasser- oder Sauerstoffmangel verendet .  Bei immer weiter abnehmendem Wasserstand kreisten die Fischreiher seit Wochen über die Teiche und fanden einen reich gedeckten Tisch.

Vielen Dank den freiwilligen noch nicht genannten Helferinnen, von denen uns einige seit Jahren unterstützen.

Jetzt müssen die Hecken wieder geschnitten werden. Mehr als 200 Meter warten auf uns, auf die zwei Jüngsten , die gerade 70 Jahre alt geworden sind  und denen, die eine noch größere Lebenserfahrung haben. Eine große Herausforderung. Deshalb bitten wir um Kontaktaufnahme, wenn jemand helfen möchte. Mittwochs sind wir immer ab 08.30 Uhr bis 12.30 Uhr im Biotop zu erreichen. Einen Sonnabendtermin können wir aber auch telefonisch vereinbaren unter Ewald Rentz 01726025972 .

 

 

 

 

Förderkreis Umwelt und Natur in Waggum

 

Haben Sie schon einmal eine Rohrweihe im Flug gesehen ?  Ab März kann man bei uns den seltenen Greifvogel sehen wie er scheinbar schwankend und unsicher, dabei sanft und langsam Feld und Wasser nach Nahrung absucht. Die Flügel stehen v-förmig, sie sind schmal, fast gleich breit und am Ende abgestumpft.

 

Im Frühjahr d.J. entdeckten  wir diese bei uns so seltenen Vögel, wie sie  über die ehemalige Kläranlage schwebten und irgendwo am Teich des Biotops landeten. Nistzeit!  Große Aufregung bei uns.  Sofort wurde der Zugang zu dem Areal mit Trassierband  abgesperrt , niemand sollte bei der Brut stören. Ist der Zaun um das Biotop dicht oder können  natürliche Feinde das Paar gefährden?  Nisten sie oder verschwinden sie wieder wie im vergangenen Jahr? Sie blieben und wir hofften, eine nicht alltägliche seltene Brut- und Aufzuchtzeit miterleben zu dürfen. 

 

 

Wikipedia versorgte uns mit den notwendigen Informationen über die Brutzeit. 31 bis 36 Tage.  Nach dem Schlupf siegte die Neugier und wir entdeckten das Nest mit drei Jungen. Wie in der Brutzeit ist auch jetzt noch für einige Zeit  das Männchen für die Futterbeschaffung zuständig. Wir konnten beobachten, wie das Männchen mit reicher Beute über dem Nest kreiste, das Weibchen aufstieg und das Futter im Flug übernahm.

Rohrweihen sind nicht fähig, fliegende Vögel zu fangen. Sie rauben sitzende oder kriechende Tiere. Deshalb galten sie noch im vergangenen Jahrhundert als gefährlichster aller Nesträuber und ihnen wurde entsprechend mit Fallen , durch Eierraub und Zerstörung der Brutstätten nachgestellt. Der Verlust des Lebensraums durch den Menschen erhöhte die Bestandsgefährdung.

 

Wir hoffen, dass die neu entstandenen Rückhaltebecken, als Biotop ausgewiesen, den Vogel geradezu ermuntern, auch im kommenden Jahr wieder bei uns zu nisten. Leider mag er keine Kälte und wird unsrer Breiten im Frühherbst wieder verlassen.

 Auch die selten gewordenen Kiebitze hatten wenig Freude an der Nachbarschaft, denn sie fürchteten um ihre Jungen.Es war ein wunderbares Schauspiel am Himmel, wenn beide Vogelarten Revieransprüche geltend machten. Auch das Kiebitzpaar hat seine Jungen erfolgreich groß gezogen.

 

 

 

Fotos von Peter Schack

Druckversion Druckversion | Sitemap
© waggum-online